Frage von Jupiter7468, 101

Wieviele Faktoren muss man berücksichtigen um das Leben zu berechnen?

Antwort
von zalto, 23

Es gibt zur Zeit ernsthafte Anstrengungen, künstliches Leben zu erschaffen. Der Mindest-Bauplan dafür, das sog. Minimalgenom, umfasst nach Angaben des Schöpfers (durchaus im biblischen Sinne gemeint) Craig Venter 381 Gene mit 580.000 Basenpaaren. 

Wenn man es so akzeptiert, dass das individuelle Lebewesen nur die Summe seiner Gene ist, sollte es die Frage beantworten.

Wenn man allerdings den Standpunkt vertritt, dass dieser Bauplan ja gar nicht das Leben selbst ist, sondern das Leben mit der Geburt (oder kurz davor) beginnt, dann verliert man sich schnell in der Unendlichkeit der Möglichkeiten: Spielt die Raumtemperatur bei der Geburt eine Rolle für den weiteren Lebensweg? Wenn ja, wie viele unterschiedliche Temperaturen gibt es? Unendlich viele. 

Da landet man dann schnell bei der Viele-Welten-Interpretation der Quantenmechanik, nach der jede nur denkbare Variante ein eigenes Universum aufspannt.

Kommentar von Jupiter7468 ,

Ja, ich denke immer mehr das "Leben" das falsche Wort ist.
Auch wenn deine Antwort, zumindest das mit der Raumtemperatur, ganz gut trifft was ich meine.

Aber was sollte ich sonst nehmen?

Vielleicht: Wie kann ich die kurz -und mittelfristigen unmittelbaren Auswirkungen berechnen ( und damit deren höchste Effizienz finden ) für eine von mir gerade getroffene Entscheidung im zeitlichen oder finanziellen Bereich?

Kommentar von zalto ,

Du hast da ein sehr mechanistisches Weltbild, ich interpretiere mal: "Alles ist prinzipiell in die Zukunft hinein berechenbar, man braucht nur genügend Informationen. Und weil alles so berechnbar ist, kann man auch die bestmögliche Zukunft für einen berechnen und gezielt darauf hinsteuern. Wie viele Informationen brauche ich dafür?"

So funktioniert die Welt aber nicht, sie ist nicht deterministisch. Heute hat man eine eher systemische Sicht der Dinge. Es gibt hochdynamische Systeme, die miteinander interagieren. Man kann zwar versuchen zu steuern - aber diese Steuerung hat schon wieder Einfluss auf die Systeme und den Ausgang der Entwicklung. 

Was Du trotzdem machen kannst, ist, Wahrscheinlichkeitsüberlegungen anzustellen. Wenn es z.B. Dein Ziel ist, alt zu werden, vermeide all das, was statistisch zum Frühableben führt. Rauche nicht, trinke nicht und treibe Sport - aber keine Hochrisikosportarten. Garantien gibt's trotzdem keine - es sterben auch Nichtraucher an Lungenkrebs.

Das ist so der gängige Weg um Exzellenz zu erzielen - dafür finden sich auch viele Ratgeber, was man tun muss, um seine Ziele zu erreichen. Diese Ratgeber setzen alle auf Erfahrungswerte - aber geben ebensowenig Garantien.

Rechne zudem mit Zielkonflikten: "das Leben in vollen Zügen genießen" und "alt werden" schließt sich in gewissen Punkten aus.

Antwort
von Oubyi, 7

Nur einen:

42

Antwort
von konzato1, 50

Die Antwort ist 42.

Kommentar von thomsue ,

👍

Kommentar von Oubyi ,

DH!
Ich habe Deine Antwort erst gelesen, nachdem ich meine abgeschickt hatte.
Ist nicht "abgekupfert".

Antwort
von Veriberi, 53

Den Determinismus? Jetzt mal im Ernst so gut wie alles auf der Welt wäre ein Faktor.

Kommentar von Jupiter7468 ,

Hmm ich hätte auf einfachere, praxisnahe Beispiele gehofft :)

Kommentar von thomsue ,

👍

Kommentar von Veriberi ,

Ok
- die Impulsivität
- generell die eigene Wahrnehmung und Verarbeitung von äußeren und inneren Reizen (also die Persönlichkeit)
- äußere Umstände und dazu zählt ja praktisch alles... Wie Bezugspersonen und deren Erleben/Persönlichkeit; andere Personen und deren Persönlichkeit; Umweltfaktoren; Herkunftsland; kulturelle Gegebenheiten; persönliche Erfahrungen (auch deiner bekannten Personen)

Da gibt es so viel aber du wirst schon an der Berechnung der Persönlichkeit eines Menschen scheitern. Wie willst du das Leben berechnen? Ich frage aus Neugier nicht aus Spott

Kommentar von Jupiter7468 ,

Veriberi: Also ich denke das Wort "Leben" ist vielleicht hier unterschiedlich besetzt.
Ich meinte eher alles Materielle, sorry. Die Frage ist sehr kompliziert deswegen dachte ich, ich lass es mal allgemein.
Ich hab das ganze auch mit Mathematik getaggt, und damit lässt sich zwar einiges in der Psychologie berechnen, aber ich meinte damit wirklich eher materiell.

Ein Beispiel: Ich hab mal versucht zu berechnen, was es jemanden bringt wenn er sich auf eine Aktion einlässt
(Bei Kauf von 3 Stück 10% Rabatt).

Man müsste da schon berechnen:
Werde ich das wegessen?
Wenn nein, kommt es mich dann teurer, als hätte ich nur 2 Stück gekauft (die ich auch esse).
Ich brauche mehr Vorratsfläche zuhause: Wieviel kostet mich das mehr?
Kommt es mich teurer ein Auto zu haben um damit zu größeren Supermärkten fahren zu können um dort Ware (meistens) billiger zu kaufen, oder kein Auto zu haben und in der Umgebung einzukaufen?

Bringt es mir mehr was, (diesmal tatsächlich vom psychologischen her gesehen) wenn ich die 10% Rabatt nutze?
Macht es mich glücklicher?
Kann ich dadurch das ich glücklicher bin den nächsten Tag besser arbeiten, damit steige ich vielleicht schneller im Gehalt?

Man kann hier vieles kreuz, quer, zurück, vor und gegenrechnen.
Zeit, Geld, Motivation, Glücklich sein, Leistungssteigerung, Umweltschutz (kein Essen wegwerfen), Platz und Raum, etc.

Und diese Faktoren würden mich interessieren :)

Kommentar von Veriberi ,

Ok das konnte ich nicht wissen.
Du hast ja schon sehr viele Faktoren genannt, die darauf einspielen...
Hm zB wenn du jemanden liebst und du vor der Entscheidung stehst mit demjenigen eine Beziehung einzugehen.
- macht es mich glücklich?
-wie hoch ist die chance, dass es ein leben lang hält?
- fühle ich mich nicht mehr so frei? Schränkt es mich stark ein? Wenn ja, wo schränkt es mich ein und wie steht das im vergleich zu der liebe die ich verspüre?

Oder die Frage ob man die Schule weitermacht oder lieber nach der Haupt/ Real schule eine Ausbildung beginnt.
- wo habe ich bessere Möglichkeiten meinen "Traumberuf" auszuüben?
- wo schneide ich besser ab?
-habe ich die intelektuelle Leistung für einen besseren Abschluss?
- wie lange warte ich auf eine Ausbildung/einen Studiumsplatz?
-was verdiene ich später wohl?
-verdiene ich insgesamt mehr, wenn ich studiere/gleich arbeite?
- wie kann ich das mit den anforderungen innerhalb meiner Familie vereinbaren?

Usw. War das besser? :)

Kommentar von Veriberi ,

Es kommt denke ich auch trotzdem viel auf die eigene Akzeptanz und die Persönlichkeit raus... Denn wie wir etwas persönlich erleben, so verändern sich auch unsere Prinzipien und somit der Einfluss von den Faktoren auf individuelle Entscheidungen...
Das heißt wenn du dein eigenes Leben berechnest , solltest du dir erstmal klar machen, was dir wichtiger ist von Geld/Akzeptanz/ Platz etc und somit abwägen

Kommentar von Jupiter7468 ,

Also was du sagst ist dann natürlich schon sehr weitgreifend, Liebe, Job, etc.
Ich würde gerne bei kleineren Sachen bleiben.
Persönlichkeit und so kann man ja nur schätzen, Liebe, Job und das damit verbundene glücklich / unglücklich sein wahrscheinlich nur statistisch erheben.

Ich hätte zum Beispiel angenommen, das es dem Supermarkt was bringt, wenn er 10% Rabatt gibt, wenn er 3 Artikel kaufe.

Vielleicht war mein Denkfehler, das der Supermarkt dafür extrem viel berechnen muss. Die werden wahrscheinlich nur eine Kosten-Nutzen Rechnung auf Basis einiger psychologischer Erkenntnisse mit etwas Statistik berechnen.

Aber für mich hat es, ob ich diese Aktion jetzt annehme oder nicht ja Auswirkungen auf mein gesamtes Leben (materiell, finanziell, psychologisch), vor allem dann wenn ich jetzt öfter in solche Situationen komme.

Sorry für die etwas verqueren Erklärungen, vielleicht könnte man es einfach so zusammenfassen:
Macht es einen Unterschied, ob ich die Aktion annehme, oder nicht?
Wenn es dem Supermarkt etwas bringt, unter welchen Umständen bringt es mir was?

Antwort
von josef050153, 3

Es kommt darauf an, welche Lebensform du meinst. Beim Menschen sind es etwa 3,27 Milliarden.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community