Frage von eric99, 55

Wieviele bekommt man von den 1450 Euro Umzugskostenpauschale tatsächlich zurück?

Hallo, ich bin verheiratet und habe ein Kind. Unsere Familie ist vor über einem Jahr umgezogen, der Fahrtweg in meine Arbeit hat sich dadurch um mehr als eine Stunde verkürzt. Somit kann ich einen Pauschalbetrag von 1450 Euro steuerlich absetzen. Ich habe einen Freund, der eine Umzugsfirma hat, beauftragt, den Umzug durchzuführen. Er hat es ohne Rechnung gemacht, und gemeint, dass wir die 1450 Euro sowieso wieder zurückbekommen. Mir ist das schon seltsam vorgekommen, dass wir den gesamten Betrag wieder zurückbekommen. Jetzt mache ich gerade die Steuererklärung und es sind so um die 300 Euro, die wir ohne Belege zurückbekommen. Stimmt das so? Oder mach ich was falsch bei der Steuererklärung? Freu mich über Antworten! Liebe Grüße, Eric

Antwort
von Rolf42, 28

Bei einem Grenzsteuersatz von etwa 20 % kommt das mit 300 Euro hin.

Antwort
von MaraMiez, 32

Die Umzugskostenpauschale ist ja nicht der Betrag, den man zurück bekommt, sondern das ist der "Pauschalbetrag" der dann für die Berechnung genommen wird. Es wird dann angenommen, dass der Umzug eben das gekostet hat, hat den Vorteil, dass man keine Belege einreichen muss.

Und dann kommt das mit 300€ hin.

Allerdings würd ich bei solchen Beträgen immer auf einen Beleg bestehen, auch wenns ein Freund gemacht hat. Zum einen für meien Sicherheit und zum anderen bekommt der Freund auch ärger, denn ohne Beleg kann man davon ausgehen, dass das jetzt an der Steuer vorbei geschleust wird und damit Schwarzarbeit ist.

Antwort
von baindl, 33

Um die 1.450 € verringert sich Dein zu versteuerndes Einkommen.

1.450 € bekommst Du natürlich nicht zurück.

Antwort
von Helmuthk, 16

Du hast die Frage sinngemäß schon einmal gestellt und die passenden Antworten erhalten.

Gesetzt den Fall, das Finanzamt akzeptiert diesen Betrag ohne Beleg: dann musst Du berücksichtigen, dass es sich um Werbungskosten handelt und dass nur der Betrag berücksichtigt wird, der über dem Arbeitnehmer- Pauschbetrag von 1.000,00 € liegt, allerdings zusammen mit den übrigen Werbungskosten wie Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte usw.

Diese Werbungskosten vermindern Dein zu versteuerndes Einkommen, und eine Erstattung von 300,00 € entspricht dem unteren Einkommensteuersatz.

Das kann also stimmen.

Antwort
von petrapetra64, 13

300 euro klingt doch durchaus wahrscheinlich, bei 1500 Euro, die du absetzen kannst, das ist ja nicht viel. Meine Fahrkosten sind deutlich mehr und ich kriege so 600 Euro raus. 

Eurer Bekannter hat schwarz gearbeitet und kann daher keine Rechnung ausstellen für Schwarzarbeit. Er meinte, du kannst die Pauschale absetzen ohne Rechnung. Das stimmt ja auch. Absetzen heisst ja aber nicht rauskriegen. Absetzen heißt, dieser Betrag bleibt steuerfrei, wird also nicht versteuert. Bei einem Steuersatz von geschätzten 20 % waren das bei 1500 Euro dann eben 300 Euro. 

Antwort
von Hefti15, 26

Da hast du wohl einen großen Fehler gemacht! Hier mal ein Link vorneweg:

https://www.lohnsteuer-kompakt.de/texte/2015/128/umzugskosten

Es gibt die Werbungskosten "Umzugskosten" und die "sonstigen Umzugskosten".

Die "Umzugskosten" muss man belegen können, ansonsten werden die nicht berücksichtigt. Dazu gehören u.a. die Transportkosten.

Daneben gibt es die "sonstigen Umzugskosten". Hier hat man die Wahl, ob man die Pauschale möchte oder ob man höhere Kosten hat und diese belegen kann.

Also, dein Fall. Du kannst auf jeden Fall die Pauschale als "sonstige Unfallkosten" erklären. Hättest du aber eine Rechnung für den Transport bekommen, dann hättest du diese zusätzlich bei den "Umzugskosten" gelten machen können.

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