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Wieviele 1€-Jobs sind zumutbar?

gefragt von Ulimatz am 03.11.2007 um 19:51 Uhr

Bin Juli zum dritten Mal zu einem 1-€-Job verdonnert worden. Bei allen bestand/besteht von vornherein keine Chance auf eine Festeinstellung. Gibt es keine Möglichkeit, sich ohne Kürzung zu verweigern?


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Reply


HerrLich
beantwortet von HerrLich am 3. November 2007 19:53
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Warum willst Du Dich weigern zu arbeiten. Sicher ist das nicht so toll mit diesen 1 €-Jobs, aber Du hast doch Zeit, oder?


koira1975
beantwortet von koira1975 am 3. November 2007 20:05
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Hattest Du diese Eingliederungsvereinbarung unterschrieben? Dann ist es schwer, dagegen vorzugehen. Die 1-Euro-Jobs werden ja vielfach von der Arbeitsagentur genutzt, um die Arbeitslosenstatistik zu schönen. Hast Du denn den Eindruck, dass sich Dein/Deine Betreuer(in) weiterhin , um ein festes Arbeitsverhältnis für Dich bemüht? Wenn es in Deinem Beruf keine Jobs mehr gibt, ist Dir schon einmal eine Umschulung etc. angeboten worden? Generell sollen diese 1-Euro-Jobs nicht länger als 9 Monate dauern (zumindest in der Theorie), weil sie ja ua auch dazu dienen Langzeitarbeitslose wieder an den Arbeitsalltag zu gewöhnen. Ablehnen darfst Du erst einmal nicht (wenn der Job nicht sittenwidrig etc) ist, sonst wird empfindlich gekürzt. Ich kann Dir nur empfehlen, jobtechnisch am Ball zu bleiben und noch einmal mit DEinem Betreuer zu reden. Auch immer weiter selber gucken.


Raimund1
beantwortet von Raimund1 am 4. November 2007 02:15
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Leider gibt es kaum eine Möglichkeit, sich von diesen frustrierenden Jobs zu befreien, ausser du hast das Glück, selber einen Job zu finden.

Ich kenne die Situation, war selber 4 Jahre arbeitslos und habe mich als "Tagelöhner" verdingt.

Aus eigener Erfahrung: Bleib dran, probier es immer wieder, selbst einen Job zu finden. Es stärkt das Selbstbewusstsein!


holodeck
beantwortet von holodeck am 3. November 2007 20:21
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Guck mal in den verlinkten Thread. Da stehen die Bedingungen drin, die ein 1 € Job erfüllen muß (u.a. gestützt auf ein Urteil des Landessozialgerichtes). Wenn die zugewiesene Stelle die Anforderungen nicht erfüllt, gibt es wohl Möglichkeiten, Widerspruch einzulegen und zu klagen. http://www.chefduzen.de/thread.php?threadid=4871


anonym
beantwortet von Ulimatz am 4. November 2007 01:05
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An Edgar Niklaus: Ich bin davon überzeugt, dass Sie selbst nie in dieser Situation waren. Und hoffe, dass Sie nie diese ganzen Demütigungen erleben müssen. Es kann allerdings sehr schnell passieren. Hatten Sie sich Gedanken darüber gemacht, warum ein Mensch in diese Situation kommt? Wohl eher nicht! Klar, dass es einige "schwarze Schafe" gibt. Gerne schicke ich Ihnen meinen "Lebenslauf". Ich hatte leider das "Glück" an einen absolut unfähigen Fallmanager zu geraten. Der - wie Sie - jeden ALG II-Empfänger als arbeitsscheu/-faul einstuft. Sorry.




Kommentar von 731c5ad6dd97e7d6fb61ba4d6b44bf08smallRaimund1 am 4. November 2007 02:13

Ich verstehe deinen Zorn, ich stand auch kurz vor der Situation, HartzIV Empfönger zu werden. Ich habe mich um diese DEMüTIGENDE Prozedur drücken können, in dme ich 3 Monate auf jede Leistung verzichtete und mich sehr mühsam anderweitig durchschlug.

Wer das nicht kennt, tut sich leicht mit Sprüchen.

Das schliesst nicht aus, dass es Missbrauch seitens der Empfänger gibt.

Kommentar von A771c1885496c251388a1b89bbe694edsmallkoira1975 am 4. November 2007 21:08

DH! Man ist so schnell in der Situation. Wenn man da tgl drüber nachdenken würde, könnten wir alle nicht schlafen.


anonym
beantwortet von Lilly19901 am 3. November 2007 19:53
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nein


Edgar Niklaus
beantwortet von Edgar Niklaus am 3. November 2007 20:10
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Das Geld das du zusätzlich zum ALG2 erhälts, kannst du doch sicherlich gebrauchen - oder etwa nicht. ALG 2 wird durch Steuern finanziert. Warum soll dafür der Staat dafür keine Gegenleistung verlangen dürfen ?

Kommentar von 36ea780fa5d85085cafc9a9842944636smallholodeck am 3. November 2007 20:27

Ein Euro Jobs sind teilweise eine echte Sauerei. So entläßt eine Kommune allen Ernstes z.B. ihren Schulhausmeister (produziert also einen Arbeitslosen wegen Arbeitsmangel) nur um kurze Zeit später einen Arbeitslosen als 1 Euro Jobber für die Stelle des Schulhausmeisters anzufordern. Sorry, aber das ist legalisierter staatlicher Sklavenhandel, was da passiert. Und die Betroffenen haben leider wenig Möglichkeiten sich zu wehren gegen solche Praktiken.

Kommentar von 344c7f33ec5d90c2b730c1352202a760smallschurke am 3. November 2007 20:31

Leider hast Du recht. Hier wurden vor zwei Jahren drei festangestellte Forstmitarbeiter entlassen und im nächsten Frühjahr durch 1 € Jobber ersetzt. Der Forst gehört dem Berliner Senat, traurig, traurig.

Kommentar von Ulimatz am 4. November 2007 01:06

Hast völlig Recht!

Kommentar von 731c5ad6dd97e7d6fb61ba4d6b44bf08smallRaimund1 am 4. November 2007 02:10

Missbrauch von oben sollte strafbar sein!


DerAufbereiter
beantwortet von DerAufbereiter am 3. November 2007 20:11
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Ja genau, selber gucken. In meiner Firma kam in den letzten 8 Jahren exakt 2mal jemand,und hat ernsthaft nach Arbeit gefragt. Ein paar andere wollten Stempel haben. Sehr traurig.

Kommentar von A771c1885496c251388a1b89bbe694edsmallkoira1975 am 4. November 2007 21:10

In meinem Unternehmen läuft es ähnlich, aber hast Du die Zwei dann eingestellt? (Was definitiv die Stempelbitter nicht entschuldigen soll!!)

Kommentar von 4ae650c59942f77da650731471a5d9b5smallDerAufbereiter am 5. November 2007 19:48

Waren leider nicht geeignet, für den Job. Habe fast immer (nur einmal nicht) Leute aus bestehenden Arbeitsverhältnissen eingestellt.




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