Frage von Bueroteufel, 37

Wieviel und welche berufsbedingte Ausgaben kann ein Azubi, 16 Jahre, zur Berechnung von Unterhalt von seinem Nettolohn abrechnen?

Antwort
von hertajess, 11

Na, die minderjährige Person lebt also im Internat. Die Kosten sind ja gegen zu rechnen und sicher höher als 170,- Euro vor allen Dingen wenn mit angerechnet wird dass ja auch gegessen werden muss, notwendige Dinge für die Schule zu kaufen sind....

Ob da tatsächlich das dreizehnte und vierzehnte Monatsgehalt ausgeklammert wurden steht für mich als Frage im Raum. 

Es würde mich weiter interessieren wo ein Mensch für maximal 90,- Euro im Monat in einem Internat wohnen kann. 

Antwort
von miboki, 20

Die Ausbildungsvergütung eines in der Berufsausbildung stehenden Kindes, das im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils wohnt, ist auf den Unterhaltsbedarf anzurechnen, jedoch nicht in voller Höhe. Der unterhaltsbedürftige Auszubildende hat das Recht seine Ausbildungsvergütung um einen Betrag i.H.v. 90 € vor Anrechnung auf den Unterhaltsbedarf zu kürzen. Bei diesem Betrag handelt es sich um einen ausbildungsbedingten Mehrbedarf – /für Fachbücher, Berufskleidung etc.

Gleiches gilt für einen Auszubildenden mit eigenem Hausstand.

Quelle: 

http://www.unterhalt.net/kindesunterhalt/ausbildung.html

Kommentar von Bueroteufel ,

Danke, erstmal für deine schnelle Antwort!

Im konkreten Fall geht es um einen 16jährigen Azubi 1. Lj. im öffentlichen Dienst ohne eigenen Hausstand. Der Azubi ist unterhaltsberechtigt ist. Das Jugendamt hat den Unterhalt neu berechnet (jetzt im Januar, Ausbildungsbeginn war im August 15!). Das Jugendamt rechnet wie folgt: 680 € Netto, minus 170 € berufsbedingte Aufwendungen wie Arbeitskleidung, Fahrgeld, Wohnkosten Internat, inclusive einer Berufsunfähigkeitsversicherung in Höhe von 32 €. Das Jugendamt vergisst in seiner Berechnung großzügig, dass im öff. Dienst Weihnachts- und Urlaubsgeld auch für Azubis gezahlt wird, und auch Fahrtkosten für Heimfahrten und andere Reisekosten auf Antrag vom Dienstherren übernommen werden. Was nun? Ist die BU-Vers. tatsächliche eine ausbildungsbedingte Mehraufwendung? Wie geht man hier bestenfalls gegen das Jugenamt vor?

Kommentar von webya ,

Also ich finde 170€ für Berufsaufwendungen nicht sehr viel. Ich hätte da mehr angesetzt.

Eine BUZ ist sehr wichtig und von daher sollte es schon als Aufwendung angesehen werden. 

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