Frage von kreationer 30.09.2010

wieviel Sozialhilfe gibt es im Ausland??

  • Hilfreichste Antwort von SetzKuss 30.09.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Also wenn du davon träumen solltest, es im Ausland mit Sozialhilfe zu versuchen, dann sage ich dir klipp und klar: Vergiss es! Ich würde es dir gönnen, aber die Aussichten stehen rabenschwarz. Erstens gibt es in den meisten Ländern der Welt überhaupt nichts, im Rest weniger oder viel weniger als in Deutschland. In Deutschland kommt man mit H4 schon kaum über die Runden. Im Ausland ist es ein täglicher Kampf ums Überleben, der nur mit Hilfe von Nebenbeschäftigungen oder Familienhilfen zu bewältigen ist.

    *

    Zweitens (und das ist der wichtigste Punkt), muss man erst einmal in einem Land gearbeitet haben, um danach bei Arbeitslosigkeit irgendeine Hilfe zu bekommen. Finde also erst einmal in einem anderen EU-Land eine Arbeit und eine Wohnung, und dann reden wir weiter.

    *

    Es gibt eine einzige Möglichkeit für einen Deutschen, für drei Monate auch im EU-Ausland Arbeitslosengeld 1 zu bekommen: Wenn du bereits in Deutschland Anrecht auf Alg 1 (nicht H4) hast, kannst du dir vom deutschen Arbeitsamt ein Formular geben lassen, das bescheinigt deine Rechte. Damit kannst du für 3 Monate in ein EU-Land reisen, dort versuchen Arbeit zu finden, und unterdessen bekommst du dein Arbeitslosengeld vom Arbeitsamt des EU-Landes weiter ausgezahlt.

  • Antwort von Welfensammler 30.09.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Unterschiedlich !

    In den USA gibt es zum Beispiel als Sozialhilfe nur 130 € + Gutscheine für weitere 150 €. Das ganze aber maximal für 5 Jahre im Leben. Arbeitslosengeld wird für maximal 2 Jahre gezahlt. Je nach Bundesland gibt es hier unterschiedliche Regelungen.

    Im reichen Dänemark hingegen bekommt jeder Arbeitslose 1300 €. Diese muss er aber wie ein normales Einkommen voll versteuern.

    In Österreich gibt es ein Grundeinkommen von knapp 900 €. Davon muss man dann aber alles selber zahlen.

    In GB gibt es 330 € und die Übernahme von Miete und Heizkosten.

  • Antwort von Larah10 30.09.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Was den Gesetzesentwurf zum SGB angeht u. deine Frage, "nachdem die h4ler über die jüngste 5€ erhöhung so empört sind":

    Hast du dich eigentlich überhaupt schon einmal informiert, welche konkreten Teilbedarfs-Posten u. -beträge im Regelsatz enthalten und daraus zu bestreiten sind ? Vermutlich nicht (sonst würdest du diese Frage höchstwahrscheinlich auch gar nicht stellen). Du solltest dich aber mal darüber informieren. Oder wie willst du dir sonst eine Meinung bilden, wenn du gar nicht weisst, wovon genau du da eigentlich sprichst, wenn du dir über Regelsätze Gedanken machst ?

    http://kaheya.bplaced.net/Forum/Lara/RS-Teilbedarfe_07-2009.pdf

    (Für Kinder gelten je nach Alter 60%-80% der darin genannten Beträge). Die wenigsten Nicht-Hartz-Betroffenen wissen, dass Einkommen wie z.B. Lohn u. Kindergeld auf die HartzIV-Leistungen angerechnet wird (also von ihr "abgezogen" wird). Oder dass auch die Stromrechnung aus dem Regelsatz bezahlt werden muss. Wenn man ihnen dann noch aufzeigt, dass für Babies u.Kleinkinder kein Bedarf an Windeln u. Babykost vorgesehen ist, oder dass ein 13 jähr.Teenager von 184 € Kindergeld u.67 € ALG2 leben soll u. man ihm dabei knapp 20 Euro die Woche für Essen u.Trinken inkl. Schulessen zubilligt... - dann erscheinen die hiesigen Regelsätze auf einmal gar nicht mehr sooo hoch.

    Die derzeitige Empörung (nicht nur) seitens der Betroffenen kommt daher, dass die Bundesregierung das Urteil des Bundesverfassungsgerichts - also des höchsten deutschen Gerichts- in einer kaum noch fassbaren Dreistigkeit ignoriert u. missachtet. Das BVerfG hat in seinem Urteil vom Februar unmissverständlich verlangt, dass bei einer Neuregelung des Gesetzes nunmehr unbedingt eine eigenständige Erfassung des spezifischen Bedarfes von Kindern vorzunehmen ist. Dieses Urteil des Gerichts wird durch die Bundesregierung aber ignoriert u.missachtet: In ihrem Entwurf der Neuregelung wurden die Bedarfe der Kinder erneut nicht separat ermittelt. Und was diese publizierten 5 € angeht: Dieser "Erhöhung" stehen gleichzeitig etliche faktische Kürzungen im Regelsatz gegenüber... nur schweigt man sich darüber natürlich aus.

    gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-so-hat-die-bundesregierung-getrickst-2615.php

  • Antwort von kassiopeiamb99 08.07.2011

    Also in Italien sieht es schlecht aus. Im Norden stellen die Comunen im Notfall....( Arbeitsverlust , etc...) alle 2 Wochen 100 euro für 3 Personen und 1mal im Monat eine Tüte Lebensmittel. Mietbeihilfe muss man wenn überhaupt jeden Monat beantragen und dafür gibts auch harte Voraussetzungen. Für Familien mit Kindern gibts dann noch Mensa- gutscheine. Charitas und Kirchen leisten evtl. auch mal ne kleine Hilfe ( 12 euro). Hier stehen die Menschen vor Supermärkten, hoffen bei der Wagenabgabe auf den Euro, oder vor Parkautomaten, etc......Frauen prostituieren sich, Männer verkaufen Drogen....oder es wird gestohlen.....Not macht eben erfinderisch....zumindest kann man unter derartigen Voraussetzungen nicht davon ausgehen, dass das Sozialsystem schamlos ausgenutzt wird....:)

  • Antwort von GoaSkin 11.03.2011

    Man kann die Sozialhilfe im Ausland nur schwer mit Deutschland vergleichen, da sich nicht nur die Höhe der Regelleistung unterscheidet, sondern auch die sozialpolitischen Gegebenheiten.

    In Deutschland gibt es einen Regelsatz. Dazu werden die Kosten der Unterkunft übernommen. Soziale Vergünstigungen gibt es sonst kaum.

    In manchen anderen Ländern werden die Kosten der Unterkunft nicht übernommen. Dafür hat man die Möglichkeit, sich von der Sozialhilfe eine subventionierte Wohnung zu mieten.

    Wiederum in anderen Ländern ist zwar der Regelsatz niedriger, dafür dürfen Sozialhilfeempfänger billiger oder kostenlos Bus fahren etc.

    Im Fazit muss man die Sozialsysteme der Länder lange und aufwendig analysieren, um herauszufinden, wo Sozialhilfeempfänger besser leben können als hier und wo nicht.

  • Antwort von DerHans 01.10.2010

    In den meisten Staaten gibt es überhaupt kein vergleichbares System. AlG wird für eine begrenzte Zeit gezahlt, danach gibt es bei den meisten höchstens noch Lebensmittelgutscheine. Genau deswegen ist Deutschland ja so attraktiv als Einwanderungsland. Diskriminierung hin oder her.

  • Antwort von Larah10 30.09.2010

    Mal davon abgesehen, dass ALG II/Hartz IV keine Sozialhilfe ist: "Es ging mir nur darum einen vergleich zu haben, nachdem die h4ler über die jüngste 5€ erhöhung so empört sind :

    "Vergleiche" von Sozialleistungen verschiedener Länder sind sehr schwierig, haben wenig Aussagekraft und sind wissenschaftlich auch nicht stichfest. Vor allem dann nicht, wenn man so einen "Vergleich" auf die reine Gegenüberstellung von Auszahlungsbeträgen in Euro reduziert - wie du es hier gerade versuchen möchtest. Du kannst aber nicht Sozialleistungen verschiedener Länder "vergleichen", indem du mal eben einfach Euro- Beträge einander gegenüberstellst und dann zu der tollen Schlussfolgerung kommst: "Ei,siehste...in Rumänien und Peru kriegen sie viel weniger Geld als bei uns!"

    In so einem "Vergleich" müssen die Umgebungsbedingungen mitberücksichtigt werden. Z.B. in einem Land, wo der monatliche Durchschnittslohn 300 Euro beträgt und die Lebenshaltungskosten weit unter "unseren" liegen, werden entsprechend auch die Sozialleistungs-Beträge deutlich niedriger angesetzt werden. Andere Faktoren wären z.B. auch die Frage, wie in dem jeweiligen Land die gesundheitliche Versorgung geregelt ist (also auch: entstehen den Bürgern privat Kosten für die Versorgung, oder übernimmt das alles der Staat)...oder welches Schulsystem vorliegt ...

    Ob und in welcher Betrags-Höhe jeweils Geld ausgezahlt werden, sagt ja nichts aus über die Sozialleistungs-Unterstützung, die dort vor Ort tatsächlich gewährt wird. In einem Land, in dem es z.B. kein Kindergeld wie bei uns gibt, mögen dafür aber für jeden Bürger z.B. Kindergartenbesuch und Schulausbildung inklusive Schul-Essen und aller Schul-Materialien kostenlos sein..usw.-

  • Antwort von maunzelkater68 30.09.2010

    im ausland gibts für ausländer keine sosialhilfe.

  • Antwort von Mismid 30.09.2010

    mußt du googln. In Griechenland gibt es nur 1 Jahr überhaupt etwas. Max. 400 Euro und Miete muß man davon selbst bezahlen. Nach 6 Monaten wird nochmals gekürzt. In Spanien gibt es auch nur 1 Jahr arbeitslosengeld und danach 1 Jahr Sozialhilfe. Dauerhaft gibt es dort auch nichts. In Frankreich gibt es etwas mehr als in Deutschland. Aber auch zeitlich befristet und man ist verpflichtet sich eine Arbeit zu suchen.

  • Antwort von elisesophie 30.09.2010

    immer unterschiedlich, aber das deutsche sozialsystems ist eines der besten der welt in der usa beispielsweise muss man gucken, wo man bleibt, da gibt es fast nichts

  • Antwort von Andrea2009 30.09.2010

    Wieder jemand, der GOOGLE nicht kennt... :(

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