murmeltier7 am 09.05.2009 um 11:43 Uhr
Bei uns gibt es heiße Diskussionen, momentan bei jeder Arbeit, die ich meinem 16jährigen sage. Er ist der festen Überzeugung, dass er ausgebeutet wird und andere nicht soviel tun müssen. Ist es zuviel, wenn er 3mal die Woche die Spülmaschine ausräumt, einmal Bad putzt, 2x die Woche zwei Hunde bürstet und 2x die Woche zum Bauern um Milch fährt (nicht weit). Im Sommer hätte ich dann gerne, dass er am Samstag eine halbe Stunde im Garten mithilft.

Das ist sicher nicht zu viel verlangt. Schließlich tust Du erheblich mehr für ihn.
Meine Tochter muss täglich den Müllbeutel rausbringen, morgens die Katze füttern, abends nach dem Essen den Geschirrspüler ein- und ausräumen, ihr Zimmer in Ordnung halten und einmal wöchentlich das Bad putzen und sie wird erst 14.
Das funktioniert wunderbar, nachdem ich mal aufhörte, ihre Kleidung zu bügeln und mich weigerte, sie zu ihren Freundinnen zu fahren
Sklaventreiber!
:-D
Nein, ist schon okay. Er ist in der Pubertät und bockig.

super! weiter so! jugendliche sehen sich häufig benachteiligt. nicht alle, aber viele. ist doch auch eine schwierige phase. aber du mutest niemand zu viel zu!

was nur so wenig muss der machen. tzz er kann ja auch mal mehr machen. das ist ja wie urlaub
ich weiss schon, dass ich nicht ganz in (deutscher) Norm liege mit meiner Einstellung, aber ich finde Kinder und Jugendliche werden am besten dazu erzogen, später selbst einen Haushalt zu führen, wenn sie jetzt an der Mutter erleben, dass sie die Haushaltsarbeit alleine, sorgfältig und vor allem gerne erledigt. So setzt sie Massstäbe wie ordentlich/organisiert alles zu sein hat, und DAS prägt! Dein Verhalten wird deinem Kind immer die Norm sein!!! Seien wir doch mal ehrlich mit uns, liebe Mamis/Papis: Hinter diesem "ich hätte gerne dass du dies und jenes tust" verbergen wir doch oft 1. unsere Faulheit, 2. die Panik, das Kind wird selbstständig und entschlüpft meiner Kontrolle. Und da sind Kinder halt sehr sensibel und meutern im besten Falle (andernfalls gehen sie artig drauf ein und lernen Heuchelei). In Ausnahmesituationen, wenn ich bei besonderen Anlässen einfach Mithilfe brauche (Feiertage, Krankheit, berufl. Engpässe der Mutter) wird das Kind dann sehr gerne (und beinah stolz) etwas von "meiner" Arbeit übernehmen, aber aus Liebe wie Mama/Papa ja sonst auch. Also ich habe mit dieser Einstellung gute Erfahrungen gemacht, Grundtenor ist Harmonie, die Kinder erleben meine Freude an der Arbeit, und können diese auch auf ihre eigenen Anforderungen (und die sind zu Zeiten von G8 hoch) beziehen.
sehe ich ganz genau so. Ich habe drei erwachsene Kinder. Sie haben zu Hause nicht streng mit geholfen, nur ihr Zimmer alleine sauber gemacht. Heute erledigen sie selbstverständlich jeder für sich auch ihre täglichen Arbeiten. Mein Fazit: Kinder arbeiten zu Hause nicht gerne mit, haben eigene Interessen. Später machen sie ganz selbst verständlich die Hausarbeiten, es sei denn, die Freundin oder der Freund sind schneller ;))
murmeltier7 am 10. Mai 2009 21:52 und woher können sie dann all diese Arbeiten? Mein großer Sohn hatte einen Mitbewohner in der WG, der ließ seine Mutter antreten zum Putzen, weil er selbst zu nichts einen Plan hatte und selbst zum Geschirr spülen zu faul/blöd war.
murmeltier7 am 10. Mai 2009 21:56 und woher können sie dann all diese Arbeiten? Mein großer Sohn hatte einen Mitbewohner in der WG, der ließ seine Mutter antreten zum Putzen, weil er selbst zu nichts einen Plan hatte und selbst zum Geschirr spülen zu faul/blöd war. Soll ich mich wirklich zerteilen zwischen Putzen und Gartenarbeit während Herr Sohn stundenlang am Computer sitzen kann? Wenn er mal eine Lehre macht muss ich ihn noch zusätzlich chauffieren, dann kann er eh nur noch samstags etwas helfen, ich seh nicht ein, einen Pascha zu erziehen!
Das ist nicht zuviel verlangt. Auch wenn er jetzt nicht glücklich drüber ist, spätestens wenn er seine erste eigene Wohnung hat, wird er dir dafür Dankbar sein.
Also wenn ich das zeitlich alles zusammenfasse, sinds allerhöchstens 2 Stunden die der Knabe für Haushalt aufwenden muss, Das ist gelinde gesagt eine Frechheit, das dieser Rotzbengel sich noch ausgebeutet fühlt :-), der ist 16 und kann da durchaus noch mehr machen - naja wenn er nicht gerade als Azubi in der Ausbildung ist - da kann man sicherlich durchaus bissl nachsichtig sein. Seiner Maulerei musst du mit schlagkräftigen (nicht verdreschen!) Argumenten entgegentreten. Und wenn der Bengel wirklich mal streikt, dann mach das auch und lass die dreckigen Lieblingsshirts etc. einfach mal im Bad liegen und erkläre ihm das du eben auch streikst und zeige ihm wie man ne Waschmaschine richtig bedient und mit Trockner, Wäscheleine und Bügeleisen umgeht. Übrigens kanns auch nciht schaden, ihm beim kochen einzuspannen, solange es kein fastfood zeugs ist. Wie sollen die was lernen und motiviert werden, wenn Mama und Papa alles regeln?

Ich finde, dass es gut so ist. Jugendliche sollten auch ein bisschen arbeiten. Ich helfe meiner Mutter jeden Tag. Es macht mir Spaß! Versuchen sie ihrem Sohn den Spaß an der Arbeit zu zeigen.

Kann er ruhig machen! Meine Eltern führen einen Laden und ich muss ständig durch die Stadt rumlaufen und Sachen austragen!

nein, das ist völlig ok. ich bin 20 und mache die hälfte vom haushalt. (aber meine eltern sind auch getrennt und ich lebe mit meinem papa und kleinen bruder zusammen)
das ist völlig in ordnung. Wir Eltern sind ja auch nicht die Diener der Kinder und ein bisschen im Haushalt zu helfen bricht niemandem das Bein.
Kinder und Jugendliche sollten lernen, gerne mitzuhelfen. Sie zu etwas zu zwingen finde ich nicht gut. Es ist viel schöner, wenn jemand hilft, weil er erkannt hat, dass er damit einen wertvollen Beitrag leistet und jemand entlasten kann und ganz wichtig - wenn er mal Hilfe brauch auch jemand für ihn da ist!

Wenn er bei Euch wohnen und an Eurem Tisch mitessen willen, soll er ruhig seinen Beitrag leisten.

Bei uns hat dies was gebracht: Wir haben klargestellt, daß unsere Kinder im Haushalt mitzuhelfen haben. Welche Augaben das sind und wann diese erledigt werden haben wir gemeinsam besprochen. Das hat dann auch funktioniert.
primusvonquack am 9. Mai 2009 11:56 Superschlecht kommt natürlich an, wenn Sohnemann oder Töchterlein sagen, daß sie etwas unternehmen wollen und man kommt dann damit rüber, daß man sie für irgendwelche Arbeiten eingeplant hat.

Das ist sicher nicht zuviel. Und es ist wirklich normal in diesem Alter, daß gemault wird. Ich würde darauf bestehen, daß er das Maulen und Argumentieren unterläßt und ihm vorschlagen sich ein anderes Elternhaus zu suchen, wenn ihm etwas nicht passt!
hey das ist aber krass - er ist doch kein kuckuckskind und Mama liebt ihren SOhnemann trotz allem - nehm ich mal an :-)

Mithelfen ist schon ok. Aber man sollte es auch nicht übertreiben.
Ich finde die Kinder sind heutzutage so eingespannt mit Schulstress, das sie auch ein wenig Freizeit brauchen.
Bad putzen finde ich schon übertrieben.
Aber so Sachen wie Spülmaschine ausräumen oder mal den Müll rausbringen sind schon sinnvoll und ok.
Meine Meinung.
gottesanbeterin am 9. Mai 2009 11:48 Er macht doch das Bad auch dreckig und ist bestimmt größer und stärker als die Mama!