Hab mich mal umgesehen, ganz billig sind die Kabel ja nicht unbedingt - was sollte man denn minimal investieren, um ein gutes Kabel zu bekommen?

Ich will auch keinen beleidigen, aber die Fehlinformation was "Digital" betrifft ist bei beiden enorm falsch. Sicher ist es richtig dass "digital" eindeutigere Signale liefert, es kennt ja nur die Zustände 0 und 1, insofern ist es für kurze Verbindungen (bis ca. 1,5 m) egal. Da tun es wirklich "Billigstrippen". So bald die Entfernung länger wird, macht es einen erheblichen Unterschied welches Kabel man verwendet. Jedes Digitalsignal kann über die Fast Fourier Transformation in ein Sinussignal zerlegt werden und da kommt man schnell in den Gigaherz-Bereich, wo "normale" Kabel nichts mehr durchlassen. Die Bandbreite bei HDMI liegt bereits bei 160 MHZ (UHF-Bereich !) bei 1080er Auflösung, Die Datenübertragungsrate liegt bei bis zu 5 GHz/Sekunde. Nur mal die Eckdaten als Hinweis. Es lohnt sich da zumindest 20 Euro für ein "Standardkabel" (2 m) auszugeben. Man kann es ja mal mit einem billigen Kabel von den Großmärkten probieren. Wenn die Qualität nicht ausreicht kann man es ja wieder umtauschen. Es sollte kein Klingeldraht sein, fingerdick ist da schon besser. Eine echte Alternative ist der Reichelt Versand http://www.reichelt.de/. Er bietet z.B. das 2 m Kabel mit vergoldetem Stecker für 10 Euro an (Bestnr. AK HDMI2,OG). Da liegt man nicht verkehrt. Auch andere Audio/Videokabel und Stecker gibt's dort günstig. (Im Gegensatz zu Conrad, der ja hinreichend bekannt ist). Einfach ausprobieren, ist eine Geschmacksfrage.

Meinst Du ein Lautsprecherkabel?
Äh, nein;) Ein HDMI-Kabel ist eigentlich ein Audio/Videokabel ...
Wolfgang Foerster am 20. November 2007 17:09 Oh, das wusste ich nicht - wieder etwas gelernt ... ;-)

Ohne es beleidigend zu meinen: W. Foerster hat keine Ahnung.
Da die Übertragung in der digitalen Signalform erfolgt, kannst Du auch ein ganz billiges HDMI-Kabel für 8 EUR nehmen. Hab ich für den Preis bei, ich glaube, Saturn gesehen. (oder war es MediaMarkt?)
Ja, HDMI ist eine digitale Schnittstelle, die für Audio/Videodaten und ein paar Steuersignale definiert ist. Die Bandbreite HDMI ganz allgemein betrachtet, ist enorm größer als die vorhergehender Standards (DVI und IEEE1394 z.B.).
Die Ursprungsfrage lässt sich (wie so oft) nicht pauschal allgemeingültig beantworten.
Allgemein ließe sich folgendes sagen: je länger das Kabel und je höher die Datenrate umso größer die Anforderungen an die Qualität des Kabels (was noch nicht zwingend Hochpreisigkeit nach sich zieht, es aber meist tut) Schlechte Kabel verursachen Reflexionen des Signals in ihrem Inneren, was zu erhöhter Fehlerrate führt. Die Signalform wird deformiert, Rechenleistung muss aufgewendet werden, um die Rückwandlung der Signale zu "säubern" -> Bild- u./o. Klangqualität sinkt.
2 Beispiele:
15m Kabel vom Bluerayplayer zum Beamer mit HDMI 1.3 (fullfeatured genutzt), beide Geräte aus der Topklasse -> da muss man schon mal tiefer in die Tasche greifen: wenigstens 400 - 500 Euro wird man zahlen müssen
1m Kabel vom Billig-DVD-Spieler zum AV-Receiver, der "nur" HDMI-Switch ist und das Signal dann an einen Billig-LCD weiterreicht -> jedwede Investition in Kabelqualität vermeiden, die Beipackstrippe tut´s vollkommen.
Die Beispiele sind krasse Extreme, aber sie zeigen die Skala dessen, was zur Debatte steht.
Ich hoffe, ich konnte helfen.
PS: was Kabelqualität im Verhältnis zum Preis angeht, sind pauschale Angaben wie o.g. unsinnig, gleichwohl sind meine Erfahrungen (die natürlich nicht empirisch richtig sind) derart, dass die Qualität annähernd proportional zum Preis bleibt. Und das gilt sowohl für analoge wie für digital genutzte Leitungen. Viel wichtiger ist und bleibt meiner Meinung nach die Verhältnismäßigkeit Anlagenqualität/Kabelqualität. Wer mal nen Runcobeamer mit nem Kaleidescapeserver verbinden "durfte", wird die Unterschiede zwischen 2000€- und 3000€-Kabeln sehen (so er denn ne ScreenResearch-Leinwand nutzt). Alle anderen halten sowas für Spinnerei...