Ich habe, als ich meinen Motorradführerschein bestanden habe, einen Organspenderausweis gemacht weil ich mir gedacht habe, warum nicht anderen Menschen helfen wenn es möglich ist. Mich würde mal interessieren wieviel Organspender es in Deutschland gibt. Und kennt ihr Gründe gegen das Organspenden? Ich höre manchmal von Leuten, dass man dann schneller sterben gelassen wird wenn sie sehen, dass man Organspender ist, aber das ist doch quatsch oder nicht?
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Ich habe seit ca. 15 Jahren einen Organspenderausweis. Ein sehr guter Freund hat seit dieser Zeit 3x wöchentlich Dialyse, nämlich Mo,Mi,Fr. Di,DO,Sa, vormittags ist er nicht zu gebrauchen. Das war für mich Grund genug. Das ist kein wirklich schönes Leben mehr. Leider hat er jetzt auch noch Krebs und seinen 2. Herzinfarkt. Somit ist eine Transplantation zur Zeit leider nicht möglich. Ich kann nur JEDEN auffordern sich darüber mal Gedanken zu machen. Es kann auch DICH treffen. Schneller als DU glaubst.

War immer Blutspender und hatte einen Organspendeausweis, nun bin ich Diabetiker und bin nur noch für Körperwelten gut. Ich finde es sollte Selbstverständlich sein, anderen nach seinem Tod zu helfen, wenn man es selbst oder ein Angehöriger bräuchte wer man auch froh wenn andere geholfen haben. Schlimm find ich nur Praktiken wie in Südamerika oder anderen armen Ländern, wo Menschen für Geld ihre Niere verkaufen. das ist hier ja mit Recht verboten.Es gibt nur zuviele Menschen die sagen Morgen hol ich mir einen Spendeausweis.Morgen...

Das sind so viele Fragen in einem!
a) Wieviele es gibt, läßt sich nicht erfassen, denn jeder kann einen Ausweis herumtragen oder ihn auch nach Belieben wieder zerreißen
b) Ich habe einen Ausweis seit 24 Jahren, gleichzeitig, als ich mit dem Blutspenden begonnen habe, mittlerweile 52x
c) Gründe gegen das Spenden, sind eigentlich nur die ethischen Gründe oder angeblicher Organhandel, wer nicht will, findet massenmasse Gründe:
d) Schneller sterben lassen ist absoluter Quatsch! Nur wenn jemand zweifelsfrei hirntod ist, von 2-3 Neurologen bestätigt und die Angehörigen mitsamt dem Ausweis einverstanden sind wird eine Organentnahme gemacht
Wer mehr wissen will, kann hier nachgucken:
Die Angehörigen MITSAMT dem Ausweis? Dann bringt der Ausweis alleine gar nichts oder reicht auch der Ausweis wenn man dort sagt, dass man es alleine entscheidet?
Samml am 6. Oktober 2007 23:16 Angehörige können es schon verhindern, aber es sind viele Hindernisse ausgeräumt wenn der Ausweis da ist.
Mimi081 am 6. Oktober 2007 23:20 @isi600, Du kannst dann nichts mehr sagen... Es kann auch sein, daß der Ausweis verloren geht und wenn man noch zu "Lebzeiten" den Angehören Bescheid sagt, daß man einer Organentnahme zustimmt ist das auf jeden Fall besser

du das ist sehr vernpnftig werde ich auch machen hatte ich sowieso vor ich würde jeden raten das zu tun den man kann ja selbst bestimmen was man spenden will und es ist doch auch was gutes

Ich bin seit 30 Jahren Organspender. Was soll ich mit meinem Innenleben nach meinem Tod. Die Untersuchungsmethoden zur Feststellung des Hirntodes sind gut und ausreichend. Wenn meinen Kindern etwas geschehen würde, wäre ich ja auch um jeden Spender dankbar, also warum sollen immer nur die anderen Spender sein?

Auch ich habe seit Jahren einen Organspenderausweis. Es erschließt sich mir auch nicht, warum man keinen haben sollte, ich kann nach dem Tod nix mehr mit meinen Organen anfangen.
Wenn man bedenkt, dass in Deutschland etwa 65% der Menschen prinzipiell bereit sind, ihre Organe zu spenden, aber nur ca. 12% tatsächlich einen Organspenderausweis besitzen, wäre es in meinen Augen nur logisch, die Beweislast umzukehren, also dass das Einverständnis vorausgesetzt wird, sofern man nichts mit gegenteiliger Aussage bei sich trägt. Meiner Meinung nach ist die Freiwilligkeit dann noch genauso gewahrt wie jetzt, man kann ja seine Zustimmung verweigern.
Das Problem ist halt, dass viele Menschen den Gedanken an den Tod verdrängen und sich daher nicht mit dem Thema befassen wollen oder denken, das hätte ja noch Zeit.

Ich hab auch nen Organspendeausweis, immer dabei im Geldbeutel. Und ich geh auch regelmäßig zum Blutspenden. Ich mach das, weil ich ja auch dankbar bin/wäre, wenn ich solche Hilfe mal in Anspruck nehmen müsste. Sinnvolle Einwände gegen Organspenden gibt es nicht - nur moralische. Und die sind auch meistens nur "Ich bin doch kein Ersatzteillager" oder "Dann lassen die einen doch gleich sterben"...also nicht wirklich ernst zu nehmen. Ich finde, wenn man schon nach dem Tod noch nützlich sein kann, warum nicht? Mich stört es dann zu dem Zeitpunkt bestimmt nicht, ob ich noch meine Nieren hab oder nicht...
Habe auch diese Einstellung.......an diesem Punkt ist es mir total egal.

Es ist eigentlich eine sehr gute Sache. Trotzdem kann ich mich mit einem Organspenderausweis nicht anfreunden.

Zu wenig. In einigen Ländern ist die Gesetzeslage umgekehrt. Dort muss man die Spende explizit ausschliessen, sonst gilt Zustimmung.
Vorkommnisse wie ua. an der Universitätsklinik Kiel sind der Sache jedoch nicht förderlich.

Ich führe auch seit Jahren einen Organspenderauweis mit.
Du mußt Dir keine Sorgen machen, daß man Dich dann eher sterben ließe: Der Arzt, der den Tod feststellt, ist ein anderer, als der, der für die Transplantation verantwortich ist.
Gründe dagegen? Nun ja: Manche Menschen sind religiös. Aber vernünftige Gründe gibt es nicht.
Allerdings: Von einer Pflicht dazu halte ich nichts. Auch nichts von einer gesetzlichen Regelung, die Ausschließung der Spende vorher erklären zu müssen. Das Prinzip der Freiwilligkeit muß erhalten bleiben.

Potenziell soviele wie es Motorradfahrer gibt ;-)
Hab auch nen Organspendeausweis. Wenns mich irgendwo zermatscht, gibts nen großen Schlußverkauf mit Organen zum Schnäppchenpreis.

zu wenige! es wird wirklich zeit, die voraussetzungen für organspenden umzudrehen: jeder, der nicht ausdrücklich der organspende widerspricht, ist im falle seines todes spender.
das von dir zuletzt angesprochene thema ist, denke ich auch, quatsch.
YuLy42 am 6. Oktober 2007 22:40 und ja: ich habe einen ausweis.
Samml am 6. Oktober 2007 22:44 bei den Oesis ist es so, und gut so
YuLy42 am 6. Oktober 2007 23:00 ja - würde auch hier in deutschland das problem der endlos langen wartelisten auf einen schlag lösen.
WolfRichter am 6. Oktober 2007 23:53 Hm; wie du an meiner Antwort siehst, habe ich selbst einen Organspenderausweis. Aber in dem Augenblick, in dem die Voraussetzungen umgedreht werden, vernichte ich ihn und widerspreche der Organspende. Hat etwas mit Abneigung gegen staatliche Zwangsregelungen zu tun.
Samml am 7. Oktober 2007 08:20 Dem Staat ist es egal, oder freut sich weil ein Sozialfall weniger, der einzelne Mensch dem geholfen werden könnte ist in den Hintern gebissen, kann es aber nicht ändern. Mir sind Zwänge auch zu wider aber deshalb entscheide ich für andere Menschen.
Ich finde gefallen an dem Gedanken, daß Diejenigen aktiv werden sollen die nicht spenden wollen. Das spart Kosten und vereinfacht die Sache!!

Ha! Ich habe gestern meinen Organspendeausweis bekommen :-)!
Wieviele Organspender es gibt, weiß ich nicht, ich jedenfalls habe einen Organspendeausweis.
Sehe ich auch so und finde es schon makaber, daß man für die Punktion für die Rückenmarkspenderdatei bezahlen muss, oder wenn Blut im internat. Maßstab verkauft wird, wo andere kostenlos gespendet haben.Früher bekam ich sogar Freistellung von der Arbeit um Spenden zu gehen, aber heut zählt nur der Profit.