Frage von Himmelsmensch 29.01.2011

Wieviel mitgefühl kann ein Mensch haben?

  • Hilfreichste Antwort von JackySmith 29.01.2011
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Es ist schwierig, zu sagen, wie viel Mitgefühl ein Mensch haben kann. Generell ist es so, dass es ein sehr komplizierter Vorgang ist, einen Menschen zu verstehen und ihm dementsprechend auch Mitgefühl oder Verständnis entgegen zu bringen. Ich finde dazu ist kaum einer im Stande. Wir haben nur begrenztes Mitgefühl und alles, was sich darauf aufbaut sind, meiner Meinung nach, unsere Moralvorstellungen und eben die Werte und Normen, die bei uns in der Gesellschaft festgesetzt sind. Das ist für mich nicht mehr wirklich Mitgefühl. Es hat zumindest wenig damit zu tun, wird aber so verstanden.

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    Ob deine Einstellung krank ist, kann man je nach Perspektive unterschiedlich beantworten. Was das Gesellschaftliche und die Psychologie anbelangt geht es in die Richtung einer seelischen Krankheit, würde vielleicht auch direkt so von einem Psychologen diagnostiziert und im Nachhinein behandelt werden.

    Blenden wir das alles aber aus, sind deine Gedanken völlig in Ordnung. Schon irgendwie natürlich aufgrund deiner wahrscheinlichen Erlebnisse. Und selbst ohne solche, sind wir eben auch Geschöpfe der Natur, die ganz klar auch zur Gewalt bereit sind. Es gibt aber auch in der Natur immer bestimmte Gründe für ein Verhalten, ob innerlich oder äußerlich.

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    Du musst eine menge gelitten haben und auf eine bestimmte Art und Weise leidest du immer noch. Du verkraftest nicht mehr viel und hast dich auf Abwehr ausgerichtet. Du bist abgestumpft, was Umweltreize und dich selbst anbelangt (dein Inneres). Außerdem hast du nun auch deinen Egoismus (vielleicht aus Verzweiflung) eingeschaltet. All das dient deinem eigenen Schutz, tut dir aber trotzdem nicht unbedingt gut. Es ist ja noch immer ein äußerlicher Widerstand da, den du blockieren musst. Wenn in dir nicht sogar das Gefühl vorhanden ist, ihn zu attackieren. Du scheinst es aber im Griff zu haben. Ich bin mir nicht sicher, ob es eines von der Sorte ist, das irgendwann nicht mehr kontrollierbar ist. Vermute aber, dass es nicht so ist.

    Genau kann ich dir nicht sagen, was man da nun machen kann. Ich würde fast sagen, dass du deine Ruhe brauchst, um wirklich langsam wieder leben zu können, wenn du dein Bereitschaft dazu wieder entdeckst. Wenn es sein muss, tagelang im Bett liegen oder einfach Sachen machen, wobei du dich von anderen Menschen nicht beeinflusst fühlst. Sei ruhig egoistisch solange es dir damit gut geht. Und minimiere deinen Egoismus, wenn du merkst, dass du eigentlich gar nicht mehr die Lust dazu hast, deine egoistische Ader in ihrer vollen Ausprägung zu bewahren. Wichtig ist dabei, dass du dir selbst vertraust und dich nicht wieder runter ziehen lässt(In dem Moment verändern sich die Gedanken schon ganz alleine und es kommt positive Motivation). Und das ist vermutlich das Schwerste, wo man für gewöhnlich einen Psychologen hinzuzieht. Eigentlich auch schon vorher. Aber in dem Moment, wenn man auf dem den Berg wieder hinauf steigt, kommt es oft vor, dass man wieder hinab rutscht, weil einem die Kräfte versagen. Und ich denke, da kann man Hilfe vertragen. Sagt mir zumindest die Erfahrung. Nur sagt mir die Erfahrung auch, dass diese Hilfe nicht unbedingt immer hilfreich ist. Dazu braucht man schon Glück. Wenn du es aber nicht in Erwägung ziehst, würde dir vielleicht ein ruhigeres Leben gut tun. Ich kenne dich nur leider nicht und kann es deswegen nicht beurteilen.

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    Was deine "Tötungsgedanken" angeht, würde ich dir auch raten mal einen Schlachthof zu besuchen. Und dann wirst du feststellen, ob du wirklich mit ansehen könntest, wie ein Leben ausgelöscht wird. Ob du es genießen könntest. Ob es dir Freude machen würde. Oder ob es dich innerlich quälen würde und du nicht mal den Mut hättest, dort hinzusehen.

    Du wirst sehen, ob du wirklich in der Lage bist, deine Kopf dabei auszuschalten. Ich denke, das ist eine Fähigkeit, die jeder Mensch hat, die aber nicht jeder Mensch auch anwenden kann. Dazu erfordert es schon extreme Situationen. Und ich hoffe, dass deine Situation noch nicht so extrem ist.

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    Alles Gute auf deinem Weg, wie du ihn auch beschreiten magst. Ich hoffe nur, dass er sich nicht zu deinem Nachteil auswirken wird.

  • Antwort von gamine 29.01.2011
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Dein Egoismus ist eine normale Reaktion auf deine schlechten Erfahrungen, die du gemacht hast. Deine Aufgabe ist es aber, nicht nur zu reagieren, sondern bewusst zu handeln, damit du nicht einfach zum Produkt dessen wirst, das dir zustösst. Du hast ja einen freien Willen - sonst müssten ja alle, die als Kinder geschlagen worden sind, ihre Kinder auch schlagen.

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    Deine Gedanken, jemand töten zu wollen, sind vorerst nur Gedanken - sei dir aber bewusst, dass deine Gedanken in der Entwicklung dein Schiksal bestimmen. Ich wünsche dir nicht, dass du tatsächlich mal jemanden töten musst.

    Die Lizenz, jemand töten zu dürfen, gibt es nicht! Es gibt nur die Verpflichtung, töten zu müssen. Und da ist ein Unterschied.

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    Mein Rat: stelle das Zocken ein. Es ist ein Unterschied, ob du virtuelle Männlein abknallst, oder Leben auslöschst. Geh mal in den Schlachthof - geh mit einem Tierarzt mit, wenn er notschlachten muss. Sieh es dir an, wie es ist, wenn Leben gewaltsam beendet wird.

  • Antwort von silvw 29.01.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich denke, dass Töten als Urinstinkt in jedem Menschen steckt. Aber lediglich als Schutzfunktion, zur Verteidigung. Sonst wären Menschen (wir sind "Herdentiere") evolutionär in ihrer Gruppe nicht überlebensfähig gewesen. Wenn Du also viel persönliches Leid erfahren musstest, dann denk mal über all die nach, die in Kriegen ständig mit Sterben und Sterbenden zu tun haben oder hatten. Vielleicht kennst Du noch jemanden in Deiner Verwandtschaft oder Bekanntschaft, der Dir drüber berichten kann. Übrigens: Bevor Du solche Fragen stellst, denk mal drüber nach, dass Du sie denen gestellt hast, die Dein potentielles Opfer sein könnten. Was für Reaktionen hast Du erwartet ? Wenn Dirs helfen könnte, Dich besser zu fühlen, dann halte Dich z. Bsp. an gamines Vorschlag: geh in den Schlachthof oder zum Bauern, wenn dort Schlachtfest ist. Dort kannst Du sehen wie getötet wird und kannst sicher auch selbst mit Hand anlegen. Es gibt sicher auch noch andere "Institutionen", die sich mit diesem Thema aus beruflicher Veranlassung befassen. Auch ein Krankenhaus mit zum Beispiel krebskranken Kindern im Endstadium solltes Du Dir mal ansehen. Dort kannst Du wirkliches Leid anderer Menschen erleben. Vielleicht hilft Dir das über Deine "Wünsche" hinweg. Zum Schluss gibt es noch die Fremdenlegion. Heure dort an, dann wirst Du das erleben, was Du Dir wünschst, aber sei nicht enttäuscht, denn das waren schon andere, die ähnlich dachten wie Du. Am Ende sind sie noch tiefer in die Depression abgerutscht. Als Literatur kann ich Dir empfehlen: Im Westen nichts Neues ? von Erich Maria Remarque? Da gibts Liveberichte aus dem ersten Weltkrieg - nicht so lustig ! Noch eine Empfehlung: geh auf Reisen (mit dem Rucksack) auf eigene Faust. Lern andere Kulturen und Menschen kennen. Sowas bringt auf andere Gedanken.

  • Antwort von Claud18 29.01.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Warum willst du andere dafür leiden lassen, weil es dir schlecht geht oder andere dich schlecht behandelt haben? Was können Unbeteiligte dafür? Vielleicht ist unter diesen ja gerade jemand, der dich verstehen könnte und für dich da wäre, aber was machst du...

    Du solltest ehrlich mal mit jemanden reden oder zum Psychologen gehen, denn deine Gedanken sind wirklich krank. Ich denke, dann wird sich auch jemand finden, der sich ehrlichen Herzens um dich kümmert. Arbeite deinen Frust auf und versuche, die verschütteten Gefühle freizulegen. Das wird dir auf Dauer mehr Befriedigung verschaffen als wenn du als menschliches Monster endest.

  • Antwort von elkie57 29.01.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    ...macht das denn wirklich zufrieden und glücklich? Wohl kaum, und das wir in einem Land leben, indem das bestraft wird handelst du dir noch mehr Probleme ein. Wie wäre es, wenn du für deine seelischen Leiden ärztliche Hilfe in Anspruch nimmst. (Hausarzt; Überweisung zum Psychiater und/oder zum Psychotherapeuten; evtl. auch psychosomatische Klinik) und mit diesen Hilfen, die auch noch oft von der Krankenkasse bezahlt werden dein Denken änderst. Ich habe jedenfalls diesen Weg gewählt und wünsche dir bei deinen Bemühungen viel Erfolg.

  • Antwort von jacobee27 29.01.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    ich!

    also eigl. macht dich das nicht wirklich verrückt es ist ja dein gutes recht so zu denken; dass andere das ein bisschen merkwürdig finden damit musst du rechnen

  • Antwort von FancyDiamond 29.01.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wer Gelüste hat jemanden zu töten, auch wenn's legal wäre, ist KRANK! Du gehörst auf die Couch! Das hat nichts mehr mit Egoismus zu tun! Du bist gefühlskalt und gehörst therapiert!

  • Antwort von Dreamlife 16.02.2011

    Ich denke du bist einer von dennen, dem es einmal einfach zu viel wird und sie einen amoklauf starten oder so.. sorry aber für mich hört sich das echt so an. lass dir bittte helfen, bevor du jemandem wass antust :)

  • Antwort von sigiyo 11.02.2011

    krank.

  • Antwort von heureka47 04.02.2011

    Deine Vorstellungen / Ideen / Gedanken entsprechen denen vieler "normaler" Menschen.

    Die Mehrheit der Menschen der zivilisierten Gesellschaft ist weitgehend / überwiegend "normal". Wenn das nicht so wäre, wäre nicht nur eine Minderheit von 1-2% "psychisch krank" / "verrückt".

    Dennoch ist auch das "mehrheits-normal" sein in der zivilisierten Gesellschaft Ausdruck einer psychischen bzw. Bewußtseins-Störung.

    Psychiater Lütz bringt es auf den Punkt mit seinem Buch "IRRE - wir behandeln die Falschen". Er räumt ein, daß die mehrheit "normal" ist: "blödsinnig normal".

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    Ich habe keinen Zweifel, daß Lütz von demselben Phänomen schreibt wie ich in meinem TIPP hier bei GF: "Kollektive Zivilisations-Neurose / Krankheit der Gesellschaft".

    Das Hauptproblem dabei ist: Diese "Normalen" sind nicht wirklich erwachsen; sie entwickeln sich nicht ihren Anlagen, ihrem Potenzial, entsprechend, sondern bleiben auf der unteren Entwicklungsstufe stehen, die eigentlich mit der Pubertät zur höheren Stufe sich verändern sollte.

    Die Betreffenden - auch hier immer noch die große Mehrheit - lernt u.a. nicht mehr, Angst konstruktiv zu überwinden, sondern bleibt angst-abhängig. Aus dieser Entwicklungsstufe ist man nicht fähig seine wirkliche Wirklichkeit zu erkennen und - wie Heinz von Förster dazu schreibt, weiß nicht, was zu tun ist.

    Diese Störung ist auch unabhängig vom Kollektiv im Einzelfall jederzeit heilbar - vorausgesetzt der Betreffende ist einsichtig und entscheidet sich zur Heilung.

  • Antwort von Tassilofrank 29.01.2011

    Geh zum Arzt. Lerne mal wieder dich selbst zu fühlen

  • Antwort von Hannylain 29.01.2011

    Gerne mal zu wissen wie es ist einen Mneschen umzubringen ist schon ziemlich krass. Also, du solltest wirklich mal zu einem Therapeuten gehen, das klingt nämlich wirklich nicht normal. Was nicht gleich heißen musst dass du verrückt oder krank bist. Viel Glück. :)

  • Antwort von loser77 29.01.2011

    geh zum artzt oder so!

  • Antwort von tinimini 29.01.2011

    ZUR INFO! Du steckst in deinem Karma fest und arbeitest nicht daran es zu verbessern, so kommst du nicht weiter im Leben, das was du anderen antun willst wird auf dich zurückfallen, auch das was du denkst, wird als Depression auf dich zurückfallen. Du warst bestimmt in einem Vorigen Leben ein Samurei, die wurden Gefühlskalt erzogen, darum jetzt das ganze leit in diesem Leben, was du anderen angetan hast badest du jetzt aus. Lies mal der Weg ins Licht von Clair la Bella. damit du verstehen lernst und dich bald besser fühlst. Deine Hackordnungstheorie wird nicht aufgehen!Du schadest dich nur selber.

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