Wieviel Minuten täglich bei Pflegestufe zwei?

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2 Antworten

Lese ich deine Frage stelle ich fest, dass dir  die Modalitäten für die Inanspruchnahme eines ambul. Pflegedienstes überhaupt nicht bekannt zu sein scheinen.

Die Zeit, die ein ambul. Pflegedienst (PD) bei einem Kunden verbringt hat letztendlich mit der im Gutachten ermittelten Zeit nichts mehr am Hut.

Ein Pflegedienst muss nicht einfach erscheinen. Warum auch?

Ihr müsst den ambul. Pflegedienst beauftragen und die gewünschten Leistungen dort einkaufen.

Der PD erbringt dann die von euch eingekauften Leistungen.

Die Pflegekasse zahlt nicht einfach mal so den vollen Betrag der Kombileistung an den Pflegedienst.

Ein ambulanter Pflegedienst kommt so oft ins Haus wie ihr ihn bestellt.

Der Pflegebedürftige, oder dessen Angehörigen kaufen bei einem ambulanten Pflegedienst die zu erbringenden Leistungen nach Leistungsgruppen ein.

Dann erbringt der ambul. Pflegedienst die Leistungen, die ihr eingekauft habt.

Betstellt ihr den PD 2 x am Tag so kommt er 2 x ins Haus. Bestellt ihr ihn 3x pro Tag so kommt er 3 x ins Haus. Bestellt ihr den PD nur 1 x tgl., so kommt er auch nur 1x tgl. zur Versorgung.

Und habt ihr euch Leistungen ausgewählt, so sind diese Zeitunabhängig.

Denn der ambul. Pflegedienst bekommt für seine Tätigkeiten ein gedeckeltes Honorar. Egal wie lange der PD für eine Tätigkeit benötigt, er bekommt nur diesen festen Betrag von der Pflegekasse bezahlt.

Dann rechnet der PD seine erbrachten Leistungen direkt mit der Pflegekasse ab.

Habt ihr mehr Leistungen eingekauft und die dadurch entstehenden Kosten übersteigen den Betrag der jeweiligen Pflegestufe, so habt ihr diesen Mehrbetrag privat zu bezahlen. Habt ihr weniger Leistungen eingekauft und es bleibt von der Kombileistung was übrig, so bekommt ihr diesen Restbetrag, prozentual auf das Pflegegeld umgerechnet, von der Pflegekasse ausgezahlt.

Bevor ein ambul. PD tätig wird sollte ein Erstgespräch geführt worden sein, in dem die erforderlichen Hilfen ermittelt wurden, in dem festgelegt wurde was könnt ihr übernehmen und was soll der PD übernehmen.

Dann muss ein Kostenvoranschlag erstellt werden, aus dem ihr die mtl. Kosten plus Eigenanteil und Zuzahlungen entnehmen könnt. Weiter muss ein Pflegevertrag abgeschlossen werden.

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Kommentar von PrinzDobi
05.10.2016, 11:47

Danke für die super Erklärung. Es ist garnicht so einfach wenn man von heute auf morgen in einer solchen Situation kommt.

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Minuten? Pflegestufe 2 ?

Also ganz ehrlich das ist schonmal der falsche ansatz.

Meistens werden die Pflegestufen eh falsch gesetzt.

Hinzukommt das Jede Person anders ist und daher auch anders hilfe braucht.

Jenachdem was die Person hat:

Demenz -Schlaganfallnachwirkungen-etc.pp

Ist der aufwand anders, aber einen Fixen Zeitwert bei einer bestimmten Stufe kann man nicht wirklich sagen.

Ich habe zum beispiel 3 Jahre lang meinen Opa gepflegt und das 24/7, er hatte einen Schlaganfall und Demenz, hat sich geweigert wieder sprechen zu lernen.(Schlaganfall hat das Sprachsytems des gehirns getroffen)

Daher war Komunizieren relativ schwer aber, man versteht mit der zeit immer mehr.

Einfach gesagt man muss es selbst rausfinden wie viel zeit ein zu Pflegender braucht, damit er zurecht kommt.

Ich hoffe es hat dir geholfen und meine "Ich hasse Pauschal angaben" Meinung nervt dich nicht zu sehr^^

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Kommentar von PrinzDobi
04.10.2016, 19:43

Das ist mir klar. Es geht auch darum wie viel Zeit der Pflegedienst bei den Patienten täglich verbringen muss. Soviel wie ich weiß muss der Pflegedienst dreimal am Tag bei Pflegestufe zwei erscheinen. Infolgedessen wäre interessant zu erfahren wie viel Minuten täglich er bei dem Patienten verbringen muss. Denn die Krankenkasse zahlt für die ambulante Pflege an den Pflegedienst monatlich 1144 €. Was muss der Pflegedienst dafür leisten?

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