Frage von Gloriosus, 37

Wieviel Latein h für 1 Larp-kurzschwert(70 cm)?

Hey, ich wollte mit für meinen Kriegerchar (ja, ich weiß, Krieger, ist aber eher nen Soldat) ein Kurzschwert aus Latexmilch machen, mit Kernstab natürlich. Von der Klingenform soll es ein Altgriechisches Xiphos sein, ähnlich wie Frodo's Stich im Film. Meine Frage ist nun: wieviel Latexmilch brauche ich dafür? Das Schwert soll etwa 70 cm lang sein, wovon 60 auf die Blattförmige Klinge entfallen. Mit Kernstab, der 20 cm vor Waffensystems endet (um zustechen zu können). Reicht da ein Liter? Vielen Dank, Gloriosus

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Osval, 12

Erstens: Larpwaffen mit Kernstab sollten niemals zum Zustechen verwendet werden. 

Wenn du den Kernstab 20 cm vor der Spitze enden lässt, wird die Spitze ziemlich schnell abreißen, selbst wenn du die Spitze mit Leder verstärkst.

Ich persönlich lasse ca. 5 - 7 cm Abstand zwischen Kernstab und Spitze und  verstärke diese, indem ich zwischen die beiden Seitenmatten (Sandwichbauweise) je ein Stück Leder einklebe (dieses endet ca. 2 cm vor der Spitze und reicht über die Spitze hinweg.

zusätzlich wurde der Kernstab selbst durch ein aufgeklebtes 1,5 cm langes Stück Schaumstoff, dass dann wieder mit Leder umwickelt wurde, gesichert.

Wenn du da noch Fragen hast, nimm noch einmal Kontakt auf.

Was die Latexmilch angeht:

ich kann das recht schlecht abschätzen, da ich meist 1 l Milch kaufe und dann mehrere Waffen baue. 

Ich würde aber davon ausgehen, dass du maximal 1/2 l, wahrscheinlich eher 1/4 l benötigst. Die Milch wird dann ja noch im Verhältnis 2 zu 1 mit Abdeckfarbe vermischt. Damit solltest du etwa 6 -8 Schichten auftragen können. Den Rest kannst du ja verwenden, um aus dem Verschnitt noch ein paar kernlose Messer oder Wurfdolche etc. zu bauen. 

Übrigens habe ich festgestellt, dass eine Methode, um einen guten Metalllook hinzubekommen darin besteht die Klinge erst nur schwarz zu latexen und anschließend mit Silberfarbe (ohne Latexmilch) trockenzubürsten. Das funktioniert aber nur, wenn du das ganze finischst (ich verwende heirfür ein Zeug names Isoflex).

Antwort
von Osval, 7

Zum Thema stichfähige Larpwaffen:

Erstens werden Stiche im Larp grundsätzlich nicht so gern gesehen, wenn überhaupt, dann geht das nur mit kernlosen Waffen wie Dolchen und Messern (diese sollten nicht länger sein als 10 cm Klingenlänge, da sie sonst ziemlich wabbeln). 

Was man bei diesen "kernlosen" Messern und Dolchen tun kann, ist etwas einzukleben. ich nehme dazu diese Plasikbänder, die um um Paletten gelegt und dann verschweißt werden, keine Ahnung, wie man das Zeug nennt. 

Alternativ geht auch ein Steifen festers Leder

Mit der gerade beschriebenen Methode kann man theoretische auch stichfähige Speere herstellen, wenn man die Speerspitzen auf einen Kabelkanal (PvC - Rohr) montiert. (Dieses ummantele ich mit Rohrisolierung, die dann mit einer Schicht Klebeband und einer Schicht Malerkrepp - auf dem die Latexmilch ganz gut haftet - ummantelt wird). Die Pvc - Rohre sind deutlich biegsamer als Fieberglaskerne - leder aber auch weniger stabil, wenn da jemnd drauftritt hat die Waffe einen Knich und muss - zu einem kürzeren Speer umgebaut werden. 

Mit der gerade beschriebenen Methode habe ich schon einige stichfähige Speere gebaut, diese bisher aber nur im Training eingesetzt, habe also noch keine verlässliche Felderfahrung. Die Frage ist, ob eine Orga diese Waffen zulassen würde.

Alternativ kann man Degen und ähnliche Waffen mit einer Reitgerte als Kern herstellen, hab ich auch schon gemacht.

Nach meiner bisherigen Erfahrung haben stichfähige Waffen (zumindest von einer entsprechenden Länge) allerdings drei elementare Nachteilte: 

Erstens sind sie aufgrund ihrer Flexibilität recht schwer zu kontrollieren - was dazu führt, dass man öfter als mit anderen Waffen unbeabsichtigt das Gesicht trifft.

Zweitens werden solche Treffer vom Gegner im Kampfgetümmel oft nicht registriert, da sie mit sehr wenig Wucht erfolgen.

Drittens sind diese Waffen, da sie sehr wabbelig sind recht nutzlos, wenn der Gegner einfach auf dich zustürmt. man kann damit nicht sehr gut parieren und die Gegner wissen, dass sie nicht wirklich von einer Larpwaffe verletzt werden. Also rennen sie in dich rein, kassieren einen Treffer und sind dann so nahe, dass du mit deiner Wabbelwaffe nichts mehr tun kannst, besonders, wenn sie einen Schild tragen. 

Sinnvoll sind solche Waffen nur in einer Formation einsetzbar - wenn die erste Reihe mit Schilden kämpft und die zweite Reihe swichen den Schildkämpfern hindurch den Gegner angreift.

Antwort
von Osval, 7

Übrigens, ein Xiphos ist - auch historisch gesehen in erster Linie eine Hiebklinge und die Klingenform ist für Stiche tendenziell eher nicht so optimal, zumindest gegen gepanzerte Gegner.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten