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Wieviel kostet es ein Produkt patentieren zu lassen?

Frage von simmerl04 simmerl04

Mit was für Kosten muss man für ein Patentrechtsverfahren rechnen? Ist das abhängig von einem eventuellen Verkaufspreis des Produktes oder kostet es immer das Gleiche?

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Antworten (5)

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    Antwort von Morris Morris

    Das kann ziemlich teuer werden, schau Dich mal auf den Seiten des Europäischen Patentamtes in München um.

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    Antwort von Raimund1 Raimund1

    Das ist von vielen Faktoren abhängig, Patent, gebrauchsmuster oder Design?

    Deutschland; Europa, Weltweit?

    Gebühren fallen an für die recherche, die Anmeldung und weitere Kosten, z.B. Streitereien mit anderen Anmeldern.

    Patentanwälte in den USA sind unterschiedlich teuer, aber qualitativ eher schwach.

    Im konkreten Fall frage einen Patentanwalt. In München kann ich dir auf Wunsch einen guten nennen

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    Antwort von Morris Morris

    Ich empfehle Dir dazu noch den Artikel aus "brand eins" 11/2007: Titel: "Krefts Patent", hier der Link (ich hoffe, er funktioniert) ist sehr sehr lesenswert:
    http://www.brandeins.de/home/inhalt_detail.asp?id=2489&MenuID=130&MagID=94&sid=su8914190463320809&umenuid=1

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    Antwort von Spanker Spanker

    Ein Gebrauchsmuster kostet 50€ ein patent 100€. Vorrausgesetzt du verfasst deien patentschrift selbst. Ein Patentanwalt kann schnell mehrere Tausend € verlangen, je nach Aufwand.

    Kommentar von Indy72 Indy72Indy72

    Soviel kostet wohl nur die Patentanmeldung, ohne Schrift und Schutzgebühren!

    Kommentar von QuestionMonkey QuestionMonkeyQuestionMonkey

    Eine Patentanmeldung ist erheblich teurer! Wenn das DPMA irgend etwas ablehnt, ist schnell sehr viel Geld weg. Minimum: ca. 400 EUR! Ein Patent ergibt aber überhaupt keinen Sinn, wenn man sich schon Sorgen um die Kosten der Anmeldung macht. Niemand, ich betone noch einmal kräftig: NIEMAND hat Interesse an Fremdpatenten. Das nennt man NIH-Syndrom ("Not Invented Here"). Schon gar nicht in Deutschland! Das ist äußerst selten. Die Chance im Lotto zu gewinnen ist höher. Ein Patent macht also nur dann (und nur dann!) sinn, wenn man vor hat es selbst zu verwerten, sprich selbst eine Produktion aufzufahren und mit dem Produkt Geld zu verdienen. Da geht man ohne größere Schwierigkeiten sofort in den sechs bis achtstelligen Bereich, und wird dafür mit aller größter Sicherheit keinen Kredit bekommen, es sei denn man kann das Risiko voll durch Bürgschaften / Sicherheiten abdecken. Von den Entwicklungskosten möchte ich gar nicht erst sprechen. Das kleinste Fitzelchen an Elektronik im Produkt bewirkt, das man in den sechsstelligen Bereich abdriftet. Ich sage nur Stiftung-EAR & Co! Eine Gürtelschnalle aus Plastik verursacht Entwicklungskosten von mehreren 10.000 EUR bis überhaupt die erste Serie anlaufen kann. Und selbst dann besteht eine außerordentlich große Chance darauf, das es die Erfindung schon vor ein paar Monaten oder Jahren gab, und man nachträglich sein Patent verliert und obendrein unsummen an Lizenzgeldern abdrücken muss. Mit anderen Worten: 5000 Euro für die Patentanmeldung mit erfahrenem Anwalt (selbst verfassen ist wahnsinn außer man studiert die Thematik ein Jahr ausgiebig, die Patentansprüche wird jeder im nu umgehen oder anfechten können). Des weiteren gut und gerne 25.000 EUR für eine weltweite Patentrecherche! Ist das Patent oder die Erfindung in nur einem einzigen Muckelland auf dieser Erde irgendwo angemeldet gewesen, kann es riesigen Ärger geben und ein beträchtliches Vermögen ist in den Sand gesetzt. Selbst Firmen der Größe wie Siemens und IBM geraten in Rechtsstreitigkeiten mit anderen Patentinhabern, deren Patentansprüche mit Patentansprüchen der besagten Firmen inkompatibel sind. Und das trotz ausgiebiger Recherchen. Patentrecherchen sind ein gefährliches Fahrwasser, denn man kann sie nie gut genug machen, sie können nie teuer genug sein und es ist technisch absolut unmöglich eine 100% saubere Recherche zu realisieren. Man kann sein Glück bei DEPATISNET selbst versuchen. Ist aber verrückt, denn man wird wahrscheinlich nichts auffälliges finden. Nach dem die ersten paar Tausend EUR geflossen sind, findet man dann per Zufall über Google ein Patent, dessen Ansprüche das Aus für das eigene bedeuten. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit! Ein riesen Geschäft, vor allem für die Juristen.

    Bis ein Patent eingetragen ist gehen etwa 2 Jahre ins Land, und bis dahin ist strengste Geheimhaltung angesagt. Zwar könnte man schon nach der Anmeldung auf eine Messe, aber damit wird der Anmeldeprozess erheblich gefährdet, Anfechtungen usw. sind dann wahrscheinlicher. Wer Patente einfach nur anmeldet, um sie anzumelden, betreibt schlicht weg Geldverschwendung oder eine besondere Form des Glücksspiels. Ich habe es schon rund 10 mal getan und würde es nie wieder tun.

    Man kann sich die einfache Frage stellen, um zu entscheiden ob man ein Patent anmeldet:

    • Millionär? ja: Mach es! nein: Lass es!
    Kommentar von maxxximal maxxximalmaxxximal

    die antwort ist einfahc gm anmelden. schnell verwerten (lizenznehmer kömmert sich um die internationalisierung der schutzrechte), oder wenn es nicht verwertbar ist, dann einfahc vergessen! so muss man sich die frage stellen: 50 eure - ja, keine 50 euro - nein

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    Antwort von maxxximal maxxximal

    Die Kosten sind nicht abhängig vom Preis/Wert der Erfindung, also immer gleich hoch. Dies betrifft jedoch nur die Gebühren, welche der günstige teil sind. Abhängig vom Schutzrecht bewegen wir uns im unteren hunderter Bereich. Teuer wird erst der Patentanwalt und eine etwaige internationalisierung des Schutzes. Diese muss jedoch nicht sofort erfolgen. Wichtig ist vor der Anmeldung eine gründliche Recherche zu machen, ob die Idee wirklich neu ist. Wenn Sie neu ist, ob Sie wirklich jemand benötigt. (Freunde sind oft schlechte Berater, wer sagt schon gernen einen begeisterten Erfinder, dass es Schwachsinn ist) Man sollte so viel kostenlose Beratung nehmen wie man kriegen kann und auch das eine oder andere Buch lesen. Erfinden kann eine gute Einnahmequelle sein, aber nur wenn man auch dafür arbeitet und Geld investiert. Lotto ist es keines wo man nur anmeldet und auf das Geld wartet. Abschließend um eine Zahl zu nennen, sollte es möglich sein einen Patentanwalt für 2000 zu finden. Gebrauchsmuster würde ich sogar selbst schreiben.

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