Frage von lorimey45, 50

Wieviel kostet eine Wohnung in Berlin durchschnittlich?

Ich würde gerne mit 3 Fraundinnen in eine WG ziehen. Berlin wäre unsere Traumstadt, nur wurde uns oft gesagt, dass Berlin eben relativ teuer sein soll. Mit wieviel müssen wir in etwa rechnen? Gelegen wäre die Wohnung am besten so nah wie möglich an der Stadtmitte und wir bräuchten eine 4-5 Zimmerwohnung + bad&küche.

Antwort
von Klartext24, 19

Einfach mal die Preise bei wg-gesucht.de checken. Es gibt aber noch mehrere Anbieter, die das Thema in den letzten Monaten stark in den Markt bringen. Nestpick und Studenten-WG.de sind neben Immonet (auch bei Ebay) oder ImmobilienScout24 da wesentlich Anlaufpunkte. Teilweise auch mit der Möglichkeit des Aufgeben eines Gesuches. Zudem hat die Startup-Industrie das Thema Immobilien gerade stark aufgegriffen. Ständig kommen neue auf den Markt. Einige Anbieter fahren bspw. das Modell des Matchings. Man gibt sein Profil ein für suchende Vermieter.

Momentan ist der Markt teilweise schon stark differenziert aus vielerlei Gründen. Mietpreisbremse, Bestellerprinzip oder Zweckentfremdung haben da Einfluss wie auch der extreme Zuzug nach Berlin. Ausserdem kaufen große Versorger, Versicherungen, Investoren, Family Offices und städtische Wohnungsbaugesellschaften gerade viel Neubau und sanierte Zinshäuser auf. Will meinen, dass private Wohnungskäufer schwieriger an Angebote kommen, die im mittleren Preissegment und drunter liegen. Also auch weniger Angebote dann für WG's möglich werden. 

5-Zimmer-Wohnungen tauchen auch nur eher im Bereich Luxus aus. Da liegen die Quadratmeterpreise (nettokalt) aber locker in zentraler Lage ab 12 EUR mit Trend aufwärts. Einen brauchbaren Mietspiegel (resultierend aus Anzeigen) findet man bei Wohnungsboerse.net. Der durchschnittliche Mietpreis für eine 100m² - Wohnung in Berlin liegt zur Zeit dort bei 11,68 EUR/m² - über alle Wohnungsgrößen erfasst bei 17,87 EUR in Mitte, 14,95 EUR in Kreuzberg, 14,34 EUR im Prenzlauer Berg, 13,47 im Friedrichshain. 

Hier würde ich nicht unbedingt vertrauen stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/mietspiegel - man kann sich aber daran orientieren, ob Anbieter eventuell die Regelungen der Mietpreisbremse verletzt. Dann wäre der Tipp, hohe Miete akzeptieren, einziehen, Mieterberatung aufsuchen, Vermieter konsultieren wegen Korrektur oder dann eventuell klagen. 

Aber das bedeutet nicht, dass man aufgeben sollte, wenn man sich dem Stress nicht aussetzen will; denn eine WG kann für Vermieter durchaus interessant sein. Da viele Wohnungen als Altersvorsorge (Kapitalanlage) gekauft werden, da gerade weiter auf wachsende Verkaufspreise spekuliert wird, ist man an Mietern interessiert, die auch mal wieder ausziehen. Warum? Man muss als privater Immobilienbesitzer in Berlin seine Wohnung 10 Jahre halten, wenn man den Gewinn aus Verkauf nicht versteuern will (bei Selbstnutzung 3 Jahre). Die Zeit läuft ab Kaufvertrag. Gewöhnlich wird bei Neubau die Wohnung nach zwei Jahren bezugsfertig. Sanierungen dauern auch ihre Zeit. Da sind Langfristmieter (Familien bspw.) weniger willkommen, die vermutlich mehr als 10 Jahre mieten werden. In Mitte, Kreuzberg oder Friedrichshain zeigt ein Vergleich über 10 Jahre (2003-2013) im BBU-Marktbarometer, dass die Verweildauer von Mietern rasant gestiegen ist und bei über 20 Jahren liegt. Und dann gibt es ja auch bei vielen Käufern den Wunsch, dass man als Rentner einziehen will oder die eigenen Kinder ja mal die Wohnung nutzen sollen wegen Eigenbedarfes. In Berlin gilt da eine Sperrfrist von 10 Jahren.

Man muss also leider sehr kreativ sein. Sich bei oben genannten Anbietern tummeln, eventuell bei Wohnungsbaugesellschaften anfragen, Gesuche aufgeben oder sich in Nachmietersuchen bzw. Matchingbörsen anbieten. Findet man in den Kaufangeboten immer wieder Makler und Bauträger, die mehrere Wohnungen in einem Haus zum Kauf anbieten, dann kann an davon ausgehen, dass sie neben Selbstnutzern auch an Kapitalanleger verkaufen. Hier kann man sich schon als Mieter anbieten.

Antwort
von ChristianLE, 23

Ein Durchschnittspreis hilft Euch kaum weiter. Es gibt Ecken, in denen man theoretisch Wohnungen für 8,00 €/m² mieten kann, in anderen Ecken zahlt Ihr das doppelte.

Einfach mal bei Immobilienscout suchen. Dort werden auch die durchschnittlichen Mietpreise in dem jeweiligen Stadtteil angegeben.

Antwort
von XC600, 12

warum grade Stadtmitte ? dort ist es natürlich auch am teuersten ....... man kommt in Berlin mit S und U Bahn , Tram und Bus  super überall hin , also solltet ihr nicht nur in Mitte suchen sondern flexibel sein , so mal als Tip ......

Antwort
von brennspiritus, 26

Da lach ich grad mal schallend los. Eine 4-5Zimmerwohnung bekommt man mittig kaum.

Wird dann wohl 150qm sein, rechne mal 2000+ oder ne Bruchhütte.

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