Frage von Blackdevil73, 86

Wieviel Kinderlärm ist zumutbar?

Mein Mietnachbar über mir hat am Wochenende sein 6 oder 7 jähriges Kind bei sich. Dieses meint, die Wohnung als Spielplatz nutzen zu dürfen. Da wird laut herumgetrampelt oder laut herumgesprungen. Das geht weit über die gesetzlichen Ruhezeiten hinaus. Den Vater mal darauf hinzuweisen, das neben unserem Haus ein Kinderspielplatz ist, wo sich das Kind ungehindert austoben kann, wird ignoriert. Der Vermieter hält sich aus dem Streit heraus. Was ist zu tun?

Antwort
von Nordseefan, 42

KInderlärm ist (fast) immer hinzunehmen. Gegen ein schreiendes Kleinkind kannst du nichts machen egal wann es schreit.

Und auch normale Spielen muss in der Regel geduldet werden. Mit 7 allerdings ist man alt genug um zu verstehehen - und auch darum geht es -  das man nicht ständig Krach machen und andere dadurch stören kann.

Du hast nun aber das Problem, das weder Vater noch Vermieter einsichtig sind. Deswegen kann man nicht viel machen, außer immer wieder beim Ordungssamt oder der Polizei Bescheid zu sagen. Aber auch die können nicht viel machen, außer den Vater darauf hinzuweisen. Aber vielleicht hört er ja auf die "obrigkeit"

Ansonsten mal aufschreiben wann es laut wird. So ein Lärmprotokoll kann bei Streitigkeiten enorm helfen

Antwort
von Sheireen1990, 46

Es wäre wichtig zu wissen, in welcher Art und Weise sich der Lärm äußert.

Kinderlärm ist zwar hinzunehmen, aber nicht jeder Lärm, der von Kindern verursacht wird, ist auch Kinderlärm. Springt das Kind zum Beispiel von Tischen und Stühlen oder spielt es in der Wohnung Fuß- oder Basketball ist das kein Kinderlärm mehr. (http://www.mieterbund.de/index.php?id=490)

Wenn ein freundliches Gespräch mit dem Vater nichts bringt, habt ihr das Recht ein Lärmprotokoll zu führen, damit beim Vermieter Beschwerde einzureichen und (wenn der nichts unternimmt) die Miete zu kürzen. 

Das geht aber wirklich nur, wenn der Lärm über das für Kinder normale hinausgeht, also schon in den Bereich des extremen fällt. Ist das nicht der Fall dann gilt die altbekannte Aussage: "Kinderlärm ist hinzunehmen."

Kommentar von Blackdevil73 ,

Der Kinderlärm macht sich durch lautes rumgetrampel, springen halt bemerkbar. Ich vermute auch, daß das Kind sehr hyperaktiv ist, und das sich der Vater ab und an keinen Rat weiß, und das Kind laut anbrüllt. Das Problem ist auch, daß die Zimmerdecken etwas dünn sind, so daß man fast jedes laut gesprochene Wort hören kann. Ich habe ab und an auch mal Schallmessungen vorgenommen, da kommen ab und an 55 dB an, zwar nur kurz, aber das dann in ziemlich regelmäßigen Abständen.

Antwort
von treppensteiger, 54

Tagsüber ist das sicher zulässig, Kinder müssen und sollten sich bewegen können. Allerdings wäre es dann angebracht, dass das Kind auch mal draußen spielt, wenn es denn so viel Bewegung braucht. Wenn da nicht gerade Dauerregen oder unter minus 5° sind, kann man das nachdrücklich vorschlagen. 

Ansonsten droh ein bisschen mit, "ich werde mich informieren".

Klär es möglichst persönlich, Forderungen stellen und Alternativen anbieten, nicht in die Enge treiben oder mit Ratlosigkeit stehen lassen.

Alles andere ist mehr Stress.

Versuch das Kind zu sehen, das bringt euch gegenseitig mehr Verständnis. Das Kind kann sich besser vorstellen, wem es da grad auf den Nerven rumtrampelt, und du weißt, wie federleicht und fröhlich das Kind eigentlich rumhüpft, und das es auch an der einfachen Zwischendecke liegt, dass du so viel hörst.

Ein kurzer Wohnungstausch mit Hörprobe kann auch sehr verständigungsfördernd sein.

Antwort
von Volkerfant, 35

Das würde mich auch mal interessieren. Ich arbeite in einem Kindergarten und wir haben 27 herumhüpfende, spielende, tobende, lachende, weinende, kreischende..... Kinder.

Antwort
von DerDudude, 44

Wenn auch in den Ruhezeiten annehmbarer Lärm von oben kommt, dann kannst du da nicht viel tun. Nicht annehmbarer Lärm ist eigentlich nur sehr laute Musik. Kinderlärm ist dabei eher als Zimmerlautstärke einzuordnen.

Das ist eben das Risiko, wenn man zur Miete wohnt. Man weiß nicht, wer seine Nachbarn sind.

Der Vermieter wird sich da raushalten, weil er auch nichts machen kann, sofern das Kind nicht übermäßig laut ist. Selbst wenn er den Mieter mit Kind raushaben wollte, würde das ein schwieriger Prozess werden.

Daher bleibt dir eigentlich nur, dass du dich damit anfreundest oder ausziehst.

Antwort
von lasterfahren, 36

kinderlärm ist leider hinzunehmen. dagegen kannst du nichts tun.

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