Frage von DeniseB,

Wieviel Geld bekommt eine alleinerziehende Mutter von ihrer Tochter?

Hallo ich bin 19 Jahre und wohne noch zuhause mit meiner Mama und meiner Schwester. Ich mache zurzeit mein Fachabitur und bekomme vom Amt 100€ davon gehen 57€ drauf für meine Busfahrkarte. Meine Mama verdient 1350€ im Monat und ist alleinerziehend aber sie bekommt noch 184€ pro Kind Kindergeld und Unterhalt von meiner Schwester ihr Vater.

Jetzt möchte ich mir gerne einen Nebenjob auf 400€ Basis suchen und soll ihr davon was zuhause abgeben.

Meine Frage ist nun wieviel bekommt sie von mir?

Antwort von iveningboring,
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Solange Du noch in der Ausbildung bist, sind Deine Eltern Dir gegenüber zum Unterhalt verpflichtet und nicht umgekehrt. Das Kindergeld darf hiermit verrechnet werden.

Was ist mit dem Unterhalt von Deinem Vater? Den müsstest Du auch auf Dein Konto bekommen?

Auch Deine Mutter ist Dir gegenüber barunterhaltspflichtig, weil Du über 18 bist. Sie müsste Dir - in Abhängigkeit ihres Einkommens - also etwas zahlen. Aber sie darf dafür im Gegenzug dann auch Deinen Mietanteil verlagen. Ebenso Kostgeld, Wäschepflege usw. Eben alles, was im Haushalt Kosten verursacht. Meistens rechnet sich das gegeneinander auf.

Von welchem Amt bekommst Du die 100 €. Ist es Schülerbafög?

Als Schülerin bist Du nicht verpflichtet, neben der Schule zu jobben. Aber wenn Du es tust, dann darf der Unterhalt hiermit verrechnet werden. Wenn Du aber keinen Unterhalt bekommst, brauchst Du auch nichts bezahlen.

Du kannst Dich natürlich mit Deiner Mutter einigen und freiwillig etwas zum Haushaltseinkommen beisteuern. Wieviel das ist, müsst ihr dann selber aushandeln.

Antwort von Silvermum,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Soweit ich weiß gibt es da keine gesetzliche Regelung! Ich finde allerdings dass deine Mutter im Grunde genug Geld verdient. Außer du telefonierst ständig und dadurch ist die Rechnung immer sehr hoch. Dann würde ich als Tochter schon freiwillig was abgeben. Wenn du was abgeben musst dann würde ich als Mutter das Geld für dich sparen. Ansonsten solltest du mit deiner Mutter besprechen wieviel sie haben möchte. Wenn du allerdings im Haushalt hilfst, und ab und zu für die Familie einkaufen gehst, müsste das doch in Ordnung sein.

Kommentar von Eifelmensch,

Du findest 1350,-€ sind genug? Stehst du schon auf eigenen Beinen oder lebst du noch im Hotel Mama?

Kommentar von iveningboring,

Wenn man z.B. bei Unterhaltszahlungen von dem gesetzlichen Mindestbehalt von etwas über 900 € ausgeht, IST das viel. Es ist wohl alles eine Frage des Standpunktes.

Kommentar von iveningboring,

DH @ Silvermum

Wenn du was abgeben musst ...

Sie muss allerdings nicht ... !

Kommentar von Eifelmensch,

Genauso wenig muss die Mutter sie aber auch bei sich wohnen lassen!

Kommentar von Silvermum,

@ Eifelmensch: Hotel Mama is scho lange nicht mehr! Hatte ich im Grunde auch nie. Ich bin verheiratet und wir haben mehr Geld zur Verfügung. Deswegen bin ich auch dankbar. ABER...es kommt immer darauf an was man an Miete zahlt und wieviel Unterhalt man bekommt. Aber ja...das ist allerdings viel Geld. Viele Menschen leben von nicht mal der Hälfte!!!!! @iveningboring: Das "muss" meinte ich auch wenn die Mutter ihr die "Pistole auf die Brust setzt"

Kommentar von Eifelmensch,

@iveningboring

Hier vergleichst du aber Äpfel mit Birnen!

Was hat denn der notwendige Selbstbehalt mit dem erzielten Einkommen zu tun?

Wenn man das Einkommen ins Verhältnis setzen will, muss man es mit anderen Einkommen vergleichen. Tut man das, dann handelt es sich bei dem genannten Einkommen um ein unterdurchschnittliches Einkommen, sofern die Mutter vollzeit arbeitet.

Wenn man schon den notwendigen Selbstbehalt heranziehen möchte, dann muss man das auch vollständig betrachten.

1350 sind das Nettoeinkommen. Zieht man die berufsbedingten Aufwendungen ab und die bei diesem Einkommen sehr wichtige zusätzliche Altersvorsorge, kommt man auf ein unterhaltsrelevantes Einkommen von ca. 1200,-€. Zieht man dann noch den Unterhalt für die Volljärige ab (329-100), dann bleibt der Mutter fast nichts mehr über dem Selbstbehalt. Dann müsste noch geprüft werden, ob für das jüngere Kind der volle Unterhalt gezahlt wird. Eventuell muss die Mutter für dieses ja auch noch einen Teil des Barunterhaltes tragen.

@Silvermum

Genau! Deswegen halte ich die Pauschalaussage: "Deine Mutter verdient genug Geld" hier auch nicht für angebracht.

Nur weil es anderen schlechter geht, bedeutet ein Einkommen an der Armutsgrenze doch nicht, dass es einem gut geht.

Mit diesem Argument geht jedem Hartz IV-Empfänger bei uns extrem gut!

Antwort von noko1noko1,
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Sie bekommt einen trockenen Furz von dir . Du musst ihr nichts abgeben

Kommentar von imager761,

Dann bekäme sie einen Stapel Umzugskartons von mir - Einkaufen für andere zum Nulltarif kann sie sich dann ja ebenso sparen und das Geld denn selbst verpulvern :-O

Kommentar von iveningboring,

Kinder in Schul- oder Berufsausbildung müssen nicht nebenbei jobben, um zum Familienbudget beizutragen. DH @ noko1noko1

Stapel Umzugskartons? Gehts noch? @ imager761

Kommentar von Eifelmensch,

Das volljährige Kind hat keinen Anspruch darauf im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils wohnen zu dürfen.

Wenn ein volljähriges Kind Einkommen erzielt, dann halte ich es als absolut selbstverständlich, dass es sich auch an den Kosten beteiligt.

Das es sich unterhaltsrechtlich grundsätzlich um überobligatorisches Einkommen handelt tut doch hier nichts zur Sache!

Abgesehen davon wird der Fragesteller doch nicht gezwungen zu arbeiten, sondern er schreibt: "Jetzt möchte ich mir gerne einen Nebenjob auf 400€ Basis suchen....."

Antwort von GuteSis,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

gar nix, das ist dein Geld.

sie bekommt noch Kindergeld für dich, gibt sie das auch alles für dich aus? glaube nicht.

Kommentar von imager761,

ROTFL - wann hast denn das letzte Mal eingekauft? 184 EUR im Monat für all ihre Lebensmittel, Mehrverbrauch an Nebenkosten, beheiztes Zimmer mit Internet?

Damit käme DeniseB nicht mal eine Woche über die Runden :-O

G imager761

Kommentar von iveningboring,

DH @ GuteSis

Kommentar von iveningboring,

@ imager761

Die Eltern sind ihren Kindern zum Unterhalt verpflichtet. Die 184 € Kindergeld im Monat ist ein Zuschuss des Staates an die Eltern. Den Rest müssen sie schon selber blechen!

Antwort von Dochijun,

Hallo, das Kindergeld reicht für das Essen. Wer bezahlt die Waschmaschine mit Deinen Klamotten, wer das Abwasser/Wasser-Geld, das Du verbrätst, wer den Strom. den Du verbrauchst? Die Liste ist ellenlang! Ich finde, Du solltest Dich auf 50€pro Monat - maximal 100 €pro Monat mit Deiner Mutter einigen. Und an alle die, die meinen. nichts abzugeben müssen: denkt vielleicht noch einmal nach! Mit 19 gilt man als erwachsen. Kinder müssen natürlich nichts bezahlen. Gg

Antwort von Eifelmensch,

Das ist Verhandlungssache zwischen euch.

Wenn man sich die Düsseldorfer Tabelle anschaut, dann liegt der Mindestunterhalt für ein volljähriges Kind bei 304,-€ zuzüglich des Kindergeldes. Das ist der Betrag, den das offiziell als Lebensbedarf braucht.

Nun kommt es darauf an, welche Ausgaben deine Mutter noch für dich hat.

Wohnkosten, Essen, Kleidung etc.

Je nach dem, was du selbst zahlst, würde ich dann einen angemessenen Betrag mit der Mutter vereinbaren.

Setzt euch doch zusammen und macht mal eine Rechnung auf. Danach bestimmt ihr dann den Betrag den du ihr zahlst.

Ich fände ca. 200,-€ plus das Kindergeld wären angemessen, wenn nur noch Wohnen und Essen abgedeckt wären, so dass du dann etwa noch 150,-€ an deine Mutter zahlen solltest.

Antwort von adianthum,

Das ist Verhandlungssache.

Zuerstmal gilt abzuklären, ob das Geld vom Amt wegfällt, wenn du selbst etwas verdienst ob das Geld angerechnet wird oder ob du es komplett behalten kannst.

Dann stellt sich die Frage, wie hoch die Unkosten deiner Mutter sind für Miete usw.

Von den vom Amt verbleibenden 43.- kannst du ja keine großen Sprünge machen- also Klamotten, weggehen, Kosmetik und mal Kino usw. sind davon nicht ständig drin.

Wenn ich davon ausgehe, dass du alles von Amts wegen behalten darfst, würde ich mit deiner Ma eine Vereinbarung treffen, die allen gerecht wird. Wenn deine Ma normalerweise großzügig ist, dann würde es dir stehen dich ebenso zu verhalten. Führerschein, erstes Auto usw. wollen ja auch irgendwann bestritten werden.

Leg 100.- beiseite, gib deiner Ma 100.- und behalte den Rest zum ausgeben- das wäre mein Vorschlag.

Kommentar von iveningboring,

vom Amt

Wäre mal die Frage, was mit "Amt" gemeint ist!. Neben dem Schülerbafög (vom Bafögamt) kann man problemlos 400 € verdienen, ohne dass ein Abzug erfolgt.

Antwort von imager761,

Sovielwie du zusätzlich verbrauchst, dass wäre doch fair? Heizung, Wasser, Internet/Telefon, Lebens- und Reinigungsmittel und wenn sie deine Wäsche immer allein macht, aufrunden. 300 EUR wären da knapp gerechnet :-O

G imager761

Kommentar von iveningboring,

Fair wäre es, wenn die Mutter hier gar nichts erst verlangen würde. Denn Kinder, die sich noch in Schul- oder Berufsausbildung bzw. einem Studium befinden, haben selbst Anspruch auf Unterhaltsleistungen durch ihre Eltern. Nicht umgekehrt ist das der Fall! Eine Schülerin ist nicht verpflichtet, nebenbei zu jobben, um zum Haushaltsgeld beizutragen. Wenn sie es dennoch tut, darf der Unterhalt, den sie selber bekommen würde, damit verrechnet werden. Bekommt sie selber keinen Unterhalt, ist hier auch nichts zu verrechnen. Die Mutter hat kein Recht, hier eine Zahlung zu verlangen. Aber die Tochter darf freiwillig etwas geben. Auf dieser Basis kann sie mit ihrer Mutter etwas aushandeln.

Kommentar von Eifelmensch,

@iveninigboring

Hier handelt es sich um einen Erwachsenen, dem es jederzeit freisteht auszuziehen.

Normalerweise ist es innerhalb einer Familiengemeinschaft üblich, dass sich alle, nach ihren Möglichkeiten, an der Haushaltsfinanzierung beteiligen.

Möchte einer das nicht und nur auf Kosten der anderen leben, dann sollte er auch die Konsequenzen daraus ziehen.

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