Wieviel freiwillige Feuerwehrleute können einem Mittelstandsunternehmen zugemutet werden?

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1 Antwort

Nein es gibt da keine Grenzen. Das ist auch kaum festzulegen da es je nach Branche, Auftragslage, Kundenkontakt und noch so manch anderen Faktoren abhängig. Wenn es so was gäbe dann würde es ja im Feuerwehrgesetz des Bundeslandes stehen. Dort gibt es aber in aller Regel nur die Pflicht zur Freistellung.

Du siehst die Sache aber ziemlich einseitig. Feuerwehrleute in der Firma zu haben hat auch Vorteile, nur sind die oft nicht so deutlich sichtbar.

Das fängt z.B. damit an das du 3 Brandschutzhelfer weniger ausbilden musst, weil wer mind. die Truppmannausbildung hat ist damit per seh Brandschutzhelfer. Ist er Gruppenführer darf er sogar Brandschutzhelfer ausbilden.

Ein guter Feuerwehrmann wird auch auf seiner Arbeitsstelle drauf achten das die Brandschutzbestimmungen in der Firma eingehalten werden. Es gab mal eine Untersuchung das 70% der Firmen in denen es gebrannt hat Insolvenz anmelden. Unterhalte dich mal mit einem Mittelständler den es betroffen hat.

Und dann stellt sich die Frage wer den den Brandschutz in deiner Firma sicher stellt. Richtig die öffentlichen Feuerwehren. Wenn es die nicht gäbe müsstest du eine Betriebs- oder gar Werkfeuerwehr einrichten. Mindestens aber wären die Versicherungsprämien jenseits von Gut und Böse.

Gut die Kommune könnte auch eine hauptamtliche Feuerwehr aufstellen, ich glaube kaum das du dann die Gewerbesteuern zahlen möchtest.

Das mal nur so schnell aus der Hüfte geschossen.

Ich kann deine Probleme aber auch verstehen. Hier hilft sich gemeinsam an den Tisch zu setzen. Es macht nicht wirklich Sinn nur auf die Gesetzestexte zu pochen. Ein vernünftiges Gespräch hat schon viele Probleme gelöst und man sieht diese dann auch mal aus der Sicht des Gegenüber.

Ich kenne eine Menge von Firmen die damit sehr gut fahren, nicht umsonst gibt es bei uns eine ganze Reihe von Firmen die mit dem Förderschild "Partner der Feuerwehr" ausgezeichnet sind http://www.lfv-bb.de/index.php?dat=foerderschild

Feuerwehren sind keine Selbstzweck, sie sind mal entstanden weil sich Bürger zusammen gefunden haben um ihren Nachbarn die bestmögliche Hilfe zukommen zu lassen. Eine Form gelebter Nächstenliebe wenn man so will.

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Kommentar von Industrie58
19.04.2016, 10:36

Das ist eine wirklich sehr aus der Hüfte geschossene Antwort, da du Dinge voraussetzt die du nicht wissen kannst.

Wir unterstützen die Freiwillige Feuerwehr seit 50 Jahren, indem wir nicht einmal Lohnkosten von den Gemeinden zurück gefordert haben.

Wenn in einer Abteilung mit 5 Leuten 3 ständig weg sind, ist das nicht mehr lustig.

Zu deiner Nächstenliebe: Wenn dem so ist, wäre es auch kein Problem aus Nächstenliebe die Stunden nachzuholen.. oder selber mal auf einen Vorteil zu verzichten. Nächstenliebe die andere finanzieren kann man grossspurig leben. Ich rede hier weder von Einsätzen bei denen anderen Hilfe zukommt, auch nicht von wichtigen Lehrgängen, aber von "sonstigen Einsätzen" ( wie z.B. Kindergarten Früherziehung während der Arbeitswoche,eine Katze 3 Stunden aus einem Baum retten die am Ende selber runter klettert.) 

Es gibt halt immer und überall solche und solche... deshalb nie einfach über einen Kamm scheren!

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