Frage von silviosbloben, 177

wieviel dezibel hatte der Urknall?

wieviel dezibel hatte der urknall und was war davor

Expertenantwort
von Franz1957, Community-Experte für Physik, 78

Anders als die meisten hier zu glauben scheinen, kann man nicht nur Schall in dB angeben, sondern jede meßbare Größe. Dazu bedarf es nur einer Voraussetzung: Ein Dezibel-Wert gibt immer an, wie hoch der Wert einer Größe im Verhältnis zu einem bestimmten Referenzwert ist. Diesen Referenzwert muß man zunächst vereinbaren, damit die dB-Angabe sich darauf beziehen kann.

Z.B. wurden in der Akustik der Schalldruck 20 Mikropascal und die Schalleistung 10^−12 Watt als Referenzpegel für Dezibel-Angaben festgelegt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bel\_%28Einheit%29

Nun zum Urknall. Um über die Heftigkeit des Urknalls eine Angabe in dB machen zu können, müssen wir überlegen, welche physikalischen Größe wir als Maß dafür überhaupt angeben können, und einen entsprechenden Wert für diese Größe finden. Dann müssen wir einen Referenzwert für diese Größe wählen und den Quotienten beider Werte logarithmieren, das ist der triviale Teil des Problems.

Eine mögliche Vorgehensweise: Nehmen wir die 3K-Hintergrundstrahlung, die ja als eine Art Nachhall des Urknalls bezeichnet wird. Es gibt Messungen der Stärke dieser Strahlung. Daraus kann man die Feldstärke berechnen und sie, wie in der Hochfrequenztechnik üblich, auf den Feldstärkepegel 1 µV/m bezogen in dBµV/m angeben. Das Resultat wird ein kleiner Wert sein und wird nichts anderes angeben als die elektromagnetische "Lautstärke", die hier und jetzt vom Urknall noch übrig ist. Wer Lust hat, kann nachschauen, ob er auch für frühere Phasen des Universums Angaben zur Energie der Photonen findet und sie auf ebensolchem Wege in die Sprache der Antennentechniker zu übersetzen.

Kommentar von NutzlosAlpha ,

Anders als die meisten hier zu glauben scheinen, kann man nicht nur Schall in dB angeben, sondern jede meßbare Größe.

Wobei man bei der Formulierung der Frage schon davon ausgehen kann, dass der Fragesteller tatsächlich den Schalldruck meinte, der dann dementsprechend nicht vorhanden war. Trotzdem ist es richtig, was du schreibst.

Expertenantwort
von Hamburger02, Community-Experte für Physik, 62

Der Begriff "Knall" wurde deswegen gewählt, weil das ziemlich schnell und mit einer enormen Ausbreitungsgeschwindigkleit am Anfang stattfand.

Das ist sozusagen ein "Bild", hat aber mit einem Knall in unserem Sinne, also mit einer Schallwelle, nichts zu tun.

Antwort
von Buckykater, 38

Es war kein Knall in dem Sinne. Der Begriff wurde gewählt weil sich das  Universum mit dem Urknall sehr schnell von einem winzigen Punkt kleiner als ein Atom ausdehnte. Alles was wir wenn auch nur annähernd Begreifen können oder alles was im Universum existiert  und auch das Universum selbst begann oder entstand erst mit den Urknall. Sogar der Raum und die Zeit begannen erst mit dem Urknall. Wenn es etwas vor dem Urknall gab dann etwas das wir nicht begreifen können. In der Urknalltheorie entstand der Universum aus einer Singularität einem winzigen Punkt mit einer sehr extremen und unglaublichen Dichte.

Antwort
von Daguett, 74

Wahrscheinlich 0 dB, denn Schall braucht Materie, um sich zu übertragen.

Kommentar von PrivateBrown ,

0 dB ist nicht unbedingt nichts

Antwort
von Blindi56, 104

Gar kein Dezibel, da es keine Athmosphäre gab, die Schallwellen möglich machte.

Ich glaube auch nicht, dass mit "Knall" in dem Fall ein Geräusch gemeint war. VORHER war alles schon da, was es jetzt gibt, nur in anderer Form (bzw. NUR als Elemente), denn von nichts kommt nichts.

Kommentar von TheQ86 ,

Nicht mal Elemente gab es. Keine Materie. Ist alles während des Urknalls erst entstanden.

Kommentar von Blindi56 ,

Atome,  meinte ich, oder das woraus die bestehen. Denn die Materie muss schon dagewesen sein. ODER erschaffen worden, aber DANN muss es den Schöpfer schon gegeben haben ;-)

Kommentar von Hamburger02 ,

Das ist leider falsch.

Wie Masse aus Energie beim Urknall entstand (emergierte) hat Ilya Prigogine in seiner Theorie Dissipativer Strukturen gezeigt., für die er 1977 den Nobelpreis erhielt.

Mit seiner Theorie hat er den Urknall durchgerechnet und dabei festgestellt, dass eine ungeheure Menge Entropie bei der Umwandlung von Energie in Matrie entstanden ist, die in der Hintergrundstrahlung enthalten ist. Er hat mit seiner Theorie auch ausgerechnet, welche Temperatur die Hintergrundstrahlung haben muss und Messungen haben das exakt bestätigt.

Die Umwandlung von Energie in Matrie lässt sich alleine mit den bekannten Naturgesetzen begründen und berechnen, ein Schöpfergott ist dafür absolut nicht erforderlich. Die Natur selber hat genügend eigene Schöpfungskraft. Die braucht keinen Gott, um neues zu erschaffen.

Kommentar von UlrichNagel ,

Das ist unlogisch! Überleg mal selber, was Energie ist! Energie ist die Zustandbewertung der Energie. wenn keine Materie existiert, würde auch keine Energie dasein! Die 2 Energiefelder Gravitation und el--magn. Strahlung würden nicht existieren wenn die Gestirne sich nicht bewegen oder wenn die Sonne oder andere Quellen nicht die Strahlung erzeugen würden!

Antwort
von PrivateBrown, 37

Das kannst du nicht in dB messen, Da sich der Schall nicht übertragen kann. Also -unendlich.

Was davor war weiß keiner so richtig, da wirst du keine Antwort finden.

Antwort
von webflexer, 39

Ich finde die Antworten immer lustig :) Als ob jeder dabeigewesen wäre :)

Mensch Leute das ist Milliarden Jahre her und auch nur eine "THESE" der begrenzten Menschlichen Vorstellungskraft.

Kommentar von weckmannu ,

Ein Großteil der Erkenntnisse und Aussagen der Astronomen bezieht sich auf Sterne, die weiter als 100 Lichtjahre entfernt sind. Das war also alles vor über 100 Jahren. Keiner der Astronomen "war dabei" als das Licht zu uns abgestrahlt wurde.

Ist deshalb die ganze Astronomie unglaubwürdig? Die Frage wäre auch an die Geschichtswissenschaft zu stellen. Keiner von uns war bei der französischen Revolution dabei, hat sie also nicht stattgefunden?

Antwort
von TheQ86, 97

Es gab beim Urknall keinen Schall. Im Vakuum breitet er sich nicht aus. Erst "spät" nach dem Urknall gab es Stoffe die als Medium dienen konnten.

Und davor war das Chaos.

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