Wieviel % der Weltbevölkerung sorgt mit dem Verzehr von Fleisch dafür dass wieviel % der restlichen Bevölkerung Hunger leiden?

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11 Antworten

Das lässt sich schwer sagen. Wenn du die gesamte Fleischnutzfläche in Anbaufläche umrechnest, ist es wahrscheinlich ein erstaunliches Betrag.

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Kommentar von taunide
01.09.2016, 11:05

Eben...genau deshalb meine Frage.

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Wenn du nur die Information willst, wieso gibst du uns so viele Randinfos?

Wenn auf unserer Kuhwiese nebenan Pflanzen angebaut werden würden, würde es nicht einen Hungernden weniger geben. 

Dein Szenario ignoriert, dass es viele ungenutzte Flächen gibt, auf denen schon heute pflanzliche Nahrung angebaut werden könnte.

Das erinnert mich an die E10-Diskussion. Viele wollen das nicht tanken, weil sie das Gefühl haben, man hätte die Flächen zur Bekämpfung des Welthungers nutzen können. Die Wahrheit ist doch, dass wenn es E10 nicht gäbe, genau diese Flächen eben nicht dafür genutzt werden würden, den Welthunger zu bekämpfen. Sie würden brach liegen. Sie lagen vor E10 jahrelang brach oder waren ungenutzt.

Das ist ein bisschen so, wie wenn ich dir vorwerfen würde, dass du duschst, obwohl das Wasser dutzende Menschen vom Verdursten abhalten würde.

Eine genaue Antwort auf deine Frage kann ich dir aber auch nicht geben. Ich will dich nur darauf aufmerksam machen, dass es Randparameter zu beachten gilt.

Ökonomische Zusammenhänge lassen sich selten in zwei Zahlen darstellen. Trau keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.

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Kommentar von taunide
01.09.2016, 11:24

Es gibt sehr viele Randbedingungen - die können sicher nicht alle aufgezählt und berücksichtigt werden. Ist klar.

Mit dem Wasserbeispiel hättest Du Recht, wenn ich die Kuh von Nachbars Wiese esse, nicht aber wenn die Kuh in Argentinien lebt und das Futter auf Flächen produziert wird, die der ursprünglichen Bevölkerung abgenommen wurde oder nicht zu deren Ernährung genutzt werden kann.

Du wirst jetzt wieder mit ähnlichen Argumenten kontern und so weiter.

Wie du siehst bewirkt es aber, dass sich Menschen über die Zusammenhänge Gedanken machen und ein Bewusstsein dafür entwickeln, welche Verantwortung wir in der sogenannten westlichen Welt haben.

Ich hätte die Frage auch auf Rohstoffe und seltene Erden zuschneiden können, für die 1000de in Sklavenähnlicher Tätigkeit riesen Löcher in die Erde treiben und einen Hungerlohn dafür bekommen.

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Das ist Unsinn. Nicht der Fleischkonsum, sondern generell die Armutsschere und skrupellose Geschäftemacher sind hier "die Bösen".

Der Regenwald wird nicht abgeholzt damit ich ein Steak essen kann, sondern weil der südamerikanische Bauer von irgendwas leben muss und deshalb zu Dumpingpreisen produzieren muss.

Es gibt genug Flächen auf der Welt, die für industriellen Soja-Anbau etc. nicht geeignet sind - etwa weil sie zu hügelig oder nicht ertragreich sind. Wenn man dort Rinder und Schafe grasen lässt ist das ein Mehrwert, kein Verlust!

Wenn man natürlich ein Rind möglichst schnell mästen will, bzw. maximalen Milchertrag will, dann muss man Kraftfutter füttern und nimmt einen Stall, keine Bergwiese. Darunter leiden die Tiere, die Umwelt und letztlich auch die Menschen (die Hungernden und auch die, die das Billigfleisch/die Billigmilch konsumieren).

Aber man muss ja keine Turborinder haben. Dann wird das Fleisch und die Milch eben viel teurer, Qualität ersetzt Quantität - und in Deutschland sind dann plötzlich viel mehr Leute auch so arm, dass sie kaum mehr Fleisch kaufen können. Schlechter geht es ihnen deshalb wohl nicht - aber wie sieht denn das aus? Politisch und so?

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Kommentar von taunide
01.09.2016, 11:55

...wer fördert denn die Geschäftemacher, wenn Fleisch nicht vom Biobauer um die Ecke sondern aus der Sonderangebotskühltheke beim Discounter gekauft wird.

Der Anteil "fairtrade-Fleisch" oder Biofleisch ist (leider) gering. Es muss billig - und so lange ich das unterstütze, fördere ich die Armutsschere doch genauso.

Wenn dein Steak also z.B. vom ALDI ist, kannst Du Dir ein paar Quadratmeter Regenwald auf dein Konto schreiben. - blödes Gefühl oder? Und weil diese Gefühl und diese Verantwortung keiner haben will, gibt es diese Diskussion und ganz tolle Gegenargumente die den Schwarzen Peter immer wieder anderen zuschieben.

"Ich doch nicht - daran sind andere Schuld".

So lösen wir keine Probleme.

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Kommentar von Omnivore13
02.09.2016, 18:08

Wenn man natürlich ein Rind möglichst schnell mästen will, bzw.
maximalen Milchertrag will, dann muss man Kraftfutter füttern und nimmt einen Stall, keine Bergwiese. Darunter leiden die Tiere, die Umwelt und letztlich auch die Menschen 

Unfug! Seit wann leiden Rinder, wenn sie im Stall stehen? Das ist weit aus angenehmer als bei 30 Grad in der Hitze zu hocken!

Und was soll an einem Stall umweltschädlich sein?

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Einen so direkten Zusammenhang gibt es meiner Meinung nach überhaupt nicht. Der Grund, dass die Flächen für Futtermittel verwendet werden, liegt nicht an den Fleich-Konsumenten, sondern dass die Regierung in den entsprechenden Ländern eine solche Nutzung zulassen, oder fördern, da das profitabler erscheint, als die kleinbäuerliche Nutzung für den Eigenbedarf der eigenen Bevölkerung.

Zusätzlich zur Futter-Produktion werden aber auch sehr große Flächen für andere, ebenfalls kritikwürdige Dinge verschwendet: Anbau von Biosprit-Pflanzen, nicht nachhaltiger Holz-Raubbau, Erzeugung von Ölen für Kosmetika usw...

Auch möchte ich darauf hinweisen, dass der Weltweite Hunger auch ganz stark mit der Überbevölkerung zusammenhängt.

Ich vermute, dass man keine konkreten Zahlen zu der Fragestellung finden wird.

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Kommentar von taunide
01.09.2016, 13:13

gut dass deine Antwort nicht die erste war, sie hätte vielleicht eine interessante Diskussion verhindert, denn mit manchem hast du wohl Recht.

Der Grund, dass die Flächen für Futtermittel verwendet werden, liegt nicht an den Fleich-Konsumenten, sondern dass die Regierung in den entsprechenden Ländern eine solche Nutzung zulassen, oder fördern, da das profitabler erscheint, als die kleinbäuerliche Nutzung für den Eigenbedarf der eigenen Bevölkerung.

Warum ist es denn profitabler? Doch WEIL es aufgrund der Nachfrage lukrativer ist - und die Nachfrage bestimmt der Medien-/ werbegesteuerte Konsument.

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Kommentar von Mandibula
01.09.2016, 13:31

Die Überbevölkerung ist der springende Punkt.

Prognosen zufolge soll die Weltbevölkerung Mitte des Jahrhunderts 10 Milliarden überschreiten. Wieviele Milliarden es am Emde des Jahrhunderts sein werden, mag ich mir gar nicht ausmalen.

Die Probleme, die es spätestens dann geben wird, kann man mit Sicherheit nicht damit lösen, indem man die Spezies Mensch vom zwangsweise Omnivoren zum Vegetarier umstellt.

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Fakt ist es gibt dafür keine Statistiken weil man das nicht genau erfassen kann. Du bist anscheinend wenn ich mir deine Kommentare anschaue nur so ein Öko Mensch der am liebsten keine Armut und komplette Gleichverteilung auf der Welt will. Sorry dir die Augen öffnen zu müssen aber der Kommunismus ist bisher immer gescheitert liegt in der Natur des Menschen.

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Es gibt Ackerland und Weideland. Nicht jeder Boden ist für beides geeignet.

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Kommentar von taunide
01.09.2016, 11:07

Danke, aber das war nicht die Frage. "Weiden" wie ich sie kenne sehen die meisten Tiere sowieso nie.

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Kommentar von Akka2323
01.09.2016, 13:23

Bei uns in Deutschland mit wenig Platz ist das so, aber es gibt viele schlechte Böden, die nur für die Viehzucht geeignet sind, z. B. Texas, Australien, Afrika, die Alpen, und andere mehr.

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Wieviel % der Weltbevölkerung sorgt mit dem Verzehr von Fleisch dafür dass wieviel % der restlichen Bevölkerung Hunger leiden?

Exant NULL Prozent der Fleischesser sorgen für Hunger, denn Hunger hat rein GAR nichts mit Fleisch zu tun, sondern aus wirtschaftlichen, politischen, sozialen und klimatischen Gründen!

Es ist unumstritten, dass wegen des hohen Fleischkonsums enorme Flächen
für die Futtermittelproduktion zur Fleischherstellung missbraucht

Das bestreite ich! Das ist nämlich Unsinn! Die Flächen werden nicht für Futtermittel missbraucht, sondern da wächst KEIN Menschenfutter.

70% ist Grünland. Und ein erheblicher Teil der Futtermittel sind Biertreber, Futtergetreide, Wintergerste, Stroh, Exktraktionsschrote und und und. Davon rührst du 95% nie im Leben an und es trotzdem da!

Diese Flächen könnten ebenso zur Ernährung hungerleidender Völker benutzt werden

Könnte man NICHT! Ein Afrikaner kann nicht einfach in Deutschland Felder pachten. Von welchem Geld soll er das tun?

Ich will hier jetzt keine Diskussion oder Streit zwischen Vegetariern und Fleischessern, sondern nur die o.g. Information.

Den Streit beginnst du aber selbst mit deiner falschen These. KEIN Mensch auf der Welt hungert, weil ich hier in Deutschland Fleisch esse, welches zu 92% aus deutschen Futtermitteln, 6% eurpoäischen Futtermitteln und einem Prozent aus Übersee für Koppelprodukte wie Sojaexktratgionsschrot.

Davon bekommst du nicht einen Bengalen satt!

Gruß
Omni

(BG)

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Ich glaube nicht das darüber Werte erhoben werden können oder dies jemals jemand gemacht hat.

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Es ist unumstritten, dass wegen des hohen Fleischkonsums enorme Flächen für die Futtermittelproduktion zur Fleischherstellung missbraucht werden

Doch, ist es. Es werden nicht irgendwelche Flächen missbraucht, sondern sie werden einfach genutzt.

Diese Flächen könnten ebenso zur Ernährung hungerleidender Völker benutzt werden

Hier ist ein Denkfehler. In deiner Theorie bräuchte man zusätzliche Flächen, damit man mehr Nahrung herstellen kann und damit niemand Hunger leiden muss.

Wie kommt es dann, dass Tonnen an Nahrung vernichtet wird?

Das andere Menschen Hunger leiden ist weniger ein Problem des Vorhandenseins an Nahrung, sondern eher ein Problem der Verteilung.

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Kommentar von taunide
01.09.2016, 11:40

ein Problem der Verteilung. Richtig. Die Tonnen Nahrung werden nicht vor den Türen der hungerleidenden weggeworfen sondern hier bei uns. Vor den Türen der Hungernden wird aber Soja angebaut - für unser Fleisch - für uns.

Doch, es werden Flächen missbraucht. Es ist doch wohl nicht zu leugnen dass Regenwald auch für Futtermittelproduktion abgeholzt wird. Wenn das kein Missbrauch ist...

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Du hast vergessen, daß Menschen Hunger leiden aus noch ganz anderen Gründen, nicht die Fleischproduktion ist der Hauptgrund.

Hier ein interessanter Beitrag dazu:

http://www.oekosystem-erde.de/html/industrielle_landwirtschaft_02.html

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Kommentar von taunide
01.09.2016, 15:29

Du hast vergessen, daß Menschen Hunger leiden aus noch ganz anderen Gründen, Nein, hab ich nicht..  nicht die Fleischproduktion ist der Hauptgrund.  ..hab ich auch nie behauptet, aber sollte hier Thema sein.

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