Frage von lebasilili, 111

Wieso zieht ersthund den Welpen aus den Wasser?

Hallo also heute waren wir schwimmen mit unseren Hunden unser ersthund ist 1 Jahr und 10 Monate alt und unser Welpe 4 Monate und als wir im Wasser waren und und der Welpe zu uns ins Wasser kam (waren nur mit den Füßen drinnen also nicht tief ) da kam sofort unser ersthund und hat den Welpen am Nacken gepackt und aus den Wasser gezogen ..... jetzt unsere Frage da ich im Internet nichts dazu finde würde ich gerne wissen wieso sie (ersthund) das macht und was das für eine Bedeutung hat ..

Danke schon mal an alle vernünftigen Antworten.

Antwort
von floppy232, 47

Ich würde mal nicht gleich übertreiben.

Was ist denn danach passiert? Gab es "dominanzgehabe"? Ging das ruhig von statten?

Das können wir so nicht beurteilen, weil es dabei auch auf Kleinigkeiten ankommt, z.b. ob der ältere danach deinen Welpen abgeschleckt hat etc.(dann war das nämlich eine Schutzmaßnahme und kein "mein Wasser" Anspruch).

Es gibt viele Faktoren die berücksichtigt werden müssen, wir hätten dabei sein müssen um das korrekt beurteilen zu können.

Solange das restliche Verhältnis zwischen euren Hunden okay ist, solltest du dir soweit keine Sorgen machen müssen, wenn die sich aber ständig "bekriegen" empfehle ich einen unabhängigen dritten (am besten ein Hundetrainer) der sich das mal ansieht. 

Kommentar von lebasilili ,

also danach hat sie sie abgeschleckt und die kleine hat sie abgeschleckt und danach haben sie zusammen mit mir und meinem Freund gespielt .... es sah nicht so aus als wäre es böse gemeint gewesen..... und ja die Hunde verstehen sich prima zuhause schleckt die große oft die kleine "sauber" und danach liegen sie wie ein Knoten gekuschelt da und schlafen hahha .... ich denke nicht das sie sich nicht verstehen oder soo

Antwort
von Pfauenlilie, 7

Ich versteh irgendwie gar nicht warum alle so eine Panik machen. Ich würde sagen der Ersthund wollte den Welpen einfach beschützen, da die Mütter ihre Welpen ja auch am Nacken zurück ins Körbchen tragen.

Wenn du allerdings sehen konntest, dass der Ersthund aggressiv war und der kleine gequiekt und sich gewährt hat, dann ist es natürlich nicht gut und ihr solltet aufpassen, dass sich das nicht wiederholt. (was ich aber nicht denke)

Dann wäre es natürlich noch interessant zu wissen ob der Ersthund Rüde oder Hündin ist. Allerdings können Rüden genauso fürsorglich sein wie Hündinnen. (sry für die Frage falls du das schon iwo erwähnt hast)

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 69

Ich finde das alles andere als süß und hätte das Verhalten des älteren Hundes sofort unterbunden.

Ob der ältere Hund einfach nur rotzfrech ist oder Euch z.B. als Ressource sieht und den jüngeren Hund verdrängen wollte, lässt sich nur aus der Situation heraus beurteilen. Einen anderen Hund am Nackenfell zu packen und wegzuzerren ist zwischen Junghund und Welpe allerdings alles andere als freundlich gemeint. An Eurer Stelle hätte ich da ein sehr genaues Auge drauf.

Kommentar von HalloRossi ,

Richtig!

Kommentar von PlueschTiger ,

Ich mag ja kein Hunde Experte sein doch die beschriebene Situation scheint mir eindeutig zu sein. Zumal der Erst Hund weiblich ist. Zudem solltest du wissen das der Nackenbiss auch ein Tragebiss ist und bei einigen Arten vorkommt. Das was ich lese hat für mich mehr mit Mutter verhalten zu tun als Revierkampf. Zudem macht es für die Hündin keinen sinn den Welpe zu verdrängen und ihn dann noch Trocken zu lecken.

Kommentar von Naninja ,

Von Revierkampf hat hier niemand etwas geschrieben. Dass ein 10 Monate alter Junghund, der hormonell noch nicht ausgereift ist, einen Tragegriff bei einem Sozialpartner (= Nicht- Familienmitglied) anwendet, wage ich ebenfalls stark zu bezweifeln.

Ich wäre mit solchen positiven Deutungen extrem vorsichtig, weil sie immer im Kontext zu sehen sind. Wenn zwei Hunde, die relativ neu in einem Haushalt leben, beispielsweise dauerhaft sehr eng zusammen liegen, kann das ein ungeübtes Auge für pure Harmonie halten. Tatsächlich kann es aber auch sehr gut sein, dass das enge Kontaktliegen ein Stress- und Beschwichtigungssignal ist, weil es zwischen den Hunden ungelöste Konflikte gibt und es keine Flucht- und Ausweichmöglichkeit innerhalb des Hauses gibt. Wenn es dann plötzlich zwischen den beiden Hunden richtig knallt, weil die Konflikte nicht mehr gedeckelt werden können, ist die Verwunderung über die vermeintlich plötzlich gekippte Stimmung groß. 

Ich würde bei sämtlichen Abweichungen vom Normalverhalten zwischen zwei nicht verwandten Hunden (wie oben geschildert) ein sehr wachsames Auge auf die Hunde haben und die Situationen managen. Deine Deutung des Verhaltens ist innerhalb eines Wurfes normal, aber nicht bei der Interaktion von nicht verwandten Hunden in diesem Alter. Eine solche vermenschlichende Sicht auf Verhaltensweisen von Hunden kann böse ins Auge gehen.

Kommentar von PlueschTiger ,

unser ersthund ist 1 Jahr und 10 Monate alt und unser Welpe 4 Monate

Ich bin kein Mathe Genie, wohl eher eine niete, aber zwischen 22 Monaten und 10 ist ein großer unterschied. und der Welpe ist 4 Monate, eine Differenz von 18 Monaten!

Deine Deutung des Verhaltens ist innerhalb eines Wurfes normal, aber nicht bei der Interaktion von nicht verwandten Hunden in diesem Alter. Eine solche vermenschlichende Sicht auf Verhaltensweisen von Hunden kann böse ins Auge gehen.

Das es ins Auge gehen kann streite ich nicht ab, da magst du recht haben. Doch mit dem Rest der aussage liegst du auf nicht richtig. Es ist mehrfach dokumentiert das selbst Löwinnen Antilopen Kitze Adoptieren. In dieser zeit jagen Löwinnen auch nicht, allerdings überleben die Kitze nie sehr lange weil sie Opfer von anderen werden. zugegeben in den Dokumentierten Fällen war nicht selten ein Schicksalsschlag der Auslöser, doch Löwinnen sind nicht die einzigen Dokumentierten fälle. Ähnliche Fälle gibt es auch Zwischen Katze und Hund, sogar zwischen Hund und Rabe glaube.

Da Hunde, wenn ich mich nicht irre um das alter von 2 Jahren Geschlechtsreif werden, wäre auch deine Alters Argumentation nicht zutreffend. In Alter von 22 Monaten sollte die Hündin sicher genug Instinkt haben um so zu Handeln.

Kommentar von Naninja ,

Dass der Hund nicht 10, sondern 18 Monate alt ist, habe ich in der Tat überlesen. Davon, dass der Hund in diesem Alter geistig ausgereift ist, würde ich nicht zwangsläufig ausgehen, ist in diesem Fall aber auch zweitrangig.

Es ändert für mich trotzdem nichts daran, dass ich Deine Deutung aus meiner Erfahrung heraus und den vorgenannten Gründen für nicht zutreffend halte.

Zu den Dokus: Hunde sind weder Antilopen noch Löwen. Es mag das menschliche Herz anrühren, wenn solche Geschichten über den Bildschirm flimmern. Mit der Motivation eines Hundes haben solche Disney- Dokus aber absolut nichts zu tun.

Was die Raben betrifft: Du meinst vermutlich Wölfe. Sie gehören neben Hunden zu den wenigen Tieren, die Sozialpartnerschaften mit Artfremden eingehen. Bloch und B. Heinrich haben dazu Studien veröffentlich. Aber auch das hat nichts mit "Schicksalsschlägen", "Adoptionen" & Co zu tun. Nicht böse gemeint, aber Du denkst viel zu menschlich.

Kommentar von PlueschTiger ,

Dass der Hund nicht 10, sondern 18 Monate alt ist, habe ich in der Tat überlesen.

22 Monate! (1 Jahr = 12 + 10 = 22 Monate)

Was die Raben betrifft: Du meinst vermutlich Wölfe.

Ich meine ein Haustier und ein Vogel. Daher scheidet ein Wolf schon mal aus.

Zu den Dokus: Hunde sind weder Antilopen noch Löwen. Es mag das menschliche Herz anrühren, wenn solche Geschichten über den Bildschirm flimmern. Mit der Motivation eines Hundes haben solche Disney- Dokus aber absolut nichts zu tun.

Naninja, ich bin kein kleiner Welpe. Mir ist klar das die Welt nicht Disneyland ist. Was jetzt die Motivation in den interspezies fällen ist, ist mal nebensächlich. In dem Fall ist es aber eine Spezies interne Sache, Hündin+Welpe.

Nichts für ungut aber ich habe hier über PN schon erlebt was ein Babybauch bei unter Menschen anrichten kann. In dem Fall hat die zukünftige Schwiegermutter das Kind als ihres beansprucht und die Mutter des Kindes mit einem Nudelholz fast Tot geschlagen, als die ihr klar machen wollte das sie selbst die Mutter ist und sie die Oma. Die Vergangenheit war in dem Fall wohl die Ursache, doch das konnte nicht mal der Partner der Frau ahnen, das es geheimisse gibt von den niemand der Kinder was ahnte. Bedenke wenn solch eine Tragödie bei Menschen, durch ein Baby ausgelöst werden können, ist es bei Tieren oder Hunden alle mal möglich das eine Hündin ein Fremden Welpen Akzeptiert und Adoptiert.

In dem Fall hat sich beim Familien Hund (Rüde) auch eine interessante Sache gezeigt, denn er hat sofort nachdem die Mutter mit Kind wieder zu hause waren die Beschützerrolle eingenommen, sogar gegen den Partner. Bei dem Baby war es ganz extrem, man musste ihn fast mit Gewalt zum Gassi gehen zwingen, da er sich nicht vom Kind entfernen wollte. Wenn er damit fertig war, war der erste Weg sofort zum Kind.

Für mich eine etwas seltsame Sache, gerade weil es ein Rüde ist. Sicher kann er auch die Partner Rolle eingenommen haben (die Frau für sich beansprucht), doch das ganze drum herum lässt mich da etwas Zweifeln. Es schien mehr als würde der Hund auf die Stimmung in der Beziehung reagieren und die Gefühle der Frau (Angst, Stress). Nicht nur das, selbst das Kind ca. 9 Monate (ab Befruchtung, Frühchen mit 6 Mon.) hat eine gewisse Bindung zum Hund aufgebaut. Mama nicht da oder Hund nicht in der nähe, Nahrungsverweigerung. Allein das zeigt schon das es auch zwischen domestizierten Tieren und Menschen gewisse Beziehungen geben kann.

Kommentar von Naninja ,

Sorry, aber Deine Vergleiche sind mir zu wirr, zu vermenschlichend und zu weit vom Thema ab.

Kommentar von Pfauenlilie ,

Und genau das sagt man wenn einem die Argumente ausgehen ....

Kann mich der Meinung von Pluesch Tiger nur anschließen. Und noch ein kleines Geheimnis für Naninja, Tiere können denken und sind nicht nur Instinkt getrieben, ebenso besitzen sie soziale Kompetenzen (manche mehr, manche weniger).

Kommentar von Naninja ,

Dann geh doch mal mit gutem Beispiel voran versuch es selbst mit Argumenten anstatt mit unbelegten Behauptungen, Pfauenlilie.

Antwort
von HalloRossi, 45

Oh, das musst du dringend verbieten, das geht gar nicht! Dein Welpe möchte jetzt schwimmen lernen, sofern er es noch nicht kann und bekommt Angst wenn dein großer das macht. Es gibt auch Hunde, die versuchen das wenn das Frauchen schwimmen will! Ist eine derbe Unart!

Kommentar von MalinoisDogBlog ,

hahahahahahah

Antwort
von PlueschTiger, 9

Hallo lebasilili,

da es sich um ein Welpe und eine Hündin handelt, gehe ich davon aus das es Beschützer Instinkt war. Der Biss in den Nacken ist bei einigen arten vorhanden, auch Raubkatzen. Dabei beißen die Erwachsenen Tiere nur sehr schwach zu um sie zu tragen. Dieser Nackenbiss verursacht in dem Moment, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, eine Art starre damit die kleinen sich nicht wehren und nicht verletzt werden.

Es kann durchaus sein das sie den Welpen, ich sage mal Adoptiert hat, also Akzeptiert und angenommen. Das ablecken ist, denke ich, eigentlich eine Sache die sonst nur Mütter machen. Da der Erst Hund noch recht jung ist kann es sein das sie die Situation etwas zu gefährlich betrachtet hat und ihn unnötig aus dem Wasser "Gerettet" hat.

Gruß Plüsch Tiger

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