Frage von MalcolmX,

Wieso wurden Farbige nicht "aktzeptiert" ?

Hey Leute ,

hab wieder ne Frage ^^ . Wieso wurden früher Farbige ( schwarze Leute ) nicht Aktzeptiert ? Werden sie heute aktzeptiert ?

Hilfreichste Antwort von Romeako,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Weil sie einfach anders waren. Und die Europäer sahen wie sie in Afrika lebten, eben nicht so "zivilisiert". Deshalb meinten viele dass wenn einer nicht so "hoch entwickelt" lebt wie sie(europäer) dann können sie in gottes Augen auch nicht viel wert sein.Also meinten sie dass sie nur als Sklaven existierten. Natürlich haben sie diese Ausrede einfach benutzt um sie als Sklaven irgendwo hin bringen.

Und die Nazis mochten ja garniemanden der kein deutscher war.

Kommentar von Romeako,

Ob sie Akzeptiert werden hängt natürlich vom Menschen, aber gesetzlich gesehen sind in allen westlichen Ländern schwarze und weiße gleichberechtigt.

Kommentar von KHLange,

Ein Punkt wird oftmals nicht berücksichtigt. Gerade die Puritaner (evangelische Christen die sich in besonders strenger Weise auf Calvin und Zwingli beriefen), hatten ein extremes Bibelverständnis, das sich auch am Alten Testament festmachte. Hier gibt es die Geschichte, bei der sich Ham über seinen trunkenen Vater Noah lustig machte, was von seinen Brüdern Sem und Japhet missbillig wurde. Nach alttestamentarischem Verständnis, galt Sem als der Urvater der Semiten, Japhet als Urvater der Europäer. Ham aber als der der Kanaaniter, was erweitert wurde auf die Völker Afrikas. Noah verbannt die Nachkommen Hams als Sklaven von Sem und Japhet. Die puritanischen Prediger, sowohl im frühen Amerika als auch im frühen Südafrika hatten in diesem aus heutiger Sicht ethnologisch unhaltbaren Konstrukt, ein für die damalige Zeit, bei der die Menschen wenig mehr als die Bibel lasen und diese oft auch missverstanden, probates Argument, die Unterdrückung der Schwaren auch theologisch zu rechtfertigen. Der Geist Christi und der Apostel war dies nicht.

Kommentar von Romeako,

Hab ich ja eh "Ausrede" geschrieben. Aber trotzdem interessante Geschichte

Antwort von Quaicon,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wenn du irgendjemand malö den Grund findet warum manche Leute glaubne Rassisten werden zu müssen dann schreibt mir bitte ne EMail.... Ich werd sowas nie verstehen.. das ist unter jeglichem Niveau für einen Menschen... Soviel Intellekt und geistige Reife alles Leben zu akzeptieren und zu respektieren sollte man eigentlich von jedem erwarten können.... Egal ob es sich dabei um ein Tier oder Menschen handelt... Traurig und lächerlich sind wir geworden.... Habt ihr schonmal weisse Schafe gesehen wie sie schwarze SChafe verfolgen, verprügeln und sogar umbringen oder für Geld zum arbeiten verkaufen???????

Antwort von Wolli1960,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Im Prinzip sind diese Diskriminierungen so alt wie die Menschheit und auch nicht immer auf den Gegensatz weiß - farbig begrenzt. So waren ja die Germanen für die Römer allesamt Barbaren, die vernichtet oder versklavt werden mussten. Ähnlich war es bei der Besiedlung des amerikanischen Doppelkontinents durch Weiße, die Urbevölkerung wurden durchweg als Wilde abgestempelt. Mit der Kultur der unterworfenen Bevölkerung wurde nicht sehr pfleglich umgegangen.

Dies ging bis in philosophische Kreise hinein. So sagte z. B. Immanuel Kant: „Die Negers von Afrika haben von der Natur kein Gefühl, welches über das Läppische stiege.“

Antwort von osmond,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hi, die Bibel erlaubt Sklaverei. Es gab jahrhundertelang Sklavenhandel, bei dem vor allem Seefahrernationen prächtig verdienten. Die Sklaven aus Afrika waren zumeist, so wie auch die Aboriginies, die Eskimos, die Indianer, die Lappen/Samen - steinzeitnahe "primitive" Volksstämme. Sie wurden ausgerottet, unterdrückt, versklavt. Ein Sklave hat keine Rechte. Er ist rechtlos. Auch Deutsche waren nach 1945 rechtlos, wurden vertrieben, erschlagen, vergewaltigt. In den USA konnten sich die Farbigen erst in den späten 60er Jahren emanzipieren. Das Eheverbot zwischen Weißen und Farbigen wurde (16 Staaten) aufgehoben. Vorher gabs auch (und gerade) in den USAApartheid. Gruß Osmond
http://www.dieterwunderlich.de/rassendiskriminierung.htm

Kommentar von Nessily1991,

Hi, billigt die Bibel wirklich Sklaverei? Wwas ist mit dem Exodus? Immerhin waren die Israeliten jahrhunderte lang Sklaven der Ägypter bis Gott sie befreite. Und ist nicht jeder Mensch zum Ebenbild Gottes geschaffen? (Also zum Verwalter Gottes auf Erden?) Ich denke, es gab eine Menge Leute, die behaupteten, Sklaverei mit der Bibel rechtfertigen zu können. Es blieb allerdings bei polemisch und primitiv interpretierten Textstellen. Schließlich bot die Bibel letztendlich den Sklaven vor allem in den USA die Möglichkeit, ihre Lage zu erkennen und zu merken, dass sie dagegen einschreiten können.

Kommentar von osmond,

Hi, siehe bspw. 2. Moses 21 ff. Israelitische Sklaven (Diener, Knechte) wurden bevorzugt behandelt. Gruß Osmond

Kommentar von KHLange,

Nun, zumindest gibt es in der Bibel keinen direkten Aufruf zur Befreiung der Sklaven. Lest einmal den Brief des Paulus an Philemon!

Antwort von jospe,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

nicht nur im 3.reich während der nazi zeit. schon in den vergangenen jahrhunderten meinte der weiße, daß er etwas "besseres" sei, als z.b. der schwarze mensch. das nahm ihren anfang durch die eroberung und koloniealisierung des afrikanischen kontinents, als man die einheimische bevölkerung ausbeutete und unterdrückte. später - von westafrika aus - sogar die schwarzen männer und frauen als sklaven in die sog. "neue welt" verschacherte, die dann - insbesondere in den usa - die arbeiten verrichten mußten, für die sich die weißen zu fein waren. ein umschwung gab es erst durch den amerikanischen bürgerkrieg 1861-1865. trotzdem ergaben sich 100 jahre später in den usa immer wieder "rassenunruhen". der vorkämpfer martin luther king hatte den mut, sich in den südstaaten dagegen aufzulehnen und hat das im jahr 1968 mit seinem leben bezahlt. die zeiten haben sich insofern etwas geändert, daß heute zumindest in den usa und europa eine gewisse gleichberechtigung vorhanden ist. trotzdem: das kleinste vorkommnis kann wieder zu unruhen führen, ob in den usa - südafrika oder sonstwo auf der welt. es sollten alle gleich und ohne vorbehalt miteinander leben.

Antwort von Nessily1991,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Hi, auch gut zu erwähnen ist, dass die Diskriminierung der Schwarzen viele Motive, wie zum Beispiel Imperialismus (-> Sklaverei) oder auch scheinbare Wissenschaft hatte. Z. B. wurde die 'Minderwertigkeit' der schwarzen 'Rasse' damit begründet, dass diese dem Affen ähnlicher seien als dem Menschen. Dies wurde aufgrund der Schädelform angenommen und aufgrund dessen, dass Schwarze in Afrika nicht die gleiche Kultur besaßen wie die Weißen in Europa. Dazu kam eine ungemeine überheblichkeit vor allem der Europäer, die von sich behaupteten, sie seien die 'Herrscher' über alle anderen Lebewesen (-> Kolonialismus bzw. Versklavung). Dies bezieht sich vor allem auf die wilhelminische Zeit um 1850 bis 1919. Dass Schwarze inzwischen die gleichen Rechte haben, wie die Weißen hängt vor allem mit dem Mut zahlreicher Freiheitskämpfer, -theologen und anderen, die sich für eine Gleichhberechtigung einsetzten zusammen. Ein Beispiel hierfür sei Martin Luther King in den USA. Vor allem in den Südstaaten reichte die Sklaverei bis weit ins 19. Jahrhundert hinein. (Erst durch den Sezessionskrieg 1865 wurde die Sklaverei in den südamerikanischen Staaten abgeschafft, nachdem diese gegen Nordamerika verloren hatten und ihrer Verfassung einen entsprechenden Artikel hinzufügen mussten.) Inzwischen kann man sagen, dass zumindest rechtlich gesehen kein Unterschied mehr zwischen menschlichen Rassen gesehen werden darf. Denn Fakt ist, dass es Unterschiede gibt, allerdings darf man diesen keine Bewertung zuteil werden lassen. Es gibt allerdings immer wieder Fälle des Rassismus, bei denen Schwarze benachteiligt oder sogar aktiv angegriffen werden. (Auch in der Politik und generell im öffentlichen Leben.)

Hoffe, das hat dir geholfen ;-)

Antwort von xadama,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Der Mensch war immer ein gewalttätiges Tier. Das Recht des stärkeren sorgte dafür, das der schwächere dem Starken dienen mußte. Er war Sklave. In der Familie gab es meist den Ältesten, der die absolute Macht hatte. Im Konflikt der Familien (später Stämme und Nationen) gegeneinander wurde die Solidarität immer wichtiger. Im Verband hatte man größere Chancen der Sklaverei zu entgehen. Anfang wurden keine Unterschiede zwischen weisen und schwarzen Sklaven gemacht. Erst die Aufklärung im 17. Jahrhundert hat die Sklaverei geächtet. Galt dies vor allem für Menschen der eigenen Familie, Nation, wurde daraus ein prinzipielles Recht für alle Menschen. Theoretisch. Einfache Menschen machen hier aber Unterschiede. Für diese gilt immer noch das Recht des Stärkeren, das Sklaverei in bestimmten Formen erlaubt.
Weil sie sich als Angehöriger einer Kultur für überlegen und stärker halten, glauben sie, sie hätten mehr Rechte als diese. Dies gilt nicht nur für Weise. Jede Volk scheint ein noch niedrigeres Volk zu kennen, das man unterdrücken darf. Grundübel ist der Nationalismus, der Gesetze und Regeln, wie sie eine Mafiaorganisation hat, hervorbringt. Wenn Verbrecher/Abzocker einen Staat regieren, schaffen sie Gesetze und Regeln, die ihnen alles erlaubt und richtig erscheinen lässt.

Antwort von kimlara1998,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

ja werden sie früher waren das die nazis die schwarze nich akzeptiert haben.

Kommentar von problemuser,

die nazis hatten mit den schwarzen keine probleme... es gab ja kaum welche in deutschland...

in den usa hingegen wurden sie ja schon jahrhundertelang als sklaven gehalten (Stichwort: dreieckshandel), und wurden erst spät als "vollwertige" menschen anerkannt

Kommentar von KHLange,

zu problemuser: In der Tat, es gab ja kaum welche, aber die wenigen hatten es durchaus nicht leicht. In der ersten Zeit des NS-Staates war man noch zurückhaltend und belies es bei Verbalattacken (vgl. "Neger, Neger, Schornsteinfeger"), weil eine große Anzahl der Nazis von einer Rückkehr zu kolonialer Herrlichkeit träumte, da passte eine schlechte Behandlung von Schwarzafrikanern nicht so gut ins Bild. Später, als diese Hoffnung verflogen war, zeigte sich der ganze Rassismus der NSDAP von seiner hässlichen Fratze, so beendete ein Askari Lettow-Vorbecks, der sich freiwillig zur Wehrmacht melden wollte, sein patriotisches Leben für Deutschland im KZ Buchenwald.

Kommentar von osmond,

Hi, früher gabs so gut wie keine Schwarzen in D, in den USA wurden sie bis nach 1960 unterdrückt (Apartheid). In Südafrika, Rhodesien noch viel länger. Auch Engländer und Franzosen haben ihre "Schwarzen" unterdrückt (Kolonien). Am schlimmsten haben es die Belgier im Kongo getrieben (Privatbesitz von König Leopold). Schätzungsweise bis 25 Millionen Kongolesen verloren in den 23 Jahren belgischer Schreckensherrschaft (außer ihren abgehackten Händen)ihr Leben. lgO

http://de.wikipedia.org/wiki/Kongogr%C3%A4uel

Keine passende Antwort gefunden?

Weitere Fragen mit Antworten

Fragen Sie die Community