Wieso wurden Deutschland und Österreich nach dem 2. Weltkrieg voneinander getrennt?

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7 Antworten

Es gab auch mal von den Alliierten den Plan Deutschland in Nord und Süd aufzuteilen. In einem solchen Fall wäre Süddeutschland und Österreich zu einem Staat verschmolzen worden. Bayern, ausgenommen Franken, hätte recht gut zu Österreich gepaßt. Zu diesem Teilungsplan kam es indes auf Grund des OST-West-Gegensatzes, also des sich anbahnenden Kalten Krieges, nicht.

Eigentlich bedauerlich, das diese Option nicht realisiert wurde.

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Die Österreicher wollten es so, damit sie nicht in den Strudel des verlorenen Krieges gezogen wurden. Ist ja auch verständlich und hat geklappt.

Sie hatten der Welt vergessen gemacht, dass sie nach dem 1. Weltkrieg als Deutsch-Österreich (offizieller Name) den Anschluss gewollt hatten, den ihnen dann Adolf ermöglicht hat.

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Kommentar von Zuckerlilly
26.04.2016, 17:44

Da gab es sogar eine Volksabstimmung dazu und so steht es auch in allen Geschichtsbüchern geschrieben, also nichts mit: "Sie hatten der Welt vergessen gemacht,.... " 

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Nein, sind  sie nicht. Sie haben dieselbe Sprache, aber sind zwei verschiedene Länder. DAs waren sie vor 1938 und nach 1945 wieder.

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Deutschland und Österreich waren nur in der kurzen Periode zwischen 1938 und 1945 ein Staat. 

Und da der sogenannte Anschluss Österreichs von den Nazis durchgeführt wurde und Österreich vor 1938 mehrmals Anschlussverbote bestätigt und unterschrieben hat wurde das natürlich wieder rückgängig gemacht.

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Ja. Es war ein Land, allerdings gehörte Polen auch zu Deutschland. Genauso wie Frankreich und noch viele andere Länder.

Nur weil Deutschland diese Staaten erobert hat, dürfen wir diese doch nicht behalten. Vor dem Krieg war Österreich ja auch ein eigenes Land.

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Kommentar von SSSASSSA
26.04.2016, 17:18

Falsch! Die Länder haben auch risiege Teile von Deutschland eingenommen (bis heute) welche auch vor dem Krieg zu D.  gehört haben und vor dem ersten wk waren es noch mehr Ländereien die zu D. gehörten!Wurde alles "gestohlen"

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Österreich war bis zum Anschluss an Deutschland ein eigenständiger Staat. Insofern war es nur zwangsläufig, die Eigenständigkeit nach dem 2. Weltkrieg wiederherzustellen. Österreich hat mit Deutschland nichts zu tun, das ist spätestens seit dem preussisch-österreichischen Krieg von 1866 klar, bei dem es darum ging, wer im Deutschen Bund die Vorherrschaft haben soll oder überhaupt dazu gehören soll.

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Kommentar von Maxieu
26.04.2016, 21:35

"Österreich hat mit Deutschland nichts zu tun, das ist spätestens seit dem preussisch-österreichischen Krieg von 1866 klar..."

Na ganz so ist es nun doch nicht. Ohne ganz weit auszuholen:
Im 19. Jh. ist die großdeutsche Lösung an der Vielvölkerstruktur des Habsburger Reiches gescheitert.

Als dieses am Ende des Ersten Weltkrieges zerfallen war und Österreich praktisch nur noch aus den deutschsprachigen Teilen
bestand, wurde den Österreichern der Zusammenschluss mit Deutschland im Vertrag von Saint-Germain ebenso untersagt wie den Deutschen der Zusammenschluss mit Österreich im Vertrag von Versailles.

Vonseiten Österreichs gab es den erklärten Willen der Provisorischen Nationalversammlung von 1918 Teil einer "deutschen Republik" zu werden.

Auch das Projekt einer deutsch-österreichischen Zollunion 1930/31
spricht dafür, dass die Regierungen (und die Bevölkerungen) beider Länder ihr Verhältnis zueinander als ein besonderes betrachteten.
Auch diese Zollunion scheiterte am Widerstand der Siegermächte des 1. WK.

Der österreichische Wunsch nach Unabhängigkeit von Deutschland
ist erst im Lauf der 30-er Jahre stärker geworden. Vor 1933 waren alle größeren Parteien für den Zusammenschluss mit Deutschland,
auch die SPÖ.

Erst ab 1933 ist es zu einem Meinungsumschwung Richtung Selbständigkeit gekommen. Ob bis 1938 daraus tatsächlich eine Mehrheitsmeinung geworden ist, ist m. W. eine historisch offene Frage.

Man darf dabei nicht vergessen, dass Österreich ab 1934 auch kein demokratisch regiertes Land war und dass - neben vielem anderen -
die Frage der Sudetendeutschen die Österreicher mindestens so beschäftigt hat wie die Reichsdeutschen, da die deutsche Bevölkerung Böhmens und Mährens vor 1918 zur K.-u.-k.-Monarchie gehört hatte und nach 1918 zu Österreich hatte gehören wollen.
Es war nun offensichtlich, dass man mit dem Österreicher Hitler an der Spitze eines gemeinsamen Staates der Wiedervereinigung mit den sudetendeutschen Gebieten näher käme, als wenn beide Staaten getrennt voneinander agieren würden.  

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Aufgrund der "moskauer deklaration".


Auszug:

"Die in der Deklaration festgehaltene Formulierung war: Die Regierungen des Vereinigten Königreiches, der Sowjetunion und der Vereinigten Staaten von Amerika sind darin einer Meinung, dass Österreich, das erste freie Land, das der typischen Angriffspolitik Hitlers zum Opfer fallen sollte, von deutscher Herrschaft befreit werden soll."


Quelle

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