Frage von FragenVonLeo, 6

Wieso wurde nach der Bauernbefreiung 1807 mehr Fläche für Landwirtschaft genutzt, bzw durch Waldrodung verfügbar gemacht?

Ich hab hier im Geschichtsbuch stehen, dass einerseits die Bauernbefreiung von 1807 in Preußen und die Erfindung des fortschrittlicheren Mineraldüngers von Justus von Liebig in den 1840er Jahren zur steigenden Agrarnutzung beitrugen (bzw mehr Wald gerodet wurde)

Es geht in der Quintessenz um die Geschichte von Waldrodung in Deutschland.

Nur verstehe Ich nicht wie dies zustandekam? Was hat die Bauernbefreiuung damit zu tun? War den Bauern nach Ende der Leibeigenschaft erlaubt umzusiedeln, bzw neue Siedlungen zu gründen? Ich bitte um Hilfe.

Antwort
von agrabin, 3

Es ging darum mehr Menschen zu ernähren. Die Bevölkerung war von ca 15 Mio um 1700 auf ca. 25 Mio um 1800 angewachsen.

So weit ich weiß, hat es um 1800 keine größeren Waldrodungen gegeben. Wald stand damals schon unter einem besonderen Schutz.

Zusätzliches Acker- und Grünland wurde durch  Flächenverbesserungen (Melioration), hauptsächlich Entwässerungsmaßnahmen hinzugewonnen.

Die Steigerung der landwirtschaftlichen Erträge kann durch eine Flächenausdehnung oder eine Intensivierung der Nutzung erreicht werden. Das waren keine Maßnahmen, die einzelne Siedler leisten konnten, sondern sie wurden vom Staat getragen.

Kommentar von FragenVonLeo ,

Vielen, vielen Dank!

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