Wieso wollen so viele Menschen nicht in die Geschichte eingehen?

... komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Auch wenn die meisten in künftigen Geschichtsbüchern namentlich nicht erwähnt werden glaube ich, dass wir alle die Geschichte beeinflussen. Manche tun auf ihre Art schon viel, dass die Welt nach uns in - in unserer Umgebung - anders aussieht als vorher!

ich weiß nicht, ob ich die Frage richtige verstehe. Aber muss jede einzelne Birke, jeder Schmetterling oder jede Mikrobe einzeln erkennbar in die Geschichte eingehen, oder tun sie, und wir Menschen das nicht automatisch, im Sinne des großen ganzen Zusammenspiels der Energien und Entwicklungen im Kontinuum der Zeit?


Kommentar von Neutralis
28.04.2016, 23:59

Ja aber das ist passiv. Haben halt Glück, dass sie aus irgendetwas bestehen müssen um überhaupt zu leben.

0

Stell Dir mal den Geschichtsunterricht vor, wenn wir jeden Hinz und Kunz auswendig lernen müssten.... XD

Hätten wir dann noch Zeit, wirklich wichtiges in der Schule zu lernen?

Ich persönlich fand diesen Personenkult schon immer befremdlich. Was hat denn schon ein einzelner Mensch geleistet, wenn er die Gedanken vieler anderer zusammenstellt?

Tatsächlich ist es nämlich so, daß keiner der berühmten aus der Geschichte allein durch eigene Leistung berühmt wurde.

Es ist immer ein Werk vieler im Hintergrund, für das man halt 'ne Gallionsfigur braucht. Als Werbegag... ;)

warehouse14

Woraus schließt du denn DIESE Erkenntnis? In Bezug auf Verbrecher, egal ob Bankräuber oder Mörder, dürfte die Antwort offensichtlich sein. Ob der leider schon länger verstorbene Eddie Arent sich über eine immer noch vorhandene "Fangemeinde" freuen würde, kann man wohl zurecht annehmen. Ich sehe immer noch mit Rührung die Ankündigung seines bevorstehenden Todes UND den Dank Rudi Carells an sein Publikum vor meinem geistigen Auge.

Es gibt wohl Menschen die sich danach sehnen, mit EINER berühmten Tat in die Geschichtsbücher einzugehen.

Ich kann dem nichts abgewinnen. Nach meiner bescheidenen Meinung besteht ein gutes Leben aus der Summe der alltäglichen Kleinigkeiten, die man nach bestem Wissen und Gewissen so absolviert, dass man sich dafür nicht schämen muss. Wenn man in den Spiegel schauen kann ohne zu k*tzen, dann ist das schon eine ganze Menge.

Aber da ich unvollkommen bin ist es mir lieber, wenn die Welt mich nach meinem Tod möglichst schnell vergisst. Ich glaube nämlich, dass ich anderen Menschen (ungewollt) mehr Schmerzen als Freude bereitet habe.

Weil sich nicht jeder Mensch profilieren muss.

Wenn ich ein glückliches Leben führen kann ist doch alles gut. Was habe ich davon, wenn ich unglücklich gelebt habe und dafür tausende Menschen meinen Namen kennen?

Wer will überhaupt schon "eingehen" ?

Ich denke, weil es auch bedeutet, dass sie zu Lebzeiten logischerweise entscheidendes leisten müssen, was bedeutet, dass sie ständig/ immer in der Öffentlichkeit stehen müssen.

Eine andere Idee wäre, dass viele denken, man geht am ehesten mit etwas negativem/ schlimmen in die Geschichte ein...

Lies doch mal die Geschichtsbücher. Findest du da wirklich viele Happy Ends? Selbst das Leben der "positiv" wichtigen Personen hatte oft ein frühes und unschönes Ende.

Kommentar von Neutralis
28.04.2016, 23:58

Aber besser als nichts in seinem Leben gemacht zu haben, oder ? 

Ich meine schon klar. Sie tun was, sie arbeiten und bauen zwischenmenschliche Beziehungen auf, aber nach ~100 Jahren ist es so, als hätten sie nie existiert.

0

Was möchtest Du wissen?