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Wieso wird man bei der KfZ-Haftpflicht nach einem Schaden runtergestuft?

gefragt von KleineFrageKleineFrage am 24.03.2009 um 10:12 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich hatte letztes Jahr einen kleinen Unfall. Aus diesem ist ein Schaden für den Gegner von ~ 850 € entstanden, welcher von meiner Versicherung reguliert wurde.

Meine Versicherung teilt mir schriftlich mit, dass zum Zeitpunkt des Unfalles eine Rückzahlung bis zu einem Betrag von ~ 1200 € wirtschaftlich ist. Heißt das, dass es sinnvoller wäre, den Schaden über 850 € selbst zu regulieren, als ihn von der Versicherung regulieren zu lassen?

Ausserdem ergibt sich mir die Frage... wenn ich doch Jahrelang für eine Versicherung zahle und mal einen Schadenfall habe, warum werde ich dann zurückgestuft, wenn tatsächlich etwas passiert? Schließlich zahle ich doch für solche Fälle ein...? Versteht ihr, wie ich das meine...? Wenn ich nach einem Schadenfall wieder zurückgestuft werde (das sind bei meiner Versicherung 2 Schadenfreiheitsjahre -> also quasi von SF4 auf SF2), zahle ich ja automatisch wieder mehr... Dann habe ich doch quasi die Jahre zuvor umsonst gezahlt!?

Könnt ihr mir das erklären?

Viele Grüße udn Danke!


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anonym
beantwortet von alphonso am 24. März 2009 10:17
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Die Versicherungen leben nunmal davon, dass sie weniger auszahlen als einnehmen.


PeterA
beantwortet von PeterA am 24. März 2009 10:13
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selbst zu regulieren< kannst doch selbst ausrechnen.


anonym
beantwortet von clausrutan am 24. März 2009 10:20
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klar kann ich dir das erklären. Autofahrer die keine Unfälle bauen zahlen weniger Versicherung als solche die einen oder mehrere Unfälle bauen. Das System ist gerecht. Oder sollen die vorsichtigen Autofahrer für alle mitzahlen die es an jeder Ecke krachen lassen? Wenn du mal den niedrigsten Satz erreicht hast, dann hast du einen "Freischuss". Den musst du dir aber erst verdienen.

Kommentar von C857fa6ba465a7e2dbd0d6ec0c0d638bsmallKleineFrage am 24. März 2009 10:44

Ja, aber das ist genau das, was ich meine... Es geht mir auch nicht darum, dass irgendwer für irgendwen drauf zahlt, sondern darum, dass ich in den letzten paar Jahren ~ 3000 € an Versicherun bezahlt haben. Nun hab ich mal einen Schadenfall, der rund 1/3 des bereits eingezahlten Gesamtbetrages aufnimmt. Somit macht die versicherung 2/3 Gewinn und dafür darf ich dann nochmal drauf zahlen... Es geht mir auch nicht nur um mich, sondern um die allgemeine Sache für alle Autofahrer...

Kommentar von clausrutan am 24. März 2009 12:02

ich habe in 30 Jahren ca. 20.000 Euro Versichung bezahlt. Vor 25 jahren hatte ich einen Schaden von 600 Euro (bzw. 1200 DM). Eine Versicherung soll Risiken abdecken, da gibt es kein Recht auf Rückerstattung.

Kommentar von Ruedi am 24. März 2009 12:06

Du verstehst das Versicherungsprinzip nicht! Eine Versicherung ist kein Bankkonto, auf das man jahrelang einzahlt um es danach mit Zinsen für den Fall der Fälle abheben zu können. Eine Versicherung arbeitet nach dem Einer-für-alle-und-alle-für-einen-Prinzip. Alle zahlen in einen großen Topf ein, damit derjenige, der in finanzielle Not kommt, nach vertraglich festgelegten Bedingungen, die Hilfe aller erhält. Ihm also aus dem großen Pott geholfen wird. Da im Straßenverkehr aber die Unfallraten sehr hoch sind und in der Regel die Fahrer regelrecht schuld sind, bekommen "gute" Autofahrer nunmal rabatt. Das ganze macht erstrecht Sinn, wenn man überlegt, dass bei einem Autounfall auch mal Schaden entstehen kann, der über mehrere hundert tausende Euro hoch sein kann. Man bedenke die Schadensersatzforderungen wie Schmerzensgeld, Verdienstausfall etc., wenn der Geschädigte invalide wird.

PS: Das hier soll eine Antwort auf den Kommentar von "KleineFrage" sein.


anonym
beantwortet von anjanni am 24. März 2009 10:20
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Die Versicherung sagt, wenn Du einen Schaden bis 1200 Euro selbst übernimmst, ist es günstiger für Dich, das selbst zu bezahlen. Also kaufe den Schaden zurück, und Du wirst nicht höhergestuft.

Die Versicherungen gewähren Dir mit der Zeit einen Schadensfreiheitsrabatt. Dadurch wird die Versicherung günstiger. Und wie das so ist bei einem Rabatt, gelten dafür eben bestimmte Bedinungen. Du darfst weniger zahlen, je länger Du keinen Schaden hattest. Ist doch viel angenehmer, als wenn Du immer 100% zahlen müßtest, wie bei den meisten anderen Versicherungen auch - unabhängig davon, ob Du einen Schaden hattest oder nicht.

Also freu Dich, daß Du so lange günstig (sogar Jahr für Jahr günstiger) versichert warst...


tischbein
beantwortet von tischbein am 24. März 2009 10:31
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Du hast Deine Beiträge nicht umsonst gezahlt. Versicherung heißt: Viele zahlen in einen großen Topf ein. Schäden einzelner werden hiervon getragen, um einen persönlichen wirtschaftlichen nicht wieder gut zu machenden Schaden zu vermeiden. D.h. die große Gemeinschaft schafft eine persönliche Sicherheit für alle. Alle für einen, einer für alle. Durch den Unfallschaden hast Du der Gemeinschaft einen Schaden zugefügt. Das war aber nur ein "kleiner". Aber wäre Personenschaden passiert, könnte das locker in die Zigtausende gehen. Das wird dann von den "umsonst gezahlten Beiträgen" getragen.


Kommentar von B7abd7fa3af296e1febf6a1f18708807smallPepsiMaster am 24. März 2009 10:51

Schön zu lesen, dass es Leute gibt, die wirklich verstanden haben, worum es bei einer Versicherung wirklich geht.


anonym
beantwortet von Easyliving am 24. März 2009 10:16
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wirtschaftlich heißt dass es möglich ist einen betrg bis zu 1200 € zu zahlen. und mit der rückstufung, das ist halt so von denen. Steht in deinem Vertrag auch mit drin, manche versicherungen geben aber auch freiunfälle. Mein dad hatte jetzt einen freiunfall nachdem er 10 jahre unfallfrei war (den ich natürlich gleich ausgenutzt hab ;))


anonym
beantwortet von Trinchen2001 am 24. März 2009 10:29
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Eigentlich ganz simpel:

der Grundbeitrag beträgt 100% eigentlich müsstest du den jedes Jahr zahlen egal ob Schaden oder nicht. Aber da du ja der Versicherung ohne Schaden nichts kostest bekommst du auf deine Schadenfreiheit eine Belohnung = die Schadenfreiheitsklasse sinkt und damit auch dein beitrag

Wenn du nun einen schaden hast, dann kannst du die belohnung nicht mehr bekommen und wirst deshalb hochgestuft. hast du schon lange ein auto schadenfreiversichert dann wird dir die belohnung nicht komplett weggenommen sondern halt nur ein teil in deinem fall also von sf 4 auf 2 -> du sparst also immernoch ca. 10% vom grundbeitrag

wegens der rückzahlung das lohnt sich für dich wenn du es auf lange sicht betrachtest. du zahlst jetzt 850€ zurück und bleibst in diesem jahr in der sf 4 gehst im nächsten in die 5 usw - dein beitrag reduziert sich also weiterhin, kaufst du den schaden nicht zurück dann kommst du also wie du geschrieben hast in die sf 2 - zahlst also deutlich mehr beitrag, nächstes jahr kommst du dann in die 3 (statt5) und so setzt sich das viele jahre weiter fort und du zahlst diese jahre immer mehr wie es ohne schaden gewesen wäre, schlaue berechnungsprogramme haben dies für dich und dein auto ausgerechnet und sind da auf den betrag von 1200€ gekommen bis wohin es sich für dich lohnt den schaden zurück zu kaufen ...


jbinfo
beantwortet von jbinfo am 25. März 2009 23:49
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Das Ganze bedeutet einfach, wenn Du einen Schaden bis 1200,- Euro selbst bezahlst, wirst Du nicht höher gestuft.

Für diese Zahlung hast Du 6 Monate Zeit, auch in 6 Raten. Also monatlich 141,67 Euro bei 850 Schaden.

Dann behältst Du Deine SFR.


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