Wieso wird immer über arbeitslose so hergezogen ohne zu wissen welche möglichen psychischen probleme dahinter stecken könnten?

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10 Antworten

Die Ursache sind die völlig unterschiedlichen Lebensumstände.

Es ist für jeden Menschen sinnvoll, sich nicht solche Dinge zum persönlichen Problem zu machen, die man selbst durch nichts ändern kann.

Ein Arbeitsloser lernt recht schnell, daß das Leben durchaus ganz anders ist, als er es sich in der Zeit vorgestellt hatte, als er z. B. noch einen festen Job hatte, und er lernt auch, daß es da diverse Umstände gibt, die er nicht beeinflussen kann.

Wer aber einen festen Job hat und diesen für sicher hält, dem fehlt eine solche Erkenntnis, und demzufolge beurteilt er die Dinge ganz anders. Das Resultat ist dann oftmals, daß an Arbeitslose die Erwartung gestellt wird, u. a. auch quasi Sinnloses zu tun, nämlich alles mögliche, daß an den Gegebenheiten gar nichts ändert, aber Zeit und Energie kostet.

Arbeitslose sehen das zwangsläufig anders und stellen sich dann sehr oft gegen solche Begehren, was dann andere ihrerseits als Begründung verwenden, um über Arbeitslose herzuziehen.

Weitere Gründe spielen ebenfalls eine Rolle. Beispielsweise können sich in der privaten Umgebung (Mietwohnungsbereich) erhebliche Konflikte daraus ergeben, daß sich Arbeitslose gezwungenermaßen anders verhalten als solche, die einen festen Job oder ein sonstwie gesichertes ausreichendes Einkommen haben.

Das beginnt beim Heizverhalten, geht weiter mit dem Renovieren, macht sich auch beim Freundeskreis bemerkbar (Besuche, die mitunter auch lauter werden), usw. Dieses "etwas anders verhalten" ist dann ebenfalls geeignet, um Konflikte anschwellen zu lassen.

Selbst beim Kaufverhalten im Supermarkt entstehen unterschwellige Konflikte. Bei total knapper Kassenlage ist es fast zwangsläufig, daß der Letzte eines Monats (dann ist das Geld auf dem Konto) zum Tag des Haupteinkaufs wird, sehr zum Ärgernis solcher, die es als Zumutung empfinden, dadurch länger in der Schlange vor der Kasse zu stehen.

Ich selbst habe kein Problem mit Arbeitslosen. Ich habe sie überwiegend als nette Menschen kennengelernt, die lediglich andere Lebensumstände haben und deshalb vieles (meistens sogar zu Recht) anders bewerten.

Stattdessen empfinde ich solche Menschen als problematisch, die ihre Denkweise komplett irgend welchen Dünkeln unterworfen haben.

Meiner Ansicht nach sind die Leute viel zu verweichlicht. Psychische Krankheiten haben viele, das kommt und geht, doch deswegen kann man gefälligst doch arbeiten gehen.

Ich hatte auch Depressionen und habe das Gymnasium trotzdem als Klassenbester abgeschlossen und studiere jetzt trotzdem erfolgreich.

Ob man eine psychische Krankheit hat, kann man nicht beeinflussen, doch sehr wohl, wie man damit umgeht. Und solange keine massive psychische Krankheit vorliegt, die effektiv arbeitsunfähig macht, sehe ich auch nicht ein, wieso ich Mitleid haben sollte.

Meines Erachtens ist H4 das primäre Problem. Jeder bekommt Geld, ohne was zu tun, doch die ganzen RTL-Assi-Familien, die arbeiten nicht nicht, weil sie psychische Probleme haben, sondern weil sie dumm und faul sind.

Meines Erachtens ist es ganz einfach. Wer arbeitsunfähig ist, soll sich das bescheinigen lassen, um ALG zu kriegen. Wer arbeitsfähig und arbeitslos ist, soll sich einen Job suchen, Punkt. Dann muss er auch nicht mehr Angst haben, dass über ihn hergezogen wird.

Kommentar von seestern333
29.09.2016, 14:09

Herziehen ist trotzdem nicht ok, mein Guter

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Kommentar von seestern333
29.09.2016, 14:31

Hä, ich schaue genau nie RTL und das Ganze..Ist mir zu blöd. Bitte unterstell mir nichts. Und ich habe kein Wort zu Arbeitslosen geschrieben... Ich persönlich möchte einen Beruf erlernen, der mir gefällt und ich keinen Zwang spüre. Dabei ist mir egal was die anderen machen, ist letztendlich deren Sache. Bin nicht zuständig für diese. Ich meinte nur, dass Herziehen immer falsch ist. Kann immer verletzend sein, egal ob Arbeitsgeber oder Arbeitslos..

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Kommentar von verwirrtesmausi
29.09.2016, 15:54

und wenn es nicht genug freie Stellen gibt?

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Kommentar von seestern333
30.09.2016, 14:29

Und schon wieder Ausländer..Bitte seid einfach still. So macht "über etwas reden" null Spaß mehr. Lasst es einfach, danke.

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es können auch ganz andere Probleme dahinter stecken, wie Mobbing, Vetternwirtschaft o. ä.

Die Leute haben Vorurteile, und sie können damit nicht umgehen, wenn der Alltag anders aussieht als ihr eigener... bin auch grad arbeitslos und die anderen sind mir fast neidisch, weil ich nicht um 6 aufstehe... dass ich ihnen um einen fixen Arbeitsplatz neidisch bin, sehen sie nicht

Nur Dummschwätzer ziehen über Arbeitslose her, weil sie über den Arbeitsmarkt völlig uninformiert sind. Deshalb pauschalisieren sie und glauben, dass nur Faule arbeitslos seien. Das ist natürlich totaler Unfug!

Arbeitslos kann heutzutage jeder sehr schnell und völlig unverschuldet werden. Die weitaus überwiegende Mehrheit der Arbeitslosen sucht verzweifelt und händeringend nach einem Job. Ich bekomme fast täglich unaufgefordert Bewerbungen von Angehörigen aller sozialen Schichten vom ungelernten Arbeiter bis zum Akademiker.

Das kann ich nicht bestätigen.

Und wenn einer wirklich psychische Probleme hat, ist er im Großteil der Fälle krankgeschrieben.

Aber ich glaube zu wissen, was du meinst. Ich war selbst viele Jahre arbeitslos. Und das zehrte unwahrscheinlich an meiner Psyche, sprich Selbstwertgefühl - ohne dass ich deswegen zum Arzt gegangen wäre.

Trotzdem denke ich, dass das nicht die breite Masse ist, die unter psychischen Problemen leidet.

Ich kenne genügend Leute, die alles daran setzen, weiter Hartz 4-Empfänger zu bleiben.

ASber es gibt auch welche, die minderbezahlte Jobs annehmen, um von der Straße wegzukommen.

Weil sich viele  nicht mit ihrem eigenen Leben, ihren Problemen und Verhaltensweisen auseinandersetzen wollen. Also "kümmern" sie sich um Menschen, Angelegenheiten usw. die sie eigtl. überhaupt nichts angehen.

Es ist aber auch nicht richtig es so darzustellen als würden alle Arbeitslose angefeindet werden.....

Kommentar von TechnologKing68
29.09.2016, 14:08

Es geht mich schon was an, wenn ich sie mit meinen Steuern finanziere. Dann habe ich auch das Recht, genau hinzusehen.

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weil die meisten leute gerne pauschalisieren oder klischees anhängen. die macht der medien tut ihr übriges dazu. 


andererseits sind gerade "psychische erkrankungen" heutzutage zu einer art modeerkrankung geworden.. wohinter sich viele leute bequem verstecken können und auf staatskosten ein sorgloses leben führen können.


Kommentar von Mignon4
29.09.2016, 14:02

Häufig ist gerade die Arbeitslosigkeit URSACHE  der psychischen Erkrankung.

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Ich kenne niemanden, der pauschal über Arbeitslose herzieht.  

Weil Leute pauschalisieren, genau wie du gerade, indem du behauptest dass immer über alle Arbeitslosen hergezogen werde.

Weil man gerne pauschalisiert

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