Frage von LessThanThree, 82

Wieso wird es als Tierquälerei betrachtet, wenn man ein stark leidendes Tier nicht tötet, aber einen stark leidenden Menschen darf man nicht umbringen?

Ich meine nichtmal mit dessen Einwilligung. Bei Tieren wird genau das gefordert und beim Menschen ist es verboten?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Anduri87, 15

Du hast absolut recht.

Wir leben in einem Staat in denen man tödlich verletzte oder erkrankte Tiere durch Einschläferung von ihrem leid erlöst. Gleichzeitig lassen wir tausende Menschen die sich von ihrem Leid befreien möchten elendig in Hospizen verrecken weil ihnen der Staat in ihrem letzten Wunsch keine Hilfe leistet.

Daher bin ich persönlich auch für ein Sterbehilfegesetz nach Schweizer vorbild. Ärzte muss es gestattet werden dürfen chronisch Kranken und tödlich Erkrankten Menschen ein Rezept für eine tödliche Dosis Barbiturate auszustellen - somit wirkt der Arzt nicht selbst beim Suizid mit sondern stellt nur die benötigten Medikamente.

Somit können Menschen ihr Leben in Würde und im Beisein ihrer Familie ohne schmerzen beenden.

Mit der momentanen Gesetzeslage zwingen wir die Leute auf unsichere und schmerzhafte Art in Leben zu beenden.

Lg, Anduri87

Antwort
von Dichterseele, 27

Frag das mal die Politiker, die derartigen Unsinn verzapfen.

Menschenquälerei ist erlaubt - auch was den Umgang mit Kindern angeht:

Zum Jagen brauchst Du einen Jagdschein, zum Angeln einen Angelschein, zum Autofahren einen Führerschein - aber den Nachweis, dass er Kinder richtig erziehen kann, muss keiner erbringen...

Was dabei rauskommt, sind dann Ärzte, Juristen und Politiker, die keine klaren Wertvorstellungen haben und oft genug verhaltesgestört sind.

Kommentar von kunibertwahllos ,

Bravo einer der die Wurzel´s übel erkennt

Kommentar von Dichterseele ,

Danke, aber ich bin eine, die die Wurzel des Übels erkennt - und seit 40 Jahren vergeblich dafür plädiert, soziale Erziehung in die Curricula aller Schulen aufzunehmen und die Auszahlung von Elterngeld vom erfolgreichen Besuch eines Erziehungskurses abhängig zu machen. Ich hab sogar ein System entdeckt, an dem man alles im Leben orientieren kann - bloß interessiert's die Bildungspolitiker nicht...

Stattdessen werden Milliarden in den VW-Konzern gepumpt für überflüssige Entwicklungsarbeit an Motoren...

Kommentar von invictus0815 ,

@Dichterseele

:-) Hört sich ganz nach dem kommunistischen Konzept an, hat nicht geklappt, wird nicht klappen. So individuell Menschen sind, so individuell ihre Herkunft und Lebenssituation, desto individuell ist auch die Erziehungsmethodik. 

Ist auch gut so, denn den berühmten und geformten Einheitsmenschen wird es nicht geben. 

Ich möchte auf keinen Fall, dass die Schule meine Kinder über den Lehrauftrag hinaus erzieht, dafür bin ich zuständig. 

Gerade der Staat ist nicht in der Lage die Kinder zu erziehen, dass fängt mit Gender an, und hört mit dem Wahnwitz Multikulti auf. Wer seine Kinder in der Schule erziehen lassen möchte hat mit Verlaub, den Schuss nicht gehört. 

Ich bin für ein generelles Handy und Internetverbot für Kinder, dass wäre ein Schritt in die richtige Richtung und würde die Eltern in ihrer Erziehung stärken. 

Kommentar von Dichterseele ,

Sorry, invictus, aber Du denkst offenbar in herkömmlichen 08/15-Klischees, die ich mir nicht andichten lasse.

Es gibt Wertvorstellungen, die sich an den natürlichen Bedürfnissen der Menschen orientieren (ich habe die Kriterien erforscht) und somit auf die gesamte Menschheit zutreffen.

Das hat nichts mit ideologischen Klischees zu tun!

Desgleichen lässt sich wissenschaftlich darlegen, welche Konfliktlösungs-Strategien sinnvoll und langfristig erfolgreich sind.
Was heutzutage immernoch in Kinder- und vor allem Jugendmedien verbraten wird, ist Steinzeitdenken.

Und so, wie es keine Elektronik gäbe, wenn man nicht die Grundlagen der Mathematik und Physik in allgemeinbildenden Schulen lehrte, kann sich auch in der breiten Masse kein moralisch integres Verhalten herausbilden, wenn man nicht das Muster lehrt, nach dem uns die Natur gestrickt hat.

Das hat nichts mit Einheitsmenschen zu tun, denn was uns unterscheidet, das sind unsere speziellen Talente und Interessen, für die wir brennen, unsere Vorlieben und Wesensarten, die unseren persönlichen Charme ausmachen. Unsere Neurosen sind eher Störfaktoren im Umgang miteinander und Auslöser von Ungerechtigkeiten und Kriegen.

Aufklärung und gute Erziehung verhindert viel Leid und ermöglicht erst, dass Menschen ihre Individualität entfalten können.

Kommentar von Dichterseele ,

Erziehungsmethoden gehören reflektiert - sinnvolle bestehen vor allem nicht aus pauschalen Verboten!

Antwort
von sylvie82, 43

da fragst du die falsche. bin für sterbehilfe, sofern wirklich keine heilungschance mehr besteht und dies auch von mind. 2 ärzten bestätigt wird. menschen bekommen allerdings auch morphium zur schmerzlinderung.

Kommentar von ManuTheMaiar ,

bin für sterbehilfe

Schreib bitte noch dazu das man nur für Sterbehilfe sein kann wenn derjenige vorher gesagt ja wenn was ist dann will ich das so, Sterbehilfe kann, darf und sollte nur eine reine Zustimmungslösung sein

Antwort
von paranomaly, 15

Heute werden leider hauptsächlich Tiere noch als Sache ohne Bewusstsein angesehen. Sie werden damit einfach als etwas ganz weit unten, weit nach dem Menschen eingestuft. Denn der Mensch ist immer noch mehr wert als ein Tier, denn es ist ja nur ein Tier.

Kommentar von LessThanThree ,

hm? sehe ich in diesem Fall genau andersrum. Tiere dürfen erlöst werden, bloß der Mensch nicht - bzw. wenn doch, dann nur auf super schwierigen Umwegen, damit es im Bereich des Legalen bleibt.

Somit wird ein Tier ganz normal behandelt und der Mensch wie ein Stück Abfall.

Antwort
von Blume07, 8

Versteh ich auch nicht. Ich bin für Sterbehilfe. Jeder Hund wird besser behandelt  und eingeschläfert, wenn es keine Hoffnung mehr gibt.

Antwort
von atzef, 19

Das "stark leidende Tier" ist lange Zeit eine Sache gewesen und seine Tötung daher allenfalls Sachbeschädigung. Ferner hat das Tier keinen eigenen Willen und könnte ihn auch nicht artikulieren. Also projizieren Menschen ihr Mitleidsgefühl für ein "leidendes" Tier auf dieses und halten es für eine mildtätige Sache, ein "leidendes" Tier zu erlösen.

Menschen haben einen eigenen Willen. Die könnten sich dank effektiver Schmerzmittel auch selber auf den Standpunkt stellen, dass selbst "leidend" es ihnen besser gefällt, weiterzuleben. Maßt du dir dann an, diesen Menschen selbstherrlich und eindimensional als "leidend" zu qualifizieren und hegst die Ansicht, eine mildtätige Tat zu vollbringen, wenn du ihn vom Leben in den Tod beförderst, hält das unsere Rechtsordnung im Unterschied zu dir für einen vorsätzlichen Mord und könnte dich dafür lebenslang wegsperren.

Ist ein Leidender selber der Ansicht, er wolle freiwillig aus dem Leben scheiden, kann das aber nicht selber bewerkstelligen, so gibt es jetzt ja nun neue gesetzliche Erlaubnistatbestände, dass man (oder zumindest medizinisches Fachpersonal, so gut kenne ich mich mit dem Thema nicht aus) ihn bei der Selbsttötung unterstützen oder sie sogar für ihn ausführen darf.


Kommentar von LessThanThree ,

Was für ein Sadist...

Kommentar von atzef ,

Was und wen meinst du?

Antwort
von kunibertwahllos, 35

Tiere werden nicht die gleichen Rechte zugesprochen

Antwort
von nowka20, 8

der mensch hat estwas ewiges in sich, was aber KEIN tier hat

Kommentar von LessThanThree ,

hä? und was? das höre ich gerade zum ersten mal o.O

Kommentar von nowka20 ,

macht gar nichts.

der mensch ist ein ewiges geistwesen, ein "ich", das tier aber nicht

Kommentar von LessThanThree ,

mag sein... und das macht uns deshalb zu besseren lebewesen als tiere es sind?

Kommentar von nowka20 ,

nein, der mensch ist noch kein besseres lebewesen als ein tier, denn er macht noch immer nicht von seinen vollkommenen charakteranlagen gebrauch. 

(das wird aber höchste zeit.)

Antwort
von adenosi, 29

Wenn man Tieren den Gnadentod gewährt ihn aber Menschen verweigert dann ist das eine ziemlich Perverse Doppelmoral.

Nur Leute die ihr Handeln und die Konsequenzen kein bisschen hinterfragen und ein deren Beurteilung und Begründung von Richtig und Falsch vollkommen fehlt würden so etwas machen. Oh, und natürlich perverse Sadisten.

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Und was ist wenn den Mensch sich nie dazu geäußert hat ob er Sterbehelfe will, findest du etwa okay das dann andere entscheiden und ihn ermorden ?

Kommentar von adenosi ,

Wenn er einen irreversiblen Hirnschaden hat dann sollte er auch ohne Einverständnis sterbehilfe erhalten.

Wenn man dem Gesunden Menschen sein Ebenbild gegenüberstellt wie es nach dem Unfall ist, er kann nicht mehr Laufen, sein Verstand Funktioniert nicht mehr, sein Körper is deformiert, er ist schlicht und einfach nicht der Mensch der er war, seine Freundin verlässt ihn und er muss zusehen wie alle seine Ehemaligen Freunde ein normales leben leben.

Kein Mensch würde das wollen.

Wenn er aber wieder auf seine 100% kommen kann, also Geistig, dann bekommt er keine Sterbehilfe.

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Das ist deine Meinung aber die darfst du nicht anderen aufdrängen ich würde niemals abgeschaltet werden wollen und ich würde auch nicht wollen das jemand der so denke wie es einfach in die Hand nimmt

Kommentar von adenosi ,

Für dich ist Bevormundung also schlimmer als Folter?

Was ist wenn das Fehlt was das Leben überhaupt wertvoll gemacht hat?

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Für mich ist nicht mehr zu existieren schlimmer als noch irgendwie da zu sein ich will nicht weg sein

Antwort
von invictus0815, 21

Es ist nicht zuletzt eine ethische Frage, es gibt so viele Beispiele, in der die Sterbehilfe auch sehr negative Situationen auslöst. Hier nur ein Beispiel, denn es ist ein wirklich tiefgehendes Thema. 

Stell Dir vor, ein alter Mensch möchte bei aller Schmerzen nicht beschleunigt sterben, er klammert sich ans Leben. Vielleicht belastet er damit seine Familie die ihn pflegt. Was meinst Du was für ein Damoklesschwert über solchen Menschen schwebt? Sie hätten das Gefühl, ihrer Familie entgegenkommen zu müssen, damit diese nicht mehr so belastet wird. 

Oder vielleicht erwartet auch die Familie diesen Schritt so nach dem Motto, kann Opa nicht endlich die Entscheidung treffen? 

Antwort
von ManuTheMaiar, 23

Ich finde diese Sichtweise auch schlimm meiner Meinung nach sollte kein Mensch das Recht haben ein Tier einschläfern zu lassen

Sterbehilfe ist meiner Meinung nur okay wenn jemand das auch so gewollt hat kein anderer hat das Recht sich aufzuspielen jemand zu "erlösen" der nie gesagt gesagt hat er wollte das so sonst ist es Euthanasie und damit Mord ich will nicht wissen wie viele Morde an Schwerverletzten unter dem Deckmantel "es ist besser so" begangen werden um mich davor zu schützen habe ich mir Sicherheitshalber eine Patientenverfügung gemacht in der steht das ich alle Maschinen haben will die es gibt falls nötig und sämtliche Hirntodtests an mir verboten sind

Kommentar von adenosi ,

Wenn du wirklich diese Verfügung gemacht hast wirst du dich verfluchen falls du dann wirklich gefangen im eigenen Körper befindest nach einem Unfall.

Wenn du im Koma bist merkst du es Wahrscheinlich nicht einmal.

Wenn dein Verstand oder dein Gehirn schaden genommen haben, dann kann ein Körper dir auch nicht mehr viel helfen.

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Meine Angst davor nicht mehr zu existieren ist viel größer als meine Angst von schweren Behinderungen außerdem habe ich noch einen Zwillingsbruder der mich über alles liebt und wir brauchen einander auch deswegen haben wir beide diese Verfügungen um uns einander zu bewahren

Ich würde ihm gerne eine Patientenvollmacht ausstellen aber das kann ich nicht weil wir 16 sind und jemand der in einer Vollmacht drinsteht 18 sein muss fürs erste muss es also so gehen

Antwort
von Pauli203, 27

Weil die Menschen am leben gelassen werden müssen weil es sonst Mord wäre, KP wieso man dass nicht machen sollte

Antwort
von JohnDoe1823, 5

Weil man durch leidende Menschen noch eine Menge Geld verdienen lässt....

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community