Frage von vicedry, 274

Wieso wird die Evolutionstheorie als komplett wahr angenommen und in den Schulen auch so gelehrt?

Dabei lässt die Evolutionstheorie wesentliche Lücken auf, z.B., wie lebendige Materie aus anorganische Materie entsteht.

Wenn es uns mit all der Technik und einem breiten Wissen in Molekularbiologie nicht möglich ist, aus anorganische Materie Leben entstehen zu lassen, wie soll dann das zufällig in einer komplett lebensfeindlichen Ursuppe entstehen?

Expertenantwort
von Agronom, Community-Experte für Biologie, 122

Die Entstehung von Leben ist nicht direkt Teil der Evolutionstheorie, sie bezieht sich im Wesentlichen auf die Artbildung und kann nur bedingt auch für eine mögliche Enstehung von Leben, im Sinne der chemischen Evlution, herhalten und wird auch in den Schulen nur als solche gelehrt. Für das, was sie erklären soll, ist sie die beste Erklärung die wir haben, ist bestens belegt und bisher gibt es keine haltbaren Widerlegungen.

Die Molekularbiologie hilft bei der Frage eher wenig, man weiß durch sie, dass alles Leben sehr wahrscheinlich einen gleichen Ursprung hat, mehr aber auch nicht.

Das Problem bei der Entstehung des Lebens ist, dass man Zeit und Ort nicht mehr absolut sicher nachvollziehen kann und damit auch nicht sicher die exakten Umweltbedingungen nachstellen kann. Experimente zu entsprechenden Theorien waren bisher relativ vielversprechend, aber es ist fraglich ob man den Entstehungsweg irgendwann mal gänzlich nachverfolgen und auch nachstellen kann.

Kommentar von mulano ,

Für das, was sie erklären soll, ist sie die beste Erklärung die wir
haben, ist bestens belegt und bisher gibt es keine haltbaren
Widerlegungen.

Dein Ernst? Ich nominiere dich hiermit für den deutschen Comedypreis.

Kommentar von Agronom ,

Wenn du meinst dir von einem Jesus-gläubigen Ingenieur und Kreationisten die Entstehung und Entwicklung des Lebens erklären zu lassen, kann ich dir auch nicht helfen, wer sich nur ein fertiges Produkt anschaut und daraus schließt es könne keine Entwicklung gegeben haben, ist einfach beschränkt. Wenn dir aber ein beliebiger akademischer Titel als Qualifikation reicht, solltest du dir mal schwer darüber Gedanken machen, wie es um dein kritisches Denken steht.

Expertenantwort
von DiegoderAeltere, Community-Experte für Biologie & Evolution, 56

Im Biologieunterricht an der Schule sollen grundlegende Kenntnisse über die belebte Natur vermittelt werden. Dazu gehört auch ihre Herkunft und Entstehung. Dass alle heutigen Arten durch eine gemeinsame Abstammung verbunden sind, ist in der Wissenschaft ebenso unstrittig wie dass dieser Prozess der Artbildung am besten durch die Darwinsche bzw. Synthetische Evolutionstheorie erklärt wird.

Ebenfalls werden Grundlagen über die Evolutionsgeschichte, also die konkrete Entwicklung des Lebens auf der Erde vermittelt. Dabei hält sich der Lehrplan an die Dinge, über die man mit an sehr gut Bescheid weiß oder die sehr weitreichende Folgen auf die Gegenwart haben. Wo Lücken und Unklarheiten bestehen, lässt sich auch schwer etwas für den Unterricht aufbereiten. Dass solche Wissenslücken bestehen, macht die bisherigen Erkenntnisse nicht obsolet.

Wenn es uns mit all der Technik und einem breiten Wissen in Molekularbiologie nicht möglich ist, aus anorganische Materie Leben entstehen zu lassen, wie soll dann das zufällig in einer komplett lebensfeindlichen Ursuppe entstehen?

Wir tun uns schwer, die Entstehung des Lebens zu reproduzieren, weil es sich dabei um einen langwierigen und komplexen Prozess handelt, über den wir an einigen Stellen nur wenig wissen. Aber du kannst nicht einfach verkennen, was bereits alles über die Entstehung von organischen Molekülen, Polymeren und Membranen oder die Eigenschaften von Protozellen und Ribozymen herausgefunden wurde und das alles als zufällig abtun. 

Übrigens geht die absolute Mehrheit der Wissenschaftler heute nicht davon aus, dass sich die Abiogenese in einer Ursuppe abgespielt hat, wie man jedem einigermaßen aktuellen Artikel über das Thema entnehmen könnte, wenn man sowas denn lesen würde.

Antwort
von OlliBjoern, 41

Die Biogenese ist eigentlich nicht Teil der Evolutionstheorie. Sie fällt eher in den Bereich der Chemie (oder auch Physik). Die Entstehung organischer Moleküle aus anorganischen Materialien. Übrigens kann man auch im Weltall oder in Meteoriten organische Stoffe nachweisen (auch Kometen sind Kandidaten für Organik).

Es ist ja auch immer zu bedenken, welch riesige Zeitspannen wir da betrachten, ein Wissenschaftler kann (aus nachvollziehbaren Gründen) ja kein Experiment eine Million Jahre laufen lassen. Wenn wir das "in Zeitraffer" machen könnten (Konjunktiv), wäre das natürlich interessant.

In scheinbar "komplett lebensfeindlichen" Brühen können wir auch heute Leben beobachten. z.B. Schwefelbakterien, oder die vielen Kleinlebewesen, die in der Näher der "black smoker" beobachtet wurden. Vulkanismus war in der frühen Phase der Erde sicher noch häufiger als heute, was eine Energiequelle darstellt.

Antwort
von Hamburger02, 80

Weil sie durch tausende von Beobachtungen immer wieder bestätigt  und durch keine einzige widerlegt wurde, während es für alle anderen vorgeschlagenen Alternativen keinen einzigen wissenschaftlichen Beleg gibt. So einfach ist das.

Die einzigen Argumente, die gegen die Evolutionstheorie vorgebracht werden, lassen sich zusammen fassen als: "Ich kann es mir nicht vorstellen oder so steht das nicht in der Bibel." Mehr Substanz ist beim besten Willen bei keinem einzigen Gegenargument gegen die ET herauszuziehen.

Kommentar von mulano ,

Deine Beobachtungen klingen ein bisschen wie
"Ich mach' mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt ...."

Kommentar von mulano ,

Hier eine kleine Denksportaufgabe
https://bruderhand.de/traktate/evangelistisch/2080/was-darwin-noch-nicht-wissen-...

Auf Download klicken dann kannst du dir das alles durchlesen. Es gibt natürlich noch viel mehr Beweise gegen die Evolution das ist nur eine kleine Kostprobe.

Kommentar von Agronom ,

Disqualifizierendes Zitat aus deinem angeblich wissenschaftlichen Werk, nur ein weiterer trauriger religiös motivierter Versuch gegen faktenbasierte Wissenschaft zu hetzen.

Jede Welt- oder Lebensentstehungstheorie, in der Jesus nicht als Quelle und Urgrund des Lebens erwähnt wird, ist so - mit ein totes Gebilde, das an dem Felsen Jesus zwangsläufig zerschellen muss. Die Evolution ist somit einer der größten Irrtümer der Weltgeschichte und hat Millionen von Menschen in den Abgrund des Unglaubens gerissen. Was viele Zeitgenossen leider nicht bedenken: Dem Abgrund des Unglaubens folgt jenseits der Todesmarke der Abgrund der ewigen Verlorenheit (Hölle). Der eigentliche Denknotstand unserer Welt ist, dass dem wirklichen Urheber aller Dinge nicht mit Leitartikeln „Danke, Jesus!“gehuldigt wird.
Kommentar von Hamburger02 ,

Die URL verrät mir schon alles: da handelt es sich um ein Traktat (religiöse Propagandaschrift) und keinesfalls um eine wissenschaftliche Abhandlung. Die gibt es in der Tat keine einzige gegen die Evolution. Sowas zur Volksverdummung lese ich erst gar nicht mehr.

Als vor vielen Jahren Kreationisten versuchten, den Kreationismus anstatt der Evolutionstheorie als Unterrichtsfach in den Schulen aufzunehmen, klagten sie bis vors oberste amerikanische Gericht. Dort musste der Vertreter der Kreationisten unter Eid zugeben, dass es in der Tat keinen einzigen wissenschfatlichen Beweis für den Kreatonismus gäbe. Die Klage wurde abgewiesen.


Kommentar von mulano ,

Sowas zur Volksverdummung lese ich erst gar nicht mehr. 

Achso, du liest also nur das was deine eigene Meinung bestätigt.
Wie schon gesagt "Ich mach mir die Welt...."

Dabei werden dort alle deine Argumente widerlegt, aber wenn du dich der Realität nicht stellen willst kann ich dir auch nicht weiterhelfen.

Typischer Fall von Realitätsverweigerung.

Kommentar von mulano ,

Die URL verrät mir schon alles: da handelt es sich um ein Traktat
(religiöse Propagandaschrift) und keinesfalls um eine wissenschaftliche
Abhandlung.

Da täuscht du dich auch bibelgläubige Menschen können wissenschaftlich denken, sogar noch mehr als die Atheisten denen durch die Evolutionsreligion scheinbar die Sinne vernebelt wurden.

Kommentar von Hamburger02 ,

"pseudowissenschaftlich" wäre treffender.

Die Quelle sagt über sich selber: "Traktate dienen missionarischen Zwecken...".

Sag ich doch, Propaganda und keine Wissenschaft.

Kommentar von Hamburger02 ,

Seit über 70 Jahren wird ständig der selbe Blödsinn mit ähnlichen Argumenten verbreitet. Irgendwann wirds einfach nur langweilig.

Kommentar von Hamburger02 ,

Das genau macht Glauben.

In der Wissenschaft zählen da nur reproduzierbare Messungen und Beobachtungen. Damit wird die Theorie mit der Wirklichkeit verglichen und wenn sie übereinstimmen, ist alles gut. Beobachtungen der Wirklichkeit bestätigen aber nun mal seit hunderten von Jahren die Evolutionstheorie, während es keine einzige reproduizerbare Beobachtung gibt, die dagegen spricht. Wenn doch, nenne sie bitte.

Die einzige Beobachtung, die aus der Richtung beliebig reproduzierbar ist, ist die Wiederholung von Unwahrheiten und der Demonstration mangelnden Vorstellungsvermögens.

Antwort
von OnkelSchorsch, 75

Die Evolution ist eine Tatsache.

Die Evolutionstheorie erklärt, wie nach aktuellem Wissensstand Evolution abläuft, funlktioniert. Dieses aktuelle Wissen befindet sich, wie alle Wissenschaft, in stetem Wandel, abhängig vom aktuellen Forschungsstand.

Evolution ist eine "Theorie" wie Newtons Gravitationstheorie. Es ist völlig egal, ob jemand daran glaubt oder nicht, denn so wie Evolution existiert, auch wenn jemand nicht an sie glauben mag, so existiert auch Graviotation unabhängig von jemandes  Glauben - wenn jemand, der nicht an Gravitation glaubt, vom Dach eines Hochhauses springt, wird er nicht fliegen, sondern unten aufklatschen.

Chemische Evolution ist übrigens nicht Bestandteil der Evolutionstheorie. Wie Leben entsteht, ist keine Frage der Evolution, insöfern ist dein Einwand gegenstandslos. Allerdings wird selbstverständlich auch auf diesem Gebiet geforscht.

Hier einige Seiten mit Infos dazu:

https://de.wikipedia.org/wiki/Chemische\_Evolution

http://www.martin-neukamm.de/leben.html

http://www.planet-wissen.de/natur/forschung/entstehung\_des\_lebens/

https://www.welt.de/wissenschaft/weltraum/article135221297/Wie-das-Leben-auf-der...


Antwort
von Susanne88, 55

Deine Frage unterstellt schon Unrichtiges: "Wieso wird die Evolutionstheorie als komplett wahr angenommen..." Es gibt in der Naturwissenschaft keine "kompletten" Wahrheiten. Jede naturwissenschaftliche Aussage gilt nur solange, bis sie widerlegt oder verbessert (verbessert im Sinne von besser belegt oder erweitert) wird.

Die Aussagen der EVT ist bisher nicht widerlegt.

"Dabei lässt die Evolutionstheorie wesentliche Lücken auf, z.B., wie lebendige Materie aus anorganische Materie entsteht." Das ist nicht Bestandteil der EVT. Siehe etwa als Übersicht: https://de.wikipedia.org/wiki/Entstehung_des_Lebens

"Wenn es uns mit all der Technik und einem breiten Wissen in Molekularbiologie nicht möglich ist, aus anorganische Materie Leben entstehen zu lassen..." Was soll dieses aussagen? Dass wir die Endstufe allen Wissens erreicht haben, was wir jetzt nicht können, können wir nie? Wenn wir jetzt kein Leben erzeugen können, dann kann grundsätzlich, nie und nimmer, Leben von uns erzeugt werden?

"...wie soll dann das zufällig..." Zufällig? Welche Wissenschaft behauptet dies denn?

"....in einer komplett lebensfeindlichen Ursuppe entstehen?" "lebensfeindlich" Woher weißt du denn das nun wieder?

"Ursuppe entstehen?" Allein deine Frage läßt erkennen, dass du dich mit der EVT maximal oberflächlich beschäftigt hast. Als Anregung lies malhttps://de.wikipedia.org/wiki/Chemische_Evolutionn undhttps://de.wikipedia.org/wiki/Miller-Urey-Experimentt

Wenn du dies dann verstanden hast, kannst du ja die Frage mit diesem Hintergrundwissen nochmal stellen.

Antwort
von SlowPhil, 92

Es gibt einige Irrtümer über Theorien im Allgemeinen und die Evolutionstheorie:

Die Evolutionstheorie heiße »-theorie« und nicht »-fakt«, da sie eben »nur« eine Theorie, d.h. unbelegt sei.
Richtig ist: Die Evolutionstheorie heißt »-theorie«, weil es eben sehr wohl Belege gibt. Anderenfalls hieße sie »-hypothese«.
Unhaltbar ist vielmehr die Hypothese von der Konstanz der Arten, wie neben Fossilien vor allem Züchtung durch den Menschen klar vor Augen führen, aber auch auf unangenehme Weise klar wird, nämlich durch die Entwicklung von Resistenzen.

Die Evolutionstheorie erkläre die Entstehung von Leben überhaupt.
Tatsächlich beschreibt sie hauptsächlich die allmähliche Veränderung von Lebensformen in sich und aus anderen durch Mutation und Selektion, auf eine sehr plausible Weise.

Die Evolutionstheorie gehe von reinem Zufall aus.
Richtig ist: Auch die unbelebte Natur folgt keinesfalls dem reinen Zufallsprinzip, sondern bildet Strukturen und folgt Gesetzmäßigkeiten. Experimente haben zudem längst gezeigt, dass sich durch Gewitter in einer geeigneten anorganischen Atmosphäre spontan Aminosäuren und andere organische Moleküle bilden. Das beweist nicht, dass genau auf diese Weise die ersten organischen Moleküle auf der Urerde entstanden seien, zeigt aber, dass Ähnliches passiert sein kann.

Der Mensch hätte längst in der Lage sein müssen, Leben selbst technisch zu erzeugen.
Richtig ist, dass er Ähnliches gerade mal seit ein paar Jahrzehnten versucht. Die Erde war fast eine Milliarde Jahre vermutlich unbelebt (schon, weil es viel zu heiß war) und danach von ausschließlich einzelligen Lebewesen bevölkert.

Vielleicht habe ich noch einiges vergessen, aber ich vergesse nicht das Wichtigste:

Die Evolutionstheorie sei eine Alternative zum Glauben an Gott und die Erschaffung der Welt durch Gott oder stehe im Widerspruch dazu. Dies behaupten einhellig orthodoxe Atheisten wie Dawkins und die Kreationisten.
Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Wenn ich an Gott als Schöpfer glaube (was ich persönlich tue, dennoch komme ich mit Atheisten und erst recht mit Agnostikern besser klar als mit extrem religiösen Menschen), gebe ich mich gewiss nicht mit der Idee zufrieden, dass Gott meine Art erschaffen habe, ich jedoch letztlich ein Zufallsprodukt sei, nur weil ich auf natürliche, naturwissenschaftlich nachvollziehbare Weise zur Welt gebracht wurde. Ich sehe darin keinen Widerspruch zu dem Gedanken, dass ich selbst, nicht bloß meine Art, Geschöpf Gottes bin.
Kreationismus ist nicht Naturwissenschaft, auch nicht schlechte Naturwissenschaft, sondern vor allem schlechte Theologie.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Da hast Du leider die wissenschaftliche Bedeutung des Wortes "Theorie" nicht verstanden.

Kommentar von SlowPhil ,

Wieso ich?

Antwort
von DarkSepia, 37

Dabei lässt die Evolutionstheorie wesentliche Lücken auf, z.B., wie lebendige Materie aus anorganische Materie entsteht.

Eine Lücke ist keine falsche Aussage.

Wenn es uns mit all der Technik und einem breiten Wissen in
Molekularbiologie nicht möglich ist, aus anorganische Materie Leben
entstehen zu lassen, wie soll dann das zufällig in einer komplett
lebensfeindlichen Ursuppe entstehen?

Uns ist es auch nicht möglich, Planeten zu erzeugen, trotzdem können wir getrost annehmen, sie entstanden durch unintelligente, techniklose Prozesse. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Dass wir im Moment kein Leben erzeugen können mag daran liegen, dass die Bedingungen dafür sehr komplex und uns noch teilweise unbekannt sind. Das würde auch erklären, warum es so wenig Leben im Universum gibt: Weil es unwahrscheinlich ist!

Antwort
von danhof, 15

Der Staat ist bemüht, einigermaßen sekualar aufzutreten.

Deshalb lehrt man in der Schule eben die Theorie, die aufgrund von wiederholbaren Beobachtungen und Belegen am plausibelsten scheint. Wie mit schwarzen Löchern und dunkler Materie.

Wir waren ja auch alle nicht dabei. Vielleicht schließt das eine das andere nicht aus...

Antwort
von Mietzie, 110

Nur weil noch nicht alle Fragen wissenschaftlich erklärt werden können (wo bei gerade bei der Sache mit der Evolution echt viel bewiesen ist), heißt das ja nicht automatisch, dass dann alles falsch ist.

Im übrigen muss die Evolutionstheorie ja nicht gleichzeitig heißen, dass es keinen Gott gibt. Selbst die Katholische Kirche sieht keinen Widerspruch. Vielleicht ist der "Lebensfunke" ja genau das Göttliche, was wir (noch) nicht erklären können.

Antwort
von BurkeUndCo, 21

Weil es eben viele Beweise für die Evolutionstheorie gibt.

Es guibt keine andere Theorie zur Entstehung des Lebens, die auch nur näherungsweise gut abgesichert ist oder für die es logische Gründe und Beweise gibt.

Antwort
von blechkuebel, 90

"Dabei lässt die Evolutionstheorie wesentliche Lücken auf, z.B., wie lebendige Materie aus anorganische Materie entsteht"

Also mit dem Argument kritisierst du die Evolutionstheorie gar nicht wirklich. Sie versucht das nämlich gar nicht zu erklären. Du kannst nicht eine Theorie für etwas kritisieren, worüber sie keine Aussage macht.

Kommentar von mrauscher ,

Die Evolutionstheorie suggeriert in aller Munde, das Leben sei durch Zufall enstanden. Das ist es, was vicedry meinte. Es sind zwei Vorgänge, die unwahrscheinlich sind:

1. Das Leben durch Zufall ensteht, so wie es vicedry als "die wahre Lehre" verbreitet sieht. Dabei ist diese Lehre wohl eher eine Leere. Es kann nicht sein und darf daher auf keinen Fall als Fakt angenommen werden. Als Hypothese gern, die darf sich jeder stricken. Leben durch Zufall erfordert allerdings um Potenzen mehr an Glauben als die gesicherten Fakten, dass es einen oder viele Schöpfer gibt, auch wenn wir sie persönlich noch nicht gesehen haben.

2. Die Evolution als Prozess, dass aus einer einzigen Lebensform, also einer lebenden Zelle, alle Arten entstanden sind. Auch das ist eine Hypothse, die durch wirklich gar nichts bewiesen ist. Denn die Chromosomen in unseren Zellen, den Zellen der Tiere und Pflanzen sind sehr stabil und erlauben eine Fortpflanung nur innerhalb derselben Art. Das ist aber nur einer von tausenden Beweisen, dass die Schöpfung die Wahrheit ist und die Erfindung mit dem Zufall eine Flucht der Menschen vor der Wahrheit ist, denn sie müßten ja sonst einsehen, dass wir nicht allein im Universum sind!

Ich gebe aber Darwin recht, der erkannt hat, dass die Arten sich der Umgebung anpasssen (Galapagos Inseln). Darwin hat aber nie behauptet, Leben sei zufällig entstanden und auch nie behauptet, alles Leben käme aus einer Urform des Lebens, der ersten lebenden Zelle. Darwin glaubte an Gott und hat die Vielfalt der Arten erstaunlich gut und wissenschaftlich dokumentiert.

Kommentar von blechkuebel ,

Kannst du mir sagen, wo ich das vielleicht nachlesen kann, dass die Evolutionstheorie das suggeriert (wenn jetzt nicht spontan, ist nicht schlimm)? Natürlich reden viele so, als würde sie die Entstehung des Lebens an sich erklären, aber ich war bisher immer davon ausgegangen, dass das einfach auf einem Missverständnis beruht.

Wenn du das so unglaublich findest, dass Leben zufällig entsteht, dann müsstest du dieselbe Argumentation auf den Schöpfer oder die vielen Schöpfer anwenden, oder? So etwas kompliziertes wie einen Schöpfer oder mehrere Schöpfer kann nicht durch Zufall entstanden sein, also muss es einen Schöpfer der Schöpfer geben. Oder wie siehst du das? Und wo hört die Schöpferkette auf und warum?

Kommentar von mrauscher ,

Es ist jetzt nach Mitternacht und daher antworte ich nur kurz, aber morgen ausführlicher. Von Dir kommen starke Argumente und Fragen, die wirklich aus meiner Sicht jedenfalls sehr angebracht sind. Und meine Antworten, die ich darauf habe, oder hoffe zu haben, wären wieder sehr ausführlich. Aber nur ein Beispiel: Ich befasse mich von Kind an mit der elektromagnetischen Welle. Diese kann sich im freien Raum und im All fortbewegen und ist unsichtbar.


Dennoch erhalten wir über diese elktromagentische Welle wunderbare Bilder vom Mars, vom Pluto und über Hubble sogar Tiefen bis Hundertausende von Lichtjahren ins All hinein. Also weit über unsere Galaxie hinaus. Wir haben Bilder von Nachbargalaxien und manchmal habe ich den Eindruck, auch Bilder vom Rand unseres Universums, sofern es den gibt. Und damit kann man auch wiederum Dinge sichtbar / hörbar machen, die 13 Milliarden Jahre in der Vergangenheit liegen, da diese Geschehnisse uns ja erst jetzt erreichen. Also Ereignisse, die den Anfang unseres Universums bedeuten. Die Ewigkeit des Raumes können wir nicht begreifen. Die Ewigkeit der Zeit in die Vergangenheit können wir nicht begreifen, eher schon die Ewigkeit in die Zukunft. Wenn wir also als Menschen uns das nicht vorstellen können, weil es mit unserem Geist nicht vorstellbar ist, dürfen wir also durchaus annehmen, dass es Wesen gibt, die ähnlich wie die elektromagnetische Welle, für uns unsichtbar sind. Sie sind deutlich intelligenter als wir, also sie wissen mehr. Sie kennen uns und zwar jeden von uns und möglicherweise haben sie friedliche Absichten. Sie können sich die Ewigkeit in Raum und Zeit vorstellen und wenigstens einer von ihnen war schon immer da. Ist also frei und unabhängig von Raum und Zeit. Sicher ist aber eines: Es gibt die Warheit und da gibt es noch unendlich viel  zu forschen. Anzunehmen, das Leben sei Zufall, wäre ein Sackgasse, wenn man die anderen Möglichkeiten ausschließt. Gute Wissenschaftler werfen alle Möglichkeiten in die Waagschale und versuchen dann die Wahrheit zu finden.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Du redest so oft von "wir", dabei bist du es, der keine Ahnung hat.

Du musst ja auch keine Ahnung haben.

Aber wenn du keine Ahnung hast, solltest du dir keine Meinung bilden.
Und sie erst recht nicht rumposaunen.

Kommentar von Baoshan ,

Meine Güte, du hast aber auch gar nichts verstanden.

Kommentar von OnkelSchorsch ,

mrascher schrieb:

Die Evolutionstheorie suggeriert in aller Munde, das Leben sei durch Zufall enstanden

Nein, das tut sie nicht. Deine Behauptung ist falsch. Rede doch bitgte keinen Unsinn.

Kommentar von OlliBjoern ,

1. die Evolutionstheorie macht keine Aussage zur "Biogenese". Der gute Darwin war an den Fragen zur "Ursuppe" noch gar nicht interessiert, er interessierte sich vor allem für höhere Tiere und Pflanzen. Die Fragen der Biogenese kamen erst später auf, verstärkt durch das Miller-Urey-Experiment, das zeigen konnte, dass z.B. Aminosäuren und andere organische Verbindung durch Energiezufuhr aus einfachen Substanzen entstehen können.

2. es stimmt schon mal nicht, dass Fortpflanzung nur innerhalb derselben Art funktioniert. Sonst gäbe es keine Maultiere (Pferd und Esel sind verschiedene Arten). Außerdem vergisst du den Faktor Zeit (viele hunderte Generationen). Entwicklung passiert auch dann, wenn wir nur innerhalb einer Art bleiben. Warum sind denn heutige Menschen deutlich größer als noch zu Zeiten des Mittelalters?

Evolution ist nicht darauf angewiesen, dass Verpaarungen verschiedener Arten stattfinden. Die Artgrenze kann im Laufe vieler Generationen überschritten werden.

Homo sapiens hat sich (noch) nicht in verschiedene Arten getrennt. Uns gibt es aber noch nicht so furchtbar lange (global gesehen). Dennoch sehen wir Unterschiede, z.B. in der Hautfarbe, Anpassung an verschiedene Klimazonen. Oder Anpassung an verschiedene Ernährungssituationen (Laktosetoleranz oder auch nicht, je nach Umgebung).

3. die heutige Wissenschaft geht doch davon aus, dass wir nicht alleine im All sind. Warum sonst würde man z.B. Marsmissionen mit Messgeräten für Methan ausstatten? Dummerweise ist "Schepperelli" auf den Mars gescheppert statt sanft zu landen.

4. "Zufall"`? Die heutige Wissenschaft betont doch auch immer, dass gerade die Erde besonders gute Bedingungen für Leben bietet. Merkur ist viel zu heiß, Neptun viel zu kalt. Es gibt eine "habitable Zone", da liegt die Erde drin.

Solche Zonen gibt es aber auch bei anderen Sternen als der Sonne. Unsere Erde liegt in unserer Galaxis zum einen weit weg vom Zentrum, und zum anderen in einer sternarmen Zone. Beides ist günstig. Sternreiche Zonen sind ungünstig, weil ständig irgendwo in der Nähe eine Supernova hochgeht. Wir sehen das nur aus der Ferne. Zum Glück.

Antwort
von Dahika, 36

Wenn es uns mit all der Technik und einem breiten Wissen in Molekularbiologie nicht möglich ist,

Klar wird das möglich sein. Aber nicht in ein paar Wochen, sondern man braucht halt eine Milliarde Jahre. Ich weiß nicht, welche Firma oder welches Forschungsinstitut einem Forscher so lange Zeit lässt.

Was die Evolutionsgegner immer vergessen, ist die ZEIT.

Antwort
von Rationales, 78

Die meisten, die die Evolutionslehre zornig kritisieren, kennen diese nicht wirklich sondern haben sich bloß Vorurteile dagegen einreden lassen.

Die Kritiken der Evolutionslehre sind sehr abgedroschen, oberflächlich und unterstellerisch.

Kein Biologe behauptet z.B. daß "aus Zufall" sich irgendwelche Moleküle so gruppiert haben, daß dann ein munterer Hering im Wasser schwimmt.

Also, man sollte erst die Dinge fundiert kennen, bevor man sie schlechtredet.

Kommentar von vicedry ,

Nur was mir immer noch keiner beantworten konnte ist. wieso es noch niemand hinbekommen hat etwas lebendiges (sei es eine der einfachstenlebensformen, ob Bakterie oder andere einzeller) aus reiner organischen Materie zu produzieren. Obwohl wir alle technischen Möglichkeiten im Labor hätten. Wie kann dann sowas überhaupt entstehen auch wenn er unendlich viel zeit hätte, zufällig entstehen.

Kommentar von blechkuebel ,

Deine Einschätzung, dass wir "alle technischen Möglichkeiten" hätten, ist falsch. Eine Zelle ist z.B. ein sehr kompliziertes Gebilde, was man nicht einfach so nachbauen kann.

Kommentar von vicedry ,

eine Zelle ist allerdings ein sehr komplexes Gebilde umso schwieriger die Vorstellung das sich dieses ohne eine bestimmt richtungsangabe (ohne ziel) gebildet hat

Kommentar von danhof ,

In diesem Zusammenhang las ich letztens etwas sehr interessantes im Spektrum: Zellen beinhalten eine Art Kompass. Sie "wissen" also, WO sie sich im Körper befinden. "Ich bin im Herz" oder "Ich bin im Fuß". Das fand ich äußerst faszinierend.

Kommentar von mrauscher ,

Was Du da schreibst, ist äußerst oberflächlich. Aber Du philosophierst gegen die, die an die gesicherte Wahrheit glauben, dass alles Schöpfung ist. Du machst Dich über die Schöpfung lustig. Das ist Mangel an Wissen und Mangel an Argumenten. So einfach ist das nicht, auch wenn Du Dich "Rationales" nennst. Für die Evolution, und bitte befaß Du Dich mal mit dem Thema, gibt es keinen einzigen Beweis. Es bleibt, was das Wort schon sagt, eine Theorie. Die darf jeder für dich haben.

Kommentar von OnkelSchorsch ,

mrauscher, du weißt nicht, was eine "Theorie" in der Wissenschaft ist.

Kommentar von Rationales ,

@ mrauscher

Wenn Du etwas für "äußerst oberflächlich" hältst, ist das noch längst nicht so.

Man hört sehr oft irgendwelche Prediger (youtube etc.) gegen die Evolutionslehre polemisieren - auf peinlich niedrigem Niveau. Gläubige Schafe in den Bänken mag man damit beeindrucken können aber gegen einen Biologieprofessor käme ein Prediger nie an.

Die Prediger haben bei weitem nicht die bessere Lehre. Denn ihre Schöpfungsbehauptung ist ohne jegliche Beweise und die Schöpfungsmyten sind überaus einfältig - dem logischen Verstand ein Graus.

Selbstverständlich gibt es jede Menge Beweise für die Evolution. Daß Du sie nicht kennst, ist kein Gegenargument.

Kommentar von danhof ,

Schöpfung und Beweise dafür *gähn*

Selbstverständlich gibt es jede Menge Beweise für die Evolution

Belege meintest du sicher.

Für artübergreifende Entwicklung gibt es allerdinge noch nicht mal die :-)

Man hört sehr oft irgendwelche Prediger (youtube etc.) gegen die Evolutionslehre polemisieren

Ja, man hört auch bei Youtube von verbitterten Religionshassern wie Dawkins, die sich in ihrer blinden Wut Zeug zusammenreimen, das emotions- und nicht faktenbasiert ist. Sicherlich auch kein repräsentatives Bild des normalen Atheisten, das er damit abgibt.

Kommentar von sgn18blk ,

@mrauscher ich möchte Dich nicht persönlich angreifen, aber Du selbst solltest Dich erstmal mit der Evolutionstheorie (Evolution mit inbegriffen) befassen, bevor Du eine Aussage wie diese triffst -> "Für die Evolution gibt es keinen einzigen Beweis" Es bestehen zahlreiche Belege für Darwin's EVO http://bio-abi.de/evolution/belege-fur-die-evolutionstheorie/). Man muss nur fleißig genug sein, um auch fündig zu werden, es sei denn man akzeptiert diese nicht und läuft (Richtung Schöpfung) lieber der Wahrheit davon. Ich kann Dir sagen wieso Er (Rationales) sich über die Schöpfung lustig macht und nein, deshalb mangelt es Ihm nicht an Wissen. Die Schöpfung hat keinen wissenschaftlichen Ansatz, keine wirkliche Überlegung. Die Evolutionstheorie widerlegt die einfache Aussage "Adam und Eva waren die ersten Menschen" darin, dass man mehr als nur zwei Individuen einer Art benötigt um als Rasse fortzubestehen (Grundsatz für Evolution). Demnach haben Adam und Eva niemals existiert. Sie hätten auf längere Zeit nicht überlebt. Für den Arterhalt braucht man eine Mindestpopulation und die lautet nicht "2". Diese Anzahl der Population ist von Tier zu Tier anders und von vielen Faktoren abhängig. Daher wird die Schöpfung seitens der Wissenschaft als Lüge betrachtet und wenn man dies nicht akzeptieren kann, mangelt es demjenigen an Respekt. Kannst Du also Darwin's Evolutionstheorie nicht akzeptieren (die der Wahrheit entspricht), dann zeugt das von Arroganz und Missachtung (das ist wirklich nicht persönlich gemeint). Hättest Du Dich aber mit der Evolution ausreichend befasst, würdest Du das wissen.. daraus schließe ich, dass Du Dich kaum mit der Evolution beschäftigt hast.

Kommentar von danhof ,

Die Schöpfung hat keinen wissenschaftlichen Ansatz,

ENDLICH jemand, der das zugibt. Somit kann auch kein Christ Beweise liefern. Wir sind endlich einen Schritt weiter.

Ich kann Dir sagen wieso Er (Rationales) sich über die Schöpfung lustig macht und nein, deshalb mangelt es Ihm nicht an Wisse

Vielleicht nicht. Aber sich über andere Menschen und deren Glauben lustig zu machen, ist sicher auch keine gute Idee.

Für den Arterhalt braucht man eine Mindestpopulation und die lautet nicht "2"

Das heißt, damit Menschen sich fortpflanzen können, braucht man... sagen wir 1.000 Individuen? 1.000 Individuen, die alle zufällig durch einen "Ruck in der Evolution" gleichzeitig entstanden sind? Durch Mutation und Selektion?

Und Meerestiere, die auf die Idee kamen, an Land zu gehen? Mindestens zu Tausenden vermutlich. Und im Laufe der Zeit wachsen ihnen dann Lungen?

Nun, das wird man doch zumindest mal vorsichtig hinterfragen dürfen, ohne gleich angepflaumt zu werden, oder?

Antwort
von Andrastor, 86

wie lebendige Materie aus anorganische Materie entsteht.

Das konnte man bereits mehrfach in Experimenten nachstellen. Organische Bestandteile können sich unter den Vorraussetzungen welche die Ursuppe geboten hat, aus anorganischen Bestandteilen bilden.

Durch diese Experimente konnte man die Evolutionstheorie ein weiteres Mal belegen.

Und das ist der Grund warum sie auch in Schulen gelehrt wird: sie stimmt.

Kommentar von vicedry ,

Kannst du mir bitte Quellen zu deiner Aussage angeben?

Kommentar von Andrastor ,

https://de.wikipedia.org/wiki/Miller-Urey-Experiment

Bitteschön. Schon seit 1953 weiß man also dass die Entstehung organischer Bestandteile aus anorganischem Material möglich ist.

Kommentar von mulano ,

Bitteschön. Schon seit 1953 weiß man also dass die Entstehung organischer Bestandteile aus anorganischem Material möglich ist.

Da gibt es nur ein "kleines" Problem....

Am Anfang der Urzeugung stand laut den
Darwinisten die Ursuppe – jenes Meerwasser also in dem die zur Entstehung der
ersten Zelle notwendigen Bestandteile einzeln vorhanden waren, und sich dann
zufällig zu etwas Lebendigem zusammensetzen. Hier verweisen Evolutionisten
immer auf das Stanley Miller Experiment, das in keinem Schulbuch fehlen darf.

Obwohl der Versuch in allen
populärwissenschaftlichen Medien und Schulbücher als großer Erfolg für die
Evolutionstheorie gefeiert wurde, war er in Wahrheit für sie niederschmetternd.
Denn die zur Entstehung der DNA notwendigen Nucleoside entstanden überhaupt
nicht, bzw. ihr Anteil war unter der Nachweisbarkeitsgrenze.

Quelle: http://www.geistigenahrung.org/ftopic8996-52.html?

Kommentar von Andrastor ,

Kannst du auch selbst reden, oder nur nachplappern was andere vorgeben?

Was der/die VerfasserIn dieser lächerlichen Aussage vergisst, ist dass dieses Experiment bereits mehrere Male durchgeführt worden ist, mit denselben Ergebnissen: Es entstehen organische Bestandteile aus anorganischem Material.

Zusätzlich übersieht der/die Verfasser/in absichtlich dass das Experiment die Ursuppe in kleinstem Maßstab darstellt und wenn in einem Liter experimenteller Ursuppe der Anteil unter der Nachweisbargrenze wäre, wie sähe es dann in einem Ozean aus, der die gesamte Welt umspannt?

Allein die Aussage das die Nucleside nicht entstanden sein sollen ist eine Lüge, die der/die Autorin schon im nächsten Satz als solche entlarvt. Was denn jetzt? Entstanden sie gar nicht oder nur in geringen Mengen?

Das ist ein gewaltiger Unterschied! Denn wenn die Menge auch noch so gering war, ist das ein Beweis dass die Entstehung an sich möglich ist und genau darum ging es in dem Experiment.

Man sieht dass der/die Autorin keine Ahnung von wissenschaftlichem Arbeiten hat und nur seine/ihre Überzeugung mit Scheinargumenten verteidigen will.

Ich würde dir dringend raten künftig nicht weiter dem Bestätigungsfehler zu erliegen! Solche privaten Seiten, Blogs und Beiträge wie du sie zitiert und verlinkt hast, haben genau 0 Aussagekraft.

Kommentar von Franz1957 ,

Was denn jetzt?

Wenn man einen Stoff nicht nachweisen konnte, dann kann man eben nicht sagen, ob er mit empfindlicheren Analyseverfahren vielleicht doch zu finden wäre oder auch dann nicht. Es explizit offen zu lassen, ist logisch einwandfrei.

Kommentar von Andrastor ,

Aber man konnte den Stoff ja nachweisen, darum geht es mir in dieser Aussage.

Man kann nicht sagen dass er sich nicht gebildet hätte, wenn er doch genau das gemacht hat, nur eben in kleinem Maßstab.

Kommentar von Franz1957 ,

Aber man konnte den Stoff ja nachweisen

Steht das in einem anderen Text? Hier sehe ich diese Aussage nicht.

Kommentar von mulano ,

Zusätzlich übersieht der/die Verfasser/in absichtlich dass das
Experiment die Ursuppe in kleinstem Maßstab darstellt und wenn in einem
Liter experimenteller Ursuppe der Anteil unter der Nachweisbargrenze
wäre, wie sähe es dann in einem Ozean aus, der die gesamte Welt
umspannt?

Genau gleich. Denn bei mehr Ursuppe würde die Konzentration von Nucleoside (wenn sie den vorhanden wäre) in der Ursuppe gleichbleiben, was heißen soll das die evtl vorhandenen Nucleoside durch das mehr an Ursuppe im gleichen Verhältnis wieder verdünnt werden würde. Wenn man heutzutage einen Liter Chemikalie im Bodensee nachweisen kann sollte das mit dem Nachweis der Nucleoside kein Problem darstellen, es sei den sie ist nicht vorhanden.

Kommentar von Andrastor ,

Genau gleich.

Aben nicht. Was du hier nämlich übersiehst ist die natürliche Wirkung. Für das Experiment ist es wichtig dass elektrische Energie zugeführt wird und wo kommt in der Ursuppe elektrische Energie vor?

In Blitzen die ins Meer einschlagen.

Das bedeutet dass jeder Blitz der ins Meer einschlägt das Experiment wiederholt und die Bildung der Nucleoside erhöht. Wir haben damit eine gleichbleibende Menge an Meerwasser, aber eine immer weiter wachsende Menge an Nucleosiden.

Schätzwerten zufolge schlagen pro Sekunde 50 Blitze irgendwo auf der Welt ein. Da die Erdoberfläche aus 70% Wasser besteht, wären das in etwa 35 Einschläge ins Meer pro Sekunde, das sind 2100 Einschläge pro Minute, 126.000 Einschläge pro Stunde und 3.024.000 Einschläge pro Tag.

3 millionen Blitzeinschläge pro Tag und jeder einzelne setzt das Experiment neu in Gang und erzeugt weitere Nucleoside.

Gerundet 365 millionen Einschläge pro Jahr und jetzt rechne das mal auf die jahrmillionen die es gebraucht hat bis sich erste Zellen gebildet haben.

In all dieser Zeit wurde der Effekt des Experiments wieder und wieder und wieder "aktiviert" und die Ursuppe hat sich immer mehr und mehr mit reaktionsfreudigen Nucleosiden gefüllt.

Und wie oben bereits zitiert wurde, man hat nach dem Experiment Nucleoside gefunden, wenige aber doch.

Kommentar von mulano ,

Und wie oben bereits zitiert wurde, man hat nach dem Experiment Nucleoside gefunden, wenige aber doch.

Wo denn? Die Quelle bitte. Die Aussage das die Nucleoside unter der Nachweisbarkeitsgrenze waren bedeutet nicht das es welche gab. Es bedeutet nur das falls es welche gab das man sie mit modernsten wissenschaftlichen Methoden nicht finden konnte. Deshalb bleibt es vorläufig dabei das man KEINE Nucleoside gefunden hat und es ist davon auszugehen das sie einfach nicht erzeugt wurden.

Kommentar von Andrastor ,

Wikipedia:


Im Versuch entstehen nach einer gewissen Zeit organische Moleküle. Die Analyse des entstehenden Molekülgemisches wurde mittels Chromatographie durchgeführt.

http://www.spektrum.de/lexikon/biologie/miller-experiment/43091

Wenn das System über eine Woche lang unter den künstlichen Bedingungen
der Uratmosphäre gehalten wird, bildet sich in der wäßrigen Phase ein
komplexes Gemisch organischer Verbindungen, worunter sich auch eine Reihe von einfachen Fettsäuren, Zuckern und Aminosäuren befinden

http://www.chemgapedia.de/vsengine/vlu/vsc/de/ch/5/bc/vlus/evolution.vlu/Page/vs...


Am Ende des Versuches wurden eine Vielzahl an organischen Substanzen in der Flüssigkeit nachgewiesen. Darunter befanden sich
zahlreiche Aminosäuren, verschiedene Kohlenhydrate, Lipide sowie alle RNA-Basen (Adenin, Guanin, Cytosin, Uracil).

Fakt: Es haben sich organische Bestandteile gebildet, das Experiment war erfolgreich. Zufrieden?

Kommentar von mulano ,

Bin unzufrieden, da Frage nicht beantwortet. Setzen 6.

Kommentar von Andrastor ,

Natürlich bist du unzufrieden, denn alles was deiner Meinung widerspricht stimmt dich offensichtlich unzufrieden.

Aber ich will mal nicht so sein, ich gebe zu, ich habe den obigen Beitrag auf den ich mich berufen hatte, falsch gelesen oder falsch in Erinnerung gehabt, errare humanum est.

Nichts desto trotz war das Experiment ein Erfolg und wies nach dass derartige Bestandteile auf rein natürlichem Weg entstehen.

Kommentar von Andrastor ,

Was hast du auf Google eingegeben? "Urey-Miller Experiment widerlegt"? XD

Das Experiment ist bereits mehrfach nachgestellt worden, mit gleichem Ergebnis, organische Bestandteile bilden sich aus anorganischem Material.

Kommentar von mrauscher ,

Andrastor, Du irrst wieder. Wir reden nicht über anorganische Chemie. Wir reden über das Leben, also etwas, was keiner von uns versteht oder gar aus anorganischen Stoffen bilden könnte. Hat niemand geschaft, auch  nicht im Labor. Also verbreitest Du Unwahrheiten. Das solltest Du mit Vorsicht tun, da undurchdacht. Übrigens wird in den Schulen auch Religion gelehrt. Verpaßt?

Kommentar von Andrastor ,

Es geht hier nicht um plötzliches Leben aus anorganischen Bestandteilen, sondern aus Grundstoffen, welche das Leben ermöglichen können.

Das Leben verstehen wir inzwischen weitaus besser als dir offenbar bekannt ist, ich rate dir dazu deine Wissenslücken zu schließen.

Kommentar von Franz1957 ,

Organische Moleküle sind aber keine lebendige Materie.

Kommentar von Andrastor ,

Nein, aber die Vorraussetzung dafür!

Kommentar von Franz1957 ,

Genau so ist es. Man konnte also in Experimenten nachstellen, wie aus anorganischer Materie Stoffe entstehen, die eine Voraussetzung für lebendige Materie sind. Wie aus anorganischer Materie lebendige Materie entsteht, konnte man nicht nachstellen.

Kommentar von Andrastor ,

Wie aus anorganischer Materie lebendige Materie entsteht, konnte man nicht nachstellen.

Natürlich nicht. Du kannst nicht von A nach E springen und dabei B,C und D auslassen!

Kein Kieselstein wurde von heute auf morgen zu einer lebendigen Muschel.

Aber dass die Vorraussetzung von Leben aus anorganischem Material entstehen kann ist eine gewaltige Erkenntnis.

Kommentar von Franz1957 ,

Genau genommen natürlich nicht "die" Voraussetzung, aber immerhin eine. Und wenn diese Erkenntnis gewaltig ist, dann besteht auch gar kein Anlaß, sie noch größer machen zu wollen als sie ist.

Kommentar von Andrastor ,

Hat das jemand gemacht?

Kommentar von Franz1957 ,

Mir schien es so, als habe da jemand behauptet, der Sprung von A nach E sei bereits mehrfach in Experimenten gelungen...

Kommentar von Andrastor ,

Nein, gemeint war der Schritt von A nach B

Kommentar von danhof ,

Naja Schon. Du.

Durch diese Experimente konnte man die Evolutionstheorie ein weiteres Mal belegen.

Weil man also zwei Räder aufgestellt hat, ist bewiesen, dass sich 400 PS-Autos mit komplexen Motoren von selbst bauen können.

Wobei freilich Evolution nichts mit der ENTSTEHUNG des Lebens zu tun hat.

Antwort
von ThomasJNewton, 39

Da ist es wieder, das Zauberwort

zufällig

Gründe doch einfach ein Propadanda-Blog, oder beteilige sich an einem vorhandenen.

Was lebensfeindlich ist, entscheiden immer noch Lebewesen, und die sind nicht so kleinlich wie du.
Die "Ursuppe" wäre jedenfalls ein "gefundenes Fressen".
Für dich vielleicht etwas übelriechend, aber du bist nicht das Maß aller Dinge, dein Glaube erst recht nicht.

Antwort
von alexx183487, 92

Es ist die Wahrscheinlichste Theorie die existiert. Eine vollkommene Gewissheit werden wir wohl nie erlangen.

Kommentar von mrauscher ,

Falsch. Es ist die unwahrscheinlichste Theorie. Du mußt lange beten und Weihrauchkannen durch die Gegen schleppen, um an den Zufall zu glauben, der das Leben erfunden hätte. Wahrscheinlich ist, dass das Leben Produkt einer intelligenten Schöpfung ist. Das ist inzwischen wissenschaftlich untermauert.

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Das ist inzwischen wissenschaftlich untermauert.

Nein. Deine Behauptung entbehrt jeder Realität.

Kommentar von Susanne88 ,

Was ist das eigentlich für ein dauerndes Geschwafel, dass der Zufall das Leben erfunden hat?

Wer behauptet denn, das der Zufall (wie definierst du denn Zufall überhaupt?) irgendwas, und sei es "das Leben", erfunden hat?

Kommentar von DarkSepia ,

Und deshalb sollten wir Evolution an Schulen lehren. Die Schüler sollten wissen, dass die wichtigste Theorie in der Biologie nicht behauptet, biologische Systeme seien einfach durch Zufall entstanden.

Kommentar von alexx183487 ,

Falsch. Es ist die unwahrscheinlichste Theorie. Du mußt lange beten und Weihrauchkannen durch die Gegen schleppen, um an den Zufall zu glauben, der das Leben erfunden hätte. Wahrscheinlich ist, dass das Leben Produkt einer intelligenten Schöpfung ist. Das ist inzwischen wissenschaftlich untermauert.

Jeder Mensch kann seine Eigene Theorie erfinden (leider), weshalb es schon mal nicht die unwahrscheinlichste Theorie sein kann.

Und zu behaupten, dass etwas bereits wissenschaftlich untermauert ist, ohne dies auch zu belegen ist absolut lächerlich.

Es ist eine Möglichkeit, dass das Leben ein Produkt einer "Intelligenten Schöpfung" ist, dennoch bleibt dann die Frage wie diese entstanden ist, denn die war ja auch nicht einfach so da.

Dann kann man kaum wieder das gleiche argumentieren, dass die "Intelligente Schöpfung" von einer "Intelligenten Schöpfung" erschaffen wurde. 

Schlussendlich muss man von dieser Theorie ablassen und sich endlich mal was logisches überlegen, wie das Leben entstanden sein könnte (ob das leben auf dieser Welt oder einer anderen) und nicht so einen Schwachsinn philosophieren.

 

Antwort
von musicmaker201, 74

Weil für diese Theorie eine Vielzahl von Beweisen spricht. Wenn du wissen möchtest, wie selbstreplizierende Moleküle (und damit auch Leben) aus anorganischen Molekülen entstanden ist, solltest du dich mal in das Thema "Chemische Evolution" einlesen. Es gibt dort eine Vielzahl von Theorien, die allesamt sehr interessant sind.

Kommentar von mrauscher ,

Aber es bleiben Theorien. Die Schöpfung ist wahrscheinlich. Der Zufall kann so was nun mal nicht. Dafür gibt es Null Beweise.

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Offensichtlich ist dir nicht bekannt, was man in den Wissenschaften unter "Theorie" versteht, mrauscher. Da ich nicht dein Nachhilfelehrer bin, möchte ich dioch bitten, deine Wissenslücken selbst aufzufüllen. Das Netz bietet dir in ausreichendem Maße Möglichkeiten dazu.

Hier, weil ich ein netter Mensch bin, ein Link dazu:

http://scienceblogs.de/planeten/2008/04/07/was-ist-eine-theorie/

Kommentar von musicmaker201 ,

Natürlich sind es Theorien. Auch die Schöpfungstheorie ist eine Theorie. Mit dem Unterschied, dass die Evolutionstheorie durch zahlreiche Beweise gestützt wird.

Die Schöpfungstheorie, so wie sie in der Bibel steht, ist hingegen teilweise widerlegt. Die Erde ist nun mal älter als 6000 Jahre, so wie es die Bibel suggeriert. Und zwischen dem Entstehen der Erde und des Lebens, lagen auch mehr als 7 Tage.

Das Zufall kein Leben generieren kann, ist allein deine Meinung. Die darfst du ja auch gerne haben. Schließlich darf hier jeder glauben was er will.

Diskreditiere aber bitte nicht anerkannte Forschungsergebnisse. "Ist halt so" oder "kann ich mir nicht vorstellen" ist nun mal kein Beweis. Eine Studie an Zellkulturen, Finken oder auch am Menschen die reproduzierbar die Evolutionstheorie stützt, hingegen schon. 

 

Kommentar von BurkeUndCo ,

Nein, nicht Alles was sich "Theorie" nennt ist im wissenschaftlichen Sinne eine Theorie. Die Schöpfungstheorie ist wissenschaftlich keine Theorie, sondern ein Märchen.

Kommentar von danhof ,

Nein, kein Märchen, sondern ein Glaubenssatz.

Ich hoffe, dass der Unterschied klar ist. Sonst steht zu befürchten, dass auch bei der wissenschaftlichen Arbeit schnell fahrlässige Fehleinschätzungen vorkommen ;-)

Antwort
von sgn18blk, 73

Meines Wissens lehrt uns die Evolutionstheorie NICHT wie lebendige Materie aus toter (anorganischer) Materie entsteht.

Das weiß bis heute niemand zu 100% und ist immer noch Teil der Forschung. Lies Dir dazu den Wikipedia Artikel durch..

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Chemische_Evolution

Antwort
von Richard30, 67

Es ist nunmal die einzige Alternative zum Schöpfungsglauben, also bleibt quasi nix anderes übrig, wenn man eine externe Intelligenz die an der Entstehung des Lebens und er Arten beteiligt waren, katergorisch ablehnt.

Kommentar von danhof ,

Das sehe ich sogar ein.

Wissenschaft und Glaube schließen sich nicht aus, aber man darf sie nicht mischen. Sonst können wir aufhören zu forschen und einfach sagen "Gott war's".

Und das sage ich als gläubiger Christ.

Antwort
von thisgirl0, 56

Wenn man die Antwort nicht weiß, schiebt man es auf Gott.

Uuuund wir sind wieder im Mittelalter :3

Kommentar von sgn18blk ,

Der Lückenbüßer-Gott 😊

Kommentar von danhof ,

Bleibt anzumerken, dass kein Christ, den ich kenne, Gott als Lückenbüßer für irgendwas ansieht, was er/sie nicht versteht.

Das ist eine Unterstellung, die etwa auf gleichem Niveau rangiert wie "Evolutionstheorie ist nur eine Theorie"

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