Wieso wird an Weihnachten die Geburt Jesu gefeiert?

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14 Antworten

Das hat mit der Christianisierung zu tun. Um die heidnischen Religionen zu verdrängen, hatte die Kirche eine klare Strategie: heilige Plätze der Heiden mussten mit Kirchen überbaut werden, um das Heidentum dadurch zu verdrängen. Genauso wurden heidnische Feiertage durch christliche "überspielt". Eines der wichtigsten heidnischen Feste war immer die Wintersonnenwende, wenn das alte Jahr stirbt und das neue geboren wird.

Als von der Kirche das Weihnachtsfest festgelegt wurde, wurde daher ganeu der Tag der Wintersonnenwende genommen. Damals galt noch der julianische Kalender und bei dem fiel die Wintersonnenwende auf den 25. Dezember. Daher wurde dieses Datum für Weihgnachten festgelegt. Mit diversen Kalenderreformen verschob sich später die Wintersonnenwende auf den 21. Dezember, aber das einmal festgelegte Datum blieb.

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Der genaue Geburtstag von Jesus ist nicht bekannt. Er wurde von den Kirchenweisen auf den 25. Dez. festgelegt. Die Nacht auf den 25. ist die geweihte Nacht, in der wir Christen die Geburt feiern, daher "Weihnacht". Für Christen ist es ein hohes Fest, das sich in 2 Jahrtausenden in der ganzen Welt durchgesetzt hat.

Leider hat die heutige Konsumgesellschaft diesen christlichen Feiertag missbraucht, und aus dem christliche Fest der Nächstenliebe, wo man sich Weihnachtsgeschenke übergibt, zu einem Konsumrausch, einer Spaß- und Partynacht verkommen lassen, wo man sich nur schämen kann.

Friedliche Weihnachten allen Menschen. No war! Peace!

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Hab mal gelesen das es in antiken und frühmittelalterlichen Kulturen üblich war, an dem Tag der Wintersonnenwende Feste zu feiern, da ab dem Zeitpunkt vom 21./22. Dezember die Tage wieder länger werden. So das die Menschen mehr Sonne zu Gesicht bekamen. Sie hatten somit wieder mehr Lebensfreude auf die kommende Zeit.

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Im Jahreszyklus gibt es zwei besondere Tage, an denen Tag und Nacht gleich lang sind: Wintersonnwende und Sommersonnwende.

Dies waren in allen Kulturen schon immer wichtige Tage, weil man wusste: jetzt werden die Tage wieder länger, bzw. jetzt werden sie kürzer (war sehr wichtig für den Ackerbau,  Aussaat etc. zu wissen wo man im Jahr steckt)

So wurde auch fast überall an diesen Tagen Feste gefeiert (so nach dem Motto: "hurra, die Tage werden wieder länger, es geht gegen Frühling"), und diese Feste zählten bei vielen Kulturen zu den wichtigsten überhaupt.
(siehe auch: keltische Feste).

Zur Zeit als die Römer das Christentum quasi per Beschluß von oben zur Staatsreligion machten, wurde das Fest auch im damaligen Staatsgebiet gefeiert. Man brauchte einen Tag, an den das Christusfest stattfinden soll, und diesen dann in die Zeit der Wintersonnwende gelegt.

Auch wenn es bitter klingt: Es wurde quasi gekapert und umdefiniert.

Die Geburt liegt wohl eher im Frühjahr. Aber so genau weiss man das nicht, da keine Aufzeichnungen darüber existieren (obwohl in der Bibel ja von einer Volkszählung geschrieben wurde). Aber wie sich inzwischen herausgestellt hat, wurde auch hier ein bisschen geschummelt: die Volkszählung hat es nicht wirklich zu dieser Zeit gegeben, und daher wurde auch Jesus nicht gezählt.

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Kommentar von vonGizycki
29.11.2015, 21:42

Im Jahreszyklus gibt es zwei besondere Tage, an denen Tag und Nacht gleich lang sind: Wintersonnwende und Sommersonnwende.

Dem ist vorbehaltlos zuzustimmen! :-) Aber die Tag - Nachtgleiche ist das nicht. 


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Kommentar von sarahj
29.11.2015, 22:30

oje, wie dumm von mir.
ist ja klar, der kürzeset/längste. entschuldigung.
Im schreibfluss passiert.
Danke.
(so kommt es, wenn man den text hinterher ändert. habe urspr. von allen 4 tagen schreiben wollen...)

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Das Geburtsdatum Jesu wird im Neuen Testament nicht genannt und war den Urchristen unbekannt, die sich für die Todestage, nicht aber für die Geburtstage ihrer Märtyrer interessierten.

Doch bereits im 2. Jahrhundert ist ein wachsendes Interesse daran feststellbar. Dabei spielte das Frühlingsäquinoktium am 25. März eine besondere Rolle.

Für dieses nahm man den ersten Schöpfungstag und den Tag des Kreuzestodes Christi an.

Der vor 221 schreibende Julius Africanus bezeichnete den 25. März als Datum sowohl der Passion Jesu als auch seiner Empfängnis, woraus sich bei einer exakt neunmonatigen Schwangerschaft Marias der Tag der Geburt am 25. Dezember ableiten ließe.

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Das Christentum breitete sich im Imperium Romanum im Osten und Westen aus.Im Römischen Reich feierte man vom 17.-24.Dezembere die Saturnalien.Es war ein Fest der Lustbarkeiten, manchmal auch der Ausschweifungen und tauschte dabei Geschenke aus.Gefeiert wurde zu Ehren des Gottes Saturn, des Gott des Feuers und der Aussaat.

Am 25.Dezember wurde im Römischen Reich auch des Geburtstages des iranischen Gottes Mithra gedacht.

Im Frühchristentum ,1-3-.Jhdt.n.Chr., war es üblich den Tod ehrenwerter und bedeutender Menschen zu feiern und zu gedenken und nicht den Geburtstag.So wie es auf dem Lande in Europa lange üblich, war den Namenstag und nicht den Geburtstag zu feiern.Weshalb auch in der christlichen Kirche im liturgischen Jahr nach wie vor Ostern als das größte und bedeutenste Fest angesehen wird.

Das Fest am 25.12., natalis solis invicti, wurde von Kaiser Aurelian im Jahr 274 n.Chr.als Wintersonnwendefest erstmals verfügt.Der erste schriftliche Beleg über ein Weihnachtsfest am 24.12. von Frühchristen in Rom, stammt aus dem Jahr 354 n.Chr.Im 5.Jhdt.bestimmte die lateinische Kirche im Westteil des Römischen Reich den Geburtstag Jesus Christus am 24.12., am Ende der Saturnalien und vor dem Fest der Wintersonnwende und Geburtstag des Gottes Mithra am 25.12., zu legen.

Das sind die Ereignisse im IMRO, die zum 24.12. als Geburtstag Jesus Christus führten.Was seitens der Kelten und Germanen noch mithineinspielt kann ich nicht sagen.Dazu fehlen mir die Quellen.

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Die noch viel spannendere Frage ist:
wann genau ist er gestorben?

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Kommentar von Lyznoe
30.11.2015, 00:46

Du bist aber süß

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Irgend einen Grund brauchen halt die Kaufleute zur Umsatzsteigerung.

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Üblicherweise behaupten Kritiker, Weihnachten sei heidnischen Ursprungs, weil die Römer am 25. Dezember ihr Sonnenfest feierten. Und dieses Fest sei dann um das Jahr 313 herum mit Kaiser Konstantins Hinwendung
zum Christentum einfach christianisiert worden.

Auf der Webseite The Cripplegate zeigt der Kirchenhistoriker Nathan Busenitz allerdings: Kaiser Aurelius machte erst im Jahre 274 den Sonnenkult zu einem römischen Staatsfest.

Doch unabhängig davon kursierten schon mindestens 80 Jahre vorher in der Gemeinde zwei Daten, die als Geburtstag des Herrn vermutet wurden: Im Osten ging Clemens von Alexandria vom 6. Januar aus und im Westen meinte Hippolyt von Rom, es sei der 25. Dezember gewesen. Das Datum steht somit weder mit einem römischen Feiertag noch mit deren Christianisierung in Verbindung.

Hippolyt, der sowohl zu Aurelius’ als auch zu Konstantins Zeiten schon lange tot war, hatte andere theologische Gründe für seine Annahme: Er glaubte, dass der 25. März der erste Tag der Schöpfung gewesen sei. Aufgrund dessen spekulierte er, dass Jesus an diesem Tag auch in der Jungfrau Maria gezeugt wurde. Er rechnete neun Monate hinzu, und, voilà, so kam er auf den 25. Dezember als Gedächtnistag der Geburt Jesu.

Quelle: Mitternachtsruf, 12/2015

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Kommentar von Hamburger02
30.11.2015, 09:46

"Üblicherweise behaupten Kritiker, Weihnachten sei heidnischen Ursprungs, weil die Römer am 25. Dezember ihr Sonnenfest feierten."

Nein, üblicherweise wurde bei den Heiden die Winter- und Sommersonnenwende sowie das Frühlingsfest gefeiert.

Dementsprechend wurde Weihnachten auf die Wintersonnenwende und Ostern auf den ersten Frühlingsvollmond (genauer: den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvolmond) gelegt. Die Sommersonnenwende haben die Katholiken dabei vergessen. Daher wird dieses heidnische Fest vor allem in Nord- und Nordosteuropa noch heute als wichtigstes heidnisches Fest begangen, bei dem u.a. immer noch die alten Naturgötter verehrt werden.

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Wie gesagt, Jesus ist eine nicht historische Figur in den Evangelien. Eine Geburt (nicht ein Datum) wurde eingefügt, weil er auf die Position des Hohen Priesters Anspruch erhoben haben soll und deshalb A) betont werden musste, dass er von den Daviden abstamme und B) ebenso göttlicher Herkunft sei. Im Judentum vor 2000 Jahren befehdeten sich deshalb von Anfang an zwei Lager. Die einen sagten, der im Alten Testament versprochene Retter sei nicht gekommen und die andern, doch er sei geboren worden, richtig gestorben und auferstanden. Es gab Verfolgungen und Tote innerhalb des Judentums.

Bereits im 2. Jahrhundert wuchs in den jungen Christengemeinden deshalb das  Interesse und die Notwendigkeit, jedes Jahr einen Gedenk-Geburtstag zu feiern. Das waren vorerst andere Daten, aber wichtig für die Wirkung auf die Gegnerschaft war die Feier, nicht das Datum.

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Kommentar von Grammatikus
09.12.2015, 00:59

Eine Rückmeldung wäre nett …

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Ja das stimmt genau, Jesus wurde eben nicht genau an Weihnachten geboren sondern vielleicht soagr im April also man kennt den genauen Tag seiner Geburt eben nicht und die Kirche hat viel frei erfunden zb auch Heiligabend, es kommt daher, dass es bereits ein heidnisches Fest war also schon die Germanen und Kelten zb feierten da ein Fest weil da die Wintersonnenwende ist und es wieder heller wird und dieser positive Aufbruch hat man dann übernommen um das kommen des Guten und des Erlösers also Jesus zu feiern also weils da am günstigsten ist

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Kommentar von Namno
29.11.2015, 18:17

Woher willst du denn den genauen Tag wissen?

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Das war damals, als man im Römischen Reich das Christentum durchsetzen wollte. Dort gab es einen heidnischen Glauben, bei dem irgendetwas (ich weiß nicht mehr was) am 24. Dezember gefeiert wurde. Damit die Leute sich nicht groß umgewöhnen mussten, hat man dann auch Jesu Geburt auf den Tag gelegt.

MFG 

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Kommentar von musso
29.11.2015, 18:16

am 21. Dezember ist Wintersonnenwende

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An Weihnachten wir die Geburt Jesu gefeiert.

In der Bibel steht nicht der genaue Tag - also hat man sich irgendwann geeinigt, diesen Tag zu feiern. Genauso legitim wie der 8. August oder der 13. März. Mir isses egal, an welchem Tag Jesus denn nun genau geboren wurde. Hauptsache, Er wurde überhaupt geboren :-)

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Für mich spielt es keine Rolle, an welchem Datum er geboren wurde. Wichtig ist, dass an Weihnachten der Geburtstag gefeiert wrid.

Wann war denn Deiner Meinung nach die Geburt?

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