Frage von bellaa22, 39

Wieso werdn meine Haare nicht länger?

Haare sind seit längerem getönt, bekomme 1 bis 2 cm Ansatz und lass dann nachfärben und nach bedarf etwas schneiden aber nicht bei jedem friseurbesuch aber irgendwie sehen die nicht länger aus. Muss dazu sagen sind etwas kaputt. Kann es sein dass sie an den spitzen abbrechen und deshalb nicht länger aussehen? Und nein, die haare liegen nicht mehr auf der Schulter auf. Sind länger! Oder sollte ich beim schlafen nicht auf den Haaren liegen sondern n Dutt machen?

Antwort
von MarinaLyn, 16

Hey,
es scheint als würden deine Haare nicht länger werden, weil sie unten abbrechen.
LG :)

Expertenantwort
von Andreas Schubert, Haarpflege-Experte, 5

Nun  .. mal ganz davon abgesehen, dass sich eine Tönung ja mit der Zeit rauswäscht, ist es in Deinem Fall doch gut, dass sie so lange hält, dass Du einen Ansatz erkennen kannst. Und das ist dann auch der springende Punkt:

Würden Deine Haar nicht wachsen, würdest Du keine Ansätze sehen, die nicht getönt sind, denn logischerweise ist der sichtbare Ansatz gleichzeitig der Nachwuchs der Haare.

Für gewöhnlich brechen Haarspitzen nicht ab, sondern sie spalten sich. Für abbrechende Haare/Haarspitzen musst Du Deine Haare schon wirklich übelst geschädigt/ruiniert haben und solltest definitiv sowohl mit den chemischen Selbstversuchen aufhören, als auch endlich die Haare korrekt zu behandel, wirklich zu pflegen und wohl scheinbar auch mal Deinen Bestand an Haarprodukten komplett austauschen. Wahrscheinlich verwendest Du irgendein übles Chemieshampoo und dazu evtl. auch noch eine Spülung (und die am Ende auch noch für die gesamten Haarlängen und für die Spitzen)  ... vielleicht auch noch irgendwelche Gliss, Syoss, etc. Pseudo-Pflegeprodukte und Sprüh-Bomben(?)

Die Menschen, die sich ordentlich und gewissenhaft arbeitenden Friseurfachkräften anvertrauen und sich an deren Anweisungen und Ratschläge halten, haben niemals irgendwelche Haarprobleme   ... immer nur dann, wenn sie mal zwischendurch mit sich selbst "fremdgehen" und mal hier eine Haarfarbe/Tönung ausprobieren, da mal mit einem Aufhellerspray herumspielen, sonstigen Müll an die Haare geben und/oder schlicht und einfach die wichtigsten Grundlagen zum Umgang mit den Haaren außer Acht lassen. Und wir dürfen das dann erst mal wieder gerade biegen.

Spliss (und auch Haarbruch) ist weder eine "Krankheit", noch ein sonstiger "Befall" der Haare, sondern eben einfach ein äußerlicher Schaden, der meistens durch den Menschen selbst verursacht wird ...z.B. durch unsachgemäßen Umgang.

Gespaltene Haarspitzen gehören ebenso FACHGERECHT! abgeschnitten wie bereits bruchanfälliges/brüchiges Haar. Ein Spalt in den Haarspitzen erweitert sich von selbst immer mehr in die Haarlängen und Haarbruch so zu lassen wie er ist, hilft auch nicht weiter.

Je mehr an Länge bereits kaputt ist, desto mehr muss zwingend abgeschnitten werden, denn der Zustand jedes einzelnen ruinierten Haare verschlechtert sich stetig   ....  dagegen können dann auch keine Haarprodukte mehr etwas ausrichten und schon gar nicht die meisten "Pseudo-Pflegeprodukte", die Euch die Konzerne täglich über viel Werbung schmackhaft machen wollen.

Wer seine Haare wachsen lassen will, muss mehr Haare, über sinnvolle, nachhaltige Haarpflege und den korrekten Umgang mit Haaren wissen, als Menschen mit einem Kurzhaarschnitt und was man evtl. von der Mutter nicht mehr beigebracht bekommt, weil die auch schon quasi ein Opfer der Shampoo/Spülung-Generation ist, lässt sich dank Internet heutzutage dermaßen leicht herausfinden    ..... und eben auch durch die Beratung seitens einer guten Fachkraft.

Zu den "gefährlichen" Haarlängen gehört übrigens nicht nur die Schulterlänge, sonder AB Schulterlänge geht es einfach damit los, dass sich Haarspitzen vermehrt irgendwo reiben oder irgendwo anstoßen.

Es ist lediglich so, dass die quasi "gefährlichsten" Haarlängen dann zusätzlich eben die Schulterlänge, Brustlänge und Polänge sind.

Etwas mehr Rücksichtnahme auf die Haare, ein regelmäßiger, fachgerechter Spliss-Schnitt (nicht erst, wenn der Spalt 0,5 - 1 cm lang ist), gesunde Ernährung, immer ausreichend Wasser trinken und schon wachsen Haare immer in guter Qualität nach und was bereits herausgewachsen ist, wird auch nicht völlig ruiniert.  So einfach ist das.

Durch einen reinen Spliss-Schnitt verlierst Du kaum bis gar nichts an Haarlänge und kommst, wenn Du korrekt mit den Haaren umgehst, mit 3 - 4 reinen Spliss-Schnitten pro Jahr aus.

Mit Selbstversuchen lässt sich lediglich noch mehr Schaden anrichten als
gutmachen. Die falsche Schere, die falsche Scherenhaltung und -führung
und schon kannst du z.B. statt einem Spalt in den Haaren auch schonmal
zwei haben.

Sogenannte Anti-Spliss Produkte "verkleben" Deine Haare lediglich mit
Silikonen oder Silikon-Ersatzstoffen (ebenso wie die meisten
herkömmlichen Chemieshampoos  ... und Spülungen sowieso, denn das sind reine Weichmacher) und die bilden eine Schicht um die Haare, unter der sie dann auf Dauer stumpf, kraftlos, teils fettend und sogar spröde und
bruchanfällig werden können.

Das ist wiederum gut für die Hersteller der ganzen häufig beworbenen
Produkte, denn dann brauchst Du irgendwann noch dieses Produkt, dann
wieder das nächste Produkt, u.s.w.   ... so werden weltweit zig Milliarden verdient.

Es braucht aber nicht wirklich viel, um die meisten selbst generierten Spliss-Ursachen (und auch die für Haarbruch) auf ein Minimum zu reduzieren:

- beim Haarewaschen wirklich nur den Kopf/die Ansätze waschen und
massieren. Für die Haarlängen und -spitzen reicht der Schaum beim
Ausspülen völlig aus und wer mehr Schaum in den Haarlängen vermisst,
streicht den während dem Shampoonieren höchstens mal sachte und absolut
gradlinig mit den Fingern vom Kopf aus durch die Haarlängen.

- Niemals die Haarlängen und -spitzen rubbeln .... schon gar nicht in nassem Zustand

- nur Bürsten mit Naturborsten und echte Horn- oder Holzkämme verwenden

- nasses Haar auch nicht durchbürsten, sondern immer nur mit einem grobzinkigen Natur-Kamm vorsichtig/sachte durchkämmen

- nie zu heißes Wasser verwenden ... je kühler, desto besser

- übermäßige Hitze generell vermeiden (nicht heiß fönen, u.s.w.)

- Bürsten, Kämme, etc. auch regelmäßig reinigen

- keine Haargummis mit Metallstücken verwenden

- auf Seiden- und/oder Satinkissen schlafen. Darauf reibt sich das Haar im Schlaf nicht auch noch unnötig

- Vitamin- und Mineralienmängel vermeiden

- mind. 2 - 2,5 Liter Wasser pro Tag trinken

- Stress vermeiden

- regelmäßig nachschneiden lassen, dann müssen wirklich immer nur die
Spitzen oder eben eventueller Spliss geringfügig beschnitten werden und
nicht mehr.

Für die Haarspitzen-Pflege sind diese 4 leichten, reinen Naturöle geeignet
... und auch wirklich ausschließlich die reinen Naturöle: Macadamia-,
Jojoba-, Mandel- und Arganöl (ein paar Tropfen zwischen den Fingerkuppen
verteilen und sachte/sanft bei trockenem Haar an die Spitzen geben.

Die Öle können Spliss natürlich auch weder vollständig verhindern, noch

"reparieren", aber sie machen die Haarspitzen absolut geschmeidig und
je geschmeidiger die sind, desto mehr geben sie von sich auch nach,
wenn sie irgendwo anstoßen und spalten sich nicht gleich bei den
geringsten Berührungen.

Je trockener das Haar, desto anfälliger für Bruch und Spliss -
deshalb empfiehlt sich spätestens ab Schulterlänge die Haaransatzwäsche,
die dem Haar auf lange Sicht hektoliterweise austrocknendes Wasser
erspart.

Für das Verdünnen und die Haaransatzwäsche sind grundsätzlich
ausschließlich hochwertige Shampoos geeignet, die auch wirklich sowohl
richtig gute waschaktive Substanzen enthalten als auch echte,
konzentrierte Wirkstoffe.  Durch das Verdünnenrelativiert sich aber auch
automatisch wiedet der Kaufpreis und viele hochwertige Naturshampoos
sind dann durch diese Anwendung in den effektiven Kosten plötzlich noch
günstiger als viele Chemieshampoos, die auf billigen Industriereinigern
und gesundheitsschädlicher Chemie basieren.

Ein hochwertiges Naturshampoo (z.B. "Shampoo & Duschbad Basis von
SANOLL) aus einer Auftrageflasche (1:10 mit Wasser verdünnt) bei
trockenem Haar scheitelweise den Ansätzen entlang auftragen und dann
ganz normal shampoonieren (und immer NUR auf dem Kopf!)

Durch das Verdünnen machst Du aus einem hochwertigen Naturshampoo für 8,50 EUR (200 ml) eines für 0,85 ... günstiger geht's schon nicht mehr
und mit einem Naturshampoo quälst Du Dein Haar (und auch Deine Kopfhaut) weder mit chemischen Rückständen, die es auf Dauer nur stumpf, kraftlos, fettend, spröde, bruchanfällig machen, noch mit chemischen Tensiden.

Wenn es Dir bei der Ansatzhaarwäsche zu wenig schäumt (ist nur Gewohnheitssache), emulgierst Du mit ganz wenig Wasser nach.

Es gibt natürlich auch noch andere, richtig gute, nachhaltige und
unbedenkliche Shampoos/Pflegeprodukte wie z.B. MARIAS Organic Care, O'right, Sanoll, Oliebe, Herbanima, CulumNatura, u.s.w. . . . an einem konkreten Beispiel musste ich aber mal eben die Kalkulation vorrechnen.

Bei den Shampoos von MARIAS ist zudem nicht einmal Zuckertensid im Einsatz (ist zwar auch 100% natürlich, kann aber in wenigen Fällen zu
Kopfhautjucken führen - deshalb haben wir auch auf MARIAS umgestellt).
Es gibt mittlerweile viele Allergieren (unter Anderem auch gefördert durch
sehr viele herkömmliche Chemie-Shampoos ... und nicht nur von denen
aus Drogerien und Supermärkten, denn auch Friseurmarken wie Paul
Mitchell, Redken, Kerastase, Schwarzkopf, Wella & Co. tragen keinen
"Heiligenschein" mehr).

Mischst Du auf Vorrat, dann koche das Wasser vorher ab und lass es
auskühlen. Dann sind die Keime darin abgetötet und können sich über Tage
in der Flasche nicht vermehren .... und sie kommen nicht auf die
Kopfhaut.

Und wenn Du natürlich geschmeidges und glänzendes Haar züchten
willst, beherzigst Du nicht nur eine gesunde Ernährung und den stabilen
Flüssigkeitshaushalt Deines Körpers, sondern auch die täglichen Bürstenstriche.

Für die Bürstenstriche verwendest Du (und reinigst sie auch immer
gründlich) idealerweise idealerweise die "KOST Kamm Wildschweinbürste
mit 7 Reihen" (gibt es z.B.über amazon für 35,00 - 37,00 EUR. Nicht nur
die Borsten zählen zu den besten für Kopfhaut und Haare . .. die Bauweise
der Bürste lässt zu, dass Du sie direkt am Bürstenkopf führen kannst und
so den Druck auf den Kopf besser regulieren kannst. Außerdem entfällt
so die "Hebelwirkung" mit dem Anfassen am Griff und somit geht das bei
50 - 60 oder mehr Bürstenstrichen nicht auf die Handgelenke.

So verteilst Du das Talg von Deiner Kopfhaut in die Haarlängen und Haare
brauchen Talg für deren Geschmeidigkeit und Glanz ... unter Anderem
dafür produziert Dein Organismus diesen Stoff.

Wichtig! Immer mit Druck über die Kopfhaut bürsten ... vom Ansatz
über den Kopf bis zum gegenüberliegenden Ansatz und in die Haarlängen
hinaus ... und das in 2 - 3 Runden um den gesamten Kopf.

So solltest Du dann immer geschmeidiges Haar haben, das weniger bis
gar nicht "bruchanfällig" ist und mit max. 3 - 4 Spliss-Schnitten pro
Jahr locker auskommen können.

Wirklich sinnvolle, wirksame, nachhaltige und effiziente Haarpflege fängt nicht mit irgendeinem Shampoo an und schon gar nicht mit irgendwelchen
Chemie-Shampoos . . . und Spülungen sind auch nur Kämmhilfen.

Antwort
von svsc89, 11

könnte sein das es an deinen kaputten haaren liegt, kopfhaar wächst so im durchschnitt 1 -1,5 cm im monat

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