Wieso werden Tiere als DINGE angesehen?

... komplette Frage anzeigen

15 Antworten

Tiere werden als Lebewesen angesehen, sie werden sogar im GG als schützenswert eingestuft.

Allerdings gilt für Tiere im Rechtsverkehr das Sachenrecht. Wäre auch blöde, wenn man neben dem BGB noch ein spezielles Tierrecht (außerhalb des Tierschutzgesetzes) schaffen müsste, das die Tiere zwar nicht als Sachen behandelt, aber den Rechtsverkehr dem Sachenrecht angleicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das werden sie lediglich im Sachenrecht - Tiere und Pflanzen kann man eben kaufen, verschenken, Menschen eben nicht.

Die Rechte als Lebewesen sind durchaus vergleichbar, Menschenrechte und Tierschutz gehen in die gleiche Richtung - wer einen Hund schlägt, quält, unwürdig unterbringt, hungern lässt, misshandelt, macht sie genauso strafbar wie wenn es ein Kind wäre.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Hefti15
01.01.2016, 19:26

Ohhhh. es ist so mühsam. Sie werden eben nicht als Sachen angesehen. Es werden "nur" bestimmte Vorschriften aus dem Sachenrecht auf sie angewendet.

Dadurch werden sie aber nicht zu einer Sache noch werden sie als Sache angesehen.

Zum Thema Sachenrecht: Einfach mal überlegen. Man hat hat einen Goldbarren und einen Hund als Paar zusammengekauft. Man trennt sich. Den Goldbarren könnte man also einfach in der Mitte durchschneiden,....

1

Tiere werden nicht überall als Sache angesehen, meist nur bei versicherungstechnischen Sachen oder beim Handel.

Das Tierschutzgesetz sieht sie durchaus ganz normal als Lebewesen an und steht, egal was passiert, über den anderen Ansichten - so meine Meinung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Tiere werden nicht als Sache angesehen, sonst gäbe es keine Tierschutzgesetze. Nur 'muss' man sie in den meisten Fällen rechtlich so behandeln (was nicht heißt, dass man sie nicht artgerecht halten sollte), wie willst du ihnen die gleichen Rechte wie uns geben? Damit können sie nichts anfangen, weil sie ihre Interessen nicht selbst vertreten können.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das Thema schlechthin, scheint es.

Im BGB werden Tiere in einem Atemzug mit Sachen genannt. Das bezieht sich aber im Wesentlichen auf Besitzrechte. Ein Tier kann man kaufen, verkaufen und vererben wie eine Sache. Eine Menschen eben nicht.

Dennoch darf man Tiere nicht behandeln wie eine Sache. Zu nennen wäre hier z.B. das Tierschutzgesetz, wonach Tieren ein besonderer Schutz zusteht. Daher werden Tiere auch vom Gesetzgeber sehr wohl als Lebenwesen wahrgenommen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Hefti15
01.01.2016, 18:50

Nur zur Klarstellung, weil deine Aussage ein wenig verwirrend ist.

"Im BGB werden Tiere in einem Atemzug mit Sachen genannt."

Tatsächlich ist es so, dass im BGB zuallererst klargestellt wird, dass Tiere keine Sachen sind! §90a BGB!

Und dann wird erklärt, wie man rechtlich vorzugehen hat. Tieres sind keine Sachen. Es gibt für sie besondere Gesetzte. Und "nur" wenn nichts anderes bestimmt ist, werden die Vorschriften für Sachen angewandt (Nochmals, dadurch werden aber Tiere nicht zu Sachen!).

2

Naja ich würde nicht sagen dass tiere als dinge angesehen werden..Das sieht doch jeder anders! Bei hunden ist das zb so in Der türkei werden sie zb von den meisten geschlagen und als monster angesehen was ich ganz und garnicht verstehen kann.von einigen aber auch als suess...auch in deutschland gibt es einige die hunde hassen aber bei anderen werden sie geliebt und als kind oder familienmitglied anerkannt...abgesehen von den verschiedenen menschen ist das auch in ländern anders..zb hier kennen wir kühe die auf einer weide gehalten oder auch in Der massentierhaltung gehalten und gezüchtet werden um von ihnen milch oder fleisch zu holen...jedoch zb in indien ist das anders!sie sind heilig und es ist schlimm ihnen etwas anzu tun...
LG

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich frage mich, wieso Tiere als Verbrauchsgüter angesehen werden, die natürlich für Versuche und auch für grausame Massenabschlachtung zur Verfügung stehen. Wenn jemand das mit Menschen tun würde, würde die Öffentlichkeit wahrscheinlich die Todesstrafe fordern.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Hefti15
01.01.2016, 18:26

Vielleicht hat dies den "simplen" Grund, dass Tiere eben keine Menschen sind.

Und bevor das "Geschrei" beginnt, Tiere sind auch keine Sachen.

Ergo, selbstredend kann man mit einem Tier nicht so umgehen wie z.B. mit einem Stück Eisen (Sache), aber anderseits ist ein Tier eben auch kein Mensch!

Sollen wir z.B. das Auto fahren verbieten, weil da u.a. in Deutschland jedes Jahr wahrscheinlich hunderttausende Fliegen an der Windschutzscheibe ihr Ende finden?

Wie gesagt, Tiere sind keine Menschen, wären es im o.g. Beispiel keine Fliegen sondern Menschen, wäre das Auto fahren sicher verboten....

2
Kommentar von furbo
01.01.2016, 18:51

Sorry, aber jeder, der hier gegen das Tier als Sache wettert, sieht das Tier aber selbst als Sache an. 

Wer von all den Heuchlern hier schon einmal ein Tier gekauft hat, hat damit das BGB strapaziert und damit konkludent anerkannt, dass das Tier zur Sache wurde. 

0

Damit sie leichter ausgebeutet und umgebracht werden können.Sieh mal ins Gesetz.Tierquälerei ist ein Kavaliersdelikt.Die kommen selten vor Gericht,bekommen lächerliche Geldstrafen und machen dann munter weiter.Tiere sind in meinen Augen niemals eine Sache,da muss man schon sehr dumm oder herzlos sein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Tiere werden an und für sich nicht als Dinge angesehen.

Lediglich kann man wegen Sachbeschädigung belangt werden, wenn man das Tier als Eigentum eines anderen verletzt o.ä.

Das hat einfach einen bürokratischen Hintergrund. Man kann jemanden nunmal nicht wegen Körperverletzung anzeigen, wenn es dabei um ein Tier geht, weil der Paragraph sich auf Menschen bezieht. Und Tiere stehen nunmal juristisch unter Menschen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Im Abendland, unter dem Banner des Kreuzes hieß es : Tiere sind zum fressen da. Ist jetzt nicht meine Meinung, ist mir aber vor längerer Zeit mal aufgefallen als ich mich mit der Thematik beschäftigt habe. Die Wurzeln sind wohl in der Vergangenheit (Zeit der Alleinherrschaft der Kreuzträger, nennen wir es mal so, zu suchen) 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Weil diejenigen, die Tiere wie einen Gebrauchsgegenstand behandeln, abgestumpft sind ; die gehen mit sich und anderen ebenso um.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich hingegen verstehe nicht, wie du auf diese Idee kommst.

Umgangsprachlich sind Tiere ja keine Sachen / Dinge. Man nennt sie ja Tiere.

Und schauen wir mal ins Gesetzt:

§ 90a BGB
Tiere

Tiere sind keine Sachen.

Sie werden durch besondere Gesetze

geschützt. Auf sie sind die für Sachen geltenden Vorschriften
entsprechend anzuwenden, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist.

Deine Aussage: "

Also wieso zum Teufel werden diese Tiere als Sache angesehen

."

Ergo: Du scheinst der einzige zu sein, der so was glaubt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Puffkopf
01.01.2016, 18:19

Fangen wir mal so an: Ein Mann hat gedroht meinen Hund umzubringen! Er meinte nurnoch darauf das es eh niemand jucken wuerde wenn er stirbt da er nur ein sache ist 

0

Das solltest du unsere grenzdebilen Gesetzesgeber besser mal fragen! Mir ist auch unverständlich warum ich für einen "Gebrauchsgegenstand" eine Hundesteuer bezahlen muss!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Puffkopf
01.01.2016, 18:14

Es ist doch krank? Gut dann sind wir MENSCHEN jetzt auch GEGENSTÄNDE da wir ja ATMEN , RIECHEN und LAUFEN wie HUNDE! ...

0
Kommentar von furbo
01.01.2016, 18:45

Unser Gesetzgeber ist alles andere als "grenzdebil". Er hat klar gestellt, dass Tiere keine Sachen sind, nur dass im Rechtsverkehr mit ihnen das Sachenrecht anzuwenden ist.

Die Hundesteuer liegt in den Händen der Kommune. Sie kann im Rahmen ihrer Selbstverwaltung die Hundesteuer durch eine Satzung festlegen. Über den Sinn und Zweck einer Hundesteuer kann man trefflich streiten, einen tatsächlichen Grund außer dem des Stadtsäckelfüllens kenne ich nicht.

1

Im BGB steht in §90a folgendes: Tiere sind keine Sachen. Sie werden durch besondere Gesetze geschützt. Auf sie sind die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wo soll das so sein? Kenn ich nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von schnucki71
01.01.2016, 18:15

Das ist beim deutschen Gesetz so. Tiere sind da Sachen bzw. Dinge und keine Lebewesen

0

Was möchtest Du wissen?