Frage von leonalexi, 171

Wieso werden linke Aktivisten eher akzeptiert als rechtsorientierte?

Also egal, wie gewaltbereit die sind, in der Gesellschaft generell werden  "Antifa- Aktivisten" weniger "verachtet" als zB Aktivisten von den JN. Wieso ist das so? Das linke Lager ist ja teilweise auch sehr gewaltbereit und zu vielem fähig, was einige Nationalisten nicht tun würden. Wieso hat trotzdem jeder ein schlechtes Bild von der NPD, obwohl dort teilweise sehr gebildete Leute und Leute mit politischem Verständnis sitzen? Unter anderem auch in der Jugendorganisation, in der ich tätig bin und das daher beurteilen kann. Die Frage ist ziemlich wertfrei, möchte einfach nur ne anonyme Meinung von Unabhängigen. Eigentlich ist es ja nichts anderes als eine politische Orientierung und wieso wird gerade diese so von den meisten nicht angenommen? Bzw wieso sieht die Gesellschaft immer nur die "guten" Aspekte der "Antifas", obwohl sie auch schlechte haben und immer nur die "schlechten" der JN, obwohl wir auch gute haben? Die Sache hat mich wirklich beschäftigt und Beleidigungen bringen hier nichts, also spart es euch.

Antwort
von gerbo, 13

Die linke wird ganz klar durch die Vergangenheit besser dar gestellt. In den 1920ern wurde halt die rechte unterschätzt, heute die linke. Ich bin gegen jeglichen Extremismus, stehe allerdings politisch von der mitte aus rechts, finde es daher gehend auch nicht immer ganz fair von den linken, wenn sie was gegen Deutschlandfahnen sagen usw. Beide Lager sind Verfassungswiedrig, auch ohne Gewalt, aber der Deutsche dürfte ja nie was gegen linksextreme sagen, sonst wird man gleich selbst zum Nazi.

Antwort
von Knide, 86

Also: da unsere Geschichte ein ziemlich dunkles, rechtes Kapitel hat - und man mit 'Nazi Neuigkeiten' in der Presse viel Aufsehen erregen kann, werden die rechten Gruppen in unserer Gesellschaft mehr an den Pranger gestellt, als die linken. Von einer "Bevorzugung" (oä) der Linken würde ich hier aber Nicht sprechen.

LG

Antwort
von Spuntik, 81

Weil Deutschland schon erlebt hat wie extrem Rechts aussieht und noch nicht wie extrem links aussieht.

Kommentar von OhneRelevanz ,

DDR didn't happen?

Kommentar von Pudelcolada ,

Sich sozialistisch nennen und stalinistisch handeln ist nicht dasselbe.

Die DDR war nur auf dem Papier sozialistisch, realpolitisch war sie eine stalinistische Diktatur.

Meine Meinung.

Kommentar von OhneRelevanz ,

Ist richtig und das sehe ich auch so, aber die DDR stellt ja im Volksmund quasi die linksextreme Variante dar. Im Prinzip hatte man also Einblicke in beide Systeme.

Antwort
von 1988Ritter, 63

Man hat den Menschen, insbesondere in dem ehemaligen Westdeutschland, regelrecht die Schlechtigkeit des Nazitums schon in den Schulen über Jahrzehnte eingebleut.

Was man dabei total vergessen hat, die Schlechtigkeit des ganz linken Systems, repräsentiert durch die SED.

.....und so ist es halt gekommen, rechts ist böse und links spielt ja nur.

Extremismus gleich welcher Form, ob rechts, links oder auch religös darf in einer modernen Gesellschaft keinen Platz haben.

Kommentar von earnest ,

Das "System DDR" mit dem Nazi-System zu vergleichen empfinde ich als hanebüchenen Vergleich, als Schlag ins Gesicht der Millionen Opfer der Nazis.

Kommentar von 1988Ritter ,

Bitte genau lesen !

Ich habe nicht über vor 1945 sondern nach 1945 geschrieben. Dabei geht es mir auch nicht um Opfer (die hat es in der DDR auch reichlich gegeben), es geht um die Darstellung der Ideologie.

Kommentar von Pudelcolada ,

Deine nachträgliche Erklärung geht aus Deinem Beitrag für mich überhaupt nicht hervor. Ich finde also nicht, das Earnest genauer lesen muss, sondern Du hättest Deine Antwort präziser formulieren sollen.

Antwort
von Pudelcolada, 51

Linke halte ich für

  • sehr oft gleichermaßen als weltoffen, neugierig, informations- und wissenshungrig
  • pluralistisch, oft demokratisch und meistens konsensbetont
  • oft tolerant und bereit, andere Überzeugungen zu akzeptieren, wenn diese nicht die Freiheit anderer einschränken

Extreme Linke halte ich für

  • manchmal weltoffen, häufig neugierig und immer informations- und wissenshungrig
  • teilweise demokratisch und manchmal konsensbetont
  • manchmal tolerant und selten bereit, andere Meinungen zu akzeptieren, solange diese das eigene Weltbild nicht ankratzen

Rechte halte ich für

  • nationalistisch, manchmal völkisch, faschistisch und/oder rassistisch, oft verschlossen und häufig bildungsresistent
  • demokratie- und konsensfeindlich
  • intolerant und anderen Meinungen unzugänglich

Extreme Rechte unterscheiden sich für mich von "gesellschaftsfähigen" Rechten nur in der erhöhten Gewaltbereitschaft.

Als überzeugter Demokrat kann ich deshalb mit Linksextremen wesentlich entspannter die politische Auseinandersetzung führen als mit Rechtsextremen.
Linksextreme finden mich im schlimmsten Fall nur Sch**ße, dann ist das Gespräch eben beendet.
Rechtsextreme geben mir im schlimmsten Fall den Bordsteinkick als krönenden Abschluss einer Gewaltorgie.

Und bevor Du mir Vorbehalte oder Vorurteile und ein entsprechendes Gesprächsverhalten unterstellst, dessen Folgen ich mir ja selber zuzuschreiben hätte:
Nein. Siehe die Punkte bei "Links".

Beantwortet das Deine Frage?

Antwort
von ReverserK, 84

Also ich Denke so darüber:

-Rechte kämpfen gegen Ausländer weil sie diese nicht mögen.

-Linke kämpfen gegen Rechte weil die Ausländer nicht mögen.

Eine Rechter würde einen Schwarzen eher beleidigen als ein Linker. Klar Gewalt ist immer fehl am Platz. Aber wenn man mich zwingen würde zu entscheiden würde ich Linke nehmen, da ich gegen Fremdenfeindlichkeit und für ein frohes miteinander bin;)

Antwort
von LOLLAND97, 61

Weil der normale deutsche Bürger keine eigene Meinung besitzt bzw. diese ungern preisgibt, wenn dies nicht dem Ideal entspricht. Durch die deutsche Historie entspricht eine Rechtsorientierung eben nicht dem Ideal. Zudem wird der deutsche Bürger durch Medien, Schule und Politik dermaßen beeinflusst, so dass eine freie Meinungsbildung in unserer heutigen Gesellschaft nur mit viel Selbstvertrauen und einer objektiven Betrachtung durch eigene Recherche möglich ist.

Bsp. werden in der Schule Aktionen/Vorträge gehalten, in denen nur gegen Rechtsorientierung argumentiert wird. Hier spielt vor allem der Geschichtsunterricht eine große Rolle, da von den Lehrern und durch die Lehrpläne eine linksorientierte Argumentation/Sichtweise erlernt werden soll.

Dazu kommen dann an manchen Schulen noch Vorträge wie z.b. "Pro Asyl" bei der in Schulen derart eine Meinung vorgegeben wird die von den Schulen unterstützt wird und die meisten Bürger keine andere Sichtweise aufgezeigt bekommen, daher kennen die Leute meist nur die linksorientierte Sichtweise.

Die Politik mit ihrer "Bringschuld" durch die deutsche Historíe fördert diese Entwicklung weiter.

Kurz gesagt: Der deutsche Bürger kriegt aus jeder Ecke nur Argumentation die gegen Rechtsgesinnte gerichtet ist erfahren und kennt daher die andere Sichtweise nicht und kann sich daher keine eigene Meinung bilden.

Kommentar von leonalexi ,

Beste Antwort

Kommentar von quarklabor ,

lol da haben sich ja zwei gefunden... gut wie du dich mit den Argumenten der anderen auseinander setzt... wirft ein gutes Licht auf die JN/NPD.. 

zu der Antwort: wer heute nicht in der Lage ist, sich unabhängige Infos zu beschaffen wird eh nur vom Mainstream eingelullt, und der ist mit Sicherheit nicht links. 

Kommentar von Pudelcolada ,

Sehr schlimme Antwort.
Rechtes Gedankengut wird hier mit dem Ergebnis einer freien Meinungsbildung gleichgesetzt, dabei ist eine seiner Grundlagen die politische Gleichschaltung und Konformität mit der Obrigkeit.

Es hat gute Gründe, wenn schon in Schulen demokratisches Verhalten gefördert wird: Übersteigerter Nationalismus hat fast das gesamte 20. Jahrhundert in Militarismus, Aufrüstung, Ausgrenzung und Krieg geführt.
Die Geschichte zeigt mehr als nur einmal, wohin Nationalismus, Obrigkeitshörigkeit und Entmündigung der Bürgerschaft führen.

Rechtes Gedankengut beinhaltet immer den Ausgrenzungsgedanken als identitätsstiftendes Element, hierarchische Ordnung anstelle von Eigenständigkeit und Eigenverantwortung, Gleichschaltung statt Individualität.

Von mir deshalb eine negative Wertung für diese Antwort.

Kommentar von willom ,

Sehr schlimme Antwort.

In deiner Welt vielleicht, in der realen aber nicht.

Rechtes Gedankengut wird hier mit dem Ergebnis einer freien
Meinungsbildung gleichgesetzt, dabei ist eine seiner Grundlagen die politische Gleichschaltung und Konformität mit der Obrigkeit.

" Rechtes Gedankengut " ist ein völlig abstrakter, nirgendwo eindeutig über seinen Inhalt definierter Begriff in den du offensichtlich alles hineinfabulierst, was dir gerade passend erscheint.

dabei ist eine seiner Grundlagen die politische Gleichschaltung und Konformität mit der Obrigkeit.

Das ist wohl ebensogut ein ziemlich gutes Erkennungszeichen linker Regime.....

Es hat gute Gründe, wenn schon in Schulen demokratisches Verhalten gefördert wird: Übersteigerter Nationalismus hat fast das gesamte 20. Jahrhundert in Militarismus, Aufrüstung, Ausgrenzung und Krieg geführt.

Hast du nicht verstanden, was der Begriff " Demokratie " bedeutet...?

Wenn die Mehrheit eines Volkes der Meinung ist, daß eine nationalistische Politik eine gute Sache ist, dann ist eben genau das eine demokratische Entscheidung.

Rechtes Gedankengut beinhaltet immer den Ausgrenzungsgedanken als identitätsstiftendes Element,

Ach wirklich.....?

Zur Zeit kann man sehr schön beobachten, wie z.B. die Anhänger einer unzweifelhaft demokratisch legitimierten Partei massiv ausgegrenzt werden, übrigens gleichermaßen von Grünen... , Linken....., CDU oder SPD..... und den politsich korrekten Medien in diesem Land.

Die Ausgrenzer sind dann wohl alles stramme " Rechte "...., oder was...?

Eigenständigkeit und Eigenverantwortung, Gleichschaltung statt Individualität.

Ja klar..... , Eigenständigkeit und Eigenverantwortung gibts natürlich nur im linksgrünsozialistischen Sonnenstaat......:

Ich mach mich gleich nass.....

Gleichschaltung statt Individualität.

Und aus welcher politischen Schmuddelecke die meisten der ständigen...aggressiven  Versuche allumfassender Gleichmacherei in unserer Gesellschaft vorzugsweise kommen muß ich wohl nicht näher erläutern, oder...?

Kommentar von Pudelcolada ,

Ich antworte nur noch sehr selten auf persönlich Beleidigungen.
Dein Beißreflex ist das eine, Deine Sache.
Aber anonym vom Leder zu ziehen, ausfallend zu werden, zeugt von Feigheit. Das legt bei mir den Verdacht nahe, dass in der "realen Welt" Du ein ganz armes Würstchen bist, Dich hinter anderen und leeren Phrasen versteckst und wahrscheinlich sowieso schon immer den Kleinsten hattest.

Siehst Du, sowas kann ich auch.
Und, geht's jetzt einem von uns beiden besser oder schlechter?
Also.
Wozu dann so ein persönlich beleidigender Ton,
was bitte hast Du davon?

Kommentar von earnest ,

Der normale deutsche Bürger besitzt keine eigene Meinung?? 

Was für ein Quatsch.

Da wundert dann auch dein unsinniges Fazit nicht mehr.

Antwort
von OhneRelevanz, 67

"Wieso hat trotzdem jeder ein schlechtes Bild von der NPD, obwohl dort teilweise sehr gebildete Leute und Leute mit politischem Verständnis sitzen?"

bitte was

Um zu deiner Frage zu kommen: Linke haben seit der Wiedervereinigung niemanden ermordet, darüber hinaus sind linke Ideale typisch humanistisch: Man ist für die Gleichberechtigung aller Menschen, egal welches Geschlecht, welche Herkunft, welche Religion etc., man setzt sich für soziale Gerechtigkeit ein, man arbeitet für die Umwelt und für den Tierschutz. Das sind alles Ziele, die eben als positiv gelten. 

Rechte und Rechtsextreme dagegen fallen vor allem dadurch auf, dass sie Menschen aufgrund ihrer Religion, ihres Geschlechtes, ihrer Herkunft etc. ausschließen. Da sie dem Nationalismus nahe stehen, arbeiten sie für die Priorität nationaler Bestrebungen und denken eben nur bis zur nächsten Grenze und nicht - wie in einer globalisierten Welt notwendig - international(er). Darüber hinaus ist es einfach ziemlich uncool, Flüchtlingsunterkünfte anzuzünden, Nicht-Weiße zu bedrängen und mitunter kleine Kinder in der Bahn anzupinkeln.

Antwort
von voayager, 61

die Ziele der Rechten sind einfach menschenverachtend, rassistisch, nationalistisch, undemokratisch, autoritär und militaristisch etc. Ob nun ein Mensch der NPD gebildet ist oder nicht, ist völlig nebensächlich, auf die UInhalte und Ziele einer Partei kommt es maßgeblich an.

Antwort
von earnest, 27

Die Linken haben zum Beispiel weniger Asylantenheime abgefackelt als die Rechten - nämlich gar keine. 

Lustig finde ich, dass du deine NPD-freundliche Frage als "wertfrei" bezeichnest.

Antwort
von ilprincipe, 38

Weil linke, wie bereits von Einigen hier erwähnt, weltoffen sind. Linksradikale hingegen sind destruktiv und z.T. nicht weniger bekloppt als Rechtsradikale. Kommt immer auf den Zusammenhang an.

Antwort
von FragefuerHeute, 84

Ich glaube weil Deutschland eine rechtsextreme Vergangenheit hat

Kommentar von Knide ,

Richtig

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