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Wieso werden in Afrika ,die Mädchen beschnitten ..? Also im Intimenbereich ;)

gefragt von KingKurdeKingKurde am 16.09.2009 um 19:45 Uhr

Also bei den Jungen ist es ja wegen der Religion und wegen der Hygnie .. Und bei den Mädchen?!


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Vrostie
beantwortet von Vrostie am 16. September 2009 19:46
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Ganz ehrlich? Um die sexuelle Lust zu unterbinden, damit sie nicht fremd gehen und beim Mann bleiben. Und religöse Hintergründe hat das auch, hauptsächlich in Afrika.

Kommentar von 3fe3efe7ca3d63df08bcd4440fbb9df9smallSaahira am 16. September 2009 20:02

ES GEHT DABEI NICHT UM RELIGIÖSE GRÜNDE!!!

Kommentar von A521e3ba76c4794eea46a88ce74fd517smallCrazyDaisy am 16. September 2009 20:09

Aber sicher doch. Atheisten tun das nicht.

Kommentar von 3fe3efe7ca3d63df08bcd4440fbb9df9smallSaahira am 16. September 2009 20:16

klar, wo es in den relevanten Ländern soooo viele Atheisten gibt und dies übehaupt in der Schicht die es mácht (ungebildete Unterschicht) ist ja auch logisch.... denke doch mal nach was du hier schreibst. Apropos ich habe nichts gegen Atheisten, nichts gegen Christen und nix gegen Muslims, ich habe was gegen DUMMHEIT.

Kommentar von 5301eb1af7a9d619df3e1124295c6023smallVrostie am 16. September 2009 20:19

Das hat auch religöse Gründe. Mädchen werden durch die Beschneidung zur Frau gemacht. Das ist ein Glauben, eine Tradition.

Kommentar von 3fe3efe7ca3d63df08bcd4440fbb9df9smallSaahira am 16. September 2009 21:05

Wo hast du denn diese Fehlinfo her? Du behauptest dies ohne zu wissen wo der Unterschied zwischen "Glauben" und "Tradition´" liegt. Eine Religion ist nicht der Grund, denn es werden Mädchen aus sämtlichen Religionsgemeinschaften beschnitten, es ist traditionell in bestimmten GEBIETEN verbreitet, ohne dabei an eine bestimmte Religionsgruppe gebunden zu sein.

Kommentar von 5301eb1af7a9d619df3e1124295c6023smallVrostie am 17. September 2009 10:17

Vielleicht solltest du dich erstmal informieren!

http://de.wikipedia.org/wiki/BeschneidungweiblicherGenitalien#Religion

Kommentar von Simple_avatar4smallevangelista am 17. September 2009 11:30

Da gebe ich Dir recht! Männer haben das erfunden, damit die Frauen keine Möglichkeit besitzen ihre Sexualität zu leben.

Sie dagegen haben sich mehrere Frauen genommen, um sich sexuell austoben zu können. Selber haben sie sich keine Schranken auferlegt!

Das furchtbare dabei ist, dass die Mütter dabei mitgespielt haben und weiterhin bei diesem Wahnsinn mitmachen.


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anonym
beantwortet von timhhh am 16. September 2009 19:46
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damit sie keine lust beimm sex empfinden. Es soll dazu dienen das sie nicht fremd gehen

Kommentar von Simple_avatar2smallturalo am 16. September 2009 19:48

Das Ritual wurde aber den Frauen ins Leben gerufen. Den Männern ist es noch nicht mal so wirklich recht. Ich habe ein Buch (abscheulich) darüber gelesen.

Kommentar von 3fe3efe7ca3d63df08bcd4440fbb9df9smallSaahira am 16. September 2009 19:55

Turalo das Ritual wird von Frauen ausgeführt und zwar weil ein Mädchen das nicht beschnitten ist KEINEN Ehemann findet. Die Frauen machen dies aus ANGST und Unwissen und weil sie keine Bildung haben. Sie machen sich ihren Männern Untertan und die Männer wollens so weil sie dann sicher sind das ihre Frau sie NIE betrügen oder verlassen wird, weil sie einfach NUR SCHMERZ hat beim SEx.

Helfen kann nur AUfklärung vor Ort und dies geschieht Göttin sei Dank schon seit geraumer Zeit. Aber es muss noch viel geschehen um den Brauch auszurotten

Kommentar von 1918126f6028c32f41499cd6dd3b0f2asmalljohmarie am 16. September 2009 19:48

des ist ja der wahnsinn!! OMG. das darf doch nicht wahr sein.


anonym
beantwortet von Citrus am 16. September 2009 19:46
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Aus einer menschenverachtenden Tradion heraus


klarakarlson
beantwortet von klarakarlson am 16. September 2009 19:47
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Damit sie nichts mehr merken und treu bleiben...Bei manchen wird sogar,wen sie ein Kind geboren haben,die Mu-Mu mit Bast wieder zugenäht,damits für den Mann schöner ist...Ganz-ganz widerliche Sitten sind das!!!

Kommentar von 79c2699a0cca3521aedc39aa7eaa10cdsmallKingKurde am 16. September 2009 19:48

Für den Mann schöner?lach

Kommentar von 7c1ed376d68715bc4f858cabcad3bd34smallklarakarlson am 16. September 2009 20:06

Für diese Männer wohl schon..Hab ich gelesen...

Kommentar von Ea12a16b01b19946fb43c1b1da2330e7smallbaer1 am 16. September 2009 19:48

DH...da pflichte ich dir bei!


Tessa13
beantwortet von Tessa13 am 16. September 2009 19:48
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weil man dort Frauen als Ware und Sklaven ansieht,man möchte über ihre Sexualität herrschen,sie sollen keine Lust beim Verkehr verspüren,sie werden nur zur Geburt(und das ist regelmäßig)"geöffnet2.Man nimmt billigend ihren Tod in Kauf,hauptsache man heischt der sog. Tradition nach,verabscheuungswürdig und menschenverachtend!!!!


Saahira
beantwortet von Saahira am 16. September 2009 19:50
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Ganz ehrliche Antwort:

Damit sie beim Sex NIE Freude sondern NUR GANZ EXTRREME SCHMERZEN empfinden. Das macht sie dann angeblich "Sauber" und "Rein" . ES ist das SCHLIMMSTE WAS EIN MENSCH EINEM MENSCHEN ANTUN KANN AUSSER MORD.

ES IST VERACHTUNGSWÜRDIG und es macht mich total wütend wenn ich nur drüber nachdenke...die armen Kinder (ja sind sind dann noch Kinder wenn es geschieht und viele sterben dabei an der Sache weil sie unsauber mit rostigen Klingen durchgeführt wird.

Die Mädchen können nie mehr wirklich glücklich sein, haben fast ständig Schmerzen, ihr Leben wird unglaublich schlimm.

Sie sterben oft bei Geburten und sie können keine Freude empfinden mit ihrem Mann später.

Kommentar von 6d993d6245687c87c9fca12d262ce795smallMariYoana am 19. September 2009 20:27

Ich bin total Deiner Meinung ..wer so etwas macht gehört-ganz erlich- gequält. Es ist menschenverachtend und ich dachte immer es gibt Menschenrechte!!..Werde nächstes Jahr nach der Schule vielleicht nach Afrika gehen und hoffe daSs ich das nicht miterleben muss . LG Mariejo


swallowtail
beantwortet von swallowtail am 16. September 2009 19:45
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Auch Tradition.

Mädels werden zu Frauen. Die Klitoris und manchmal auch die äußeren Schamlippen werden ohne Betäubung entfernt. Meist mit einer Rasierklinke oder einem Messer, ohne diese vorher steril zu machen. Das dient dazu, die sexuellen Empfindungen zu unterdrücken.

Der Eingang zur Scheide wird vernäht, um zu verhindern, dass das Mädchen vor der Ehe Sex hat.


CrazyDaisy
beantwortet von CrazyDaisy am 16. September 2009 19:46
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Wegen der Religion.

Kommentar von D69e9737c65405f574a39a4e0e3fa100smallCaaanan am 16. September 2009 19:48

und welche religion soll das sein?

Kommentar von A521e3ba76c4794eea46a88ce74fd517smallCrazyDaisy am 16. September 2009 19:53

Wiki weiß: "Zu den Gruppen, bei denen die Beschneidung weiblicher Genitalien praktiziert wird, zählen in erster Linie Muslime, aber auch Christen verschiedener Glaubensrichtungen, äthiopische Juden und Anhänger traditioneller Religionen. Die Praxis geht auf vorchristliche und vorislamische Zeit zurück. In den Ländern, in denen die Mädchenbeschneidung üblich ist, nehmen vor allem ungebildete Gläubige häufig an, sie sei religiös vorgeschrieben. Im Islam ist dies je nach Auslegung auch Lehrmeinung (s.u.).

Allgemein gibt es Religionsvertreter, die sich für die Beschneidung aussprechen, solche, die sich nicht dazu äußern und andere, die sich dagegen einsetzen. Ein Aufruf der koptischen Kirche im Jahr 2001, dass die Beschneidung unchristlich sei, hat die Praxis unter den ägyptischen Kopten nahezu vollständig beendet. In Kenia ist Mungiki im Zusammenhang mit erzwungenen Beschneidungen in die Medien gekommen."

Kommentar von 3fe3efe7ca3d63df08bcd4440fbb9df9smallSaahira am 16. September 2009 19:53

da gehts NICHT um Religion sondern nur um MACHT ÜBER FRAUEN ÙND MÄDCHEN. ES geht dabei um eine uralte ekelhaft menschen bzw. FRAUENVERACHTENDE TRADITION die es zu bekämpfen gilt. Mit Religion hat das ÜBERHAUPTNICHTS zu tun.

Kommentar von Simple_avatar9smallswallowtail am 16. September 2009 19:54

Diese Tradition wurde von Frauen für Frauen eingeführt. Nicht von Männer!

Kommentar von 3fe3efe7ca3d63df08bcd4440fbb9df9smallSaahira am 16. September 2009 20:00

swallow du hast UNRECHT,

das Ritual wird von Frauen ausgeführt und zwar weil ein Mädchen das nicht beschnitten ist KEINEN Ehemann findet. Die Frauen machen dies aus ANGST und Unwissen und weil sie keine Bildung haben. Sie machen sich ihren Männern Untertan und die Männer wollens so weil sie dann sicher sind das ihre Frau sie NIE betrügen oder verlassen wird, weil sie einfach NUR SCHMERZ hat beim SEx.

Helfen kann nur Aufklärung vor Ort und dies geschieht Göttin sei Dank schon seit geraumer Zeit. Aber es muss noch viel geschehen um den Brauch auszurotten

Kommentar von A521e3ba76c4794eea46a88ce74fd517smallCrazyDaisy am 16. September 2009 20:05

Natürlich hat das mit Religion zu tun. Wie so vieles andere auch... Jedenfalls ist die weibliche Beschneidung unter Atheisten extrem selten...

Kommentar von 3fe3efe7ca3d63df08bcd4440fbb9df9smallSaahira am 16. September 2009 20:09

WARUM wirds denn dann bei Mädchen ALLER Möglichen Religionsgruppen durchgeführt? Egal ob Christen, Kopten oder Muslims??? ES schützt dich nicht vor Beschneidung dort wenn deine Familie Atheistisch wäre...sofern sie sich an die Traditionen hält bist du schneller Klitorislos als du "autsch" sagen kannst dort. ES ist leider so....die Männer und deren Ansichten über "sauberkeit" sind schuld plus unaufgeklärte ungebildete Frauen.

Es geht um eine Tradition nicht um Religion.

Kommentar von A521e3ba76c4794eea46a88ce74fd517smallCrazyDaisy am 16. September 2009 20:18

Eine Familie, die sich an diese Traditionen hält und atheistisch ist, wird es nicht geben. Du konstruierst hier etwas zum Wohle der Religion. Genauso könnte ich sagen: Es geht nicht um Tradition, denn es gibt ja auch andere Traditionen mit hübschen Trachtenkleidern und ohne Beschneidung... Nur damit mir jemand meine Tradition, wie immer die lautet, nicht madig macht.

Kommentar von 3fe3efe7ca3d63df08bcd4440fbb9df9smallSaahira am 16. September 2009 20:54

sorry aber es geht hier doch um was ganz anderes,nämlich darum das Kinder/Mädchen/Menschen in ihrer Menschenwürde verletzt werden. Darum das Mädchen ihre körperliche Unversehrtheit verlieren um einer alten Tradition willen die keinerlei Grundlage hat ausser der, dem Mann eine Sicherheit zu geben das die Frau ihn freiwillig nie KÖRPERLICH betrügen wird weil ihr das unglaubliche Schmerzen bereiten würde. Um was anderes gehts nicht. Ich bin übrigens weder ´Christin, noch Muslima noch sonst irgendeiner Religionsgruppe die du kennst zugehörig und halte dein ständiges Erwähnen der Atheisten in diesem Zusammenhang hier für sehr grenzwertig übertrieben.

Ich bin tolerant wenns um Religionsausübung geht und habe viele Freunde aus etlichen ethnischen und religiösen Gruppen. Aber keine Freunde die dumm sind, denn Dummheit ist der Faktor der bei solchen Dingen die entscheidende Rolle spielt.

Denk mal drüber nach;-) und egal welche Traditionen du pflegst Hauptsache du verletzt dabei niemanden.

Ich werde diese unsägliche sich im Kreise drehende Diskussion jetzt hier abbrechen weil ich weiss was ich weiss und ausserdem halte ich es für irrelevant.


gottesanbeterin
beantwortet von gottesanbeterin am 17. September 2009 16:41
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Das Wort "Beschneidung" ist in diesen Fällen wirklich eine Verniedlichung, es handelt sich nämlich dabei um eine lebensbedrohliche schwere Körperverletzung, eine Verstümmelung, die schwere körperliche und seelische irrepparable Schäden hinterläßt.


riara
beantwortet von riara am 17. September 2009 19:02
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Also die Beschneidung von Maedchen kommt ist eine alte aegyptische Tradition, deswegen heist die heftigste dieser Beschneidung auch "Pharaonische Beschneidung', dabei werden nach dem Entfernen der Klitoris und aeuseren Labien die Scheide so zugenaeht, das lediglich ein kleiner Austritt am unteren Ende fuer den Urin uebrigbleibt. Diese Naht wird dann vom Ehemann in der Hochzeitsnacht mit einem 'Ruck' geoeffnet, man kann sich den rest selber denken. Die Beschneidung ist immernoch bei vielen Staemmen vor allem in Ost-Afrika ueblich, obwohl sie in den meisten Staaten unter Strafe steht. Trotzdem kommt es immer wieder zu illegalen Beschneidungen, bei der in laendlichen Gegengen alles vom Kuechenmesser bis zur Galsscherbe benutzt wird, nach der Prozedur kommt es oft zu Entzuendungen und die Maedchen muessen tagelang mit zusammengebundenen Beinen ausharren. Die Sterberate ist in manchen Gegenden (wegen mangelnder Hygiegene) sehr hoch, trotzdem wird es weiter praktiziert und leider gibt es vor allem in Agypten muslemische Fuehrer, die diese Praxis sogar mit dem Koran verbinden...


anonym
beantwortet von Anjum am 18. September 2009 12:58
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Die Beschneidung in Afrika hat nichts mit dem islam zu tun.da ist das sogar verboten.Das hat viel mit alten Stammeskulturen und Stammesrelegionen zu tun.Sie haben den Islam einfach dazu genommen und alles gemischt.Es ist pure Folter und misshandlung und sollte verboten werden.


anonym
beantwortet von hansschorsch am 19. September 2009 16:06
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Vermutlich ist es eins der dunkelsten Kapitel menschlicher und männlicher Herrschaftskultur, für die es keine Entschuldigung gibt. Ich habe keine Erklärung dafür, aber vermutlich haben die vor mir Antwortenden recht: Es sollte zur Unterdrückung der Frau und ihrer gelebten Sexualität dienen - horribile dictu.


MariYoana
beantwortet von MariYoana am 19. September 2009 20:28
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DAS IST VERSTÜMMELUNG UND SOLLTE HART BESTRAFT WERDEN!!! WO SIND DIE MENSCHENRECHTE?????

Kommentar von C6072ad52c366f0eb4b78d742522df61smallabibremer am 21. September 2009 11:52

das ist bereits in (fast) allen staaten(wo das praktiziert wird)verboten- aber bei den großen entfernungen in denen die siedlungen liegen, fehlt es an der entsprechenden polizeilichen infrastruktur und oft besteht auf seiten der offiziellen stellen nicht das rechte interesse sich um diese "fälle" zu kümmern.


abibremer
beantwortet von abibremer am 21. September 2009 11:36
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mit hygiene hat diese beschneidung überhaupt nichts zu tun: da bei dieser barbarei meist auch noch die schamlippen teilweise zusammengenäht werden, wird der abfluß von sekreten und menstruationsblut gehindert, was der gesundheit auch nicht förderlich ist. in bezug auf die hygiene ist nur die beschneidung bei jungen und männern vielleicht sinnvoll.


Saahira
beantwortet von Saahira am 24. September 2009 13:51
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Auszüge aus einem Interview mit Hawa einer ehemaligen Beschneiderin:

Sie saß in ihrer Zelle, wütend, trotzig, Tochter einer angesehenen Familie aus Mali, verurteilt, weil sie in Frankreich Babys und junge Mädchen beschnitten hatte. "Warum werde ich bestraft, wenn ich meiner Tradition folge?", dachte Hawa. "Sind nicht die anderen, die über mich gerichtet haben, die eigentlichen Täter?" Vor allem diese Frau, die sie verklagt hatte: Linda Weil-Curiel. Die bekannt dafür ist, unangenehme Fragen zu stellen.

Die Geschichte, die Hawa Gréou, 62, heute erzählt, ist eine ganz andere. Sie hat die Seiten gewechselt. Sie beschneidet nicht mehr, mehr noch, sie kämpft gegen Genitalverstümmelung. Und ihre Weggefährtin ist ihre einstige Anklägerin. Man könnte sagen, sie sind Freundinnen. . „Wie weit darf Tradition gehen? Darüber debattieren Hawa und Linda immer wieder. “ Linda Weil-Curiel und Hawa Gréou. Die Frau aus Mali hat vier Kinder zur Welt gebracht, zwei sind in ihrer Heimat gestorben. Sie ist verheiratet, aber die Ehe ist zerrüttet, sie war arrangiert worden, als sie 15 war, ihr Mann ist ihr Cousin, sie war nie glücklich mit ihm, er beschimpfte sie und behandelte sie schlecht. Hawa lebt am Existenzminimum; seit sie nicht mehr beschneidet, ist sie arm. Linda ist ein paar Jahre jünger als Hawa. Sie verdient gut, lebt gut, schon ihr Vater war Anwalt. Sie läuft ständig der Zeit hinterher.

Es ist eine ungewöhnliche Freundschaft. Der Schlüssel dazu liegt in der gegenseitigen Sympathie und dem Reiz eines andauernden Disputs zweier gestandener Frauen über die Frage, wie weit Religion oder Patriarchat eingreifen dürfen in die Unversehrtheit eines weiblichen Körpers.

Wenn Hawa sagt, dass eine Frau nur dann wirklich ihr Leben lang unter einer Klitorisbeschneidung leidet, wenn sie schlecht gemacht ist, antwortet Linda: "Auch wenn sie gut gemacht ist, leidet die Frau. Wenn man mir den Finger abschneidet, und das ist professionell gemacht, fehlt mir trotzdem ein Finger!" Und Hawa erwidert: "Aber für die Beschneidung der Frau gibt es ja einen Grund, nämlich die Polygamie. Wenn ein Mann vier Frauen hat, ist er irgendwann erledigt. Was soll er machen, um sie sexuell zufriedenzustellen? Sind die Frauen beschnitten, werden sie weniger von ihm wollen." Und dann debattieren sie über die Frage, ob Beschneidungen Menschenrechtsverletzungen sind, die man wie jede andere anklagen darf, muss - oder ob man Rücksicht nehmen muss, anders urteilen, weil die Beschneidung als Tradition gilt und ihre Verurteilung ein Verstoß wäre gegen das Gebot kultureller Toleranz.

Hawa ist sehr gläubig, aber als religiöse Handlung versteht sie Beschneidung nicht. "Im Koran wird sie gar nicht erwähnt", sagt sie. Zehn Jahre nach dem Prozess, im Büro ihrer Anklägerin, erzählt Hawa, wie sie lernte, das Messer zu führen. Sie spricht in kurzen, etwas abgehackten Sätzen, es klingt wie eine Mischung aus Französisch und einer afrikanischen Sprache. Linda versteht und dolmetscht geduldig.

Schon Hawas Großmutter und ihre Mutter waren Beschneiderinnen.

„Meine Großmutter brachte mir Zauberformeln bei, um Blutungen zu verhindern. “ "Ich sah gebannt zu, was meine Großmutter tat. Sie brachte mir Zauberformeln bei, um Blutungen zu verhindern. Trotzdem brauchte ich lange, bis ich mich traute. Ich hatte große Angst." Mit 21 setzte sie selbst den ersten Schnitt, sie sagt, dass ihre Familie sehr stolz auf sie war. Elf Jahre arbeitete sie in Mali als Beschneiderin, dann folgte sie ihrem Mann Guerévé nach Frankreich, er verdiente als Müllmann sein Geld. Zwischen 25 und 75 Euro kassierte Hawa in Paris für eine Beschneidung. Sie wusste, dass das, was sie tat, illegal war. Die Gréous hatten mehrfach Ärger mit der Polizei, weil Nachbarn Kinderschreie aus ihrer Wohnung hörten; man konnte ihnen aber nie etwas nachweisen. Hawa behauptete, sie würde den Mädchen Zöpfe flechten, und das sei eben schmerzhaft.

Später fuhr sie zu den Mädchen nach Hause, . Konnte Hawa damals verstehen, warum man in Frankreich nicht erlaubte, was für sie in Mali selbstverständlich war? Verstand sie, warum Linda Weil-Curiel sie vor Gericht brachte? "Am Anfang habe ich geglaubt, dieser Prozess würde geführt, weil die Franzosen uns hassen", sagt sie. "Aber dann habe ich begriffen, dass du das nicht aus Rassismus machst, Linda. Du hast während der Verhandlung von den Opfern der Beschneidungen gesprochen, von Babys, die an den Folgen gestorben sind. Wenn ich selbst Mädchen beschnitten habe, ist nie ein Kind gestorben, aber in anderen Fällen schon. Mir ist klar geworden, dass eine Tradition nicht gut ist, bei der Menschenleben aufs Spiel gesetzt werden. Und im Koran wird die Beschneidung sowieso nicht erwähnt."

Mit einer Aufseherin im Gefängnis führte sie lange Gespräche - über Beschneidung, aber auch über ihren Mann Guerévé, der wollte, dass sie damit Geld verdient. Sie sagt: "Für mich war das Gefängnis wie eine Befreiung. Endlich war da keiner, der mich beschimpfte, wie es mein Mann immer getan hatte." Die Ehe war schon seit Längerem kaputt, nach Hawa hat Guerévé eine zweite und dritte Frau geheiratet. Es war, als käme sie endlich zu sich; vielleicht ist sie die Einzige, die von Linda Weil-Curiel ins Gefängnis gebracht wurde und der Anwältin dafür sogar dankbar ist. Ohne den Prozess hätte sie weitergemacht wie bisher. Sie hätte in ihrer Ehe ausgeharrt, Mädchen verstümmelt und ständig Angst gehabt, entdeckt zu werden.

Linda Weil-Curiel ist heute Hawas Beschützerin, sie hilft ihr im Alltag. Gemeinsam haben sie ein Buch über Beschneidung herausgebracht Der Prozess schrieb in Frankreich Geschichte, zum ersten Mal musste eine "Exciseuse", eine Beschneiderin, eine Haftstrafe verbüßen. Hawas Geständnis ist eindeutig: "Ich gestehe, dass ich in Frankreich zwischen 1984 und 1994 Beschneidungen vorgenommen habe. Ich habe auf dieselbe Weise beschnitten wie in Afrika, mit einem Werkzeug, das mir ein afrikanischer Arzt gegeben hat. Ich bedauere das alles. Ich bin allein verantwortlich." Auch die Eltern der verstümmelten Mädchen wurden verurteilt. Hawa Gréou bekam acht Jahre, nach fünf Jahren kam sie wegen guter Führung frei.

Als sie gleich nach ihrer Entlassung erneut verdächtigt wird, zwei Mädchen beschnitten zu haben, trifft sie wieder auf ihre Anklägerin. Diesmal aber ist sie nicht die Schuldige, sondern soll als Sündenbock herhalten.

"Als ich sie wiedersah", sagt Linda, "hatte ich Mitleid mit ihr." In einer Verhandlungspause spricht sie Hawa an, drückt ihr eine CD des Sängers Bafing Kul aus Mali in die Hand, der in seinen Songs Beschneidungen geißelt. Auf dem Cover steht Lindas Telefonnummer. "Gleich am nächsten Tag habe ich sie angerufen, sie war sehr freundlich. Ich habe ihr gesagt, dass mit mir im Gefängnis etwas passiert ist und dass ich nie wieder Beschneidungen mache", sagt Hawa. Linda glaubte ihr, bat aber zur Sicherheit Bafing Kul, mit dem sie befreundet ist, Hawa zu besuchen, um letzte Zweifel auszuräumen. Hawa hat, wenn man so will, die Gewissensprüfung bestanden. „Fragen Sie Hawa nicht, ob sie sich an ihre eigene Beschneidung erinnern kann. “ Die Afrikanerin steht auf. "Allah ist böse auf mich, weil ich heute nicht in die Moschee gegangen bin", sagt sie und verlässt das Büro, um zu beten. Als sie draußen ist, sagt Linda leise: "Fragen Sie Hawa bitte nicht, ob sie sich an ihre eigene Beschneidung erinnern kann. Sie ist imstande, das Gespräch abzubrechen und zu verschwinden. Diese Frage hält sie für absolut respektlos." Hawa kommt zurück und sagt zufrieden: "Jetzt ist alles gut." Dann erzählt sie, dass sie immer noch angefragt werde: Ob sie nicht doch, in aller Heimlichkeit... "Ich lehne jedes Mal ab. Aber ich habe nach wie vor den Ruf, sehr gut in meiner Arbeit zu sein." Es klingt stolz, wie Hawa das sagt. Sie verurteilt jetzt Klitorisbeschneidungen, ihre eigene Kompetenz hält sie dennoch hoch. Ein Widerspruch, der ihre Zerrissenheit zeigt zwischen ihrer Tradition und dem Eingeständnis, dass bestimmte Bräuche lebensgefährlich sind. Und nur für die Männer gemacht.

In den letzten fünf Jahren ist Linda Hawas Beschützerin geworden. Sie macht der Afrikanerin Dampf, endlich ihren abgelaufenen Pass zu verlängern. Sie hat durchgesetzt, dass Guerévé seiner Frau eine kleine monatliche Unterstützung zahlt, und gelegentlich steckt sie selbst Hawa etwas zu. Hawa ist glücklich, dass sie Linda hat, die sie wie ein Sherpa durch die Untiefen der französischen Bürokratie führt. Linda ist zufrieden, dass sie für die konvertierte Beschneiderin Gutes tun kann, auch wenn es ihr manchmal zu viel wird. Vor zwei Jahren haben sie gemeinsam mit einer Journalistin ein Buch veröffentlicht: "Exciseuse"*. Neben vielen Fakten zum Thema kann man Lindas und Hawas Geschichte nachlesen. Hawa bekam dafür Zuspruch, aber auch Ärger mit Afrikanern - bis heute. Sie sei eine Verräterin, heißt es, eine Frau, die mit den Weißen gemeinsame Sache mache. Über Linda sagen manche: "Die nervt uns, man muss sich vor ihr in Acht nehmen. Sie stellt Fragen, auf die man nicht antworten möchte." Auch Hawas Mann hat gepöbelt. Linda bringt es drastisch auf den Punkt: "Hawa ist für ihn totes Kapital, seit sie nicht mehr beschneidet."

Linda hat ebenfalls Ärger bekommen. Einmal ist sie bei einem Prozess in einer Verhandlungspause von zwei wütenden Afrikanern angemacht worden, die ihr zuriefen: "Leute wie Sie sind schuld daran, dass unsere Frauen uns nicht mehr gehorchen!" Linda lacht zufrieden: "Für eine Feministin ist das doch das größte Kompliment!"


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