Frage von Mkfonic, 2.400

Wieso werden alle als Nazis bezeichnet?

Hallo Community,

ich beschäftige mich momentan sehr viel mit den Medien. Meine Frage ist, warum werden alle die bei der AfD mitmachen, z.B. bei Protesten, Wahlkampagnen oder einfach nur so, als Nazis bezeichnet? Vor allem die Medien das so extrem wiederspiegeln? Noch eine kleine Nebenfrage: Warum behaupten noch viele Politiker, dass die Flüchtlinge für unser Land gut wären? Ich hab auch das Gefühl, dass viele Politiker sich gar nicht dazu richtig äußern können/wollen, weil sie Angst haben als Rechte dargestellt zu werden.

P.S. Nein, ich bin kein Nazi, aber in unserem kleinen Dorf mit ca. 350 Einwohnern sollen 250 Asylanten kommen, und dem entsprechend mach ich mir Sorgen.....

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von volker79, 1.080

Na ja erst mal muss ein Begriff geprägt werden. Der Nationalsozialismus und dessen Anhänger, die Nationalsozialisten, kurz auch Nazis, das wären ja unbelastet erst mal zwei völlig harmlose Begriffe. National... okay das suggeriert zwar unter Umständen einen gewissen eigeschränkten Tellerrand (wenn auch nicht zwangsweise), aber sozial ist ja mal garnicht so übel.
Hätte der Nationalsozialismus für eine ausgeprägte Willkommenskultur gestanden, wären heute weltoffene Menschen Nazis. Da die Nazis aber leider den falschen Weg wählten, Menschen aufgrund ihrer Herkunft zu verjagen, gar massenhaft umzubringen, steht Nazi heute für Jemanden, der Fremden gegenüber ablehnend und gewalttätig ist.

Diese Gewalt kommt hauptsächlich von Angst. Und das sind auch meine größten Bedenken, wenn man heute hört "Ich bin zwar kein Nazi, aber diese Moslems...": Hitler hat den Leuten Angst vor den Juden gemacht, da die an unser Geld wollten. Das hat gereicht, um sie zu vergasen. Nun gibt es einen kleinen Bruchteil selbsternannter Moslems, darunter Salafisten, die uns, aber auch anderen Moslems aufgrund ihrer Art der Religionsausübung ziemlich komisch vorkommen, aber auch direkt gewaltbereite Gruppen wie Al Kaida, Taliban oder IS, die aber mit Islam so viel zu tun haben, wie Atombomben mit dem Weltfrieden. Fasst man das nun mal schön verallgemeinert wie immer zusammen, trachten uns Moslems nun nach dem Leben...  Und Leben ist mehr als Geld. Nicht gut!

Nun kommt die AfD ins Spiel. Bei der Gründung hatten sie erst mal eine Idee, die garnicht mal so schlecht ist, Kritik an Euro und EU. Mir gefiel zwar die Art nie, wie sie es getan haben (Austritt als einzige Option), muss aber sagen, dass mir als Freund der Währungs- und Zoll-Union und offener Grenzen einige Entscheidungen aus Brüssel zu suspekt sind, um sie europaweit bindend umsetzen zu müssen. Das liegt aber auch immer noch daran, dass die Parteien Europas ihre unfähigsten Politiker nach Brüssel entsorgen, wo sie dann Entscheidungen aus purer Dummheit und chronischer Langeweile (Europaweit einheitlicher Krümmungsradius von Gurken) oder mit guter Bezahlung von Industrie-Lobbies (Verbot von Glühbirnen zugunsten umweltschädlicherer Energiesparlampen, Wiederzulassung von Glyphosat) treffen. Dass man, wie die AfD meint, gleich austreten muss, sehe ich nicht so, aber dass grundlegende Reformen fällig sind, schon. Aber mit "Vielleicht sollten wir mal nachdenken, dass eventuell was gemacht werden muss" kommt man in der Politik nicht weit, man muss polarisieren.

Nun hat sich die AfD um zu polarisieren schon mal sehr weit rechts positioniert. Das gefällt auch Anhängern der Pegida, die noch mal ein gutes Stück weiter rechts sind und sich statt gegen dumme Politiker mit Lobbyeinfluss und zu hoher Entscheidungsgewalt lieber gegen Menschen aufgrund eines Glaubens oder einer ethnischen Herkunft stellen (blöd nur: Das hatten wir schon mal und es nahm kein gutes Ende). Deren Anhänger, ob aktives Mitglied oder Mitläufer, strömen ihnen als Wähler oder gar Parteimitglieder zu. Damit ist die AfD gerade seit Beginn der Flüchtlingskrise noch mal ein gutes Stück weiter nach rechts gerutscht und von einzelnen Parteimitgliedern, die mit Sicheherheit nicht die Mehrheit der Partei repräsentieren, jedoch ihr öffentliches Bild prägen, tönt es ja sogar schon mit Gewaltaufrufen in Form von Wünschen von offiziellen Schießbefehlen der Polizei gegen Flüchtlinge. Damit wird die AfD mehr und mehr von "bedingt sinnvolles gesellschaftsfähiges gemäßigt rechts" zu "leider gesellschaftsfähiges extrem rechts" und auf das politische Niveau von Republikanern und NPD.

Zu den Flüchtlingen selbst gibt es auch zwei Trends, die mir nicht gefallen, der Trend, sie alle ohne Fragen aufnehmen zu wollen und der Trend, sie alle ohne Fragen ablehnen/abschieben oder gar erschießen zu wollen. Die Leute, die hier herkommen, haben richtig Sch... erlebt. Zumindest der Großteil. Klar finden sich auch immer wieder welche dazwischen, die hier das Land, in dem Milch und Honig fließt erwarten und über den Weg Asyl ein besseres Leben suchen. Viele Deutsche sind auch im Krieg geflüchtet. Und auch nicht in Nachbarländer, sondern quer über Kontinente und Ozeane. Wer vor Bomben flieht, soll hier zeitweilig Frieden finden. Aber da wir nur begrenze Kapazitäten haben (wenn man jetzt auf Türkei und Libanon verweist, die viel mehr Flüchtlinge aufnehmen... Würden wir in Deutschland solche Camps wie dort anbieten, hieße es gleich, das wäre menschenunwürdig), lieber gut filtern (beim geringsten Verdacht Wirtschafsflüchtlinge sofort wieder wegschicken), Obergrenzen festlegen, die anderen EU-Staaten die sich, wie immer in einer Krise nur auf Deutschland verlassen, auch mit in die Pflicht nehmen und dafür denen, die wirklich aus Angst um ihr Leben kamen, eine menschenwürdige Unterkunft und Perspektive bieten. Die Meisten wollen eh wenn Frieden ist wieder in ihre Heimat zurück. Wer sich in Deutschland etabliert und Arbeit findet, gar Arbeit schaft, darf gerne bleiben. Ich sehe aber auch gute Chancen, wenn Syrer in 10 Jahren mit einem deutschen Studium ins wieder friedliche Syrien zurückkehren und dort Industrie und Wohlstand aufbauen - ein Industrieland ist auch immer ein guter Abnehmer für deutsche Produkte.

Ich habe jetzt teilweise ziemlich weit ausgeholt, um erst mal meinen eigenen Standpunkt klarzumachen. Du siehst damit aber auch, dass ich irgendwo stehe, wo man früher mal Mitte zugesagt hat (heute vermutlich eher linksrechts - zu links für rechts und zu rechts für links). In so einer Position muss ich aber ganz ehrlich sagen, fand ich die AfD anfangs noch wichtig (man polarisiert mit übertriebenen Darstellungen, um ein wichtiges Thema aufzugreifen und dafür zu sensibilisieren), finde sie aber mittlerweile zu weit nach rechts gerutscht, mit einzelnen, aber immer mehr Mitgliedern die man mit Fug und Recht auch als Nazi bezeichnen darf.

Kommentar von Dannius ,

Das ist eine der besten Analysen, die ich in diesem Zusammenhang bisher gelesen habe. Herzlichen Dank, auch für die Mühe, die Du Dir gemacht hast, dies zu verfassen.

Kommentar von DreiGegengifts ,

wenn man jetzt auf Türkei und Libanon verweist, die viel mehr
Flüchtlinge aufnehmen... Würden wir in Deutschland solche Camps wie dort anbieten, hieße es gleich, das wäre menschenunwürdig

"Mehr" ist gut. Die Aufnahmequoten von Ländern wie der Libanon oder Jordanien kann man wohl eher als "andere Dimension" bezeichnen.

Das reiche Europa ist dagegen seit vielen Jahren auf Abschottungskurs. Nur wurde das kaum in der Öffentlichkeit wahrgenommen.

Auch nicht öffentlich wahrgenommen wurden die katastrophalen Zustände in den Flüchtlingslagern z.B. im Libanon. Diese Länder können nur den blanken Schutz vor den Verfolgern bieten. Ansonsten sind die Flüchtlinge dort auf sich gestellt. Nicht weil man sich davor fürchtet etwas abgeben zu müssen, so wie in Europa, sondern weil diese Länder schlicht keine Mittel und extrem knappe Ressourcen haben. Der Libanon zählt zu den  Entwicklungsländern. Bevor die Flüchtlingszahlen bei uns 2015 anwuchsen, brach in den Flüchtlingscamps Hunger aus. Die Zustände müssen richtig übel gewesen sein. Keine Nahrungsmittel, keine Medikament, kaum Wasser.

Die Politik wusste dagegen von den Zuständen. Hat aber keinen Finger gerührt. Bis es die Menschen in den Camps nicht mehr ausgehalten haben und sich  auf die lange Reise nach Europa gemacht haben.

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Obergrenzen festlegen

Obergrenzen: Ab Flüchtling x verstoßen wir gegen grundlegendes Menschenrecht und schicken Flüchtlinge zurück in den Krieg.

Wer das fordert, sollte vom Verfassungsschutz beobachtet werden.

Und genau das ist die Aufgabe der AfD. Sie macht Unrecht gesellschaftsfähig.


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anderen EU-Staaten die sich, wie immer in einer Krise nur auf Deutschland verlassen, auch mit in die Pflicht nehmen

Deutschland liegt relativ zur Einwohnerzahl  im Mittelfeld in Europa. Relativ zur Wirtschaftsstärke kenne ich keine Zahl. Aber ich vermute hier würde Deutschland auf einen hinteren Platz rutschen. Nur weil die Reichsten sich medial am lautesten Beklagen, muss diese Klage noch lange nicht viel mit der Realität zu tun haben.

Kommentar von UrielKatzer ,

Obergrenzen: Ab Flüchtling x verstoßen wir gegen grundlegendes Menschenrecht und schicken Flüchtlinge zurück in den Krieg.

O.k. es heißt nicht rein zufällig "zwei Juristen, drei Meinungen", aber ALLE Verfassungsrechtler sind zur Zeit der Meinung, dass die derzeitige Merkel-Politik der unkontrollierten Zuwanderung gegen EU-Recht und deutsches GG verstößt.

http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/fluechtlingskrise-in-deutsc...

Krieg oder Bürgerkrieg gilt nicht als Asylgrund. Wenn wir hier die Menschen vorübergehend aufnehmen, dann müssen aber auch die wehrfähigen Männer und Frauen ausgebildet werden, mit Waffen versorgt werden, und für die demokratischen Parteien in ihren Heimatländern kämpfen. Z.B. Kanada und Australien haben auch ein Asylrecht, aber die lassen zur Zeit nicht einen einzigen rein. Wohingegen Deutschland alle rein lässt, den meisten sogar ein Bleiberecht eingesteht, aber bei den Menschen die wirklich politisch verfolgt werden, wie z.B. Snowden und Assange, feige den Schwanz einklemmt.

Kommentar von DreiGegengifts ,

gegen EU-Recht und deutsches GG verstößt.

Vollkommen gleichgültig. Denn egal wie die Rechtslage für die Verteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU aussieht, eine nationale oder europäische Obergrenze verstößt  gegen das Menschenrecht.

"Lustig" ist die Abhandlung in der FAZ dennoch:

Zuständig sind nach der Dublin III-Verordnung vielmehr in der Regel die Ersteinreisestaaten.

Dublin ist tot. Durchgesetzt wurde diese Verordnung von den reichen und mächtigen Nicht-Grenzstaaten Frankreich und Deutschland.

Diese Verordnung gehört in die Reihe Politik-Klamauk und ist das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt ist. Kein Grenzstaat wird sich jemals an diese absurde Verordnung halten, nach der die meist ärmeren Grenzstaaten die alleinige Last auf sich nehmen sollen.

Kommentar von UrielKatzer ,

Aber ALLE Ex-Verfassungsrichter die sich bisher geäußert haben, sprechen von einem Rechtsbruch (aktuelle Verfassungsrichter dürfen sich nicht äußern). Die Richter bezeichnen sogar den Merkel-Staat als Diktatur. Gibt dir das nicht zu denken?

http://www.welt.de/politik/deutschland/article150894661/Papier-rechnet-mit-deuts...

>Papier äußert massive Bedenken am Umgang mit der Flüchtlingskrise: Noch nie sei in der rechtsstaatlichen Ordnung der Bundesrepublik die Kluft zwischen Recht und Wirklichkeit so tief wie derzeit.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article150947586/Merkels-Alleingang-war-e...

 Akt der Selbstermächtigung (Vornehme Umschreibung von Diktatur)

Kommentar von Apfelkind86 ,

Lol, du relativierst doch deine eigene Behauptung doch direkt wieder selbst:

 Akt der Selbstermächtigung (Vornehme Umschreibung von Diktatur)

Es ist also nur deine Interpretation, die dir natürlich zupass kommt. Und "DIE Richter" haben auch gar nicht gesprochen, sondern 2 einzelne Richter jeweils unabhängig und sie sagen auch unterschiedliche Dinge.

Kommentar von DreiGegengifts ,

Die WELT ist wie die BILD ist ein politisches Instrument. Hier kommt zu Wort, wer gerade  das richtige sagt.

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Aber ALLE Ex-Verfassungsrichter die sich bisher geäußert haben, sprechen von einem Rechtsbruch

Bezüglich der Obergrenzen? Natürlich. Obergrenzen verstoßen gegen das Menschenrecht.

Und die Grenzstaaten verstoßen gleichzeitig gegen EU Recht, wenn sie sich nicht an die abstruse Dublin Verordnung halten.

Wobei die Dublin Verordnung ein Produkt des Machteinflusses Deutschlands und Frankreichs ist, an dem man schön sehen kann, wie die Demokratie in Europa tickt.

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Die Richter bezeichnen sogar den Merkel-Staat als Diktatur.

Wo hast du denn so einen Quark her?

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Papier äußert massive Bedenken am Umgang mit der Flüchtlingskrise

Papier steht an der Spitze einer Kampagne, die seit längerer Zeit einen Verfassungsbruch beschwören will. Wo der genau liegen soll, kann leider niemand sagen. Die drei Seiten lohnen sich bis zum letzten Wort: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/papier-will-verfassungsklage-gege...

Kommentar von 123Blub456 ,

Zu behaupten, der IS habe mit dem Islam nichts gemein ist als würde man behaupten, die Inquisition habe nichts mit der Kirche am Hut...

Kommentar von volker79 ,

Das sehe ich anders.

Die Kreuzzüge wurden vom Papst, dem Oberhaupt der katholischen Kirche und im 11. Jahrhundert somit der ziemlich einzigen christlichen Kirche angeordnet. Damit haben die Kreuzzüge was mit der Kirche, dem Katholizismus und dem Christentum gemeinsam. Hätte es damals bereits eine protestantische Kirche gegeben, die so stark ist, wie heute, und daran nicht teilgenommen hätte, wäre die Aussage anders: Die Kreuzzüge haben etwas mit der katholischen Kirche, aber nichts mit dem Christentum zu tun.

Und so ist das mit dem IS und dem Islam. Der Islam ist in viele kleine Unter-Glaubensrichtungen unterteilt, die sich teilweise selbst nicht ganz grün sind. Die Meisten von ihnen haben aber eines gemeinsam: Die Oberhäupter und Gelehrten finden im Handeln des IS nichts, das mit dem Koran kompatibel ist und verurteilen es aufs Schärfste. Also außer dass sich der IS den Islam als Deckmantel für die Taten nutzt und vielleicht auch glaubt, tatsächlich im Namen des Islam zu handeln, haben sie damit sonst wirklich nichts zu tun.

Kommentar von Kommentierung ,

"tönt es ja sogar schon mit Gewaltaufrufen in Form von Wünschen von
offiziellen Schießbefehlen der Polizei gegen Flüchtlinge. Damit wird die
AfD mehr und mehr von "bedingt sinnvolles gesellschaftsfähiges gemäßigt
rechts" zu "leider gesellschaftsfähiges extrem rechts"" - was die AfD gefordert hat, war nichts weiter, als im Notfall Gewalt einzusetzen. Genauso, wie es die Gesetze auch erlauben. Das ist nicht "rechts", sondern rechtmäßig.

Die Behauptung, die AfD sei rechtsextrem, wurde recht früh von den Medien und den anderen Parteien behauptet. Nur: Wo bleiben die Belege?

Kommentar von Hqdes ,

Wenn der IS mit dem Islam genau so viel zu tun hat wie der Weltfrieden mit Atombomben ist der Koran anscheinend nichtmehr das heilige Buch des Islam und Mohammed anscheinend auch nicht mehr der Gründer/Prophet des Islams.

In seinen letzten 10 Lebensjahren hat Mohammed persönlich 27 Feldzüge angeführt und weitere 47 in Auftrag gegeben.

Im Koran selbst wird beschrieben wie er einen Ungläubigen enthauptet weil dieser den Islam nicht anerkennt und Mohammed als Lügner bezeichnet.

Mohammed war ein Feldherr - Wo ist der Unterschied zum IS?

Antwort
von kloogshizer, 742

Na alle machen das ja nicht. In den meisten Fällen wahrscheinlich unbewusst um Hass und Aggression zu schüren. Der Begriff Nazi verändert sich ja auch, und jetzt ist ein Nazi was anderes als vor 50 Jahren. Es ist ein Feindbild auf welches negative Eigenschaften geladen werden. Nicht nur, es gibt schon teilweise eine verbindende Ideologie, aber da sind sich die Kritiker nicht einig, und viele der so bezeichneten Nazis unterscheiden sich in ihren Ansichten.

Pädophile wären ein anderes Beispiel für ein solches Feindbild. Diese Feindbilder werden nicht als Teil der Gesellschaft angesehen, und werden ausgegrenzt wodurch sie sich selbst von der Gesellschaft abwenden und ihre Aktivitäten in den Untergrund verschieben, wo sie isoliert aufblühen können. 

Ist immer der gleiche Fehler, und wird immer wieder gemacht. Die Lösung ist, diese Menschen in die Gesellschaft einzugliedern und öffentlich zu diskutieren. 

Aber im Moment geht der Trend eher in die andere Richtung, und es bauen sich Fronten auf.

Expertenantwort
von PeVau, Community-Experte für Politik, 538

Die Frage ist, wieso man sich nicht als Nazi wahrnimmt?

Vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte ist das zunächst einmal ein verständlicher Reflex und viele, die meinen, das christliche Abendland gegen morgenländische Invasion verteidigen zu müssen, glauben sogar, dass sie keine Nazis sind.

Wenn man sich aber mal ansieht, woraus sich die Mitglieder von Pegida und AfD rekrutieren, so muss man feststellen, dass es sich aus den gleichen Kreisen zusammensetzt, die schon vor über 70 Jahren dem Führer zujubelten - das sich in ihren Besitzständen und in ihrem sozialen Status bedroht fühlende Kleinbürgertum.

Das verwundert aber auch nicht weiter, denn gerade dieses Kleinbürgertum ist in den Letzten Jahren durch den neoliberalen Umbau der Gesellschaft zunehmend unter Druck geraten. Hinzu kommen diejenigen, die ökonomisch und sozial den Abstieg bereits hinter sich haben und ihn absehbar vor sich haben.

Soziale Verwerfungen stärken eben nicht die Linke, wie viele fälschlicherweise meinen, sondern die politische Rechte mit Nationalismus, Chauvinismus, Xenophobie und all den anderen unappetitlichen Auswüchsen.

Auf der anderen Seite sind diejenigen, die diesen Druck nicht haben, für die die Flüchtlinge keine potenziellen Konkurrenten im Verteilungskampf sind. Da lebt sich Willkommenskultur einfach, vor allem dann, wenn man sich dabei ob der eigenen Anständigkeit selbst auf die Schulter klopfen kann.

Die Ignoranz, mit der der oben beschriebene Druck weiter erhöht wird, schürt diese Entwicklung und verschafft der rechten Protestbewegung Zulauf und den Anschein von moralischer Legitimation.

Wenn sich die Vertreter der Arbeitgebervereinigungen demonstrativ hinter die Politik der Kanzlerin stellen, eine Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt versprechen und dafür Erleichterungen seitens der Politik erwarten, wird eine der Zielrichtungen deutlich.

Die beste Flüchtlingspolitik ist immer noch die, die keine Flüchtlinge entstehen lässt. Wir ernten jetzt, was unsere von uns gewählten Regierungen in den Krisenregionen der Welt gesät haben und vielen fällt nichts anderes ein, als diese Opfer noch mehr zum Opfer zu machen.

Deutschland und die EU haben eine humanitäre Verpflichtung, zumal wir  an dem Flüchtlingsstrom mit Schuld tragen. Die Lösung der Flüchtlingskrise liegt nicht darin, den Opfern unsere Hilfe und Solidarität zu verweigern.

Das Letztere ist aber der Lösungsansatz der Rechten, womit die weitere Entsolidarisierung der Gesellschaft betrieben wird. Auch wenn nicht jeder Pegidist oder AfDler ein echter Nazi ist, sie sind aber verdammt dicht dran.

Kommentar von JBEZorg ,

Das sage ich die ganze Zeit. Europa muss endlich das Konzept ändern. Leider scheint es in den Köpfen der Eliten nur ein Gegenkonzept zu geben - Nationalismus.

Und die Massen sind leider immer nur ein Medium für Polittechnologien.

Und es ist allerdings zu spät keine Flüchtlinge entstehen zu lassen. Nun steht Deutschland vor einem Problem das hier und jetzt ist und es kann nicht so angegangen wird wie die Transatlantiker das wollen. Das wäre nämlich wirklich das Ende des Abendlandes in Europa. Das ist auch das erklärte Ziel. Man muss deswegen nicht auf die Barrikaden gehen, aber die Menschen sollten ersthaft überlegen ob sie so eine Zukunft überhaupt wollen.

Kommentar von UrielKatzer ,

Deutschland und die EU haben eine humanitäre Verpflichtung, zumal wir  an dem Flüchtlingsstrom mit Schuld tragen.

Hier sollte man aber auch anmerken, dass die BRD sich aus den Kriegen gegen den Irak, Libyen und Syrien sich so gut rausgehalten hat, wie es ihr möglich war. 

http://www.tagesspiegel.de/politik/guido-westerwelle-im-interview-warum-keine-de...

Das haben wir Schröder und Westerwelle zu verdanken. Früher gab es noch eine Bremse für Merkel. Die einzige Bremse die ich zur Zeit in der politischen Landschaft entdecken kann, ist die AfD.

 

Kommentar von UrielKatzer ,

Ich möchte jetzt keine Partei für die neoliberale FDP ergreifen, aber wenn man weiß einen wie großen Einfluss die USA auf die BRD haben und wie häufig es in der BRD Wahlfälschungen gibt, so könnte man bei Durchsicht der alten Presseartikel

http://www.sueddeutsche.de/politik/wikileaks-problem-westerwelle-plaudertasche-g...

zu der Ansicht kommen, dass der Rausflug der FDP aus dem Bundestag auf Wahlfälschung zurückzuführen ist.

Kommentar von Mkfonic ,

(Das haben wir Schröder und Westerwelle zu verdanken. Früher gab es noch
eine Bremse für Merkel. Die einzige Bremse die ich zur Zeit in der
politischen Landschaft entdecken kann, ist die AfD.)

Genau so sehe ich das auch ,traurig aber war.

Kommentar von woflx ,

Ich greife nur mal ein Wort aus Deinem Text heraus, das aber anscheinend symptomatisch für Deine Denkweise ist: Verteilungskampf. Wenn Du Dich näher mit den Argumenten von AfD und Co. beschäftigst, könntest Du feststellen, daß ein solches plumpes Konkurrenzdenken nach dem Schema "Die nehmen uns weg, was uns zusteht!" allenfalls am Rande eine Rolle spielt.

Die zentrale Befürchtung geht viel mehr in die Richtung, daß durch die massenhafte Migration eine Bevölkerungsstruktur entsteht, die nicht mehr in der Lage ist, das Niveau - wirtschaftlich, kulturell, wissenschaftlich usw. - das wir aus dem 20. Jahrhundert gewohnt sind, auch weiterhin aufrecht zu erhalten. Daß die einzigen Gewinner in dieser Sache dann die weltumspannenden Konzerne sind, die entsprechenden Einfluß auf die Politik ausüben.

Nicht die Angst, im "Verteilungskampf" ins Hintertreffen zu geraten, treibt die Menschen um, sondern daß es schlicht und einfach bald nichts mehr zu verteilen gibt.

Kommentar von UrielKatzer ,

@woflx So ist, und diese Angst dass es bald immer weniger zu verteilen gibt, die ist mehr als berechtigt. 

Kommentar von cherskiy ,

durch die massenhafte Migration

Diese massenhafte Migration ist der aggressiven Außenpolitik der USA und ihrer rückgratlosen NATO-Vasallen geschuldet. Der sich im Endstadium der Dekadenz befindende Westen muss geschützt werden und zwar vor sich selbst.

Kommentar von spaeschel85 ,

Bei 5,5% Muslimen in Deutschland (inkl der Flüchtlinge) macht man sich Sorgen dass es zu wenig zu verteilen gibt.

Ein Witz ist das.

Auch so lese ich grobe Fehler in politischen und gesellschaftlichen Aussagen die hier gemacht werden und jede Menge Wahnvorstellungen.

Das ist im Moment in Mode. Wir werden sehen wohin uns das führt.

Leider ist Rassismus gemischt mit Protektionismus und Verschwörungstheorien ein sehr dreckiges Rezept das schon viele üble Diktaturen und Menschenverachtung geboren hat.

Antwort
von zahlenguide, 15

volker79 macht in seiner Hilfreichsten Antwort einen unglaublichen Fehler - er stellt fest, dass das Wort "Nationalsozialismus" aus den Worten "National" und "Sozial" besteht und gegen beide Begriffe nichts einzuwenden sei - aber da steht "Sozialismus", was eine völlig andere Bedeutung hat.

Der Sozialismus möchte über einen Krieg zwischen Armen und Reichen, die Reichen besiegen (und das würde heute einen Krieg mit Massenvernichtungswaffen und großen Armeen bedeuten), um dann einen Staat zu gründen, bei dem auf den ersten Blick alle Menschen finanziell gleichgestellt sind oder zu mindestens sehr Nahe an diesem Zustand sind.

Aber auch so ein Staat würde aus sehr Fleißigen und Intelligenten Menschen bestehen - wie z.B. Ingenieure und aus faulen Menschen bestehen, die lieber in der Sonne liegen, während andere arbeiten gehen. Dies würde dazu führen, dass die Ingenieure wieder mehr für Ihre Arbeit wollen - und dabei spielt es keine Rolle, ob sie nun mehr Land, mehr Eigentum, mehr Geld, mehr Rohstoffe haben wollen, sie werden so oder so reicher als die anderen sein. Und weil man mit mehr Geld, mehr Rohstoffen usw. wieder gute Geschäfte machen kann, wird es wieder Reiche geben und wieder Arme - nun habe ich viele Sozialisten und Kommunisten gefragt, was sie da tun würden. Und sie sagten mir, dass man dann eben wieder Krieg führen müsse gegen die Reichen und Ihre Armeen.

Auf gut Deutsch - Sozialismus bedeutet, dass man alle paar Jahrzehnte einen riesen Krieg anzettelt, bei dem Atomwaffen, Biowaffen!!! und Chemiewaffen zum Einsatz kommen können.

Was daran "Sozial" sein soll oder "menschenfreundlich" muss mir mal jemand ganz in Ruhe erklären. Ich sehe da keinen Fortschritt der Menschheit.

Antwort
von creativeplayer, 494

Ich finde die meisten werden als Nazis bezeichnet oder in die rechte Ecke gestellt, weil die meisten auch Meinungen haben, die vielen eben nicht gefallen. Das heißt aber nicht, dass sie gleich Nazis sind. Nazis oder auch Rechte sind nur die,  die Flüchtlingsheime anzünden. Jeder hat seine eigene Meinung, aber ich finde,  dass die AFD so manche Sachen auch anders bezeichnen könnte. Es ist auch kein Wunder, dass du dir Sorgen machst. Ich kenne das auch ganz gut und ich denke auch, dass wir nicht alle aufnehmen können, sondern nur die,  die wirklich unsere Hilfe brauchen. 

Antwort
von ragglan, 320

Interessant ist auch, dass Menschen Differenzierung verlangen, welche bei ihnen hingegen weitestgehend gänzlich vermisst wird.

Antwort
von JBEZorg, 354

Weil die Medien nunmal gleichgeschaltet sind in Deutschland, sprich sie sind nur Sprachrohr der Regierenden. Und für sie sind all die AfDs ein Ärgernis und müssen deswegen in die "rechte Ecke" geschoben werden von den Medien. Aber das passiert nicht nur in diesem Fall. Auch TTIP-Gegner, "Russland-Versteher" und allgemein Querdenker werden systematisch von den deutschen Medien denunziert ume eben bei der Bevölkerung bestimmte Gedankenmuster zu erzeugen.

Antwort
von OhneRelevanz, 450

Rein der Definition nach wird der Begriff "Nazi" tatsächlich öfter verwendet, als es eigentlich gerechtfertigt wäre. Ein Nazi ist ein Nationalsozialist und der Nationalsozialismus wiederum ist eine ganz eigene Ideologie mit eigenem Weltbild und "Werten". Dabei ist jeder Nazi grundsätzlich ein Rassist (keine Verallgemeinerung, sondern faktischer Teil der Ideologie), aber nicht jeder Rassist ein Nazi. 

Dass die Bezeichnung "Nazi" in Deutschland so oft gewählt wird, hat einerseits einen historischen und vor allem einen emotionalen Hintergrund. "Nazi" klingt eben deutlicher als "Rassist", oftmals assoziiert man logischerweise auch Rassismus mit den Nazis - entsprechend wird der Begriff häufiger verwendet. Der Begriff wird auch regelmäßig gebraucht, da es kaum Menschen gibt, die einfach nur Rassisten sind: Rassisten sind in so gut wie allen Fällen eben auch Sexisten, Nationalisten/Chauvinisten und haben ein sehr rückständiges Bild von Nicht-Heterosexuellen, Umweltschutz oder dem grundlegenden Status Quo (~Zustand/Ordnung) einer Gesellschaft.

Würde man beispielhaft eine Person bezeichnen wollen, die nicht nur rassistisch, sondern z.B. auch sexistisch und/oder nationalistisch denkt, dann benutzt man der Einfachheit-halber eben den Begriff "Nazi", da "Rassist" schlicht und ergreifend nur einen Teil des Denkens abdeckt und unzureichend erscheint.

Gerade bei den zahlreichen grenzüberschreitenden Taten und Aussagen vieler rechtsgerichteter Bürger, die rasant ansteigen und dabei immer intensiver werden, verwendet man "Nazi" schlicht und ergreifend weil es Teil der Umgangssprache ist und weil man, ebenfalls umgangssprachlich ausgedrückt, direkt klar machen will, dass man nicht mit rassistischen und sonstigen Einstellung d'accord ist. Man macht somit ganz einfach seine Empörung deutlich.

Was gerade aktuell sehr wichtig zu wissen ist: Seit ihrer Entstehung versuchen Parteien oder Bündnisse wie Pegida, HoGeSa oder die AfD bürgerlich zu wirken. Man möchte nicht als rechts gelten, stattdessen behauptet man, dass man aus der Mitte der Gesellschaft kommt und selbige ansprechen will. Diesem Grundsatz folgend leugnen gerade Pegida und AfD immer wieder ihre Verbindungen zu rechtsextremen Kreisen und die Existenz des rechtsextremen Denkens in den eigenen Reihen, um eben die eigene Attraktivität für die Wähler-/Anhängerschaft zu steigern. Aus diesem Grund nennt man sich "(wert-)konservativ", anstatt von rechts und aus diesem Grund behauptet man auch, dass z.B. irgendwelche Kulturkreise (natürlich überwiegend arabische/afrikanische) mit den europäischen "nicht kompatibel" seien - ganz einfach weil es attraktiver und gesellschaftskonformer ist, als zu sagen, dass man etwas gegen den Islam oder gegen Dunkelhäutige Menschen hat.

Viele Menschen haben diese Taktik inzwischen aber durchschaut - sie greifen folglich zu Begriffen wie "Nazi", um diese Illusionen, die u.a. AfD und Pegida aufrecht erhalten wollen, niederzureißen. Es geht darum möglichst deutlich zu machen, dass diese Bündnisse nicht das sind, wofür sie sich ausgeben. Und insofern denke ich, dass Begriff "Nazi" evtl. falsch gewählt sein mag, aber in dieser Debatte eben noch das allergeringste Problem ist. Nicht zuletzt zeigt sich ja ohnehin immer wieder die Nähe von AfDlern und Pegidisten zu Ideologien, die auch dem Nationalsozialismus gefallen (hätten).

Antwort
von Panazee, 265

Ich kenne diese Medien einfach nicht, die jeden, der bei der AfD mitmacht pauschal als Nazi bezeichnen. In den Medien, die ich konsumiere wird das durchaus differenziert gesehen. Rechts - ja. Fremdenfeindlich - ja. Nazis - nicht zwingend. Wer die AfD öfter mal in die Naziecke stellt sind Mitglieder der etablierten Parteien und die werden dann in Medien manchmal zitiert. Die Medien selber behaupten das so wie ich das sehe eigentlich so gut wie nie. Lediglich ab und an wird angemerkt, dass in manchen Ansprachen von manchen AfD Politikern recht oft Begriffe benutzt werden, die auch in der Sprache der Nationalsozialisten damals gehäuft vorkamen.

Zur 2ten Frage: Die allerwenigsten Politiker behaupten, dass diese Menge an Flüchtlingen ein Segen für uns ist. Viele reden aber, meiner Meinung nach zu recht, von der moralischen Verpflichtung Menschen, die in Not sind, helfen zu müssen.

Antwort
von tanztrainer1, 545

Wer sich fremdenfeindlich verhält oder sich dahingehend äußert wird eben als Nazi beschimpft.

Kommentar von Mkfonic ,

Man kann aber nicht alle über einen kamm schreren, oder bist du Rassist ? oder hast du die frage nicht richtig gelesen ?

Kommentar von tanztrainer1 ,

Wenn Du so argumentierst, hast DU meine Antwort nicht verstanden!

Antwort
von cepolo, 216

weil es die medien so vorsagen. wem es gut geht hinterfragt nicht warum, wieso, weshalb. andersdenkende wurden schon immer diffamiert, das zeigt die geschichte. und... es ist halt einfacher zu sagen, "du nazi" , als sich über wahre gründe auseinander zusetzen. heute ist es doch so, was merkel sagt, wird getan. das erinnert mich an die zeit der 30iger jahre.

lg cepolo

Antwort
von SiViHa72, 99

Ich bin ja kein Nazi, aber..Genauso argumentieren die besorgten Wutbuerger,  schon gemerkt?

Antwort
von Geraldianer, 482

Ich habe den Eindruck, es sind überwiegend die fremdenfeindlichen Menschen selbst, die von Nazis reden.

"Ich bin ja kein Nazi, aber ..." und "immer wird man gleich als Nazi abgestemmpelt, wenn ..." sind ja Floskeln die in der rechten Ecke sehr häufig zu hören sind.

Wobei ich vermute, dass es an der Eigenheit der Rechten in Deutschland liegt, sich immer als Opfer zu fühlen.

Kommentar von Crack ,

"Ich bin ja kein Nazi, aber ..." und "immer wird man gleich als Nazi abgestemmpelt, wenn ..." sind ja Floskeln die in der rechten Ecke sehr häufig zu hören sind.

Es sind sicher auch Schutzbehauptungen für sich selbst um den Teilsatz der nach diesem "aber..." kommt zu rechtfertigen.

Man begibt sich also schon vor einer Aussage in eine Art Opferrolle um Gegenargumente bereits im Vorfeld abzuschwächen.

Kommentar von vfboweh ,

Unsinn. Man sagt es sofort dazu, da es in unserem Land so ist, dass man sofort als Nazi beleidigt wird. Es existiert keine wirkliche Meinungsfreiheit mehr, das ist eine sehr bedenkliche Entwicklung. 

Kommentar von Crack ,

Es existiert keine wirkliche Meinungsfreiheit mehr, das ist eine sehr bedenkliche Entwicklung.

Wann, Wo und durch Wen wurde oder wird Dir denn Deine Meinung verboten?

https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art\_5.html

Einschränkung der Meinungsfreiheit bedeutet das man mit Repressalien zu rechnen hätte. Ist das in Deutschland der Fall? Nein!

Du verwechselst eingeschränkte Meinungsfreiheit mit Kritik.
Nur weil Deine Meinung kritisiert wird bedeutet das nicht das Du sie äußern darfst.

Also, bitte Objektiv bleiben

Kommentar von Maxieu ,

"Einschränkung der Meinungsfreiheit bedeutet das man mit Repressalien zu rechnen hätte. Ist das in Deutschland der Fall? Nein!"

Und was ist das deiner Meinung nach?

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/duesseldorfer-stadtverwaltung-ve...

Kommentar von Lennister ,

Und was ist das deiner Meinung nach?

Wer Mitglied einer flüchtlingsfeindlichen Partei ist, ist ungeeignet, mit Flüchtlingen zu arbeiten. Mit Repression hat das nichts zu tun. 

Kommentar von Crack ,

Und was ist das deiner Meinung nach?

Liest Du Dir Texte auf die Du Dich berufst auch durch bevor Du damit punkten willst? Wohl kaum...
Offenbar reicht es gerade so für die Überschrift, der eigentliche Inhalt geht dann aber an Dir vorbei?

Was ist daran verwerflich wenn ein Arbeitgeber einen Beamten aus der [möglichen] Schusslinie bringt um ihn zu schützen falls er einmal eine strittige Entscheidung treffen sollte?
Immerhin ist dieses AfD-Mitglied für Asyl- und Flüchtlingsangelegenheiten zuständig gewesen, saß also an einer Stelle die durchaus angreifbar war.

Der Text ist eigentlich selbsterklärend und spiegelt deutsches Recht wieder. Vielleicht solltest Du ihn doch mal richtig lesen...

Ich finde es immer wieder schön wenn Du Dir Eigentore schießt.

Kommentar von Maxieu ,

Du kannst offensichtlich einige Dinge nicht auseinanderhalten.
Wer gegen praktisch ungeregelte Zuwanderung ist, ist nicht "flüchtlingsfeindlich", sondern gegen eine bestimmte Politik der Zuwanderung. Diese Einstellung hat zunächst auch gar nichts mit der AfD zu tun, sondern ist offensichtlich die der großen Mehrheit der deutschen und der schon länger ansässigen ausländischen Bevölkerung.

Soweit ich das verfolgt habe, ist der Adressat der AfD ebenfalls die Bundesregierung, nicht einzelne Zuwanderer - außer, wenn diese sog. "Flüchtlinge" sich kriminell verhalten, was ja auch schon vorgekommen sein soll.

Ich bezweifle, dass im vorliegenden Fall der AfD-Beamte um den ihm von den Vorgesetzten verordneten Schutz gebeten hat.
Zwangsversetzung, administrierter Aufgabenentzug etc. sind Repressalien. Glaubst du im Ernst, sonst hätte der Vorgang überhaupt den Weg in die Presse gefunden?

Kommentar von Crack ,

Du kannst offensichtlich einige Dinge nicht auseinanderhalten.

Welche wären das denn?
Vorwürfe sollte man schon präzisieren können, allgemein gehalten sind sie sinnlos. Ich möchte schon gern wissen welche Dinge ich nicht auseinander halten kann, was genau meinst Du?

Wer gegen praktisch ungeregelte Zuwanderung ist, ist nicht
"flüchtlingsfeindlich", sondern gegen eine bestimmte Politik der
Zuwanderung.

Wenn Du auf dem aktuellen Stand der Gesetze wärst dann wüsstest Du das die Einreise nach D mittlerweile klar geregelt ist und das somit faktisch jeder Kriegsflüchtling, Einwanderer, Zuwanderer, Immigrant, Wirtschaftsflüchtling [oder welchen Namen Du auch immer vergeben möchtest] registriert wurde oder beim Grenzübertritt nach D in D registriert wird.
Welche ungeregelte Zuwanderung also meinst Du?

Diese Einstellung hat zunächst auch gar nichts mit der AfD zu tun, sondern ist offensichtlich die der großen Mehrheit der deutschen und der schon länger ansässigen ausländischen Bevölkerung.

Was den Begriff der "großen Mehrheit" angeht, worauf berufst Du Dich denn da?
Und, welches Stimmrecht und welche Größenordnung hat eine "länger ansässige ausländische Bevölkerung"?
Wen meinst Du damit?


Ich bezweifle, dass im vorliegenden Fall der AfD-Beamte um den ihm von den Vorgesetzten verordneten Schutz gebeten hat


Ich bezweifle das Du den von Dir zitierten und in diese Diskussion eingebrachten Text verstanden hast.

Denn dort steht an keiner Stelle das der Beamte um diesen Schutz gebeten haben will, wie also kommst Du darauf?

Deinesgleichen verflucht immer wieder die sogenannte "System- oder Lügenpresse" weil sie angeblich falsch, irrtümlich oder einseitig berichten würde, ihr selbst stellt aber ständig irgendwelche Wortverdrehungen in die Mitte einer Diskussion die so nie wieder gegeben wurden. Was soll das?

Kommentar von Maxieu ,

"Denn dort steht an keiner Stelle das der Beamte um diesen Schutz gebeten haben will, wie also kommst Du darauf?"

Eben. Deswegen handelt es sich ja höchstwahrscheinlich auch um eine Repressalie. (Ich zweifle inzwischen an deiner Lesefähigkeit.)

"Deinesgleichen..."

Wer ist das gleich noch mal? Ich komm nicht drauf.

"...verflucht immer wieder die sogenannte "System- oder Lügenpresse"

Ich? Wieso ordnest du mich bei der KPD ein? Der Ausdruck "Lügenpresse" stammt (obwohl er wahrscheinlich eine noch längere Tradition hat) nämlich aus dem Gründungsprogramm der KPD von 1919. Wird er durch den dortigen Zusatz "bourgeoise" so viel besser? (Wahrscheinlich taucht er bei der PEGIDA wieder auf, weil die Ostdeutschen diesen Ausdruck mit der ideologischen Muttermilch  der SED-Propaganda eingesaugt haben.)

Nach dem, wie du hier herumgeiferst, gehörst du doch eher du in diese Traditionskette - oder?

Kommentar von Crack ,

Eben. Deswegen handelt es sich ja höchstwahrscheinlich auch um eine Repressalie. (Ich zweifle inzwischen an deiner Lesefähigkeit.)

Ein Arbeitgeber hat auch Pflichten, dazu gehört sicher auch die für seine Angestellten zu sorgen und einen reibungslosen Ablauf des Dienstes zu gewährleisten.
Wie man das dann genau benennt ist nebensächlich.
Der Beamte der Deiner Meinung nach seinem Meinungsrecht beraubt wird hat aber Rechtsmittel. Vielleicht setzt Du Dich mal mit ihm in Verbindung damit ihr eine Klage vorbereiten könnt.

Wieso ordnest du mich bei der KPD ein? Der Ausdruck "Lügenpresse" stammt (obwohl er wahrscheinlich eine noch längere Tradition hat) nämlich aus dem Gründungsprogramm der KPD von 1919.

Du weißt genau worauf ich hinaus will und wie dieser Begriff in der aktuellen Diskussion verwendet wird.
Also stell Dich nicht dumm um auszuweichen.

Kommentar von Panazee ,

Die erste belegte Verwendung des Wortes "Lügenpresse" findet sich 1835 bei einem österreichischen Abgeordneten, der die Pressefreiheit einschränken wollte.

Regelmäßig verwendet wurde es erstmals im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 gegenüber der französischen Presse.

Wie auch immer - ich finde das ist und war schon immer eine unzulässige Verallgemeinerung.

Kommentar von Lennister ,

Zwangsversetzung, administrierter Aufgabenentzug etc. sindRepressalien

Nein. Wer in einer Partei Mitglied ist, die Stimmungsmache gegen Flüchtlinge betreibt, der ist schlicht ungeeignet, mit diesen zu arbeiten. Ganz egal, ob er selbst das so will oder nicht. 

Kommentar von Geraldianer ,

So sehe ich dies auch. Sobald man den "Herrenmenschen" widerspricht, fühlen sie sich in ihrer Meinungsfreiheit unterdrückt.

Dies hängt vielleicht mit einem fehlenden Selbstbewusstsein zusammen, das bei Menschen die ihren Rückhalt in einer "Volkszugehörigkeit" suchen oft zu finden ist.

Kommentar von zippo1970 ,

Was für ein geiles Plakat: 

Konsequent Abschieben - Unser Volk Zuerst

Jetzt gehn aber die "Pferde" mit ihnen durch.... :-))

Kommentar von DonkeyDerby ,

Ja, das Plakat ist der Brüller, ist das echt? Made my day...

Antwort
von ichfragalle, 239

Sie sind eine bereicherung für unser land, da auch sie fachwissen haben , die einwohner zahl in deutschland sinktz , ist doch gut , wenn es wieder mehr werden , außerdem herrscht fachkräftemangel, da könnten auch asylanten hälfen , dagegen zu wirken .

Antwort
von 3plus2, 139

Dann braucht man nicht zu diskutieren, das ist ein Totschlag Argument,

Antwort
von stubenkuecken, 563

Viele AfD Mitglieder haben ihre politischen Wurzeln in der nähe der extrem rechten Szene.

Kommentar von vfboweh ,

So ein Unsinn...Die Meisten sind Akademiker, Familienväter, anständige Leute! 

Kommentar von stubenkuecken ,

Auch Akademiker, Familienväter und anständige Leute können politisch rechts vorbelastet sein. Das eine schließt das andere nicht aus.

Kommentar von woflx ,

Es gibt für die rechtsextreme Neonazi-Szene ja das gängige Stereotyp des hirnlosen, glatzköpfigen Schlägertyps. Ist zwar ein reichlich dummes Klischee, aber die Argumentation der Linken wäre doch ein bißchen glaubwürdiger, wenn die inneren Widersprüche nicht so offensichtlich wären.

Kommentar von spaeschel85 ,

Ich habe 2 Beispiele die in dieses Raster passen.

Der eine Ingenieur und ist der Meinung, ein schwarzes Baby in Deutschland von Deutschen adoptieren zu lassen sei ungerecht dem schwarzen Kind gegenüber, weil das ja nicht seine Heimat ist. Klarer Fall von Rassismus.

Der andere Ingenieur ist Chef der Firma und ist der festen Überzeugung muslimische Flüchtlinge tragen Krankheiten ins Land und würden unsere Kultur unterwandern. Klarer Fall von Fremdenfeindlichkeit und Vorurteilen.

So viel zu den Akademikern, Familienvätern und anständigen Leuten.

Zur Klarstellung wer die Probleme nicht verstanden hat:

1. Dem Kind ist es egal wo es aufwächst, dort hat es seine Kultur und Heimat.

2. Eine aktuelle Studie zu Krankheiten unter Flüchtlingen: http://www.sueddeutsche.de/news/gesundheit/gesundheit-rkikein-erhoehtes-gesundhe...

Kommentar von Crack ,

Die Meisten sind Akademiker, Familienväter, anständige Leute!

Schließt etwa die Bildung, der Beruf oder der Familienstand aus das man der rechten Szene nahe steht?
Nein, das wäre Unsinn!

Kommentar von YuyuKnows ,

Oh, dann war Josef Mengele also nie Nazi, weil er ein Arzt war? Interessant...

Kommentar von Karlien ,

Viele Abgeordnete des Deutschen Bundestages haben ihre politischen Wurzeln in der linksextremen Szene! Darüber jedoch beschwert sich kaum jemand.

Kommentar von DonkeyDerby ,

Oh, doch! Es gab reichlich kritische Stimmen z.B. gegen Otto Schily und Joschka Fischer. Da aber im aktuellen politischen Geschehen beide keine Rolle mehr spielen, wird darüber aktuell natürlich kaum geredet.

Auch Claudia Roth wurde ihre Hausbesetzervergangenheit oft genug vorgeworfen.

Kommentar von DreiGegengifts ,

Darüber jedoch beschwert sich kaum jemand.

Beispiele, wo sich keiner drüber beschwert?

Kommentar von DirtyBiz ,

Sicherlich gibt es einige Rechte unter den AFD Sympathisanten, wie auch jede andere Partei einen rechten Flügel hat.

Allerdings ist die extreme Szene eher in anderen Parteien wie NPD und co zu finden..

In der AFD findest du sogar Gründungsmitglieder der Grünen..

http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/ex-gruener-unterstuetzt-die...

Antwort
von Germania1871, 50

Deine Angst ist berechtigt. Darfst du auch äußern. Sie machen sich Gedanken. Ja das kenne ich auch sobald wenn man das Thema Flüchtlinge anspricht also kritisch gegenübersteht. Dann wird man schnell in die Nazi Ecke gestellt. Oder wenn man sich äußert das man sein Land liebt und stolz ist. Das ist ein Patriot. Es wird alles in die Nazi Ecke geschoben es ist ja viel einfacher als sich Gedanken zu machen das Menschen sich sorgen machen. Oder das ein Patriot ein Patriot ist und kein Nazi. 

Diese Leute die Schubladendenken haben sind einfach nicht informiert bzw. machen sich keine Gedanken. Den das wäre ja auch anstrengend. Lassen sie sich nicht einschüchtern. Sagen sie was sie denken und fühlen. 

Antwort
von TheDesepticon10, 506

Das ist ganz einfach mit der AFD: Die Parteieen die an der macht sind CDU ... versuchen wieder Wahlstimmen zu sammeln dafür probieren sie alles auch wenn sie dadurch die AFD so hinstellen müssen. Sie greifen alles  auf und verbreiten es negativ in der Presse das ist unsere Regierung. Zum beispiel wenn ein SPD ler uns als Pack bezeichnet dann kocht das nicht so hoch lass das mal einen AFD gesagt haben der kann sofort seine koffer packen. Da sieht man aber einfach mal iwede runsere gewählte Diktatur.

Kommentar von Crack ,

Die Parteieen die an der macht sind CDU ... versuchen wieder Wahlstimmen zu sammeln dafür probieren sie alles auch wenn sie dadurch die AFD so hinstellen müssen. Sie greifen alles  auf und verbreiten es negativ in der Presse das ist unsere Regierung

Was daran ist so verwunderlich?
Die AfD macht genau das selbe in Richtung der regierenden Parteien.
Mit dem Unterschied das sie einen Tross von Menschen hinter sich her zieht der teilweise Anstand, Moral und Menschenfreundlichkeit verloren hat.

Bevor Du jetzt schreist: "Das gibt es bei Anderen auch!"
Richtig. Auffällig ist aber das in Foren die der AfD nahe stehen sehr viel schneller gepöbelt, beleidigt oder gesperrt wird als anderswo.

Erinnern kann man in dem Zusammenhang auch auf den massiven Anstieg der Gewalt. Auch das ist auf beiden Seiten zu beobachten - in der Summe und statistisch nachweisbar aber eindeutig aus rechtsgerichtenen Lagern.

Da sieht man aber einfach mal iwede runsere gewählte Diktatur.

Du hast doch spästestens im Herbst 2017 die Möglichkeit diese "Diktatur" abzuwählen.
Bis dahin bleibt noch genug Zeit für Dich sich mit dem Begriff mal näher auseinander zu setzen, Vergleiche zu echten Diktaturen zu ziehen und auch mal darüber nachzudenken wie gut es Dir als Einwohner Deutschlands eigentlich geht, das Du auf verdammt hohem Niveau jammerst und was denn Deiner Meinung nach nach dieser "Diktatur" kommen soll das es uns allen besser machen soll...

Kommentar von TheDesepticon10 ,

schon mal was von Volksentscheid gehört

Kommentar von Crack ,

schon mal was von Volksentscheid gehört

Ja, Du auch?
Erkläre doch mal wie Du damit die Regierung absetzen willst.

Kommentar von TheDesepticon10 ,

und du sagst es ja herbst 2017 solange habe ich als bürger deutschlands keinen einfluss was mit dem land passiert

Kommentar von Crack ,

und du sagst es ja herbst 2017 solange habe ich als bürger deutschlands keinen einfluss was mit dem land passiert

So ist es.
Oder wollen wir alle 4 Monate wählen?

Kommentar von Apfelkind86 ,

Leuten wie dir empfehle ich immer mal einen mehrjährigen Urlaub in einer echten Diktatur, danach küsst du vermutlich die Treppe des Reichstages vor Glück, wieder hier sein zu dürfen.

Kommentar von TheDesepticon10 ,

Ich emine das anders man wählt alle 4 Jahre eine Partei und hat daraufhin 4 Jahre keinen Einfluss auf das was passiert. Und das ist nicht richtig. Des weiteren sitzen in Berlin vielei überbezahlte menschen die man wirklich einsparen könnte. Aber ja ich möchte bestimmt keine diktatur aber es gibt zum bespiel die schweiz dort entscheiden die Bürger mit abstimmmung was gemacht wird das wird bei uns ja nicht einmal bei sehr wichtigen dingen getan die regierung entscheidet halt und ist es was mich sauer macht

Kommentar von Apfelkind86 ,

Das nennt sich repräsentative Demokratie.

Kommentar von TheDesepticon10 ,

gut das du das weißt. und was würdest du davon halten also ich finde es sinnvoll. aber kinder werden ja in schule und ... so erzogen das nur die demokratie gut ist. und die möglichkiet etwas gegen diese art von demokratie zu tun habe ich nicht daher kann man es nennen wie man will aber eine kleine Diktatur haben wir denn möglich etwas gegen das bestehende system zu zun habe ich nicht und so ist es in einer diktatur auch.

Kommentar von tanztrainer1 ,

Rede man mit Leuten, die aus einer Diktatur nach Deutschland geflohen sind. Die verstehen alle nicht, warum hier viele meinen, dass wir eine Diktatur hätten! Es ist wieder mal jammern auf hohem Niveau!

Kommentar von Apfelkind86 ,

Dass du die (gewollte und von mir absolut befürwortete) Unfähigkeit, die Demokratie abschaffen zu könne, als Diktatur bezeichnest, lässt ja tief blicken...

Antwort
von emily2001, 469

Hallo,

ich habe einen interessanten Text gefunden, der einiges erklärt...

http://ethnosphaere.de/woher-kommt-diese-angst-vor-dem-fremden-professor/

Nun, es ist so, daß wir Menschen auch einen gewissen "Abwehrmechanismus" gegen alles "Fremde" besitzen, dieser Mechanismus tritt in "Erscheinung" wenn die Balance zwischen der Anzahl der einheimischen Bevölkerung und der Anzahl der zuziehenden Fremden nicht mehr stimmt. Im Falle eueres Dorfes stimmt die Balance nicht, weil die Anzahl der Fremden 70% der Dorfbevölkerung entspricht. Die Bewohner fühlen sich automatisch in der Minderzahl, was ein Abwehrmechanismus hervorruft. Das weißt jeder Psychologe.

Besser wäre, die Bevölkerung auf dem Zustrom von Flüchtlichen psychologisch vorzubereiten und die Flüchtlingsunterkünfte so zu organisieren, daß die Flüchtlinge sich mit der Zeit selber organisieren und versorgen können, und das es von Anfang an einen Austausch zwischen beiden Gruppen gibt.

Das ist eine delikate Angelegenheit, welche viel Fingerspitzengefühl erfordert. Leider haben die Behörde keine Zeit, um die Einwohnenr und / oder die Flüchtlinge auf einen solchen Austausch vorzubereiten, viel mehr gilt es, die Flüchtlinge quotenmäßig zu verteilen, dies möglichst wo freie Unterkünfte günsitg zu finden sind (leere Kasernen, leere Hotels- oder Kuranlagen, usw...).

Die Medien sowie die Regierung sind überfördert, sie sind es nicht gewöhnt, oder haben schlicht und einfach keine Zeit, behutsam mit den Empfindungen der einheimischen Bevölkerung umzugehen, daher tendieren dazu, alles was ihnen nicht paßt, als rechtsextremistische Erscheinungen zu taxieren.

Man darf aber nicht vergessen, daß die Mehrheit der deutschen Bevölkerung sich vorbildlich verhalten hat und den ankommenden Flüchtlingen villkommen geheißt hat.

ich hoffe, mein Beitrag wird nicht gelöscht!

Emmy

Kommentar von woflx ,

Was Dir hier vorschwebt, ist so etwas wie politische Palliativ-Behandlung.

Kommentar von emily2001 ,

Was gibt es denn für Möglichkeiten, die Leute strömen immer noch ins Land ? Niemand hilft den Griechen, niemand hilft uns, die schauen nur zu, wie man zu Recht kommt !

Kommentar von spaeschel85 ,

Nein. Die Rassisten demonstrieren hauptsächlich in Gegenden, in denen wenige Einwanderer leben. Die Angst vor dem Fremden kann auch schon bei 5% eintreten. Oder bei 1%. Es ist alleine abhängig von der Gewohnheit an fremde Menschen und Situationen und den Vorurteilen die gerade zirkulieren.

Im Ruhrgebiet sind die rassistischen Aktivitäten auf die Bevölkerungszahl geringer, weil die Leute in Metropolregionen jeden Tag mit Muslimen und Schwarzen zu tun haben. Da ist vor lauter Realität einfach weniger Platz für Vorurteile.

Bei Kriegen und Flüchtlingen kann man sich nicht aussuchen wann und wo. Sie kommen einfach. Über die Quoten und 1000 Flüchtlinge auf 500 Einwohner kann man sich streiten, ändert aber nichts an den Tatsachen.

Zu sagen, "die Medien und Politiker sollen uns doch vorwarnen" bedeutet bereits, dass du die eindeutig irrationale Angst der Rassisten verteidigst. Bei 5% Muslimen in Deutschland (inkl den Flüchtlingen) forderst du, dass man mehr "Rücksicht auf deine Empfindungen" nimmt. Es geht nicht um deine Empfindungen sondern darum dass diese Menschen irgendwo aufgenommen werden müssen - die können nicht ewig hin- und herirren die brauchen Versorgung und zwar jetzt. Was ist mit deren Empfindungen? Vielleicht sollten wir einfach für einen Moment stehenbleiben und überlegen, ob unsere Kategorisierung von Muslimen in = schlechte Menschen so falsch ist. Und zusehen, dass wir die Leute möglichst gut in die Gesellschaft einbinden, damit die Eingliederung mit möglichst wenig Konflikten verläuft.

Die Artikel sind besser:

http://www.n-tv.de/panorama/Wieso-wir-Angst-vor-dem-Fremden-haben-article1671415...

http://www.sueddeutsche.de/wissen/fremdenfeindlichkeit-nach-die-wurzeln-der-angs...

Kommentar von emily2001 ,

Hallo,

wenn du meinen Beitrag liest, steht NIRGENDWO "die Medien und Politiker sollen uns doch vorwarnen" dann folgerst du selbst "das bedeutet bereits, dass du die eindeutig irrationale Angst der Rassisten verteidigst".

Das ist pure Polemik deinerseits !!! Basiert auch auf eine Unwahrheit, die du unrechtmäßig verbreitest, da ich dies NIE so ausgedrückt habe !!!

Daher bitte ich dringend darum, solche UNWAHRHEITEN NICHT ZU VERBREITEN!

Servus !

Emmy


Kommentar von spaeschel85 ,

Hallo Emmy,

Du schreibst in deiner Antwort: "Besser wäre, die Bevölkerung auf dem Zustrom von Flüchtlichen psychologisch vorzubereiten". Du ziehst danach selber die Behörden dazu in die Pflicht für die Vorbereitung.

Indem man sagt, dass die Behörden darin versagt hätten, die Bevölkerung richtig auf die Flüchtlingskrise vorzubereiten, entzieht man den Rassisten Verantwortung für ihre Ansichten und Taten.

Die Leute sind selber in der Pflicht, ihre Meinungen und Ansichten ausreichend zu hinterfragen und nicht im Internet auf menschenverachtende Lügen und Hetze reinzufallen. Vorbereitung durch offizielle Stellen kann nur ein Bonus sein, Verantwortlich für ihre Taten und Ansichten sind die Menschen immer selber.

Du schreibst, es sei ein "automatischer" "Abwehrmechanismus" sobald der Prozentsatz der Fremden ein bestimmtes Niveau erreicht. Das liest sich so, als wäre deren Verhalten ganz normal. Das ist so nicht richtig und erweckt unangebrachtes Verständnis für deren menschenverachtende Positionen. Das meine ich wenn ich schreibe, dass man damit die Rassisten verteidigt.

Vorbereitung findet bereits statt, durch Aufklärungskampagnen und Miteinbeziehung der ortsansässigen Bevölkerung an den Orten an denen Flüchtlingsheime gebaut werden. Durch Behörden, Hilfsorganisationen und die Kirchen. Medien sowie Politiker werben für Verständnis den Flüchtlingen gegenüber und klären über die Fluchtursachen auf.

Außerdem verbieten unsere Gesetze nicht umsonst Volksverhetzung und schützen nicht umsonst die Religionsfreiheit. Wir alle wurden seit unserer Kindheit davor gewarnt, auf Vorurteile über andere Ethnien und Religionen hereinzufallen.

Ich sehe es auch so, dass zu viele Leute unzureichend informiert sind. Die meiste Propaganda verbreitet sich im Internet. Zum Beispiel über Facebook. Die Medien waren gerade am Anfang zu langsam um davor zu warnen und die Leute über die Hetze aufzuklären.

Aber es ist eben nicht nur Natur des Menschen sein Territorium abzustecken und Fremde zu hassen, sondern auch, mit anderen Gemeinschaften zu kooperieren. Offenheit, Fürsorglichkeit und das Willkommenheißen ist auch ein Teil von uns. Ohne das wären wir nicht in der Lage gewesen, in rauen Zeiten zu überleben oder Zivilisationen zu gründen. Zudem ist die Angst vor dem Fremden in den Genen mancher Personen stärker ausgeprägt als in den Genen anderer Personen, wie in dem einen Artikel beschrieben.

So oder so, Gene, natürliche Angst, Vorbereitung hin oder her, bleiben die Menschen verantwortlich für ihre eigenen Gedanken und Taten. Andere Ethnien zu diskriminieren, über sie zu lügen, gegen sie zu hetzen, sie aufgrund ihrer Herkunft als primitiv und gewalttätig zu bezeichnen (wie es die Rassisten machen), kann und darf in einer funktionierenden, aufgeklärten Gesellschaft nicht als "normal" bezeichnet werden. Die Ablehnung ist Folge irrationaler Angst durch Propaganda und Unwissen.

Viele Grüße,

spaeschel85

Kommentar von emily2001 ,

Was für eine Predigt!

...........

Kommentar von spaeschel85 ,

Meinem Kommentar Polemik zu unterstellen ist Unsinn.

....

Antwort
von Cowboy111, 128

"Warum behaupten noch viele Politiker, dass die Flüchtlinge für unser Land gut wären?"

Flüchtlinge sind natürlich nicht gut für Deutschland, das weiss  doch wohl jeder, aber keine Person im öffentlichen Leben darf sich kritisch darüber äußern, ohne gleich Shitstorm zu kassieren.

Als bayerns Finanzminister Söder Zusammenhänge zwischen Flüchtlingen und den Anschlägen von Paris publizierte, hat ihn sein Chef Seehofer gleich zurückgepfiffen. Das Volk soll dumm gehalten werden.

Ich bin für die Aufnahme von Flüchtlingen, es muss aber in Grenzen bleiben!

Antwort
von landregen, 314

Als Rechte dargestellt werden doch nur Leute, die sich selbst als Rechte darstellen. Wer Nazi-Parolen von sich gibt und mit seinen Meinungen und Forderungen außerhalb des gesetzlichen Rahmens unseres Landes liegt, wird leicht mit Nazis verglichen.

Hassparolen gegen geflüchtete Menschen lösen kein einziges Problem.

Dass ihr euch Sorgen macht, wenn viele Menschen mit anderen Kulturen zu euch ziehen, ist nachvollziehbar. Man darf nicht vergessen, dass diese Menschen viel durchgemacht haben und genau vor dem Terror fliehen, der uns auch ängstigt und vom Westen ebenfalls bekämpft wird.

Ich bin viel im Orient gereist und weiß, dass es Spaß macht, sich auf andere Menschen und Kulturen einzulassen. Die meisten sind sehr nett und eine große Bereicherung.

Antwort
von zehnvorzwei, 258

Hei, Mkfonic, dein letzter Satz deckt mehr auf als du glaubst: 250 Menschen kommen - und vor denen machst du dir Sorgen? Vor Menschen? Warum? Weil sie eine andere Sprache sprechen? Weil sie einen anderen Glauben haben? Weil sie andere Essgewohnheiten haben? Weil sie anders sozialisiert sind als du? Weil sie von daheim geflüchtet sind? Weil in ihrer Heimat Krieg herrscht? Weil sie Langeweile haben? Weil sie "riechen"?

Alle, die unreflektiert Aversionen gegen "Die Ausländer" äußern, sind rassistisch. Und das ist eine Eigenschaft, die nicht bei sogenannten Linken, sondern bei den politisch Rechten kultiviert wird. Und die Rechtsextremen mischen sich munter darunter und führen das große Wort ~~~ und der Rest des Volkes wundert sich, wie unverhohlen deren Nähe zu denen ist. Und so. Grüße!

Kommentar von Mkfonic ,

Respekt wie sie versuchen mich wegen einem satz so verurteilen , es ist doch selbstverständlich das man sich Gedanken macht , oder ist das auch verboten von unsere so genannten Demokratie???

Kommentar von Dannius ,

Du könntest Mkfonic wenigstens die Möglichkeit geben, zu  sagen, warum er sich Sorgen macht. Es gibt auch nicht-rassistische Bedenken. Er könnte sich z.B. auch Sorgen machen, wenn auf einmal 250 Leute aus einer deutschen Großstadt dorthin ziehen.

Ein Dorf hat eine andere Sozialstruktur als eine Stadt. Die Menschen sind dort seit Jahrzehnten oder Generationen informell miteinander vernetzt, und auch formeller vernetzt in Vereinen, in denen praktisch jeder Bewohner oder einer aus der Familie Mitglied ist. Konflikte werden brauchtumsartig gelöst, und vielen rituellen Dingen kannst Du Dich nicht entziehen, ein großes Maß an Konformität wird erwartet. Du bist dort schon draußen, wenn Du den Spießbraten beim Grillfest nicht mitisst, sondern nur die Backkartoffel, weil Du sagst, dass Du Vegetarier bist. Den Ausdruck "jemandem eine Extrawurst braten" kennt man auf dem Lande, in der Stadt eher nicht.

Jetzt kommen z.B. 250 Leute, die kein Schweinefleisch essen. Zum Grillfest kann man die dann schon einmal nicht einladen. Umsteigen auf Rind, vielleicht auch Helal, wäre erstens teurer für die Vereinskasse und zweitens gibt es dann altgediente Vereinsmitglieder, die nur Schwein essen und motzen, dass es "nur wegen" der Neuankömmlinge anderes Essen gibt. Und Essen hat dort eine hohe soziale Bedeutung.

Und 250 Leute haben bei einem 700-Seelen-Dorf natürlich Gewicht. Parallelgesellschaften will man dort nicht, so ticken Dörfer nicht, da muss man mitmachen. So weitermachen wie bisher kann man auch nicht, weil es (siehe das Schweinefleischbeispiel) Grenzen der Integrationsmöglichkeiten gibt. Auf beiden Seiten: Während Städter eben sagen würden, na gut, dann schmeißen wir eben ein paar Maiskolben und Rinderbuletten mehr auf den Grill, hängen von so etwas in einem Dorf ganz andere Dinge ab.

Natürlich gibt es Dörfer, die sich entscheiden, Neubaugebiete auszuweisen, weil sie nicht wollen, dass ihr Ort verödet, oder weil sie dann den Bau schneller Internetanbindungen durchsetzen können. Dann wird aber oft z.B. Gemeindeland an die Neuankömmlinge verkauft, und der Bürgermeister schaut sich informell sehr genau an, wer da kommt. Wenn man einfach 250 Leute zugewiesen bekommt, geht das auch nicht.

Kommentar von ColonZero ,

Vor Menschen?

Gerade vor Menschen (egal, welcher Herkunft) sollte man sich Sorgen machen. Immerhin ist der Mensch ein unberechenbares Wesen, das ganz gerne mal dazu neigt, irrational und verworren zu handeln. 

Antwort
von Ysosy, 75

Das liegt am Schubladen Denken. Listet man alle Kriterien auf, die Irgend Jemand für Nazitypisch hält. Wären wohl 99% alle Deutschen Nazis... und auch die Restlichen Europäer wären Nazis... und Immigranten die seit 20 Jahren in Deutschland leben sind dann auch Nazis.

Antwort
von Maxieu, 262

"Noch eine kleine nebenfrage warum behaupten noch viele Politiker das die Flüchtlinge für unser land gut wären?"

Eine kleine Nebenantwort in Form einer Gegenfrage:

Hast du wirklich den Eindruck, dass sich die Spitzenpolitiker der verschiedenen europäischen Länder im Moment noch ganz undifferenziert um Zuwanderer reißen, weil die für ihr jeweiliges Land in jeder Hinsicht eine Bereicherung wären? Würden sie dann nicht Flugzeuge und Schiffe lossenden, um sie abzuholen?

Diese Behauptung stellen inzwischen doch nur noch Leute auf, die sich um freie Stellen als Engel im himmlischen Paradies bewerben, oder solche, die an der Zuwanderung auf die eine oder andere Weise verdienen - was sich übrigens nicht unbedingt ausschließen muss...
Einige von denen haben hier ja auch geantwortet.

Antwort
von Zwergensalz, 108

Du hast recht. Der Begriff "Nazi" passt bei vielen nicht! Dennoch ist er so einprägsam und plakativ, dass er gern benutzt wird, wenn es um das Thema geht.

Antwort
von nikfreit, 340

Wieso werden alle als Nazis bezeichnet?

Das kann als Erziehungsmaßnahme gewertet werden. Wer ausschert wird als Nazi verunglimpft, weil wer will schon Nazi sein? 

Noch eine kleine nebenfrage warum behaupten noch viele Politiker das die Flüchtlinge für unser land gut wären?

Naja, viele vollziehen doch gerade eine 180 Grad Wendung und fordern die abstrusesten Maßnahmen um potenzielle AFD Wähler zurückzuholen. 

Kommentar von Mkfonic ,

Erziehungsmaßnahne !?!?! was hast du den geraucht ?? seit wann sollen uns die Medien Erziehen ?? oder hast du die Frage nicht richtig gelesen .....

Kommentar von nikfreit ,

Erziehungsmaßnahne !?!?! was hast du den geraucht ?? seit wann sollen uns die Medien Erziehen ??

Wenn Du Dich wirklich soviel mit den Medien beschäftigst wie Du in Deiner Frage behauptest, dann wüßtest Du, daß sie der Lenkung und Kontrolle der öffentlichen Meinung dienen. Ich werde hier sicher nicht bei Null anfangen um Dir zu mehr Medienkompetenz zu verhelfen, und schon gar nicht, wenn der Wissensstand diesbezüglich bei Null ist und sich mit einer unterirdischen Diskussionskultur paart. Ich habe mich zum Thema Medienmanipulation schon oft geäußert, z.B. hier:

https://www.gutefrage.net/frage/kann-man-den-nachrichtenmedien-vertrauen?foundIn...

https://www.gutefrage.net/frage/beeinflussen-die-medien-unsere-einstellung-zu-et...

Antwort
von StreGTASAber, 336

Ich denke genau wie du.
Man wird sofort als rechter dargestellt wenn man nur was sagt. Und über die Politiker brauch man garnicht mehr reden, weil kein Mensch versteht was die im Kopf haben

Kommentar von Dannius ,

Seltsam, ich sage auch oft "nur was" und werde nie "sofort als Rechter dargestellt". Und viele von "den Politikern" (die werden übrigens nicht als solche geboren) reden in Parlamenten, Medien und auch auf ihren eigenen Internetseiten unaufhörlich davon, was sie "im Kopf haben" - um gewählt zu werden und ein Mandat zu erhalten, ist eine gesunde Neigung zur Selbstdarstellung essentiell, sonst wird man nicht einmal in die am Feierabend tagende Versammlung des kleinen Stadtbezirks gewählt. 

Ein Tipp, wenn man mal Politik und "die Politiker" so richtig verstehen will: Am besten sucht man sich zunächst ein "lebensnahes" Politikfeld aus, das einen sehr interessiert. Das kann z.B. Schulwesen, Stadtentwicklung, die örtliche Wirtschaftsförderung sein. Dann findet man heraus, wo dazu Beschlüsse gefasst werden (z.B. im Gemeinde- oder Stadtrat) und liest sich in aller Ruhe gezielt die Vorlagen, Entwürfe, Tagesordnungen usw. dazu durch. Wenn einen das Thema interessiert, ist das auch gar kein so "trockener Stoff", auch wenn die Fülle an Details überrascht. Danach schaut man sich die Leute an, die als Entscheidungsträger gewählt sind, und nervt die erst einmal nicht, sondern hört denen zu. Nach einiger Zeit ist man so im Thema drin, dass man sinnvoll mitdiskutieren kann. Später kann man seinen Horizont noch erweitern, und auf einmal versteht man auch, was "die Politiker" (dann eben auf örtlicher Ebene) "im Kopf haben", wie Du es nennst. So haben fast alle, die dann auch später in der Politik erfolgreich waren, angefangen. Nicht umsonst sieht man in sehr vielen Politikerbiographien, dass sie in jungen Jahren als Gemeinderatsmitglied in Kleinkleckersdorf begonnen hatten.

Je höher man steigt, desto mehr wird einem durch Journalisten übrigens klargemacht, dass man nur 15 Sekunden für ein Statement fürs Fernsehen bekommt. Wenn man diese Zeit für ein Thema erhält, zu dem man vorher hunderte Seiten Papiere durchackern musste, und gemerkt hat, dass die entscheidenden Punkte im Klein-Klein liegen, muss man das erst einmal vermitteln. Das funktioniert oft nicht. Ein Beispiel ist der berühmte Stoiber-Auftritt zur "Kompetenz-Kompetenz". Diesen Begriff gibt es tatsächlich, und eine Entscheidung dazu war damals auch der politisch heikelste Punkt. Bloß müssten Journalisten eigentlich einen kurzen Erklärfilm zwischenschalten, um den Zuschauern zumindest im Groben zu erklären, was das ist - dann hätten die Leute auch verstanden, worüber Stoiber eigentlich reden will.

Antwort
von Epicmetalfan, 165

Ich sehe das Problem darin, dass die AFD so ziemlich die einzige momentan große Partei ist, die sich gegen Flüchtlinge ausspricht. Wenn man gegen Flüchtlinge ist, dann kann man praktisch nur die AFD wählen, dort sind allerdings auch viele rechte Deppen dabei, was diese Partei sehr zwiespältig macht. Klar, die meisten AFD wähler sind keine nazis, aber es sind auch einige drin und dadurch überträgt sich das egative bild der medien auf alle.

gäbe es eine andere Partei, die gegen Flüchtlinge wäre, ohne aber den rechten anhang der AFD zu haben, würden die AFD wahrscheinlich schnell Stimmen verlieren.

zur zweiten frage. die flüchtlinge sind natürlich ganz klar schlecht für unser land. sie kosten uns geld, bringen unruhe ins volk und neben den wirklichen kriegsflüchtlingen kommen eben auch viele wirtschaftsflüchtlinge oder kriminelle rein, das lässt sich bei einem solchen ansturm leider nicht verhindern. Dennoch sollte deutschland diese bürde eben auf sich nehmen, eben weil es das aushält. die politik hat hierbei ziemlich klar versagt 130.000 flüchtlinge sind einfach verschwunden und die kontrollen und organisation sind armseelig. allerdings will man dem volk eben einreden, dass die flüchtlinge gut für uns wären, damit diese es zulässt. jedem mit halbwegs hirn im kopf ist klar, dass es nict so ist, aber es gibt eben auch genug ohne hirn, die man belabern kann

Antwort
von Micromanson, 282

Ich hasse die AfD, aber es sind aus einem einfachen Grund keine Nazis. Wie er Begriff schon sagt sind Nazis Sozialisten, und die AfD ist nicht im Geringsten sozialistisch.
Eher hochgradig kapitalistisch, und somit nicht Nationalsozialisten sondern Nazionalkapitalisten. Aber die Vorsilbe National- bleibt nunmal.

Die AfD hat einen sehr scharfen Unterton gegen Ausländer aller Art, und die Vorstände sind hochgradig rassistisch.
Musst dir nur mal Reden mit Verstand anhören, da kommt jedem vernünftigen Menschen das Essen wieder hoch.

Wirtschaftlich gibt es in nächster Zeit mit Sicherheit Einbußen wegen den Flüchtlingen, aber ich lebe in einer Vorstellung, in der Menschen mehr zählen als Profit.
Wer das anders sieht, ist ein Charakterschwein und darf gern AfD wählen.

Kommentar von Maxieu ,

" und die Vorstände sind hochgradig rassistisch."

Zwar nicht die Vorstände, aber der Höcke schon ein bisschen.  Er hat mich (und wahrscheinlich auch dich) als "„selbstverneinenden europäischen Platzhaltertyp“ bezeichnet. Das ist diskriminierend und richtig gemein von ihm - vor allem im Vergleich zur positiven (wenn auch insgesamt unwissenschaftlichen) Bewertung des "lebensbejahenden afrikanischen Ausbreitungstyps".

Es hat ihn aber noch kein sich rassistisch beleidigt fühlender Mitteuropäer angezeigt. Willst du es nicht einmal versuchen?


Kommentar von Micromanson ,

Meine Aussage habe ich nicht darauf gestützt, sondern eher auf andere Reden von ihm. Ich persönlich fühle mich nicht beleidigt, vor allem weil er dann ja selbst ein Platzhalter-Typ wäre.

Kommentar von OhneRelevanz ,

"Nazis sind Sozialisten".

Ich bemühe mich normalerweise um eine gewählte Ausdrucksweise auf dieser Seite aber ... ist das dein sche*ß ernst?

Kommentar von Micromanson ,

Die Ideologie baut auf Antikapitalismus auf und ist somit sozialistisch im Bezug auf das eigene Volk. Ich bin hingegen internationaler Sozialist.

Antwort
von Lennister, 292

Erstens stimmt das, was du sagst, schlicht nicht. Das ist lediglich die Opferinszenierung dieser Leute, auf die du hereingefallen bist.

Ansonsten: Dass manchmal(nicht häufig oder immer) AfD-Leute als Nazis bezeichnet werden, liegt daran, dass sie die Neigung haben, wie Nazis  zu reden. Und wer wie ein Nazi redet, braucht sich auch nicht wundern, wenn er als solcher bezeichnet wird.  

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