Frage von MrMcSauerkraut, 347

Wieso wählen noch immer so wenig linke Partien, wie die Grünen oder die Linke, wenn doch die Armen immer ärmer werden?

Das sind meiner Meinung nach zwei widersprüchliche Entwicklungen.

Zum einen geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander, Reallöhne sinken, Parteien aber, die dem entgegenwirken wollen (und das, zumindest meiner Meinung nach, weitgehend authentisch vertreten), bekommen noch immer so wenig Zulauf.

Stattdessen gewinnt die AfD, die absolut keine Arbeitnehmerpartei ist, immer mehr Zulauf. Und auch die CDU, auch wenn sie Wähler verliert, bekäme noch immer etwa 30 % der Stimmen.

Warum ist das so?

Antwort
von Interesierter, 206

Weil auch die Linken Parteien nur bedingt Lösungen anbieten können.

Letztlich muss der Kuchen, der verteilt werden soll, erst mal erarbeitet werden. Ausser Verteilung haben die Linken Parteien nichts zu bieten.

Viele Wähler sind auch nicht an differenzierten Betrachtungen interessiert sonder laufen lieber denjenigen nach, die vermeintlich einfache Lösungen anbieten und gleich das zugehörige Feindbild mitliefern, an dem sich der Zorn entladen kann.

Antwort
von waaaves, 195

Ich glaube, dass so viele CDU noch wählen, da diese schon immer gut vertreten war und daher auch dementsprechend viele Anhänger hat. Also, dass überwiegend die älteren die CDU wählen. (Ich weiß aber auch nciht welche Altergruppen am meisten wählen gehen, aber wie gesagt, das denke ich, ob das richtig ist, weiß ich auch nicht :D)

Und AfD wurde ja nur so stark gewählt, weil es ein Appell an die Regierung sein sollte bzw. so ein Protest, was total dumm  ist. Aber das ist genau so dumm, als würde man in den Club und dort auf der Toilette das Wasser trinkt, weil einem das Bier nicht schmeckt.

Aber ich frage mich auch, wieso die Grüne oder Linke nicht mehr gewählt wird, als die andere..

Kommentar von MrMcSauerkraut ,

Der Wasser-Bier-Vergleich ist amüsant! :-)

Kommentar von Interesierter ,

Dachte ich auch gerade. Dafür mein "Danke"

Antwort
von Maarduck, 170

Die Grünen haben ihren Charakter leider extrem gewandelt. Es gab in letzter Zeit einige Bundesländer in denen sie mit der SPD und denLinken eine Regierungskoalition hätten bilden können, aber es vorgezogen haben mit der CDU zu koalieren. Das sagt doch wohl alles, oder?

DieLinken sind o.k., haben aber ein Wahrnehmungsproblem. Das ist ihre "Deutschfeindlichkeit". Sie meinen damit natürlich das deutsche Regierungssystem, aber beim deutschen Volk kommt es oft so an, als ob die deutschen Menschen gemeint wären. Und wir haben noch immer viele Biodeutsche in Deutschland, die sich da von den Linken angegiftet fühlen. 

Ein weiteres Problem ist die geringe politische Bildung der Deutschen. Es gibt nicht viele die die Begriffe Arbeitseinkommen und Kapitaleinkommen in ihrem aktiven Wortschatz haben.  

Antwort
von autmsen, 88

Ich sehe dieses Thema im geschichtlichen Kontext:

Historiker streiten ein wenig darum ab wann genau Massenmord / Krieg als Haupt-Wirtschaftsfaktor und Garant für Machtbeschaffung und Machterhalt Mode wurde. Aber lass uns mal von rund 2.000 Jahren dieser Mode ausgehen. 

Diese Mode sorgte dafür dass das Herdentier Mensch bei uns darauf konditioiniert wurde, jene Lebensweise anzunehmen, jene Ansichten zu vertreten die vorgegeben werden von sogenannten Machthabern. Also von den Dienern des Wirtschaftssystems Massenmord. 

Wie es vor Konstantin I tatsächlich hier in Mitteleuropa zuging lässt sich recherchieren. Ab ihm allerdings mache ich einen Verhaltensstrich der zu Veränderungen in der Gesellschaft führte:

Ab hier verband sich ein monotheistisches Glaubenssystem - welches von ihm verändert wurde auf den Nicäischen Konzilen und zur ersten Spaltung dieses Monotheismus führte - mit Macht. Im Verlauf der Geschichte wurde bis vor kurzer Zeit jede Person bestraft welche selbständig dachte ohne Genehmigung der Herrschenden und es gar wagte sich eine eigene Meinung zu bilden. 

Wann genau Lenin mit wenigen Begleitern dank deutscher Gelder nach Russland transportiert wurde lässt sich ebenfalls recherchieren. Mitteleuropa wollte auf diese Weise die mögliche Aufgabe der eingangs genannten politischen Mode verhindern und hoffte sich auf diese Weise einen neuen Feind aufbauen zu können mittel- und langfristig. Zudem lässt sich diese Maßnahme mit einigem Recht als Vorbereitung auf den 1.. WK interpretieren. 

Innerhalb des 1.WK war dann Russland - nicht zum ersten Mal in der Geschichte Mitteleuropas - ein Angriffsziel. Dieses Angriffsziel ließ sich der Bevölkerung damit erklären dass dort der böse Kommunismus entstand. 

Seither wird massenweise Propaganda gegen soziale Gedanken betrieben. - Ich will hier nicht ausblenden dass Lenins Arbeit und jene seiner Nachfolger durchaus beachtliche Schattenseiten aufweist. Schattenseiten welche in Mitteleuropa als selbstverständliche Staatspolitik betrieben wurden und werden. 

Nun sind also die Menschen schon einige Zeit daran gewöhnt Alles Linke als schlimme, böse und tabuisiert wahrzunehmen. Sie haben sogar zu einem großen Teil Angst davor sich auch nur mit entsprechenden Ideen und Vorschlägen auseinander zu setzen. 

Was ich nicht kenne wähle ich nicht. Das ist logisch. 

Und Was meine Vorfahren nicht wählten will ich erst gar nicht kennen lernen. Denn meine Vorfahren werden schon ihre Gründe gehabt haben. Selbstverständlich auch und oft gerade dann wenn sie sich der Förderung oben genannter Mode verschrieben haben. 

Denn stelle Dir nur mal vor: 

Es gibt Krieg und Keiner geht hin. - Wie viele Waffenfabriken müssten dann schließen? Wie viele Arbeitsplätze müssten durch andere Möglichkeiten ersetzt werden? 

Es gibt Hunger und Durst und Alle werden satt. Einige Lebensmittel-Großkonzerne würden pleite gehen denn genau diese verantworten täglich 40.000 Tote durch Hunger und / oder Durst. Arbeitsplätze gingen verloren und würden durch solche ersetzt werden welche für alle Menschen gesunde und nahrhafte Lebensmittel produzieren ohne unser existentielles Lebensmittel Wasser zu vergiften. 

Die Folge wäre womöglich dass wir Menschen beginnen zu erlernen einander auf Augenhöhe zu begegnen. Eine gefährliche Thematik für Herrschsucht und Machtgier. 

Nun war ich ein böser Mensch. Ob meine Ausführungen nun ernst gemeint sind oder nicht mag jeder Leser für sich entscheiden. 

Kommentar von Maarduck ,

Wie du weißt, gefallen mir deine Beiträge im allgemeinen sehr gut, aber im folgenden Text verstehe ich nicht, was du uns sagen willst.

>Wann genau Lenin mit wenigen Begleitern dank deutscher Gelder nach Russland transportiert wurde lässt sich ebenfalls recherchieren. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Iljitsch_Lenin

>Unter den 33 Reisenden, die am 9. April 1917 in zwei D-Zugwagen am Grenzübergang Gottmadingen aufbrachen und am Abend des 11. April in Sassnitz eintrafen, waren 19 Bolschewiki – neben Lenin auch Karl Radek, Grigori Sinowjew, Nadeschda Krupskaja und Inessa Armand. 

Deutschland wollte damit natürlich in Russland eine Regierung an die Macht bringen, mit der man schnell Frieden schließen konnte. Dies gelang ja auch mit dem Regierungsantritt von Lenin.

>Mitteleuropa wollte auf diese Weise die mögliche Aufgabe der eingangs genannten politischen Mode verhindern und hoffte sich auf diese Weise einen neuen Feind aufbauen zu können mittel- und langfristig. 

Unter Mitteleuropa verstand man damals die Mittelmächte Deutschland und Österreich. Meinst du Frankreich, England, Schweiz und Italien haben den Kommunismus mit gezieltem Kalkül unterstützt? Glaube ich nicht, dass die schon so weit geplant haben.

>Zudem lässt sich diese Maßnahme mit einigem Recht als Vorbereitung auf den 1.. WK interpretieren. 

Der 1. Weltkrieg wurde bekanntlich durch die panslawistische Bewegung ausgelöst, unterstützt vom zaristischen Russland. Der Zar wurde damals wegen seiner vielen Hinrichtungen von der SPD nur der "Blutzar" genannt, und die SPD (damals noch wirklich "links") drängte den deutschen Kaiser immer wieder aus humanitären Gründen gegen Russland Krieg zu führen, um die Russen vom Zaren zu befreien.

>Innerhalb des 1.WK war dann Russland - nicht zum ersten Mal in der Geschichte Mitteleuropas - ein Angriffsziel. Dieses Angriffsziel ließ sich der Bevölkerung damit erklären dass dort der böse Kommunismus entstand. 

Den Krieg hatte Russland, bzw. sein Verbündeter Serbien angefangen. (Können wir gerne mal drüber diskutieren.) Der Kommunismus galt dem deutschen Kaiser nicht als "böse". Ganz im Gegenteil wollte er Deutschland langsam in eine Sozialdemokratie führen. Für den Kaiser war Sozialdemokratie, Sozialismus und Kommunismus so alles ziemlich dasselbe. Deshalb und wegen der Erfolge deutsch-sprachiger Wissenschaftler und des gewaltigen wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland und Österreich wollten die imperialistischen Nationen Frankreich, GB und USA doch unbedingt einen Krieg gegen Deutschland und Österreich. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_II._(Deutsches_Reich)

>Wilhelm II. laut Otto von Bismarck, als er sich weigerte, Soldaten zur Niederschlagung eines Streiks im Ruhrgebiet zu schicken[3]: Die Unternehmer und Aktionäre müßten nachgeben, die Arbeiter seien seine Untertanen, für die er zu sorgen habe; wollten die industriellen Millionäre ihm nicht zu Willen sein, so würde er seine Truppen zurückziehen; wenn dann die Villen der reichen Besitzer und Direktoren in Brand gesteckt, ihre Gärten zertreten würden, so würden sie schon klein werden“

Der "Kommunistenfeind" war Otto von Bismark (Sozialistengesetze), weshalb er auch vom Kaiser Wilhelm II gefeuert worden ist.

Kommentar von autmsen ,

Du beziehst Dich auf Wikipedia als Quelle, ich habe aus dem Gedächtnis zusammen gefasst was ich aus Büchern von international anerkannten Historikern weiß. Hier eine neuere vorgestellt:

http://www.sueddeutsche.de/politik/ausbruch-des-ersten-weltkrieges-deutschland-u...

Zudem scheint Dein Politikverständnis ein anderes zu sein als es den Tatsachen entspricht: 
Politik setzt sich langfristige Ziele und ist bestrebt diese kurz- und mittelfristig durch Handlungen umzusetzen. 

In Büchern fand ich Nachweise darüber dass die Verhandlungen mit Lenin sich über Jahre zogen und in diplomatischen Kreisen Mitteleuropas bekannt waren. Auch ihr Sinn und Zweck. 

Dass Mitteleuropa einen Krieg brauchte lässt sich auch in manchem Buch nachlesen. Unterlegt durch einkopierte Beweise. 

Auch der Zar hatte einen Krieg nötig. Aus den gleichen Gründen wie Mitteleuropa. Es herrschte also Einigkeit in diplomatischen Kreisen zum Thema. Es war nur noch die Frage wie und wo anfangen. 

Womöglich findest Du im Archiv von dradio noch andere Literatur zum Thema wenn Du nach 

Andruck - Das Magazin für politische Bildung

schaust. 

Die Beschäftigung mit den Gründen für den Ausbruch dieses Massenmordes ist eine gute Lektion über Politik. Zumindest dann wenn nicht nur auf Wikipedia und den aktuell Herrschenden in diesem Staat als Quelle zurück gegriffen wird. 

Wikipedia lügt hier. Denn es war logischerweise davon auszugehen dass Lenin in Russland eine Revolution auslösen würde welche diesen Staat schwächen würde. 

Nein. Ich glaube nicht dass die gesamte mitteleuropäische Diplomatie sich einig war sondern ich weiß es. Anhand von Belegen die sich vor Jahrzehnten dazu gesehen habe. Abgedruckt in Büchern die sich mit der Thematik beschäftigen. 

Antwort
von soissesPDF, 112

Je nun, Die Linke hat den Nachteil, dass ihre Vorgänger den Sozialismus nachhaltig vergeigt haben.

Die Grünen kann sich nicht wirklich jemand leisten.
Angefangen bei der Ökosteuer, schon das wurde teuer, fortgesetzt mit dem EEG, seither wird Strom inflationäre teuer.
Und schließlich das Beispiel mit den verbotenen Glühlampen.

Die Grünen sind Miterfinder des HartzIV, nur ist im Regelsatz für LED-Lampen gar nichts vorgesehen und auch nicht, dass Strom so inflationär teurer wird.
Die Grünen haben alles, nur keine soziale Ideen.

Antwort
von JanRuRhe, 207

Hallo!
Arme Menschen gehen häufig nicht wählen. Auf der anderen Seite ist Armut häufig verbunden mit Unwissenheit und Ungebildetheit. Da werden simplen Parolen und einfachen Lösungsansätzen eher geglaubt.

Kommentar von DreiGegengifts ,

Arme Menschen gehen häufig nicht wählen.

Könnte sein. Auch junge Menschen gehen weniger wählen als ältere.

Auf der anderen Seite ist Armut häufig verbunden mit Unwissenheit und Ungebildetheit.

Möglich. Aber die Rechtspopulisten beziehen ihren Zuspruch kaum aus den wirklich Armen. Das ist eher die spießige kleinbürgerliche Schicht, die Angst um ihr Gartenzwergdomizil hat und denen das Gepolter der AfD und Konsorten gefällt.

Kommentar von MrMcSauerkraut ,

Woher weißt so etwas Du über den sozialen Hintergrund der AfD-Wähler. Kannst Du mir spontan einen Link geben?

Kommentar von MrMcSauerkraut ,

Danke! Na ja, hast Recht. Die Zeitungsartikel hätte ich auch finden können. Mein Bild der AfD-Wähler sah mehr so aus, dass unter anderem viele Arme (unter denen wohl auch Ungebildete sind) diese Partei wählen, aber eher nicht die Mittelschicht.

Kommentar von DreiGegengifts ,

Für den marktradikale Neoliberalismus  der AfD muss man schon einiges an Unbildung mit bringen. Aber irgendwo muss es schon einen Hoffnungsschimmer geben, dass es einem nützt.

Kommentar von voayager ,

doch, ein beachtlicher Teil der AfD rekrutiert sich auch aus der Mittelschicht

Kommentar von Interesierter ,

Das würde ich so nicht sagen. Ich bin einigermaßen gut verdienender Angestellter mit Frau und Kindern, ich habe ein Häuschen auf dem Dorf und sogar einen Gartenzwerg an der Eingangstür stehen. Spießbürgerlicher geht's wohl nicht mehr.

Trotzdem würde mir nie einfallen, diesem asozialen Haufen, der sich auch noch "Alternative" nennt, meine Stimme oder sonst in irgendeiner Art und Weise meine Unterstützung zu geben.

Kommentar von DreiGegengifts ,

Wie schafft man so einen  Umkehrschluss? erstauntbin

Kommentar von Interesierter ,

Ich folge eben nicht den gängigen Klischees sondern versuche das zu tun, was "richtig" ist. Dafür gebrauche ich meinen moralischen Kompass, von dem ich glaube, dass er einigermaßen gut geeicht ist.

Kommentar von DreiGegengifts ,

Ich meine wie man darauf kommt dass alle Kleinbürger AfD Wähler sind im Umkehrschluss auf die Aussage, dass die AfD Wähler aus dem Kleinbürgertum kommen.

Antwort
von Quastroo, 151

Man kann es nicht nur an wenigen Programmpunkten aus den Manifesten von Parteien ausmachen. Eine spezielle Partei kann man nicht zu 100% mögen. Es gibt immer Kontroversen, da eine Partei nur ein Zusammenschluss von ähnlichen Meinungen ist.

Ich vermute mal, dass Menschen,vom momemtanen Standpunkt aus gesehen, nicht sehr auf solche Punkte achten. Man beachte Flüchtlingskrise, Terror in Europa, Asylpolitik etc. Das verbreitet sich rasant durch die Medienwelt und keiner bleibt verschont. Es sind die aktuellen Themen, die die Politik beeinflussen. Oder wer sagt heutzutage noch etwas über den NSA- Skandal? Wo ist die Piraten-Partei, die dadurch populär wurde? So gut wie verschwunden :)

Kommentar von MrMcSauerkraut ,

Das Argument, dass viele sich an aktuellen Entwicklungen orientieren, halte ich für stichhaltig, auch wenn ich so ein Denken nicht nachvollziehen kann. :-) Man sollte sich doch lieber mehr an grundsätzlichen Haltungen einer Partei orientieren.

Danke!

Kommentar von Quastroo ,

"Sollte" ist der richtige Begriff. Doch dem Normalbürger kann man nicht zumuten, sich ein Parteiprogramm durchzulesen...

Aussagen, öffentliche Stellungnahmen von Parteien/ Politikern/ Intelektuellen, die durch die Medien an den Mann gebracht werden, haben den größten Einfluss auf die Meinungsbildung.

Nichts zu danken :)

Antwort
von voayager, 86

Die Deutschen sind ein Volk der Spießer und der Duckmäuser, wahre Staatsgläubige und Autoritätsgläubige noch dazu. Zudem ist der Grad an politischer Bildung erschreckend gering, selbst einfachste Kenntnisse und Zusammenhänge sind weitestgehend unbekannt. Dann isses ja auch so, dass in Deutschland nie eine Revolution klappte, stets triumphierte die Reaktion, so was wie eine demokratische Tradition existiert einfach nicht, bzw. ist nur rudimentär vorhanden. Stattdessen herrscht ein ausgeprägter Antikommunismus vor und auch das demokratische Bewußt sein erschöpft sich auf das, was hier so vorherrscht, nämlich die bloße repräsentative Demokratie.

Dass die Grünen keine übermäßige Resonanz finden, sit bei dieser geräuschvoll-opportunistischen Kleinbürgertruppe kein Wunder. Außer Genderei, Frauenquote, Radikalfeminismus und Homofragen haben sie nicht viel mehr zu bieten. Sie haben Kriege mit angezettelt oder auch unterstützt, waren Komplizen bei der Verabschiedung von Hartz IV und sind auch sonst nicht sozial ausgerichtet, haben daher nie was in der Richtung vorangetragen. Wie auch, sie sind die Partei der Besserverdienenden, auch Lehrer-Partei genannt, dienur auf ihre Pfründe aus sind, zudem heuchlerisch was vorgaukeln und sich nicht dran halten, bzw. intern nur ihre Machtgeilheit ausleben, sowie privilegiert leben. Im Umweltschutz haben sie außer Dosenpfand nicht viel mehr auf die Beine gestellt.

Die Linke ist auch nicht sehr viel besser, auch mehr Schwätzer als Kämpfende, typische Parlamentarier, zudem schielen sie stets nach der H-4 Partei, der sPD, mit der sie gern koalieren wollen. Schlecht ist auch, dass sie, bestehend aus 2 Flügeln, viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind.

Kommentar von JanRuRhe ,

Beißend und böse, aber irgendwie gut. Es tat gut das zu lesen..

Kommentar von Interesierter ,

Vieles von dem, was du schreibst, ist bedingt richtig.

Das Problem an deiner Argumentation ist das komplette Fehlen von brauchbaren Lösungen.

Kommentar von voayager ,

Lösungen sind schwierig zugegebnermaßen, denn so was wie eine Massenstimmung, eine Aufbruchshaltung bei den Massen kann man nicht einfach wie ein Feuer entfachen. Man kann also nur Aufklärungs, - und Aktionskampagnen starten. Zünden die nicht, dann hat man eben Pech gehabt, ganz nach dem Motto, die Pferde zur Tränke führen, doch saufen müssen sie selbst. Wenn also das "Saufen" nur im Saufen besteht, dann isses schwer, die Kuh vom Eis zu holen.

Antwort
von Daria700, 33

Linke Grüne ähneln die nicht viel zu sehr CDU SPD?

Was würde sich den verändern wenn die Stimmen bekämen?

Und genau das wünschen sich AFD Wähler doch,das ganze Rechte darum geht es den gar nicht!Könnte mir vorstellen viele wollen einfach Sicherheit,abens wieder sicher rausgehen können,zu Veranstalltungen usw.!

Derzeit ist das nicht mehr so möglich,und die Vorfälle Flüchtlinge gehen auch nicht spurlos an viele vorbei!Die Menschen haben Bedenken und Angst ist das so grundlos?

Antwort
von Altervatti, 146

Tatsächlich vermittelt unser System den Eindruck man wäre seines Glückes Schmied.. Und es sind noch viele andere Gründe. Ich würde zB vermuten das der Wohlstand eine Rolle spielt auch wenn Mensch nicht unmittelbar daran Teilhabe hat.

Antwort
von DreiGegengifts, 96

Die Grünen sind keine linke Partei im eigentlichen Sinne. Die haben einen  starken konservativen Flügel.

Die Linke hat viele gute Leute aber auch viele Populisten, Links-Ideologen und Protestler. Es gibt eigentlich keine undogmatische linke Kraft. Es gibt auch keine linksliberale Partei.

Tendenziell kann man sagen, dass eine überalternde und reiche Gesellschaft bei jeglicher Unzufriedenheit mit einem Rechtsruck reagiert. So eine Gesellschaft versucht sich abzuschotten und sich vor Veränderung zu schützen, was sie noch tiefer in die Scheiβe reitet.

Kommentar von Quastroo ,

Allgemein muss nicht jede Veränderung gut sein und es ist normal, dass Menschen einen gewissen Rückhalt brauchen, und Neues erst einmal skeptisch betrachten und je nachdem, auch bei dieser Einstellung bleiben oder nicht :)

Kommentar von DreiGegengifts ,

Es geht da aber nicht um  gesellschaftlichen Tendenzen, die auch jeder  als veränderliche Persönlichkeitsanteile in sich trägt. Auch wenn sich die Gewichtung stark unterscheidet zwischen den Individuen. Die überall in Europa stark gewordenen Populisten sind keine Konservativen, denen es um Bewahrung geht. Eher sind sie Ausdruck eines satten und abstoßenden gesellschaftlichen Dilemmas und einer wachsenden Unkultur.

Kommentar von Quastroo ,

Nun gut, es kommt halt auf die Ausprägung des Populismus an. Außerdem muss jeder selber wissen, ob er die Meinung teilt oder halt nicht. Persönlich würde ich die genannten Persönlichkeiten nicht als "sattes und abstoßendes gesellschaftliches Dilemma" betrachen. Es sind halt auch nur Meinungen, die man tolerieren und (auch) respektieren sollte. Nicht umsonst haben wir hier Meinungsfreiheit, die bewahrt werden sollte :)

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Politik, 79

Ich kann die Frage nicht nachvollziehen.

Der letzte Bundestag, der 2013 gewählt wurde, hat 631 Sitze. Davon entfallen auf die linken Parteien (SPD, Die Linke, Grüne) 320 Abgeordnete, auf CDU und CSU zusammen 311 Abgeordnete.

Kurz: Die vom Volk gewählten Abgeordneten der linken Parteien haben im Bundestag eindeutig die Mehrheit! Das Volk hat also "links" gewählt.

Wie der nächste Bundestag aussehen wird, ist derzeit reine Spekulation.

MfG

Arnold

Kommentar von Maarduck ,

Wenn man jetzt mal so tut, als ob die SPD und Grünen linke Parteien wären ^^

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Bittesehr, das kann man so sehen. Die altertümliche Einteilung in "links" und "rechts" hat seit vielen Jahren ohnehin keinen realen Wert mehr. Aber der Fragesteller bedient sich dieser Begrifflichkeiten noch.

Antwort
von berkersheim, 127

Das ist eine Frage der Interpretation und ich habe noch keinen Linken getroffen, der seinen Argumentenkatalog nicht so geordnet hat, dass er immer im Recht ist. Und wenn ihnen die Meinung und Wahl der Menschen nicht passt äußern sie sich hämisch über die "spießige, kleinbürgerliche Schicht", und merken nicht, dass sie über Arbeiter und Angestellte reden. Die allerdings haben ihr bischen Wohlstand nicht geschenkt bekommen und wissen genau: Ohne Moos nichts los. Und dann rechnen sie die illusorischen Forderungen von Linken und Grünen zusammen und wissen ganz genau, wenn die fertig sind, ist Deutschland ein Armenhaus. Dann gibt es evtl. nicht mehr den Unterschied zwischen arm und reich, dann sind wenigstens alle gleich arm. Die lassen sich von dem Gerede mit der Schere zwischen Arm und Reich nicht täuschen. Die wissen, dass in Deutschland seit Jahrzehnten besonders auf Betreiben der Grünen die Bitterarmen der Welt importiert wurden, um die Wähler für Grüne und Linke anzuheben. Aber das sind Moslems. Die wählen keine Gottlosen!

Wer mal mit den "einfachen Leuten" spricht, der erfährt, dass die genau wissen, dass wir in Deutschland mit den von SPD, Grünen und Linken geforderten EUROBONDS noch mehr Schulden am Hals hätten. Die lassen sich nicht von dummen Sprüchen in die Irre führen, dass ganz Deutschland durch den EURO gewonnen hätte. Die wissen, dass sie nicht zu den Gewinnern gehören. Die haben ein wenig was fürs Alter und für ihre Kinder gespart und müssen sich dafür von den Looser-Linken anpöbeln lassen. Ihnen wird ihr Gespartes wegenteignet und ihren Kindern die Aussicht auf eine akzeptable Rente. Und wer sind wieder die größten Verschenker, die nicht genügend Milliarden in die Welt verstreuen können, weil wir es ja angeblich so dicke haben? Und die soll man wählen, wenn man nicht brotdumm ist?

Aber weiter so. Wenn in den nächsten 5-10 Jahren Erdogans AKP hier Wahlkampf macht, fällt den Linken und Grünen natürlich kein Schleier von den Augen. Dann kommen so blöde Fragen wie:

Wieso wählen immer so viele eine Partei, wie die AKP und nicht links, wenn doch gerade die eingebürgerten Moslems als Arme immer ärmer werden?

Dann müssen sie sich sagen lassen, dass sie es waren, die jahrelang tatenlos oder sogar mit Sympathie zugeschaut haben, wie Erdogan hier eine Mosche nach der anderen finanziert und mit seinen Mullahs besetzt hat. Dass er damit gleichzeitig seine religiöse Partei aufgezogen hat, und dass alle als rechts und ausländerfeindlich beschimpft wurden, die gegen die freien Wahlreden Erdogans in Deutschland protestierten, das ist Teil von Multikulti und internationaler Solidarität. Sowas soll man wählen? So widersprüchlich sind die Entwicklungen gar nicht. Die Wähler sehen die Dinge nur etwas anders als Du. Wenn man nicht links-indoktriniert ist, kann einem das passieren.

Kommentar von MrMcSauerkraut ,

Also manchmal verstehe ich Deine Antworten nicht so recht.

Die Wähler sehen die Dinge nur etwas anders als Du. Wenn man nicht indoktriniert ist, kann einem das passieren.

Bin ich denn Deiner Meinung nach indoktriniert?

Welche Partei bevorzugst Du denn, wenn ich fragen darf? :-)

Kommentar von berkersheim ,

Nicht die LINKE und auch nicht die GRÜNEN, auch nicht die SPD. Ist sowieso egal, denn die Schuldenkarre sitzt so tief im Schlamassel, dass denen in Berlin längst klar ist, dass sie nur noch dafür sorgen können, dass den Wählern der Berliner Blockparteien die Verfahrenheit erst auffällt, wenn die jetzt Verantwortlichen ihre fette Staatsrente verzehrt haben (Eichel, SPD, 15.000,- € im Monat - da wächst die Schere schnell zum Normalrentner). Schuldenstornierung für Griechenland auf jeden Fall bis 2018 (also nach der Wahl) und Rückzahlungsstopp bis 2040. Derweil tickt die Schuldenuhr weiter und ich würde mir mal ausrechnen, wer 2040 noch auf Rente oder sonstige Vorsorge hoffen will. Die jetzt geboren werden, würden am besten gleich auswandern.

Wenn die Rechnung der Berliner mal aufgeht, wenn ich so nach Frankreich schaue. Denen ist die Industrieproduktion eh schon um 10% weggebrochen. Und jetzt geht es rassant in die Schulden. Die werden nach deutscher Solidarität schreien. Mit 35-Stundenwoche sich von den Vollzeitarbeitern bezahlen lassen, die bis 70 arbeiten gehen. Sehe ich Italien und Spanien, wird mir ganz schwach. Oh du schöne Solidarität. Sie wird uns den letzten Goldzahn ziehen. Noch was für die, die das Wort SOLIDARITÄT gerne so fett schreiben. SOLIDARITÄT hat zwei Seiten: Auf der einen seite stehen die mit den offenen, hohlen Händen, die vor lauter Handaufhalten nicht zum Arbeiten kommen und auf der anderen Seite stehen die modernen Sklaven, die arbeiten können, soviel sie wollen: Das geht alles in die SOLIDARITÄT.

Manche können das Wort deswegen schon nicht mehr hören, weil sie immer auf der falschen Seite sind. Viele begreifen das langsam und nabeln ab bei der Solidarität und deren Missonaren.

Kommentar von DreiGegengifts ,

Ohne Moos nichts los.

Das ist das eigentliche Dilemma dieser kleinbürgerlichen Denkspiralen. Das Leben ausgerichtet darauf in das eigene  Gartenzwergparadies  einzuziehen. Als gäbe es im Leben nichts wichtigeres und schöneres  zu entdecken.

Irgendwann wird der Drang nach Absicherung und Heimatidylle pathologisch. Und dann bricht er los - der ganz große Katzenjammer in der Wohlstandsgesellschaft. Igitt igitt.


und merken nicht, dass sie über Arbeiter und Angestellte reden

Die Armen! Oder sind das gar nicht die Armen? Oder sind sie nur so arm, weil sie nicht aus ihrer eigenen persönlichen Tretmühle raus kommen? Wer weiß, wer weiß. Aber eins ist sicher: Marktradikale werden sie retten! Lang lebe die AfD. Partei des Geknechteten Urdeutschen Michels.


Erdogan


Das ist eigentlich das glorreiche Endergebnis von einem Jahr rechten und rechtspopulistischen Wirkens und Hetzens: Europa verabschiedet sich mit dem Türkei-Deal von der fundamentalen Basis der Menschenrechte  und ein paar hundert abgefackelte Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland. Herzlichsten Glückwunsch.

Kommentar von berkersheim ,

@ MrMcSauerkraut

Nun lies Dir mal den Kommentar von "DreiGegengifts" durch. Nur die ersten Sätze. Diese Beschimpfung durch einen Knochen-Linken nennt man geschickte Wählerwerbung. Dass ich etwas nach einem langen Arbeitsleben haben will, nennt dieser Oberlooser "Drang nach Heimidylle". Bravo, genau was ich erwartet habe. Meine Empfehlung: Weiter so - das hilft schrumpfen. Wer steht denn auf solche Looser und Neidhammel, die anderen nichts gönnen können, nur weil sie selbst nichts zustande gebracht haben. Wählt "DreiGegengifts" in den Bundesvorstand der LINKEN; dann sind wir die LINKEN bald los. Da er natürlich nicht weiß, was Marktradikale überhaupt sind, versprüht er nur sein Gift und offenbart seine vernagelte Indoktrination. Und habe ich es nicht gesagt: Erdogan wird den "Ausländer- und Islamfeinden in die Schuhe geschoben. Ich sags ja, dümmer gehts nicht. Und da fragst Du, warum da die normalen Menschen die Flucht ergreifen, vor diesen Lattenschwingern und Brandsatzwerfern?

Kommentar von DreiGegengifts ,

Dass ich etwas nach einem langen Arbeitsleben haben will

Die Ur-Illusion der Spießerfraktion. Stramm hinterher marschiert Arbeit als Lebensinhalt und dann die Erkenntnis, dass der erarbeitete Wohlstand auch keine Sicherheit und keine Befriedigung schafft im Leben.

Das ist eben das Problem. Keine Zufriedenheit mit dem was man hat, weil man sich alles diktieren lässt - auch wie viel dazu "gehört" um gut dazustehen.  Keine Zufriedenheit mit dem was man tut, weil man nie Wert darauf gelegt hat,  was man tut in Einklang zu bringen mit dem was man ist. Nie sich die Frage gestellt, worauf man den Fokus legen möchte, und ob das überhaupt Sinn macht.  Nie etwas in die eigenen Hände genommen. Nie etwas selbst gestaltet. Immer brav hinterher gedackelt.


Die Autoritätsgläubigkeit und die Unfähigkeit gesellschaftliche Realitäten wie den Kapitalismus zu hinterfragen führt dazu, dass  man gerne mal die Träume der anderen realisiert. Das ist schon mies keine Frage. Das ist bitter. Das finde ich auch bitter. Aber daran wird sich aus zwei Gründen nichts ändern: Weil ihr glaubt, was die omnipräsente Werbung und der Herr Nachbar euch sagen und weil ihr darauf mit panischem Strampeln im Hamsterrad reagiert.

Deine Einteilung der Welt in linke Looser und rechtschaffene schwerarbeitende Bürger dient doch auch nur dazu deine fixen Vorstellungen vor Veränderung zu bewahren. Aber auch da liegst du fern der Realität. Weil niemand ein Looser ist nur weil er nicht das gleiche Konzept fährt wie du. Und zum anderen, weil deine Vorurteile weiter von der Realität entfernt sind, als du es dir vorstellen magst ;)



Kommentar von berkersheim ,

@DreiGegengifts

Ach Gott, immer dieselbe faule Masche. Erst baut man sich einen Pappkameraden der eigenen verunstalteten Fantasie auf und dann schießt man ihn genussvoll tot. Du heftest anderen Deine persönliche Leere ans Revers und kritisierst Dich im Prinzip im Spiegel, nur hälst Du Dir zum Schein die teuflische Kapitalistenmaske vor. Das ist doch so leicht zu durchschauen. Da musst Du Dir schon was Besseres einfallen lassen.

Kommentar von DreiGegengifts ,

Wenn de meinst ;-)

Kommentar von Maarduck ,

@Berkersheim

Ich bin ein Linker und trotzdem stimme ich dir in vielen Punkten zu. 

Ich schreibe jetzt mal über die Punkte die ich anders sehe. Du verurteilst zu Recht den hohen Kapitalfluss aus der BRD ins EU-Ausland. Aber dafür ist doch wohl eher Merkel und die CDU verantwortlich, als die linken Parteien. 

Die wahrhaft linken Parteien haben nicht nur Forderungen an eine gerechtere Verteilung der hier erarbeiteten Güter und Werte, sondern auch Pläne wie mehr davon erarbeitet werden könnten. Und diese Pläne sollten aus meiner Sicht funktionieren.

Fangen wir mal ganz harmlos an - ohne Revolution zu besseren Lebensverhältnissen. Wenn der Staat sich mehr als Unternehmer engagiert, dann spart das die Kapitalrendite und verhindert den Abfluss von hier erarbeitetem Kapital und Know-How ins Ausland.

Und auf jeden Fall müssen Geldgeschäfte besteuert werden. Und auf alles Geld was ins Ausland fließt gehört eine Steuer, gestaffelt nach EU-Ausland und nicht-EU-Ausland. 

Langfristig muss der Staat eine eigene "Privatbank" gründen, die sich von den Interessen der USA und ihren Banken entkoppelt. 

Kommentar von Maarduck ,

Ich möchte noch etwas Prinzipielles zu Marktwirtschaft und Planwirtschaft schreiben. 

Die Marktwirtschaft funktioniert nur, wenn genügend Wachstum da ist, um die Zinsen bezahlen zu können. Und dieses Wachstum wurde früher vor allem durch das Wachstum der Bevölkerung erreicht. Dadurch gab es mehr Arbeiter und mehr Verbraucher. Aber jetzt wächst die Erdbevölkerung nicht mehr so stark wie früher. Der Planet ist voll. Wachstum nur mit Innovationen zu erzielen ist sehr schwer. Deshalb funktioniert die Marktwirtschaft nicht mehr so wie früher.

Auf der anderen Seite haben wir die Planwirtschaft. Planwirtschaft ist schwierig und anfangs wurden zur Zeit von Lenin und Stalin riesige Fehler gemacht. Aber mit der Zeit klappte es immer besser. Der Zusammenbruch kam, weil man die Hochrüstung mitmachte. Vielleicht hat uns das immerhin vor einem großen Atomkrieg bewahrt. Aber mit der Entwicklung der Computer können jetzt immer mehr Wirtschaftsdaten erfasst werden und ihre Entwicklung und Beeinflussung kann immer besser simuliert werden. Deshalb klappt die Planwirtschaft mit der Zeit immer besser.

Am besten scheint eine Mischung aus Plan- und Marktwirtschaft zu funktionieren. 

Kommentar von berkersheim ,

Sorry, was das Bevölkerungswachstum angeht, solltest Du mal in die Statistiken schauen. Das explodiert erst sei 1850 und folgende. Und es ist neben der paralell verlaufenden Digitalisierung unser größtes Problem. Das Bevölkerungswachstum war nur unter den Bedingungen einer speziellen geistig-kulturellen Ausrichtung eine Treibkraft des Wachstums. In Afrika und Südamerika z.B. bestätigt sich allein das Wachstum nicht als Wirtschaftstreibkraft sondern als Weg in Verelendung.

Kommentar von berkersheim ,

@Maarduck

Uuii, ein Linker, mit dem man argumentieren kann! Ich denke, wenn Du die meisten hier als pseudomarxistisch oder links ausgegebenen Beiträge liest, wird es Dir schwach. Ich selbst habe mich hier immer wieder als Epikureer geoutet. Was das ist, wissen die meisten gar nicht. Ich bin weder links noch rechts, weil mir persönlich die Pobbackenlogik zu primitiv ist. Das ist was für politische Keulenschläger. Brutal gesagt, das ist was für Leute, die hinter Begriffen wie Links und Solidarität nur eine Schmarotzermentalität verstecken.

Das Problem, das ich sehe ist, dass, was immer sich ehrlich links nennt, im Zweifel sich von marxistischen Fehleinschätzungen oder Weiterführungen lossagen und neue Wege finden muss. Die Lehren des fehlgeschlagenen Sozialismus sind doch nicht mit Schönreden produktiv umzusetzen. Der idealistisch geprägte Dualismus der Klassenkampftheorie wie auch der scheinbar auf die Füße gestellte Hegel als Dialektischer Materialismus kleben noch am Idealismus eines Platon und Hegel. Für mich als Epikureer gibt es keinen Materialismus, der nur ein gekappter Dualismus (Geist, Materie) ist, bei dem der Geist gekappt wurde und alles zwanghaft in die Materie gesteckt wird, die Erkenntnisse der neuen Physik nicht überlebt.

Eine Linke, die eine nirgendwo in der Natur gegebene Gleichheit als materialistisches Paradies auf Erden erzwingen will, macht sich was vor. Letztlich geht es um das Einbinden aller Kräfte zu einem gedeihlichen Miteinander, was bei unseren menschlichen Verhältnissen eine Daueraufgabe bleibt und wozu es gut ist, wenn es Parteien gibt, die unterschiedliche Schwerpunkte betonen. Das aber bedürfte eine offenen Diskussion, bei der sich keine Seite auf ihre Ideologien versteift. Es ist sind nur Theorien, und besser die Theorien sterben als die Menschen (Popper).

Kommentar von berkersheim ,

@Maarduck

Lies Dir bitte das mal durch und schwinge mal nicht die Keule gegen die bösen Rechten sondern frage Dich: Was machen die Linken falsch, dass es diese Entwicklung gibt.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/05/27/umfrage-afd-kommt-in-brand...

Kommentar von Maarduck ,

>Sorry, was das Bevölkerungswachstum angeht, solltest Du mal in die Statistiken schauen.  

Wir sind uns doch wohl einig, dass der heutige Kapitalismus dort wo er Einzug gehalten hat, nur noch einem ganz geringen Anteil der Bevölkerung ein lebenswertes Leben ermöglichen kann. Früher hat er besser funktioniert. Woran liegt das? Natürlich daran dass sich Kapital, Know-How und Macht akkumulieren, wie Marx schon richtig beschrieben hat. Aber es kommt eben noch hinzu, dass die prozentuale Wachstumsrate der Weltbevölkerung zurückgeht.

Zinsen auf Schuldgeld belaufen sich immer in Prozent. Wenn man alle Kapitalströme addiert, eine Materialbilanz macht, können die Schuldzinsen nur bezahlt werden, wenn das Wirtschaftswachstum ungefähr dieselbe Höhe hat. Und dies setzt voraus, dass es ungefähr in derselben Höhe ein Bevölkerungswachstum gibt.

http://www.zeit.de/2014/07/szenario-schrumpfende-weltbevoelkerung/seite-3

>Ende der 1960er-Jahre bekamen die Frauen im globalen Mittel fünf Kinder. Heute sind es nur noch 2,5. Auch die Wachstumsrate der Menschheit hat sich seither von 2,1 auf unter 1,2 Prozent fast halbiert.

Wenn z.B. die Schuldzinsen 3% machen und das globale Bevölkerungswachstum nur noch 1,2% beträgt (und weiter sinkt, ab ca. 2050 sogar negativ ist), dann müssen die restlichen 1,8% irgendwie durch Innovationen und Industrialisierung geschafft werden. Wie schwer sich der Kapitalismus damit tut, zeigt dein Beispiel der Verelendung der Bevölkerung in Afrika und Südamerika.

Wieso siehst du in der „Digitalisierung“ ein Problem für den Kapitalismus? Meinst du damit auch die globalen Geldströme? Die sind tatsächlich ein Problem. Dem könnte man aber entgegentreten, wenn man einfach den Transfer von Geld über eine Staatsgrenze hinweg, besteuern würde.

Ansonsten ist die Digitalisierung und Computertechnologie ein Vorteil für die Planwirtschaft, weil immer mehr Wirtschaftsdaten erfasst werden können, und deren Entwicklung und Beeinflussbarkeit immer besser simuliert werden könnte.

Auf dein Argument Linke wären „Schmarotzer“ will ich nicht eingehen, sonst landen wir hier ganz schnell bei Unternehmen die Hungerlöhne bezahlen und staatliche Transferleistungen erzwingen, bei Kapitaleinkommen, insbesondere denen die ins Ausland fließen, bei Multinationalen Konzernen die systematisch Steuern hinterziehen, bei der Finanzindustrie und dem „jüdischen Weltbankensystem“. Schon mal drüber nachgedacht? Auch dazu hat Marx sich schon geäußert.

>Die Lehren des fehlgeschlagenen Sozialismus sind doch nicht mit Schönreden produktiv umzusetzen.

Es lag an der Hochrüstung von unterschiedlichen Ausgangslagen aus. Der Sozialismus ist daran kaputt gegangen, der Kapitalismus wäre fast daran kaputt gegangen. Jetzt geht er gerade an anderen Ursachen kaputt. Die Entwicklung zum Sozialismus kann blutig verlaufen, oder evolutionär. Noch hat unser Volk die Wahl.

>Der idealistisch geprägte Dualismus der Klassenkampftheorie wie auch der scheinbar auf die Füße gestellte Hegel als Dialektischer Materialismus kleben noch am Idealismus eines Platon und Hegel. Für mich als Epikureer gibt es keinen Materialismus, der nur ein gekappter Dualismus (Geist, Materie) ist, bei dem der Geist gekappt wurde und alles zwanghaft in die Materie gesteckt wird, die Erkenntnisse der neuen Physik nicht überlebt.

Das ist Religion die heutzutage keinen Linken mehr interessiert. Marx war auch der Ansicht, dass immer kleinere Elementarteilchen gefunden werden würden, bis ans Ende aller Zeiten. Lange hat er damit Recht gehabt. Aber jetzt ist die Physik an den Grenzen der Planckskala angelangt. Ja und? Marx war doch kein Religionsgründer, dass dies heute noch wichtig wäre. Ich bin übrigens Panpsychist und habe von daher weder mit dem Materialismus, noch dem Epikureismus, noch dem Animismus ein Problem.

>Eine Linke, die eine nirgendwo in der Natur gegebene Gleichheit als materialistisches Paradies auf Erden erzwingen will, macht sich was vor.

Die Lohndifferenzierung kann man in der Planwirtschaft genauso gestalten wie in der Marktwirtschaft, nur will man das nicht. Das höchste Einkommen sollte ungefähr das 20-fache des niedrigsten Einkommens betragen. Hier liegt gemäß der Glücklichkeitsforschung das Optimum.

>Letztlich geht es um das Einbinden aller Kräfte zu einem gedeihlichen Miteinander, was bei unseren menschlichen Verhältnissen eine Daueraufgabe bleibt und wozu es gut ist, wenn es Parteien gibt, die unterschiedliche Schwerpunkte betonen.

Hier stimmen wir überein. Und ich betone es erneut: Wir brauchen parallel Planwirtschaft und Marktwirtschaft, Produktionsmittel in staatlichem und privaten Besitz, und eine Bank in staatlichem Besitz (auf die privaten Banken können wir verzichten).

>Das aber bedürfte eine offenen Diskussion, bei der sich keine Seite auf ihre Ideologien versteift. Es ist sind nur Theorien, und besser die Theorien sterben als die Menschen (Popper).

Stimmt, aber zur Zeit sterben am Kapitalismus viele Menschen. Welche Reformen würdest du denn empfehlen?

Kommentar von Maarduck ,

Lies Dir bitte das mal durch und schwinge mal nicht die Keule gegen die bösen Rechten 

Doch, ich schwinge die Keule gegen die bösen Rechten, denn die Justiz der BRD ist noch immer faschistisch. Die ständige Rechtsprechung von BGH und BVerfG verstoßen ganz klar gegen das GG und ein jeder Deutsche, der dies erkannt hat, hat gemäß GG 20(4) in Verbindung mit GG 20(3) das Recht auf Widerstand.

Mehr dazu hier

https://www.gutefrage.net/forum/thread/5189214/was-ist-schlimmer-rechtsbeugung-o...

Und was die AfD betrifft: "Sowas kommt von sowas." 

Kommentar von berkersheim ,

Oh je oh je - wie sagt der Hesse: Bevor ich mich uffreech, isses mir lieber egal.

Kommentar von Maarduck ,

Jetzt musst mir nur noch erklären, was dir lieber egal ist, meine Argumentation oder dass die deutsche Justiz noch immer stramm faschistisch organisiert ist und Rechtsbeugung systematisch legitimiert?

Kommentar von berkersheim ,

Dein Beitrag zeigt, dass ihr Linke in einer eigenen, selbstgezüchteten Welt lebt. Es hat keinen Zweck, sich darüber aufzuregen. Man muss Euch einfach an der Realität scheitern lassen.

Kommentar von Maarduck ,

Man muss Euch einfach an der Realität scheitern lassen.

Dafür ist es jetzt schon zu spät :-)

Kommentar von berkersheim ,

Abwarten - vielleicht zu früh gefreut. Und wo ihr Linken schon mal das Sagen hattet, siehe DDR, habt ihr total versagt, habt ihr Mauern bauen müssen, dass euch die Leute nicht weglaufen! Und, was hat es geholfen?

Antwort
von andre123, 46

Die Grünen sind wirtschaftspolitisch keinesfalls links

Antwort
von 1900minga, 84

Weil es ( uns ) reichen, so wie es ist besser geht

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community