Frage von Neutralis, 172

Wieso unterstützt die Religion die Wissenschaft nicht?

Wäre ich religiös würde ich die Wissenschaft lieben, weil sie Gottes Werk erklärt, sie probiert es zu erforschen. Als hätte Gott ein Buch geschrieben, dass nun gelesen wird. Statt Gottes Buch lesen zu wollen, stehen diese beiden aber eher als Konkurrenten da, aber wieso ? Wieso hat die Kirche nicht schon damals angefangen die Wissenschaft zu fördern UND VOR ALLEN DINGEN wieso tut sie es immer noch nicht ? Wieso weigern sich die Religiösen Gottes Werk zu erforschen oder es in manchen Fällen sogar anzuerkennen ?

Antwort
von Eselspur, 31

Bitte beschäftige dich mit Geschichte, bevor du solche Behauptungen aufstellst!

Google zumindest, was Klöster im Mittelalter wisseschaftlich geleistet haben, was die Päpstliche Akademie für Wissenschaften so tut und welchen Beruf der Entwickler der Lehre der Genetik gehabt hat und welchen der der Theorie des Urknalls!

Antwort
von Draicwing, 82

Religion ist in diesem Fall wohl eher eine Verallgemeinerung. Grundsätzlich gelten für die Buchreligionen nur die Bücher (Im Christentum also die Bibel) als Leitwerk. Darin steht nichts, das Wissenschaft konkret ablehnt. Es sind also eher einige Theologen, die Angst vor Wissenschaft haben, da diese auch einige Inhalte der Bücher in Frage bzw. auf die Probe stellt (Evolution).

Tatsächlich waren sogar viele berühmte Wissenschaftler, wie zB. Albert Einstein durchaus religiös und fanden in ihrer Forschung Bestätigung für etwas Göttliches, in welcher Form auch immer.

Kommentar von MeisterGlanz ,

Albert Einstein war nicht im klassischen Sinne religiös. Vor allem wandelte sich sein Gottesbild im Lauf der Zeit immer wieder. Daher ist er ein sehr schlechtes Beispiel. 
Besser zum Beispiel der Urheber der Urknalltheorie Georges Lemaître oder Gregor Mendel. Jesuiten (ersterer) waren im Allgemeinen immer Förderer der Wissenschaften. 

Darüberhinaus sind mir auch persönlich fromme Wissenschaftler (Physiker und Techniker) bekannt, die Sie nicht kennen werden und/oder die nicht bekannt sind.

Kommentar von Draicwing ,

Es ging mir eher darum, einen besonders bekannten und gleichfalls gläubigen Wissenschaftler exemplarisch anzuführen.

Antwort
von zalto, 14

Theologen betreiben die Theologie durchaus mit wissenschaftlichem Anspruch. Das wird nur von denen, die einen stark naturwissenschaftlich orientierten "objektiven" Wissenschaftsbegriff vertreten, nicht wahrgenommen, akzeptiert oder verstanden.

Wann hört man schon mal von einem Theologen "Diese und jene naturwissenschaftliche Erkenntnis ist falsch?" Umgekehrt hört man aber häufig von Naturwissenschaftlern, dass sie alles in Zweifel ziehen, was nicht von ihren Messgeräten angezeigt werden kann.

Ich habe aber noch kein Meßgerät für z.B. "Kompromissbereitschaft" oder "Verzweiflung" gesehen. Heißt das, dass es diese Dinge gar nicht gibt? Man kann sie ja nicht anfassen. Aber Menschen finden Begriffe dafür, weil sie spüren, dass es das gibt. Jeder Mensch spürt es. So wie auch jeder Mensch - wenn er ehrlich ist - spürt, dass es eine Ebene jenseits des Messbaren und exakt Nachweisbaren gibt.

Antwort
von weekndxo, 36

Eigentlich schade ,dass man die Religion schon fast als Gegenteil zur Wissenschaft sieht . Trotzdem gibt es zB im koran Übereinstimmungen zur Wissenschaft . Laut koran wird sogar das Streben nach wissen gerne gesehen. Also steht zumindest der Islam nicht zum Gegensatz zur Wissenschaft . Ich habe nich leider noch nicht damit beschäftigt , was in der Bibel oder in der Thora dazu gesagt wird aber ich kann mir gut vorstellen , dass dort nicht gegen Wissenschaft steht . Ich denke eher ,dass diese Gegenüberstellung von den Menschen gemacht werden. Also vielleicht von Atheisten ,die davon überzeugt sind , dass sich alles mit der Wissenschaft erklären lässt und Religionen nichts damit zu tun haben .

Kommentar von weekndxo ,

Abgesehen von den religiösen Wissenschaftlern*

Antwort
von OlliBjoern, 47

"Die Religion" und "die Wissenschaft" sind schon mal zwei sehr problematische Begriffe, denn religiöse Menschen haben oft sehr unterschiedliche Vorstellungen von ihrer Religion (und von deren Verhältnis zu den Wissenschaften). Und Wissenschaften gibt es viele verschiedene, und Wissenschaftler haben auch mitunter verschiedene Meinungen.

Die christlichen Kirchen (das ist nur ein Beispiel unter vielen) haben sich in den letzten 100 Jahren doch stärker als früher den Wissenschaften angenähert. Wobei es natürlich immer auf das konkrete Thema ankommt.

Der Islam tut sich meist noch sehr schwer damit, wissenschaftliche Thesen zu akzeptieren, er hinkt (gegenwärtig) in dieser Entwicklung zeitlich gesehen etwas hinterher. Dabei war es früher durchaus eher anders herum (im Mittelalter hatte die medizinische Forschung eher im Nahen Osten eine Blütephase als in Europa).

Kommentar von MeisterGlanz ,

Das stimmt so nicht ganz. Viele Thesen, die von der Kirche lange Zeit abgelehnt wurden, waren auch in wissenschaftlichen Kreisen lange umstritten.

Antwort
von dadita, 63

Nun dies hat sicher damit zu tun, dass die Wissenschaft in der Regel aufdeckt, dass (hier ein beliebies Phänomen einfügen) eben nicht das Werk irgendeiner antiken Märchenfigur war, sondern einfach einen natürlichen Ursprung hat. Dank der Wissenschaft wurde den zahlreichen imaginären Göttern dieser Welt praktisch all ihre Macht genommen...wir wissen heute, dass sie keine Blitze schleudern, nicht für Unwetter verantwortlich sind, den Menschen nicht geschaffen haben und auch für die Entstehung des Universums und des Lebens nicht weiters notwendig sind, kurz dass es keinen nennenswerten Grund gibt an ihre Existenz zu glauben.

Religiöse Fanatiker sehen dies natürlich als Angriff auf die nicht-existente Allmacht ihrer imaginären Freunde. 

Antwort
von colacoca2, 67

In der Bibel teilt sich ein Meer. Die Physik belegt, dass das nur weil Gott es so will, nicht möglich ist. Sehr religiöse Menschen (Ich will nicht pauschalisieren) reagieren eben oft empfindlich darauf, wenn man ihren Glauben anficht, was die Wissenschaft manchmal tut, indem sie beweist, dass bestimmte Sachen gar nicht so passiert sein können.
(Meine eigene Meinung)

Kommentar von oelbart ,

Es gibt mittlerweile die Theorie, dass Ebbe und starker Wind in der Gegend tatsächlich dazu führen könnten, dass bestimmte Furten begehbar werden, die sonst überschwemmt sind...

Antwort
von Knusperkeule, 71

Ganz einfach weil sich Gottes Werk durch Wissenschaft widerlegen lässt. Es hat schon einen Grund warum die Kirche dagegen ankämpfte, bzw immer noch einige dagegen sind..

Antwort
von NewKemroy, 35

Zum Einen denke ich ist sich die Religion selber noch nicht ganz sicher. Deshalb muss sie an den Phrasen festhalten solange sie nicht sicher die richtige Interpretation hat.

Aber es gibt auch noch einen Bereich, der über "Wissen" hinaus geht. Hier wird es mystisch. Philosophisch gibt es hier eine Begrenzung der Sprache. Also Bereiche in die die Sprache nicht hineinkommt. Mystische Erfahrungen Einzelner bestätigen dies.

Das Nächste ist bestimmt auch der Machtverlust. Wenn jeder Gott in sich selber ergründen würde (was meiner Meinung nach das Beste wäre), dann wären die Kirchen überflüssig.

Antwort
von krisarmen, 64

Ich denke, dass das Problem darin besteht, dass die Wissenschaft widerlegen will, was in der Bibel steht (zumindest war das früher so). 

Man kann den Unterschied deutlich in der Entstehungsgeschichte erkennen: die Bibel sagt, Gott hat die Welt erschaffen und das aus dem Nichts. Die Wissenschaft hingegen sagt, dass die Erde durch einen Urknall entstanden ist. 

Anders kann ich mir das auch nicht erklären.

Antwort
von Andrastor, 27

Weil die Kirche/Religion seit es sie gibt Antworten auf Fragen erfindet, für die die Wissenschaft später die wahren Antworten findet.

Jemand fragt woher Blitze kommen, die Religion sagt es ist Gottes Zorn der über die Erde fegt und die Religion weiß dass das Blödsinn ist. Die Wissenschaft versucht nun die Wahrheit hinter Gewittern herauszufinden und damit die Religion nicht blöd da steht, versucht sie die Wissenschaft daran zu hindern.

Denn seit die Wissenschaft die Welt erklärt, verschwindet der Einfluss der Götter mehr und mehr und inzwischen ist der einzige dieser "Einflüsse" der Ursprung des Urknalls. Alles andere ist bereits von der Wissenschaft aus Gottes Händen entrissen worden.

Antwort
von Viktor1, 20

Jeder soll das leisten, wofür er zuständig ist. Im Mittelalter wurde Wissenschaft weitgehend in  kirchlichen Einrichtungen betrieben.


Antwort
von Gruffalo, 30

Das wäre nur dann sinnvoll, wenn es tatsächlich einen Gott geben würde. Aber das nicht der Fall ist und wissenschaftliche Erkenntnisse einer Existenz eines Gottes widersprechen, kann die Religion nicht die Wissenschaft unterstützen.

Antwort
von DerBuddha, 44

weil die wissenschaft wissen schafft und die religion nur märchen verbreitet............ wenn man alle wissenschaften zusammen nehmen würde, die geschichte der erde und des menschen, die geschichte der religionen dazu und die entstehungsgründe der geister/halbgötter/götter usw. dann wäre das ergebnis das ende der märchenreligionen...........:)

spätestens wenn man verstanden hat, wie das universum entstehen konnte, wenn man in CERN immer mehr fortschritte macht, wenn man auf anderen bereits nachgewiesenen erdähnlichen planeten echtes leben nachweist, wird der märchenschleier der religionen fallen.............

einen echten geistigen entwicklungssprung macht der mensch erst dann, wenn er sich der märchenreligionen entledigt hat und begreift, dass jedes leben einmalig ist und es kein leben/auferstehung nach dem tod gibt...........:)

und davor haben die "obersten" glaubensführer angst.............*g*

Antwort
von comhb3mpqy, 29

Also im Vatikan gibt es eine Päpstliche Akademie, die sich mit Wissenschaft beschäftigt. Der Mensch, der heute als Begründer der Urknalltheorie gildet war katholischer Priester. Auf dem Gebiet der Genetik ist Mendel bekannt, ein katholischer Ordenspriester.

Antwort
von josef050153, 10

Macht sie ja. Noch nie etwas von theologischen Fakultäten gehört?

Antwort
von Videospieler95, 46

Weil die Wissenschaft manche dinge die in den Religionsbüchern steht in Frage stellt. 

Immer geht es um irgendwelchen genauen Blödsinn  wie zb.

Wie erschuf Gott die Erde?

Wer war Jesus?

Ist Jesus der Sohn Gottes?

Was ist die Dreieinigkeit?

etc. Das ist so dämlich sich immer exakt an das Buch zu halten.

Das gilt meiner Meinung für alle Religionen.

Das Gute an dem Christentum finde ich zb. die Verhaltenslehrern von Jesus.

Liebe deinen Nächsten usw.  wie man mit seinen Mitmenschen umgeht.

Das ist wichtig und nicht dieser Blödsinn um irgendwelche genauigkeiten die mal gesagt oder geschrieben wurden.

Antwort
von fricktorel, 11

Die "Wissenschaft" dieser Welt versucht, das "Leben ohne Schöpfer" (Evolutionstheorie) zu erklären (Ps.53,2).

Die "Religionen" versuchen, unter Anleitung des "Gottes dieser Welt" ihren "Gott" darzustellen (2.Kor.4,4).

Unser ewige Schöpfer lehrt "Sein Volk", Seinem Wort zu glauben (Lk.8,48; Joh.17,17).

Kommentar von Abahatchi ,

Die "Wissenschaft" dieser Welt versucht, das "Leben ohne Schöpfer" (Evolutionstheorie) zu erklären

nun, die "Wissenschaft" dieser Welt versucht auch das "Leben ohne Rumpelstilzchen" (Evolutionstheorie) zu erklären. Einfach, weil es keinerlei Indizien gibt, die auf die Einflusznahme eines Rumpelstilzchen oder einen Gottes hinweisen.

Antwort
von saidJ, 12

Allah s.w.t fordert im Koran die Menschen sogar auf Wissen zu erlangen .
Der Koran rät keineswegs von der Wissenschaft ab .

Antwort
von swissss, 29

du kennst anscheinend  zuwenig gläubigeWissenschaftler

Kommentar von Neutralis ,

Harald Lesch ist mir bekannt, dennoch frage ich mich, wieso die Religion nicht die Wissenschaft unterstützt. 

Kommentar von swissss ,

42 so ist es 

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