Frage von rotesand, 430

Wieso tun manche Eltern ihren Kindern extrem exotische Vornamen an. die niemand aussprechen kann?

Hallo!

Ich war gestern auf einer Preisverleihung eines Schülerwettbewerbs & möchte euch ein Erlebnis schildern, das ich schon letztes Jahr dort erlebte.. es gab mir zu denken: Jeder zweite Mädchenname war so ausgefallen & eigenwillig, dass der arme Bürgermeister/Schirmherr echte Mühe beim Aussprechen hatte... das Ende vom Lied war, dass er diese Namen durchweg falsch aussprach & sich nach jedem Namen suchend umsah nach dem Motto "ich hoff', das hab' ich jetzt korrekt ausgesprochen".

Ich fand das absolut erschreckend: Wieso tun manche Eltern ihren Kindern irgendwelche exotischen, schwer auszusprechenden & noch schwerer zu schreibenden Namen an?!

Gerade bei Mädchen fällt mir das auf... die Jungsnamen konnte der Bürgermeister - ein Mittfünfziger, der sicherlich nicht in einer altmodischen Welt lebt, wo jeder Mann Karl und jede Frau Maria hieß - dann nämlich alle sofort aussprechen und zwar richtig.

Es ist doch auch für ein Kind nicht schön, wenn der Name ständig falsch ausgesprochen wird oder man ihn bei Lehrern usw. erstmal buchstabieren muss. Zwar finde ich auch diese modernen Kurzformen wie Ben & Mia nicht sonderlich gut (sind mir zu aussagelos), aber es gibt doch so viele schöne & moderne/zeitlose Namen, die jeder aussprechen kann & die auch nicht nach "Oma und Opa" klingen.. Julia, Christina/Kristina, Vera, Theresa, Eva, Nicole... sowas in der Art.

Was meint ihr dazu & habt ihr diesbezüglich auch Erlebnisse, die ihr berichten könnt?! Wäre interessant :)

Liebe Grüße :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Nordseefan, 119

Ganz einfach : weil sie es "cool"finden. Schaut her MEIN Kind ist was besonderes. ( ist es ja auch, aber man muss das nicht übern den NAMEN machen).  Die Eltern machen sich da oft wirklich keine Gedanken, für sie ist der Name ja selbstverständlch.

Das man jedes mal Buchstabieren muss wenn man seinen Namen sagt, das man dem Spott aussgesetzt ist: Andere vielleicht aber mein Kind bei dem Namen doch nicht. DOCH!

Oft genug legen sich die Kinder dann selbst abkürzungen zu, das mag in Kiga und Schule Funktionieren, ist aber auch  nicht so der Sinn.

Bei uns stehen in der Zeitung immer die Namen der neugeborenen Kinder. Oft genug denke ich mir: Wie kann man das seinem Kind nur antun. Und es sind in der Tat mehr Mädchennamen als Jungennamen.

Die von ausländischen Mitbürgern lassen wir mal außen vor, das diese ihrem Kind einen in ihrem Land heimischen namen geben kann ich verstehen, würde es wahrscheinlich auch so machen und finde ich ok.

Expertenantwort
von chog77, Community-Experte für Schule, 110

Wenn ich mir meine Schüler anschaue - die mit den "exotischen" Vornamen haben in der Regel auch "exotische" Eltern, die ihren Kindern einen absolut üblichen Vornamen ihres Herkunftslandes gaben. Deutsche Eltern nennen ihre Kindern nicht Asude, Pratibha, Aphisit oder Adonai - albanische, indische , thailändische oder äthiopische Eltern sehr wohl, denn dort sind diese Namen völlig normal. Da wir mittlerweile viele ausländische Mitbürger haben, werden wir und an solche Namen gewöhnen müssen. Übrigens, den Kindern macht es nicht so viel aus, wenn sie ihren Namen mehrmals sagen müssen (meist kennen sie das schon) und viele können stolz von ihrer Herkunftsfamilie erzählen. 

Kommentar von chog77 ,

PS: die schlimmste Namenskombi, die ich bei Schülern je hatte, waren die Zwillinge Max und Moritz - eigentlich zwei deutsche Namensklassiker. Ja Eltern, können in der Namensgebung daneben liegen.

Kommentar von Chumacera ,

Diese Kombination gab es an meiner Schule auch! Diese Max und Moritz sind allerdings Ende der 70er-Jahre auf die Welt gekommen. Sich seltsame Namen für die Kinder einfallen zu lassen ist also kein Phänomen nur der jetzigen Zeit...

Antwort
von Donyphobic, 113

Ich habe auch so einen "exotischen" Namen. Und nein ich heiße nicht so weil meine Eltern sich cool fühlen wollten...
Sondern weil meine Vorfahren Indianer waren und mein Vater mich nach seiner Oma benannt hat, welche eben Indianerin war. Er sagt immer dass er mir den Namen gab um mir etwas von ihr mitzugeben, da sie eine starke, mutige und gutherzige Dame war. Klar ist das immer etwas anstrengend meinen Namen oft zu buchstabieren und da ich eh nicht so beliebt war in der Schule wurde ich damit auch gerne aufgezogen. Aber ist mir egal um ehrlich zu sein. Ich bin stolz auf meinen Namen und darauf etwas von meinen Vorfahren an mir tragen zu dürfen.

Antwort
von AHepburn, 198

Kinder sind inzwischen ein Statussymbol geworden. Man will zeigen, dass sein eigenes Kind heraussticht aus der Masse. Das geht zunächst ganz einfach mit einem ausgefallenen Namen. Als nächstes wird es dann von frühauf optimiert: Logopädie, Bewegungsschule mit drei, Englischkurs mit vier, Instrument mit fünf, Förderunterricht mit sechs, Sportverein mit sieben, zweites Instrument mit acht usw.

Wenn man dann so ein "individuelles" Kind herangezüchtet hat steht man beim Elternabend natürlich blendend da. Es ist ein bisschen wie am Sportplatz, wer den dicken Benz auf dem Parkplatz stehen hat ist der Größte.

Kommentar von rotesand ,

Danke für deine Klasse Antwort :)

Kommentar von AstonMartin18 ,

Hast mit allem recht, aber der Name spielt da keine Rolle, wenn die Eltern so ein Kind züchten wollen.

Kommentar von Goodnight ,

Doch der Name ist da nur der Anfang.

Antwort
von Leseratte98, 57

Das, was wirklich stört, sind die Leute, die sich darüber lustig machen. Dann hat das Kind halt einen Namen, der ein bisschen anders klingt. Da ist man wenigstens nicht die dritte Maria oder der fünfte Max in der Klasse. Manche Eltern verknüpfen vielleicht besondere Bedeutungen damit oder auch Eigenschaften, die sie ihrem Kind wünschen. Und ich habe einen ziemlich normalen Namen und muss trotzdem dauernd buchstabieren oder Aussprache abklären, weil es den Namen in Französisch, Englisch und Deutsch gibt. Mein Bruder hat auch einen "außergewöhnlichen" Namen. Hat aber bisher noch niemanden gestört, außer Eltern in der Schule, die sich darüber lustig machen (Und das finde ich dreist, nem Kind gegenüber. Andere Kinder haben damit von allein kein Problem).

Was hier auch schon vielfach angesprochen wurde, sind Eltern aus anderen Kulturen. Das finde ich auch vollkommen verständlich.

Und letztendlich - ist die Welt nicht spannender mit ein bisschen Vielfalt? Wenn irgendwo drei Leute den gleichen Namen haben, merke ich mir das wahrscheinlich nicht. Ein ungewöhnlicher Name bleibt hängen.

Antwort
von DieFee85, 71

Die Eltern sind einfach nur egoistisch...von wegen : "Mir gefällt der Name, egal was andere sagen!"

Die meisten Eltern wollen sicher, dass ihr Kind einzigartig ist...eben was ganz besonderes. Aber das ist doch jedes Kind sowieso!

Die Namenswahl ist so verdammt schwer und man sollte soviel bedenken, da sollte man sein eigenes Ego zurückstellen und an die Zukunft der Kinder denken.

Meine Kinder tragen auch seltenere Namen...leider werden sie auch oft falsch geschrieben, weil viele die englische Schreibweise nutzen...wir sind extra bei der deutschen geblieben, um es allen zu vereinfachen...war wohl nix! :P

Antwort
von dwarf, 187

Was Du vielleicht exotisch und ausgefallen findest, ist für diese Familien ein leichter Name, wenn zBsp. die Eltern oder Grosseltern aus einem anderen Land oder einer anderen Kultur kommen. Es ist nun mal so, dass diese Kinder einen besonderen Namen haben sollen für manche Eltern. Was ich beschämender finde, dass ein Bürgermeister seine Rede nicht vorbereitet, sich keine Mühe gibt, und diese Kinder dadurch missachtet. Warum aber nur bei Mädchennamen? Hat er etwa Vorurteile oder keine Wertschätzung der Leistungen von Mädchen? Auch ein Schülerwettbewerb ist eine öffentliche Veranstaltung und diese Kinder sind die Wähler oder Nichtwähler von morgen.....

Kommentar von rotesand ,

Dem Bürgermeister würde ich aus meiner Sicht keinen Vorwurf machen. Ich unterstelle ihm auch nicht, dass er die Leistungen von Mädchen missachtet; das wäre böswillig! Er hat selbst zwei Töchter. 

Das ist ein verständiger Mann, ein Kommunalpolitiker mit Leib und Seele & er ist hier bekannt für eloquente Grußworte & absolut perfekt organisierte Veranstaltungen. Dieser Schülerwettbewerb lief auch komplett durchorganisiert ab :)

Die Namen allerdings waren wirklich tlw. so extrem & selten, dass der arme Mann total Mühe hatte.. mir (knapp 26) wäre es wahrscheinlich genauso gegangen.

Kommentar von dwarf ,

Die Liste der Namen hat er doch nicht während der Rede bekommen? Also wäre doch bestimmt jemand zum Vorlesen da gewesen? Selbst Väter von Töchtern sind gegenüber Mädchen vorbehalten... Nenn doch mal einfach ein paar Namen... 

Kommentar von rotesand ,

Grußwort und Siegerehrung waren zwei verschiedene Reden. Das Grußwort hielt der Mann nahezu auswendig, die Siegerehrung bestand aus einer freien (gut gemachten) Rede des Bürgermeisters & dem Vorlesen der Namen. Die Namen hat er vor sich auf einem Zettel gehabt. Ich habe sie jetzt nicht mehr im Kopf, es waren aber echt Namen wo man sich tlw. fragte, aus welchem Produktnamen-Werbekatalog die Eltern diese hatten.

Kommentar von tanztrainer1 ,

Bei uns gab es einen Ehrenbürger, der aus Polen stammte:

Mietek Pemper (googelt mal nach dem, ist echt interessant!)

Und die meisten spachen seinen Namen immer total falsch aus, selbst im Lokal-TV. Im Bezug auf einen Ehrenbürger hätte man sich ja wirklich mal informieren können!

https://www.youtube.com/watch?v=hkdAwDkgk5o

Antwort
von knox21, 132

Finde ich auch furchtbar. Die Eltern suchen mit aller Macht nach einem besonderen Namen und das Kind muss dann sein Leben lang damit klarkommen. Bei uns in der Gegend haben die Eltern die Namen aus dem IKEA-Katalog abgeschrieben. Die Kinder heißen wir die Möbel auf denen sie gezeugt wurden.

Kommentar von rotesand ,

Danke ---------> sprichst mir aus der Seele :)

Und jap, nach Ikea-Katalog klangen manche Namen heute auch^^ oder nach der Getränkekarte einer schummrigen Cocktailbar ;)

Kommentar von knox21 ,

Und die Nachnamen sind dann meistens deutsche Massenware - Ambarella Shakira Meyer!:)

Kommentar von rotesand ,

Genau so war das :) War stellenweise sehr peinlich..!

Kommentar von knox21 ,

Mit solchen Namen wird man nicht Bankdirektor - sondern "Darsteller" bei einer RTL-Dokusoap.

Kommentar von rotesand ,

Wenn überhaupt^^

Antwort
von Kranta, 103

Ich denke jeder möchte sich einfach immer mehr von der Masse abheben. Früher war der Zeitgeist komplett anders und es war normal, einen gewöhnlichen Namen zu nutzen, der vielleicht auch ein paar mal im Dorf schon vorkam.

Aber heute geht unsere Denkrichtung immer mehr hin zum Individualismus und jeder möchte, dass sein Kind etwas besonderes wird und da bringt ein Zungebrecher jemanden schonmal weiter. Zumindest ist dann etwas am Kind außergewöhnlich. ^^

Wieso es jetzt bei dir immer nur die Mädchen waren. Ich persönlich weiß es nicht, vielleicht war es einfach nur Zufall. Oder aber es gibt einfach weniger kreative Jungennamen, die sich nicht absolut bekloppt anhören. o.O

Kommentar von rotesand ,

Kann sein!

Vor Jahren gab's mal irgendwo im Radio 'nen Beitrag, wo es hieß, dass Jungen oft eher konservative Namen bekommen, während die Eltern bei Mädchen gern experimentierfreudiger seien... ist aber schon ca. 10 Jahre her ;)

Kommentar von Kranta ,

Wurden da denn Vermutungen aufgestellt, weshalb das so ist?

Kommentar von rotesand ,

Das kann ich dir leider nicht mehr sagen.. das war i.wann mal morgens ich glaube auf HR1 oder Bayern 1 --------> aber grob höre ich das noch vor mir.

Antwort
von lizard2771, 114

Weil jeder ein einzigartiges Kind haben will das am besten im Kindergarten schon Chiniesisch spricht und alle Grundrechenarten beherrscht ....Da darf es natürlich auch kein 0815 Namen haben

Antwort
von tanztrainer1, 19

Mein Sohn heißt mit zweitem Vornamen Gunnar. Und das einfach, weil mir der Name gefällt, und das schon sehr lange.

Zu der Zeit, als mein Sohn geboren wurde, hieß der Trainer unserer Eishockey-Mannschaft zufällig auch Gunnar und kam aus Schweden.

Da ich Fan dieses Vereines bin, hieß es dann natürlich: Ja klar, der heißt so wegen dem Leidborg. Was aber so gar nicht stimmt.

Jedenfalls muss mein Sohn auch hin und wieder erklären, warum er so heißt.

Was ich aber total blöd finde, sind Eltern, die ihren Kindern Namen geben, die sie selbst nicht mal richtig aussprechen können (Chantal ..) Ihr wisst, was ich meine!

Kommentar von rotesand ,

Gunnar gefällt mir persönlich sehr gut :)

Da habt ihr einen guten Geschmack bewiesen. 

Kommentar von tanztrainer1 ,

Mein Mann hieß Knut, also in der Familie meines Mannes hatten relativ viele nordische Namen. Die Tante heißt zum Beispiel Gunhild.

Spaßhalber hat mein Mann immer gesagt wie wäre es mit "Leif Erik". Mein Sohn heißt jetzt eben Erik Gunnar.

Antwort
von XxAybikexX, 173

In jeder Kultur gibt es verschiedene Namen mit verschiedenen Bedeutungen. Mein Name z.B. bedeutet "Das unberührte Mädchen so schön wie der Mond" und kommt aus dem TÜRKISCHEN. Es ist genauso wie kein Türke sein Kind Hans nennen würde nennt auch kein Deutscher sein Kind Aybike.

Kommentar von Suboptimierer ,

Das finde ich erstaunlich! Und damit will ich mich nicht lustig über dich machen.

"Aybike" heißt "Das unberührte Mädchen, so schön wie der Mond"?
Ins Türkische übersetzte Bücher müssen eine Menge Papier sparen.

Kommentar von chog77 ,

Wenn man weiß, dass Türkisch völlig anders flektiert wird als Deutsch, dann muss es einen nicht erstaunen, dass man im Türkischen tatsächlich viel mehr Information auf einer Seite unterbringen kann, als im Deutschen, wenn man es darauf anlegt.

Antwort
von Xerneal, 134

Ausländer? Bzw. die Eltern, während das Kind in Deutschland Geboren wurde, aber etwas Wurzel vom Ausland hat, bzw der Heimatland ihrer/seiner Eltern? Ich bin zum teil Russe, bin aber in Deutschland geboren

Kommentar von rotesand ,

Zumindest heute waren das keine Ausländer, sondern "deutsche" Kinder von Familien, die ich tlw. sogar kenne!

Das waren auch keine ausländischen Namen, sondern wirklich Namen, wo man dachte, die ELtern wollten einfach nur kreativ sein.. Namen bei denen man sich fragt, aus welchem Lexikon für Produktnamen sie sich da bedienten ;)

Kommentar von Xerneal ,

Die Eltern?

Antwort
von IceHunter, 59

Ich mag meinen Namen nicht und wollte individuell sein, also habe ich mir einen außergewöhnlichen zugelegt. Edolas. Ich denke der Grund liegt meistens darin, dass sie nicht ein Kind haben wollen, das so ist wie jedes andere.

Antwort
von AstonMartin18, 98

Die Namen sind dann nur hier in Deutschland oder in anderen fremden Ländern schwer auszusprechen. In deren Heimat geht das ganz gut. Ich bin in Griechenland geboren, also Grieche, also griechischer Name, also schwerer Name für sagen wir mal Deutsche. Sollten meine Eltern meinen Namen ändern, weil wir nach Deutschland gekommen sind?

Aber naja wir müssen damit leben. Hab auch schon alles gehört beim Arzt, oft wurde in meinem Nachnamen auch ein "...popo.." eingeführt. Kann dir nur leider nicht den ganzen namen sagen ^^

Kommentar von AstonMartin18 ,

Wäre ja nicht schlimm, wenn das nicht die ganzen leute im Wartezimmer gehört hätten...die dachten sich wohl auch wie man "popo" heißen kann ._.

Antwort
von autmsen, 19

Einerseits haben wir das Kind als Statussymbol vor allen Dingen bei sogenannten deutschstämmigen Eltern. 

Andererseits sind wir nun mal ein Einwanderungsland welches die Einwanderung per Staatsvertrag seit dem letzten Jahrhundert vertraglich regelt. - Gut. Die Hugenotten kamen auch dank Staatsvertrag. Ich beziehe mich also auf die neuere Deutsche Geschichte. Und da kopiere ich einfach mal aus Wikipedia aus dem Artikel Gastarbeiter:



Die folgenden Vereinbarungen wurden nach dem Muster des ersten deutsch-italienischen Anwerbeabkommens von 1955 (Kabinett Adenauer II) getroffen:


1960 Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Spanien (Kabinett Adenauer III)


1960 Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Griechenland (Kabinett Adenauer III)
1961 Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei (Kabinett Adenauer III)
1963 Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Marokko (Kabinett Adenauer V)
1963 Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Südkorea (Kabinett Erhard I)
1964 Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Portugal (Kabinett Erhard I)
1965 Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Tunesien (Kabinett Erhard I)
1968 Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Jugoslawien (Kabinett Kiesinger)
Wir haben also per Staatsvertrag Menschen auf Dauer zu uns eingeladen. Denn wir haben diese Regierungen gewählt. Das waren keine Exoten, denn die haben hier kein Wahlrecht. 
Außer diesen Menschen nahmen und nehmen wir mit Kusshand viele Menschen aus anderen Kulturen hier auf. Hintergründe sind eine komplexe eigene Geschichte. 
Einem Teil dieser Menschen gefällt es hier. Sie möchten Teil dieser Staatsgemeinschaft werden. Deswegen kann aber nicht von ihnen verlangt werden, dass sie ihre Wurzeln abschneiden oder verleugnen. 
Ich finde tatsächlich, dass der von Dir ach so hoch geschätzte Bürgermeister Zeit genug gehabt hat sich nicht nur die korrekte Aussprache der Namen anzueignen, sondern sich auch aufklären zu lassen, welche Bedeutung sie haben. Dann hätte er womöglich eine andere, durchaus bessere Rede halten können. 
Das geht. Und kann durchaus eingefordert werden. Denn, um mal unser Grundgesetz zu zitieren: 
"Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Aufgabe aller staatlichen Gewalt."
Wenn es schon bei der Aussprache eines Namens scheitert kann der Bürgermeister Nichts taugen. Schließlich müsste er einen Amtseid geleistet haben. 

Antwort
von xx99hiixx, 94

Menschen aus fremden Kulturen haben eben andere Vorlieben für die Namen ihrer Kinder. Du nennst dein Kind, wenn du ins Ausland ziehen solltest ja auch nicht Mohamed Ali oder so..

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