Frage von lxxeti, 38

Wieso treten Rudimente häufiger auf als Atavismen und warum sind es beides Belege für die Evolution?

Würde mich über Antworten freuen. LG

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von WiihatMii, 18

Wenn sich ein Körpermerkmal langsam und über Generationen zurück entwickelt, sind Rudimente absolut unvermeidbar, da es ja selten so ist, dass die Gene, die für die Entwicklung eines Merkmals verantwortlich sind, von einem Schlag auf den anderen inaktiv werden, sondern, dass die Merkmale sich langsam zurück entwickeln oder kleiner werden, bis sie irgendwann verschwunden sind.

Atavismen könnte man im Grunde als Fehlfunktion sehen, da ein Merkmal auftritt, das genetisch zwar noch vorhanden ist, aber normalerweise nicht mehr ausgebildet werden sollte.

Aus diesem Grund haben meistens alle oder die meisten Individuen einer Population Rudimente, ehemaliger Merkmale, während Atavismen nur sporadisch und vereinzelt auftreten.

Beides sind Belege für die Evolution, weil sie zeigen, dass diese Lebewesen von anderen Lebwesen abstammen, bei denen diese Merkmale noch ausgepräger und notwendig waren.

Antwort
von MrHilfestellung, 22

Um die Frage zu beantworten warum Rudimente öfter auftreten, ist mein Bioabi schon zu lange her.

Aber sie sind Belege für die Evolution, da ja beides Dinge sind, die bei stammesgeschichtlichen Vorfahren aufgetreten sind und entweder übrig geblieben (Rudimente) sind oder wieder auftauchen, wie Atavismen.

Antwort
von ZuteuerBauer, 14

Rudimente sind beispielsweise irgendwelche Organe, die sich zurückgebildet haben, da sich in der Evolution ergeben hat, dass die Organe nicht mehr wichtig sind. Diese Organe sind sogar störend, da ein Lebewesen viel Energie braucht, um diese auszubilden.

Ein Beispiel dafür wäre unser Steißbein. Früher benötigten die weit entfernten Vorfahren des Homo Sarpiens Sarpiens einen Schwanz, für das Gleichgewicht, Klettern etc. Nun benötigen wir so etwas nicht mehr, und der Schwanz hat sich nach und nach im Sinne der Selektion zurückgebildet.

Atavismen treten selten auf, da die heutige DNA diese damaligen DNA-Abschnitte meist nicht mehr enthält. Es gibt jedoch einige Ausnahmen, wo beispielsweise eine solche DNA vorliegt, dass einem Menschen plötzlich ein Schwanz wächst.

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