Frage von oblivion, 118

Wieso treffen Naturkatastrophen immer arme Länder, die auch so schon genug Probleme haben?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von RedBacko, 85

Kommt darauf an welche Länder und welche Katastrophen du meinst.

Erdbeben ergeben sich wegen der Plattentektonik. Ebenso Vulkane. Und Tornados treffen meistens in Amerika ein. Tsunamis sind jedoch ein Problem, sind die "Nebenwirkung" von Erdbeben im Ozean und die treffen meistens arme Länder. Wir haben auch die Technologie diese Tsunamis und Erdbeben zu bemerken und frühzeitig zu warnen. 

True Fact: Im Jahre 2002 war ein großer Tsunami auf den Weg nach Thailand. Wissenschaftler wussten auch davon, jedoch wussten sie nicht wen sie anrufen sollten um die Leute zu warnen. Somit starben viel zu viele Leute unnötig. 

Kommentar von RedBacko ,

Da du meine Antwort als hilfreichste Antwort ausgewählt hast (danke übrigens) möchte ich noch einiges für zukünftige Besucher hinzufügen. 

(Es war schon ziemlich spät damals ;P)

1. Tornados "TREFFEN" NICHT in Amerika "EIN", dass sind die Hurrikans die sich über dem Meer bilden. Und diese treffen "meistens" in Amerika ein. Hurrikans entstehen unter den gegebenen Bedingungen auch im westlichen Pazifik unter dem Namen Taifun und im Indischen Ozean als Zyklon und somit eventuell in armen Ländern. 

Tornados wiederum entstehen über dem Land und sind nicht im Ansatz so gefährlich wie Hurrikans. Die meisten entstehen in Amerika (bis zu 1.200 jährlich) und auch in Europa schätz man um die 300 jährlich. Jedoch sind unsere meistens sehr schwach und werden kaum bemerkt. In Asien sind Tornados anscheinend eine eher seltene Sache: https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_tornadoes_and_tornado_outbreaks_in_Asia

2. Der Tsunami, den ich angesprochen habe, war im Jahre 2004 und natürlich nicht nur in Thailand! Nichtsdestotrotz sind leider tausende Leute aufgrund von fehlender Infrastruktur gestorben. 

Grundsätzlich ist es sehr einfach einen Tsunami bis zu einer Stunde zuvor ohne technischen Mitteln vom Katastrophengebiet zu erkennen. Jedoch fehlt es in der Dritten Welt an Bildung und somit können es die meisten nicht wissen ohne bereits einen erlebt zuhaben. In Thailand rettete ein Mädchen, dass das Thema in der Schule hatte, zum Beispiel hunderte Leben.

Falls du noch etwas über den Vorfall in 2004 lesen willst, mit dem traurigen Titel "Man hätte Stunden gehabt, Menschen zu warnen". Ein schön geschriebener Artikel, beinhaltet auch die Entstehung von Tsunamis.: http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2014-12/tsunami-indischer-ozean-flutwelle-jahre...

Grundsätzlich gibt es noch zu sagen, dass die meisten Katastrophen sogar in der Ersten Welt stattfinden. Selbst ich habe jedes Jahrzehnt 1-2 mal das Hochwasser in meinem Landhaus direkt neben der Donau stehen. Wir in Europa haben jedoch (wie schon jemand erläutert hat) enormes Glück! Vor allem in Deutschland und Österreich, da wir nicht wirklich mehr als Hochwasser befürchten müssen. Amerika, vor allem die USA haben jährlich Kosten von Millionen bis Milliarden wegen den Hurrikanes jedoch meistens nur wenige Tote, und die, die sterben haben meistens selbst entschieden ihr Haus/Wohnort/Gebiert nicht zu verlassen. 

IN ARMEN LÄNDERN sind die Katastrophen, die eintreffen meistens wirklich fatal. Dem Staat fehlt es an Infrastruktur die Leute von einem Tsunami oder Hurrikan warnen (seit 2004 Gottseidank nicht mehr so schlimm), im Falle eines Hochwassers weiß der Staat nicht wohin mit den Menschen und kämpft oft selbst mit Nahrungsprobleme und kann den Menschen nicht immer Trinkwasser und Essen anbieten. Zur höhe kommt noch, dass die meisten Erdplatten unter der Dritten Welt verlaufen (vor allem Afrika und Asien) und von einem Erdbeben kann man nur schlecht warnen. Vulkane wiederum sind kein heißes Thema mehr *Badumtsss*, da ein Vulkanausbruch ein sehr langsamer Prozess ist und wir bereits Tage davor wissen, falls einer Ausbricht. 

Außerdem, falls eine Naturkatastrophe in der Dritten Welt stattfindet, ist es auf fast jedem Titelblatt unserer Zeitungen und wir helfen natürlich auch in massen. 

Fazit: In armen Ländern spielen Tsunamis und Erdbeben eine große Rolle, jedoch würde ich sagen, dass Amerika das Land mit den meisten Katastrophen ist und Amerika ist nicht gerade Arm. 

Falls ich eine Naturkatastrophe vergessen habe tut es mir sehr leid. 

Antwort
von Ansegisel, 69

Naturkatastrophen gibt es z.B. auch in den USA, denk an die Wirbelstürme und Überschwemmungen der letzten Jahre oder an das Erdbeben von San Francisco 1906.

Wir haben in Europa einfach wahnsinniges Glück, dass wir in gemäßigtem Klima und relativ ruhigen tektonischen Verhältnissen leben. Daher kommt es nur selten zu schlimmen Katastrophen. Der Rest der Welt (zumindest der Großteil) ist aber nun einmal "ärmer", als wir es sind, und deswegen erscheint es so, als würden Naturkatastrophen nur in ärmeren Gebieten der Welt vorkommen.

Wohlhabendere Länder können sich auch einfach besser auf Katastrophen vorbereiten (stabilere Schutzvorrichtungen und Gebäude durch funktionierende staatliche Kontrolle z.B. ), so dass die Auswirkungen von Katastrophen kleiner sind und weniger Menschleben kosten.

Antwort
von Sarudolf, 49

Viele haben nicht die Mittel um Sicherheitsmaßnahmen zu treffen oder Vorhersagesysteme zu entwickeln. Wir haben zum Beispiel recht hohe Deiche die uns vor Fluten schützen, die nunmal recht teuer zu bauen sind.
Weiterhin sind mehr arme Länder auf der Südhalbkugel als auf der Nordhalbkugel und durch die andere Klimatik treten Stürmer etc dort öfter und stärker auf.

Antwort
von ChopC, 27

Deine Frage ist falsch. Und die Antwort sollte offensichtlich sein! Die Katastrophen treffen nicht gezielt, arme Regionen, sondern die Regionen sind arm weil sie immer von Naturkatastrophen betroffen waren.

Antwort
von Ontario, 14

Diese Katastrophen sind nicht nur klimatisch bedingt, sondern auch geologisch. Zudem haben die armen Ländern keine Sicherungs-oder Warnsysteme, die auf kommende Katastrophen aufmerksam machen. Oft wird an nicht befestigten Hängen gebaut und Erdrutsche zerstören die Häuser. Oder man baut unmittelbar am Fluss. Wenn es dann zu Überschwemmungen kommt, sind die Behausungen weg. Ganz absichern kann man sich auch bei uns nicht. Es gab schon viele Überschwemmungen auch bei uns die grosse Schäden anrichteten. Die Menschen in armen Ländern trifft es eben erheblich härter als uns. Auch das ungezügelte Abholzen der Wälder trägt teilweise Mitschuld an den Folgen einer Katastrophe.

Antwort
von discovogel, 29

Anders gesagt: Sie sind arm WEIL sie oft von Naturkatastrophen befallen werden. Das was sie aufbauen und entwickeln verschwindet und müssen ihre Fortschritte wieder von neu beginnen.

Antwort
von COWNJ, 22

Menschen, die in einer heißen Klimazone leben, sind wegen der Hitze/Schwüle, die dort herrscht, nicht so leistungsfähig wie Menschen aus gemäßigten Klimazonen. Das senkt die wirtschaftliche, körperliche und geistige Produktivität, deshalb sind diese Staaten ärmer.

Weil diese Länder in einer heißen Klimazone liegen, kommt es auch gehäuft zu Starkniederschlägen (Überschwemmungen), Hurrikanen (wegen der warmen Meere in der Nähe), zu Dürren.

Wenn diese Länder dann auch noch in Erdbebengebieten liegen, ist das noch unglücklicher für sie.

Andere Länder wie z. B. die USA, Japan, Australien oder jetzt Großbritannien können auch von Naturkatastrophen heimgesucht werden. Aber sie haben das Glück, jedenfalls zum Teil, in gemäßigten Breiten zu liegen. Was, wie gesagt, dem Staat mehr Steuereinnahmen beschert.



Antwort
von Gahrfield99, 34

Wusste garnicht das die USA arm sind.
Denn wie oft trifft ein Hurrikan auf die USA?

Kommentar von schalkeattacke ,

die USA ist sogar Bettelarm. Wenn die so wie wir Deutschen eine Sozialpolitik hätten gingen die am Stock. Nur in Rüstung sind die fit ;)

Die amerkikanische Staatsverschuldung ist Beispiellos und die letzte Wirtschaftskrise hat Amerika seine Grenzen gezeigt

Kommentar von wasiswas ,

die wirtschaftskrise ist das produkt von 9.11

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