Frage von gmalhdurchzwei, 63

Wieso sterben wir Menschen?

~Warum? diese frage stelle ich mir sehr oft in letzer Zeit. Am 23.7.15 ist mein Papa gestorben, von heute auf morgen.. Ich komme damit nicht klar .. ich dachte ich schaffe es aber dem ist nicht so. Ich bin so sauer und wütend, weiß aber selber noch nicht einmal auf wen. Er fehlt mir so .. :( Ich konnte mich nicht verabschieden.. Mein Vater war krank.. das wussten wir aber alle nicht ... Ich verstehe nicht warum uns Gott diese Menschen nimmt, es gibt da draußen genug ältere Menschen die ihr leben gelebt haben und gehen wollen... Ich kann es nicht verstehen ... möchte zu ihm ..

Es tut alles so weh ...

Antwort
von Tasha, 53

Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen: Es heißt nicht umsonst "TrauerJAHR". Und bei einem nahen Verwandten wie Deinem Vater wird die Trauer nach einem Jahr nicht ganz vorbei, aber anders sein. Ganz überwindet man so einen Verlust nie.

Wut ist am Anfang normal, gerade in Deiner Situation. Du kannst auf die Ärzte wütend sein, die seine Krankheit nicht diagnostizieren konnten. Selbstvorwürfe sind am Anfang auch normal, hätte ich doch noch dies und das gesagt oder anders gemacht.

Bei meinem Bruder, der auch sehr plötzlich an einer langen, nicht diagnostizierten Krankheit (jedenfalls nicht zu Lebzeiten) starb, war es so, dass wir die letze Nacht mit ihm im Krankenhaus verbrachten. Wir wussten, dass es vermutlich die letzte war, weil entschieden worden war, die Sauerstoffmasken etc. wegzulassen. Wir waren also die ganze Nacht da und die Ärzte sagten anfangs, es dauere ungefähr noch 2 bis 5 Stunden. Am Morgen waren wir alle fertig - aber er lebte noch, war aber nicht bei Bewusstsein - und wir Kinder fuhren nach Hause, um ein paar Stunden zu schlafen, meine Eltern sollten den Raum verlassen, weil er gelagert werden sollte und gingen ins Foyer. Genau in dem Moment ist er gegangen - keine halbe Stunde, nachdem wir gegangen waren. Meine Eltern haben das so interpretiert: Er wollte keinen bevorzugen, ist gegangen, als keiner sich einen Vorwurf machen konnte, dass er nicht da war.

Danach haben wir vieles aufgeschrieben: Typische Redewendungen, Erlebnisse etc. und Sachen von ihm gesammelt, die er geschrieben oder gezeichnet hatte. Immer wieder trafen wir Leute, die uns kleine, unbedeutende Dinge über ihn sagten, die wir aber noch nicht wussten. Und am Anfang gab es auch jede Menge "Zeichen", komische Zufälle, so fand meine Mutter etwa in der Adventszeit 2 Streichhölzer, die exakt wie ein christliches Kreuz übereinander geklebt waren (mit Kerzenwachs, das an einem haftete). Oder zwei Verwandte, die fast gar keinen Kontakt hatten, hatten innerhalb eines Monats fast den gleichen Traum von ihm.

Wir haben uns ein Heft gekauft, in das jeder Erinnerungen, Träume, Zitate, die ihm noch einfallen schreiben kann und ein Fotobuch für jeden aus der Familie erstellt. Und jeder hat eine Kleinigkeit von ihm, die er im Portemonnaie oder am Körper tragen kann: Eine Kette, ein Ring, sein Handy, ein kleines selbstgemaltes Bild, seine Armbanduhr etc. Einer trägt seinen Mantel weiter. 

Vielleicht findet Du ja auch so etwas, das Du von Deinem Vater weiterverwenden kannst, um ihn quasi immer bei Dir zu haben. Ich wollte das im ersten halben Jahr nicht und habe es erst nach einem dreiviertel Jahr angenommen.

Mein Bruder starb im Oktober, und beim ersten Weihnachtsfest bin ich fast zusammengebrochen, als ich im Supermarkt an den Weihnachtssüßigkeiten vorbei kam: Davon hätte ich ihm sonst mal eine Kleinigkeit geschickt oder mitgebracht. Dieses Jahr, nach zwei Jahren, ist es schon anders, aber ich kam dann an einem Cola-Truck-Adventskalender vorbei, der genau richtig für ihn gewesen wäre: Cola- und Fantadosen im roten Papptruck.

Im ersten Jahr passierte es mir oft, dass ich, wenn ich gerade nichts zu tun hatte und nicht zu Hause war, meinen Bruder oder "Teile" von ihm spontan vor mir sah: Wie er auf einem Stuhl im Wartezimmer saß, seine Füße, als wenn er neben mir hergeben würde, seine Hände, als wenn er mich beim Sitzen von der Seite antippen würde.

Das passierte aber immer nur, wenn ich gar nichts anderes zu tun hatte, oft im Wartebereich (Bank, Arzt, Kirche) oder beim Spazierengehen. Beim Spazierengehen abends habe ich dann auch manchmal so richitg losgeheult oder es kamen mir plötzlich Sätze an ihn über die Lippen (freundliche), die ich normalerweise nicht laut gesagt hätte. Einmal sah ich abends beim Spazierengehen immer seine Augen vor mir. Ich rief dann meine Mutter an und sagte ihr das und sie hatte in der gleichen Woche allerdings zu Hause im Schlafzimmer nachts die gleiche "Vision" gehabt. Wenn also irgendetwas in der Art passiert, erzähle es ruhig Deiner Familie (und schreibe es auf), vielleicht haben andere ähnliche Erlebnisse.

Wir haben uns im ersten Jahr Weihnachten zusammengesetzt und Erinnerungen/ Anekdoten über ihn ausgetauscht. Es war erstaunlich, woran sich einige (nicht mehr) erinnerten und wir hatten so eine Möglichkeit, das erste Weihnachtsfest zu überstehen.

Alles Gute und viel Kraft für Dich!

Suche ggf. mal nach einer Trauergruppe in Deiner Nähe oder einem Trauerforum, um Zuspruch zu bekommen oder einfach Erinnerungen an Deinen Vater und ggf. Sorgen, Gefühle etc. an der richtigen Stelle (mit-) zu teilen.

Kommentar von Tasha ,

Übrigens gibt es so eine spirituelle Theorie: Man stirbt, wenn man sein Leben beendet hat. Der eine erlebt in einem kurzen Leben sehr viel und bewegt sehr viel, hinterlässt Spuren, der andere hat ein langes, ereignisloses Leben ohne große Spuren zu hinterlassen. Man muss auch bedenken - und das fällt einem in der Trauer erst mal schwer - dass gerade Menschen, die krank waren, vielleicht noch hätten leiden müssen.

Vor kurzem stieß ich auf einen Artikel über eine Reporterin, die Hugh Jackman ein Bild schenkte, das ihr verstorbener Bruder, der ebenfalls am Downsyndrom litt, von seiner Actionfigur gemalt hatte.

http://themighty.com/2015/09/how-hugh-jackman-honored-a-fan-with-down-syndrome-w...

Als ich das gesehen habe, ist mir erst mal die Kinnlade runtergefallen: Mein Bruder, ebenfalls mit Downsydrom, starb auch im Herbst 2013, an letztendlich Sauerstoffmangel. Und genau dieser Trachealschlauch (?), den der junge Mann in dem Artikel trägt, stand auch bei ihm zur Diskussion - wir entschieden uns dagegen, da er dann nciht mehr hätte reden können und nicht zur Verständigung hätte schreiben etc. können, also sich nicht mehr hätte verständigen können. 

Dieser junge Mann in dem Artikel bekam jetzt unvorhergesehen sehr viel Publicity, weil seine Geschichte durch Hugh Jackman bekannt gemacht wurde. Witzigerweise hat mein Burder zwar keinesfalls in dieser Qualität gemalt, war aber auch Fan einer Actionfigur: Hulk, den er noch in der Woche vor seinem Tod zur Selbstanfeuerung nachahmte. 

Bei meinem Bruder konnte wir jedenfalls sagen, dass er, wenn er weitergelebt hätte, mit so einem Schlauch hätte weiterleben müssen und das wäre für ihn extremst schwierig geworden. Oder er hätte permanent eine Sauerstoffflasche mit sich herumtragen müssen und wäre im Rollstuhl gelandet.

Vielleicht ist es wirklich so, dass einige Menschen zu einem Zeitpunkt sterben, der ihnen einiges erspart. Dein Vater wusste nicht, dass er krank war. Vielleicht war das besser für ihn, es kam plötzlich, er musste nicht lange leiden. Mein Bruder musste in den 3 Wochen im Krankenhaus aufgrund mangelnder Sensibilität vieler Mitarbeiter noch sehr leiden, zwar oft nicht böse gemeint, aber für ihn extrem belastend.

Man kann sich wirklich fragen: Was blieb Deinem Vater evtl. erspart, das er nur schwer hätte ertragen können?

Antwort
von peterobm, 37

das ist unsere Bestimmung, wir werden geboren und werden sterben, die Frage ist immer ungeklärt; wann, wo und das WIE.

Antwort
von TH3MK97, 33

warum Menschen sterbe, also das ganze Leben ist ja nur eine Prüfung, die die Menschheit bestehen muss, um später den Preis zu gewinnen! 

Menschen, welche in ihren Leben was gutes getan haben (also die anderen Mitmenschen gut behandelt, für den einen Gott beten, der uns erschaffen hat etc.) bekommen die Belohnung, dass die in der Paradis unendlich leben dürfen und wenn man keine gute Taten hat, geht man leider zur Hölle ( ich hoffe wir alle nicht ) 

Deswegen sterben Menschen

Kommentar von Tasha ,

Na ja, Menschen, die in ihrem Leben etwas Gutes getan haben, bekommen auch die Belohnung, dass sie im Gegensatz zu anderen noch lange im Gedächtnis vieler Menschen bleiben. Zur Beerdigung meines Bruders, der immerhin Downsyndrom hatte und daher fast nie ohne Begleitung eines Familienmitglieds rausging, kamen  über 30 Menschen, die wir nicht kannten, die ihn aber gekannt hatten. Und selbst einer, der uns nur einmal besucht hatte, ein Freund meines anderen Bruders, der eher distanziert-korrekt ist, konnte nach über einem Jahr eine sehr persönliche Anekdote über ein kurzes Kennenlernen meins verstorbenen Bruders zum Besten geben. Das ist einer der Belohnungen für Gutes, das man getan hat: Viele Leute erinnern sich lange, liebevoll und dankbar an einen, an Hobbys, Eigenheiten, Zoten, Begegnungen, Vorlieben, Gespräche usw., währen andere Menschen schon nach kurzer Zeit vergessen werden.

Antwort
von pbheu, 60

wenn man in so einer situation überhaupt irgendeinen sinn sehen kann, dann nur den, dass man dankbar sein muss, für jede minute die man leben kann.
im gegensatz zur alternative ist nämlich mit dem leben unzufrieden sein meckern auf sehr hohem niveau.

ich versteh dich gut, hab meine mutter auch früh verloren. auch sie war krank, aber was sie uns allen mitgegeben hat war, unsere zeit nicht zu versemmeln sondern sie zu nutzen, da wir nie wissen, wann sie vorbei ist.
von geliebten menschen, die wir verlieren, bleibt ein teil immer in uns, weil unser leben ja auch aus erinnerungen besteht, in denen sie enthalten sind. wir fragen uns instinktiv, was diese menschen wohl über uns heute sagen würden...
es passiert mir jedenfall auch heute noch, 30 jahre später, dass ich das gefühl habe, sie schaut mir über die schulter und schüttelt den kopf....

Antwort
von VollzeitDenker2, 63

Die Sache mit dein Vater tut mir Leid, mein Beileid. Warum ausgerechnet solche Menschen streben müssen weiß ich auch nicht. Das habe ich mich bei meiner Oma auch damals gefragt (sie war erst 60). Man kann es eigentlich so sehen wie man will. Dass wir zuviele Menschen sind, dass welche gehen müssen um neues entstehen zu lassen, dass die Erde eine Art Prüfung ist wo man jede Gefühlslage ertragen muss, um für das danach gewappnet zu sein (ka was da kommen soll, aber denke mal, dass es dann noch nicht vorbei ist) und noch einiges mehr. Letzen endes wissen wir es nicht.

Mir hatt es geholfen damals als ich damit mit anderen geredet habe und hatte mich dann auch ausgeheult (das wirkt befreiend), also halte dich nicht zurück und lass raus was raus muss. Wann auch immer du das Bedürftnis hast darüber zu reden, rede mit jemanden und behalte es nicht für dich.

Antwort
von AppleTea, 34

Warum Menschen sterben? Aus den gleichen Gründen wie andere Tiere auch: Krankheit, Mord oder Unfall. Nur Menschen begehen auch Selbstmord, das macht sie in der Hinsicht einzigartig.

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Tiere begehen auch teilweise Selbstmord.

Kommentar von AppleTea ,

echt? welche denn?

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Unter anderem habe ich das von Katzen, Delphinen und Skorpionen mitbekommen. Bei wieder anderen ist noch offen, ob sie sich ihres bevorstehenden Todes auch bewusst sind, bspw Bienen.

Kommentar von AppleTea ,

und wie begehen die dann selbstmord? ist das tatsächlich bestätigt, dass es keine unfälle sind?

Antwort
von Dovahkiin11, 33

Da sind die antireligiösen Kommentare ja schon vorprogrammiert.

Hole dir Hilfe, von wem auch immer. Am besten ist oft ein versierter Psychologe. Es kostet dich nichts und wird dich sehr unterstützen. Wenn du schon den Aspekt des Glaubens einbringst, gehe ich auch darauf ein. Zum Einen hat Gott gesagt, er mischt sich nicht länger in das Geschehen auf der Welt ein. Wir entscheiden frei und unterliegen auch dem Leid, das uns auf der irdischen Welt zugefügt wird. Ich glaube nicht, dass Gott ihn so genommen hat, wie du denkst. Vielleicht hat er ihn vom größerem Leid befreit, vielleicht kam dieser Schritt von der anderen Seite, und er hat den Verlust nur mit dir beklagt. Dass sich dies abgesehen von vager Spekulation nicht ergründen lässt, steht ebenso geschrieben.  Der Gott, wie er meiner Einschätzung nach repräsentativ für den christlichen Glauben existiert, würde ihn aber nicht einfach so nehmen und ihm Schäden zufügen. Gerade der Bestand im Leid ist es, wozu unser Glaube u.A. aufgefordert wird. Dazu kannst du bspw das Buch Iob lesen, vielleicht hilft es dir. 

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Bedankungen sind überbewertet...

Antwort
von PeterP58, 22

Mein Beleid! Und von Herzen alles Gute!

Es ist leider so, dass wir nicht für die Ewigkeit bestimmt sind. Menschen sterben! Die einen durch einen Unfall, die Anderen durch eine Krankheit, einige durch Selbstmord und mache einfach "spontan".

Das gehört einfach zum Leben dazu! Man wird geboren, man stirbt!

Und weil Du "Gott" erwähnt hast, mag ich erwähnen, dass das unsere Kultur ist. In anderen Ländern (=Kulturen) feiert man den Tod eines (gebliebten)  Menschen! Und ob Du es glaubst oder nicht - die feiern 3 Tage lang und scheuen keine Kosten! Das hängt natürlich auch vom Glauben ab.

Natürlich scheint es nicht fair zu sein, dass geliebte Menschen sterben. Eltern, Freunde, Bekannte... ist aber leider so!

Wissen wir, dass wir sterben? Und wann und wo? Nein!

Vier meiner besten Freunde sind schon tot... mein Freundin ist gestorben (mit 24) ... fair? Nein! Tut weh? Ja!

Aber mann kann es nicht ändern!

Freu Dich einfach, dass sie schöne Zeiten hatten und las los! Dein Papa war auch mal verliebt, auch mal auf Kirmes oder ein Konzert... das Leben (auch wenn es Dir kurz erscheint) hat er genossen.

Das solltest Du auch tun! Genieße Dein Leben und nimm es einfach hin!

Ich drück' Dich und wünsche Dir ALLES GUTE!

Antwort
von Etter, 30

Zellverfall ohne Regeneration ums kurz zu fassen.

" warum uns Gott diese Menschen nimmt"

Meine Meinung: Weils keinen Gott gibt. Das muss aber jeder für sich entscheiden.

Rein logisch betrachtet: Wenn alle Menschen ewig auf der Erde leben würden, dann hätten wir noch weniger Lebensraum, als zum derzeitigen Zeitpunkt. Nahrungsknappheit inklusive.

Kommentar von bales11 ,

Ich geb dir recht.Ob einer an nen Gott glaubt,muss jeder für sich selbst entscheiden.Ich weiss bloss eins.Wenn ich Gott um was bitte,hilft er mir in 90 Prozent aller Fälle.Deshalb weiss ich,dass es ihn gibt. Kannst du beweisen,dass es keinen gibt? Es gibt ja auch dich.Oder streitest du das auch ab? Geht wohl schlecht.In diesem Sinne. H.aus K.

Kommentar von Etter ,

"Ich geb dir recht.Ob einer an nen Gott glaubt,muss jeder für sich selbst entscheiden."

Wenn du das wirklich verstehen würdest oder mir Recht geben würdest, dann würdest du nicht nach einem Beweis fragen oder unterschwellig versuchen mich von Gott zu überzeugen.

Um den restlichen Text schonmal zu spoilern: Du wirst mich nicht von Gott überzeugen können.

Ich für meinen Teil muss nichts beweisen, da sich die Nichtexistenz von etwas nicht beweisen lässt. Guck dir mal allgemeine wissenschaftliche Herangehensweisen zu Theorien usw. an.

"Wenn ich Gott um was bitte,hilft er mir in 90 Prozent aller Fälle."

Schön für dich. Dann sind Gott also die verhungernden Kinder in Afrika egal. Oder dass Terroristen in seinem Namen ausrasten. Das macht es viel besser und rückt Religion in ein gutes Licht. Was ist mit den ganzen Menschen, die sich jedes Jahr selbst umbringen? Warum hilft er denen nicht? Warum die ganzen Katastrophen? Ich könnte diese Liste ewig weiterführen.

Um jetzt noch n bisschen mehr drauf einzugehen: Sicher dass Gott dir hilft und nicht, dass es nicht entweder kleine Probleme sind oder du dich selbst aus dem Mist ziehst?

Freundlich gesagt gibt Gott also anscheinend einen feuchten Kericht auf viele, wirklich viele Menschen.

"Es gibt ja auch dich."

Das ist eine philosophische Frage. Ich weiß dass ich meine Realität wahrnehme. Das heißt aber nicht zwangsweise, dass ich oder wer anders wirklich existiert. Wer versichert mir beispielsweise, dass ich nicht der Traum eines sterbenden Menschen bin und das alles nicht wirklich real ist? Ebenso kann ich nicht sagen, ob irgendwas existiert (ja auch du).

Was ich in dem Sinne somit nur sagen kann ist das, was ich in meiner Realität wahrnehme, allerdings nicht ob ich bin.

Wenn ich es nicht philosophisch erklären soll: Weil meine Eltern Sex hatten und mich dabei gezeugt haben. Das wäre die biologische Erklärung.

Antwort
von ghasib, 52

Ich weiß. Mein Cousin hat Krebs und das geht dem Ende zu. Man ist hilflos. Wenn man sieht wie er leidet wünscht man sich er hätte es hinter sich. Die Trauer ist die gleiche

Antwort
von FutureHouse, 31

Die Natur ist brutal und unbarmherzig - Selbst Gott hat darüber keine Macht - Es ist zu einem ein Vorteil das wir fühlen können, zum anderen ein Nachteil. In Fällen wie denen darfst du dich damit nicht belasten. Ich habe zwar "nur" meine Oma verloren, aber ich war sehr eng mit ihr und bin immernoch total am Boden wegen ihrem Tod im September. Aber ich denke an die guten Zeiten - Sie war an meinem Geburtstag im August, hat miterlebt wie ich wachse, erwachsen werde und lebe. Ich habe geheult, auch wenn es bei ihrem Alter nur eine Frage der Zeit war. Dein Vater würde nicht wollen das du wegen ihm trauerst. Er hat dich geliebt und wollte das du ein erfülltes und glückliches Leben führst. Versuche nicht dich herunter ziehen zu lassen - Dein Vater will sicher nicht das du zu ihm in den Tod gehst. Gedenke an deinen Vater, an das Gute und trauere nicht sondern erfreue dich an dem was er dir gegeben hat - Freude, eine Lebensbasis, Familie. Ich wünschte ich könnte dir mehr helfen - es tut mir leid um deinen Vater.

Antwort
von schlonko, 33

Mein tiefes Mitgefühl! Verlust ist das Thema unseres Lebens, nicht wahr? Alle Dinge scheinen nur Sandburgen zu sein, die die Zeit davonträgt. Bewohnt von Seelen, die sich die Körper zu eigen machen, um zu erfahren, was es heißt, Mensch zu sein. Auch diese Körper unterliegen der Zeit. Dann müssen die Seelen weiterwandern. Bis wir alle nach Hause kommen, an dem Ort jenseits der Zeit. Hab Mut, hab Vertrauen, auch wenn die Nacht noch so finster ist. "Aus den dunkelsten Stunden kann Gutes entstehen." Auch Dein Vater hat sein Leben gelebt. Auch er hat Verluste erlitten. Und war doch immer stark. Sei stark, für ihn!

Kommentar von schlonko ,

Es sandte mir das Schicksal tiefen Schlaf. Ich bin nicht tot, ich tauschte nur die Räume. Ich leb in euch, ich geh in eure Träume, da uns, die wir vereint, Verwandlung traf.Ihr glaubt mich tot, doch dass die Welt ich tröste, leb ich mit tausend Seelen dort, an diesem wunderbaren Ort, im Herzen der Lieben. Nein, ich ging nicht fort, Unsterblichkeit vom Tode mich erlöste. (Michelangelo Buonarroti)

Antwort
von BenButton1996, 27

Adam und Eva sind Schuld das wir aller sterben

Antwort
von angy2001, 55

Ich verstehe dich. Man ist erst wie tot, versteht nichts; dann ist man traurig, dann wird man wütend, weil man allein gelassen worden ist... dann wieder traurig und wieder wütend. Du bist im Trauerprozeß. Mein Rat, suche dir Hilfe. Rede mit Freunden - mit deiner Familie - und überlege dir auch, ob du professionelle Hilfe in Anspruch nehmen solltest. alles Gute für dich

Antwort
von leonhoelzer, 43

Tut mir leid für dich aber ich glaube du bewältigst das alles. Der Körper muss sich nun neu sortieren und das braucht Zeit. Wir sterben weil wir alt werden und die Organe nicht mehr mitspielen.

Antwort
von xomelaniexo, 54

Hey, ich verstehe dich vollkommen meiner ist vor nem Jahr gestorben.. und damit hat überhaupt keiner gerechnet. Aber es wird leichter glaub mir. Das Leben ist manchmal ziemlich ungerecht.

Antwort
von MustiNRW, 27

Hi,

Mein Herzliches beileid, die Frage warum brauchen wir uns nicht fragen.

Wir alle haben eine Uhr die Irgendwann aufhören wird zu laufen, man versucht zu verstehen wieso es mir passiert.

Es ist schlimm jemanden zu verlieren den man sehr nahe stand, doch es bringt nichts an etwas zu denken was vorbei ist. Es ist halb eine Welt wo man nicht unendlichh leben kann.

Gib niemals auf zu glauben das es nicht weiter geht.

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