Frage von julianmaxi, 478

Wieso stehen Rechtsextreme in der Gesellschaft schlechter dar, obwohl Linksextreme genauso weit von der politischen Mitte entfernt sind?

Ich erlebe es als national- konservativer Mensch sehr oft, dass ich oft angefeindet werde und sehr linke in meinem Alter(18) diese Probleme zwar auch haben, aber eben nicht in diesem Ausmaß und das linke Lager ist nicht so verhasst wie das rechte und hat mehr Chancen auf Akzeptanz. "Rechts" ist ja eine politische Orientierung wie jede andere auch.

Antwort
von Nayaneleven, 107

Du bist nicht der einzige. Viele in Deutschland würden gerne offen ihren Konservativismus oder auch leichte rechte Tendenzen bekunden, werde dann aber gleich in die Ecke mit den Nationalsozialisten gestellt (für mich auch ein Stück weit ironisch, denn das gleicht einer Diskreminierung und damit doch eigentlich dem Gegenteil der Freiheit und Gleichheit was man offiziell von Mitte und Links doch so sehr möchte?).
Ich persönlich bin, wenn auch in vielen Punkten links-liberal, in manchen Punkten konservativ-rechts und erlebe die Reaktionen der Menschen immer wenn ich versuche meine Meinung in in Gespräch zu etablieren. Egal wie gut die Argumente sind, es stellt immer ein Tabu-Thema dar.
Das liegt größtenteils in der Vergangenheit: heute weiß man, dass nicht nur die Rechten, sondern auch die Konservativen Kräfte für Hitlers Aufstieg und etwaige Kriegsverbrechen während des 2. Weltkriegs sorgten. Es wird einem hierzulange ziemlich oft vor Augen geführt welche Gräueltaten man begangen hat (oder besser unsere Vorfahren, aber das spielt oft untergeordneter Rolle) und anstatt sich damit richtig auseinanderzusetzen entwickeln die Menschen lieber von vorne herein eine ablehnende Haltung gegen alles was im Entferntesten mit der dunklen Zeit unserer Geschichte zu tun hat.
Die "Aufklärung" in Deutschland über die NS-Zeit (dadurch auch sehr effektiv, da erstmals von Genoziden Bilder und viele andere Aufzeichnungen vorliegen, welche man auch heute noch gerne präsentiert) hat die Bevölkerung in der Öffentlichkeit 2-geteilt: einerseits die radikalen Pazifisten (oder wie ich sie nennen soll), die unsere grausame Vergangenheit auch in der Gegenwart zu bekämpfen suchen und jeden Nazi am liebsten umbringen würden, und die Nazis. Diejenigen, welche das Thema (wie ich) versuchen relativ neutral anzugehen bzw. ihm in der heutigen Zeit keine so starke Bedeutung beimessen wie angepriesen wird (ich lebe im hier und jetzt und denke nach 70 Jahren kann man es endlich mal sein lassen) sind (da nicht radikal gegen Nazis und alles was damit zutun hat) automatisch Feinde der Pazifisten und damit leider fast der gesamten heutigen Öffentlichkeit, sodass vielen keine Wahl bleibt sich zu fügen.
Eigentlich schade, ich denke eine Demokratie sollte (wie in anderen Ländern) stark genug sein, um auch antidemokratische Meinungen zu verkraften, und unser Land im Stande sein, die Vergangenheit ruhen zu lassen und nach vorn zu blicken, aber das kann vielleicht och noch etwas dauern…

Kommentar von Sachsenbruch ,

"Viele in Deutschland würden gerne offen ihren Konservativismus oder auch leichte rechte Tendenzen bekunden, werde dann aber gleich in die Ecke mit den Nationalsozialisten gestellt ..."

Pass auf, ich sage mal probeweise was total Konservatives:  Es ist gut, wenn die Menschen in ihren gewohnten Lebenszusammenhängen weiterleben können und nicht von Verwertungszwängen oder gar Gewalt zum Verlassen ihrer Heimat gezwungen werden. Der Mobilitätszwang zerstört die traditionellen Bindungen und die Familien.

Und nicht genug damit: Ich meine das wirklich.

Nun warte ich ab, ob einer antritt und mich "dann aber gleich in die Ecke mit den Nationalsozialisten" stellt ... :)

Komm, ich leg sogar noch einen nach:  Ich bin meiner Heimat verbunden.

Wie lange es jetzt wohl dauert, und wer da wohl kommen wird und mich irgendwo hinstellt?


Kommentar von Nayaneleven ,

Das ist nett formuliert Sachsenbruch, aber meine Aussage bezieht sich nicht auf das was du eben nanntest.
Es gibt viele Themen, die zum Konservativismus zählen und auch (größtenteils) anerkannt werden bzw. nicht direkt mit ihm als solchem assoziiert werden. Der Grundzug des Konservativismus beschreibt ja die Tendenz zur Ablehnung neuerer bzw. Rückkehr zu älteren Verhältnissen. Egal ob es um den Zwang zur Mobilität geht oder auch um die Anwendung von genetisch modifizierten Produkten in der Agrarwirtschaft, alles gehört dazu und nicht alles wird direkt mit dem Nationalsozialismus assoziiert (aber ich denke das wusstest du schon).
Trotzdem gibt es Themen (und nicht gerade wenig), die rechts-konservativ sind und eben zu dem führen was ich oben beschrieben habe. Ich bin vielleicht ein schlechter Rhetoriker aber Menschen die es kennen wissen wovon ich rede.
Und, dass du "mit deiner Heimat verbunden bist" ist nicht konservativ oder rechts sondern (wenn es Bezug zum Land hat und nicht zur Familie oder sonstwas; Heimat kann ja vieles bedeuten, das hast du elegant umschifft ;) ) gesund patriotisch.

Kommentar von Sachsenbruch ,

Wieso will niemand oder fast niemand etwas mit Nazis zu tun haben bzw. sich das nachsagen lassen? Warum eigentlich nicht? Warum sagen selbst klar definierbare Nazis nicht von sich, dass sie gar stolz seien, so genannt zu werden? Sie wollen doch sonst auf alles Mögliche stolz sein ... Welches intrigante Versteckspiel läuft denn da?

Dazu kommt meist eine wehleidige Pose im Stil von "Ich darf ja nichts sagen, ... sonst heißt es gleich wieder ..."

Es sind aber keine konservativen Positionen oder Werte, die im Ruch des Rechtsradikalen stehen: "Conservare" ist eindeutig, es heißt "bewahren". Dazu mag es fallweise gute Gründe geben.

Verdächtig ist alles Reaktionäre, was in der Politik und Geschichte Rückwärtsorientierung bedeutet und damit in der Regel den Wunsch nach ... allen möglichen Sklavenhalter-Gesellschaftstypen, nach gefühlter Überlegenheit über Andere, nach Rassendominanz, nach Gewaltherrschaft. Mit "konservativ" hätte das also nur zu tun, wenn wir in einer solchen Gesellschaft lebten.

Problematisch ist allerdings, dass so mancher Konservative wie im Selbstmissverständnis zu reaktionären und Nazisichtweisen tendiert. Und darüber redet er dann anscheinend nicht so gern, weil ... siehe oben.

Kommentar von Nayaneleven ,

"Wieso will niemand oder fast niemand etwas mit Nazis zu tun haben bzw. sich das nachsagen lassen? Warum eigentlich nicht? Warum sagen selbst klar definierbare Nazis nicht von sich, dass sie gar stolz seien, so genannt zu werden? Sie wollen doch sonst auf alles Mögliche stolz sein ... Welches intrigante Versteckspiel läuft denn da?"

Ich hoffe die Frage war sarkastischer Natur. Die Zeit unter dem Nationalsozialismus hat Deutschland und der Welt schwer geschadet (in vielen Punkten, die ich auf Anfrage näher ausführen kann). Viele Nationalsozialisten setzen sich jedoch trotzdem in radikaler Weise dafür ein, eben diese Zeit wiederherzustellen, was besonders im heutigen Verständnis unter Berücksichtigung von allgemeinem Wohlstand, (zumindest offizieller) weitgehender Achtung der Menschenrechte und Ähnlichem auf klare Ablehnung stößt (in Deutschland sogar noch stärker als anderswo). Da ist es nur klar, dass die meisten nicht dazugerechnet werden wollen. Und auch denke ich, dass "klar definierbare Nazis" von sich aus auch oft sagen, dass sie Nazis sind. Vielleicht sollte man mal zur Abwechslung darüber nachdenken, ob nicht vielleicht manche "klar definierbaren Nazis" gar keine Nazis sind…

"Dazu kommt meist eine wehleidige Pose im Stil von "Ich darf ja nichts sagen, ... sonst heißt es gleich wieder ..." "
Aber genau das ist der Fall, egal wie lustig und ironisch man es jetzt formulieren will. Ich persönlich bin beispielsweise der Ansicht, dass man die Migration nach Deutschland begrenzen sollte. Das ist ganz klar rechts-konservativ. Ich finde dabei nicht, dass Menschen, die aus anderen Staaten kommen, sich hier schlecht verhalten uns Jobs "wegnehmen" oder sonst was. Es ist nur so, dass diese Leute größtenteils nicht wegen unserer Kultur hierherziehen, welche durch die Globalisierung ohnehin schon in Bedrängnis gerät, sondern wegen anderen Gründen: wegen besseren Job-Aussichten, dem Sozialsystem, dem Bier, was weiß ich. Und das führt in Deutschland zunehmend dazu, dass sich viele neue kulturelle Diversitäten bilden, die uns vielleicht in manchen Punkten bereichern mögen, aber dennoch unsere eigene Kultur verdrängen. Auch finde ich es aus anderen Punkten problematisch das demographische Problem in Deutschland dadurch lösen zu wollen Leute aus dem Ausland zu "importieren". Ich weiß, der deutsche Staat schenkt sich damit viel Geld, wenn er Leute herholt, für die kein Kindergeld mehr gezahlt werden muss und die nicht mehr Zeit ihrer Eltern in Anspruch nehmen, die keine weitreichenden Bildungsgelder mehr in Anspruch nehmen, sondern direkt im berufstätigen Alter sind und arbeiten können. Ich denke diese Leute werden in ihren Heimatländern zum Teil auch bitterbös gebraucht. Die heutige Wirtschaft der Industrienationen ist, da eine Tendenz zum tertiärem Sektor zunimmt, weniger auf Grund und Boden oder Ressourcenfelder angewiesen, sondern vorwiegend auf "Manpower" bzw. arbeitsfähige, gebildete Bevölkerung. Wir "klauen" damit also den anderen Staaten ihr Wirtschafts-Potential und im Umkerhschluss kann die Politik das Problem der Demographie weiter aufschieben anstatt mehr Geld in Bildung und Familie zu investieren.
Das ist meine Meinung und ich finde nicht, dass sie mich zu einem radikalen Nazi macht. Trotzdem, sobald ich nur sage, dass ich die Migration in Deutschland begrenzen würde schalten viele bereits ab.

"Es sind aber keine konservativen Positionen oder Werte, die im Ruch des Rechtsradikalen stehen"
Das hab ich auch nie behauptet. Darum geht es doch, dass rechtsradikal nicht gleich konservativ heißt.

"Verdächtig ist alles Reaktionäre, was in der Politik und Geschichte Rückwärtsorientierung bedeutet und damit in der Regel den Wunsch nach ... allen möglichen Sklavenhalter-Gesellschaftstypen, nach gefühlter Überlegenheit über Andere, nach Rassendominanz, nach Gewaltherrschaft."
Alleine die Tatsache, dass du hier als Beispiele für Reaktionäre "Sklavenhalter" und "Rassendominanz" erwähnst zeigt mir schon in welche Richtung es hier geht…

"Mit "konservativ" hätte das also nur zu tun, wenn wir in einer solchen Gesellschaft lebten."
Nein, nicht direkt. Man kann auch Werte versuchen zu bewahren, die längst untergegangen sind. Konservativ kann es auch sein, wenn man beispielsweise wieder eine Monarchie einführen wollte. Die gibt es nicht mehr, aber trotzdem wäre man dann konservativ (zumindest in dieser Hinsicht).

"Problematisch ist allerdings, dass so mancher Konservative wie im Selbstmissverständnis zu reaktionären und Nazisichtweisen tendiert. Und darüber redet er dann anscheinend nicht so gern, weil ... siehe oben."
Gibt es bestimmt, ist aber bestimmt nicht die Mehrheit und auch nicht der Bevölkerungsteil um den es hier geht.

Kommentar von Sachsenbruch ,

Ob jemand nun eine Monarchie oder eine andere Art von Gewaltherrschaft einführen möchte und ob der nun weniger gruselig als der Nazi ist, halte ich für Details, die den Opfern relativ schnurz sein können.



Kommentar von Nayaneleven ,

"Ob jemand nun eine Monarchie oder eine andere Art von Gewaltherrschaft einführen möchte und ob der nun weniger gruselig als der Nazi ist, halte ich für Details, die den Opfern relativ schnurz sein können."

Und das ist genau das was ich meine. Es ging nie um die Einführung einer Monarchie oder einer Gewaltherrschaft. Wer sich die Mühe machen möchte kann gerne oben nochmal nachlesen. Aber alleine die Tatsache, dass ich etwas von "rechts-konservativ" sage bringt dich dazu mir so etwas zu unterstellen. Gerade diese "Details" sind meiner Meinung nach wichtig und führen bei Vernachlässigung zu einer Form von Diskriminierung, die in Deutschland stark befürwortet wird. Warum will sich keiner die Mühe machen die Leute mit teils rechts-konservativem, trotzdem nicht "menschenunwürdigem" Gedankengut von richtigen Nazis zu trennen? Man macht sich schließlich hierzulande überall die Mühe gegen jegliche Form von Diskriminierung anzukämpfen.

Und zu der Monarchie: Es ist fraglich, jeden der eine Monarchie befürwortet, direkt als "gruselig" auf eine Ebene mit Nazis zu stellen, denn dann wären 70% aller Briten ebenfalls Nazis. 

Kommentar von Sachsenbruch ,

Das mit der Unterstellung ist mir jetzt entgangen. Aber habe ich dich denn eben falsch verstanden, als du schriebst "Man kann auch Werte versuchen zu bewahren, die längst untergegangen sind. Konservativ kann es auch sein, wenn man beispielsweise wieder eine Monarchie einführen wollte" ?

Es spielt für die Eingekerkerten, die Misshandelten und Opfer einer solchen Herrschaft zumeist überhaupt keine Rolle, welche Art von bunten Kleidchen, Rüschen und Broschen die herrschenden Verbrecher tragen.

Wenn aber jemand die Kanzlerdemokratie durch eine Art Queenismus ersetzen möchte, halte ich das für eine zunächst verquaste Spinnerei, eine "Schnurre", die mit den deutschen Verhältnissen eigentlich keine Berührungspunkte aufweist und insofern eher harmlos ist.

Kommentar von Nayaneleven ,

"Aber habe ich dich denn eben falsch verstanden" Genau, weil es nur um ein Beispiel gehen sollte, dass Konservativismus sich auch auf alte, längst vergangene Werte berufen kann. Ich könnte hier genauso die Rückkehr der DM oder sonstwas anführen. Aber das sind eben nur Beispiele, die ich an dieser Stelle nicht explizit gutheißen will.

"Es spielt für die Eingekerkerten, die Misshandelten und Opfer einer solchen Herrschaft zumeist überhaupt keine Rolle, welche Art von bunten Kleidchen, Rüschen und Broschen die herrschenden Verbrecher tragen." Ich denke nicht, dass in Groß-Britanien viel mehr Menschen als in anderen Ländern "misshandelt" oder "eingekerkert" werden. Die Funktionen einer Monarchie müssen nicht immer eine "Gewaltherrschaft" betreffen. In einer parlamentarischen Monarchie beispielsweise geht es eher um das Prestige und die Feierlichkeiten in Bezug zum vertretenden Staatsoberhaupt. Ob es in Deutschland oder überhaupt Sinn macht, ist unwichtig, weil es auch hier nicht mein Anliegen ist etwaige einzuführen, sondern aufzuzeigen, dass man nicht alles in eine Schublade stecken kann. Da es also nie einen Anlass zur Annahme von solchen Verbrechen gab, gebe ich nochmal zu bedenken, dass diese dennoch aufgeführt wurden.

Kommentar von Sachsenbruch ,

Ich meinte eigentlich, dir erklärt zu haben, was ich von schrulligen Anwandlungen der Queen-Liebhaberei halte.

Kommentar von Nayaneleven ,

Hast du, aber darum ging es ja nicht primär ;)

Kommentar von Sachsenbruch ,

Dir aber anscheinend schon, gemessen an der Textmenge, mit der du dich dazu äußerst, oder?
Mit einem Konservativen allerdings über die D-Mark zu reden, ist ein Spaß, den ich mir für ein andermal aufhebe.

Kommentar von Nayaneleven ,

Du beginnt nun vieles zu vermengen, ich weiß nicht ob absichtlich oder unabsichtlich. Aber ich denke meine Stellung ist klar für jeden, der an einer normalen Diskussion interessiert ist, und auf die sich entwickelnden Kinderkrämereien kann ich sehr gerne verzichten.

Kommentar von Sachsenbruch ,

Ich weiß ja nicht, was du jetzt im Sinn hast, aber auf deine
sich entwickelnden Kinderkrämereien habe ich wirklich keine Lust.

Antwort
von Kanatar, 62

Weil viele die gnerelle Bedrohung durch Linke für geringer halten. Rechtsextremisten haben Feindbilder in die jeder irgendwie fallen kann. Dadurch sind Rechtsextremisten eine potentielle Gefahr für jeden. Linksextremisten wollen betrachten Menschen nicht als unterschiedlich viel wert. Auch wenn es dort Menschen gibt die bspw Gulags, nach stalinistischem Vorbild, für andersdenkende befürworten ist diese Position verhältnismäßig gering vertreten und bezieht sich dort auch nur auf Rechte. Das reduziert die subjektive Gefahr angegriffen zu werden, bloß weil man die falsche Haarfarbe hat oder dunkle Haut.

Zusätzlich muss gesagt werden, dass Gewalt kein essentieller Bestandteil linker Ideologien ist. Der Verfassungsschutz schrieb, dass Linke Gewalt instrumentell nutzen, also um Ziele zu erreichen. Bei Rechtsextremen ist Gewalt gegen "die anderen" ein zentraler Bestandteil. Der Kampf der Völker gegeneinander ist essentiel und Gewalt wird nahezu als Selbstzweck genutzt.

Antwort
von valtisma, 67

Hallo julianmaxi,

diese ganze Links-Rechts-Mitte-Thematik ist sowieso richtig schwammig und kommt eigentlich aus der Sitzordnung im Parlament. Abgesehen davon folgt diese Skala von links nach rechts keiner wirklich klaren Struktur und Linie. Viele vergessen, dass das Präfix National- im System von Hitler nur die halbe Wahrheit ist. Der andere Teil ist SOZIALISMUS und das ist dann wieder sehr links. Die "Rechten" haben fast so gut wie die selben Ideale wie die "Linken" . Jetzt wird sich der ein oder andere Antifakrawallmacher sehr beleidigt fühlen, aber bei genauerer Betrachtung wird man feststellen können, dass beide Ideologien das selbe Endziel verfolgen: mehr Staat (im Fall von Kommunisten kann man das Wort Staat durch Kollektiv ersetzen, weil der Kommunismus anarchistisch ist), die gesamte Gleichschaltung der Gesellschaft, Planwirtschaft und "soziale" "Gerechtigkeit". Des Weiteren benutzen beide Seiten nicht unüblich Gewalt um ihre Ziele durchzusetzen. Im Laufe der Geschichte sind ungefähr 200 Millionen Menschen an verschiedensten Formen vom Sozialismus gestorben. Im Grunde unterscheiden sich der braune und der rote Sozialismus nur in wenigen Aspekten.
Die braune Variante ist natürlich rassistisch, nationalistisch, imperialistisch und sagt, dass nicht alle Menschen gleich sind, aber nur im Bezug auf Rassenideologie, der rote Sozialismus hingegen sagt, dass alle Menschen gleich sind, was kompletter Schwachsinn ist. Wenn wir weiter auf die Parteienskala schauen und von der NPD einen schritt nach links gehen, wird oft die FDP angesiedelt. Aber die FDP hat von ihrem Parteiprogramm wenig mit der NPD zu tun. Nur in der Aussage, dass alle Menschen nicht gleich sind ähneln sie sich, wobei liberale das eher mit dem Menschen als Individuum begründen und nicht als Teil einer Rasse. Eigentlich müsste diese Parteienskala die gerne angefertigt wird, um das Wahlprogramm zu kategorisieren korrigiert werden und zwar so, dass die NPD links von der LINKE anzusiedeln ist. Da sich die Wahlprogramme der Parteien so stark unterscheiden macht es nur Sinn so eine Skala anzufertigen, sodass rechts das Individuum steht und links der Staat und das Kollektiv. Da Nationalsozialisten mehr Staat fordern und zudem diesen Machtapparat am liebsten auf der ganzen Welt durch Krieg verbreiten würden ist es die größtmögliche Forderung nach mehr Staat. Liebe Linke ich hoffe ihr seid jetzt nicht beleidigt, dass ich eure kollektivistische Ideologie beleidigt hab, fettes Sorry dafür. Wenn man sich noch ein bisschen näher mit Parteienpolitik beschäftigt wird man zu dem Schlusss kommen, dass die FDP fast genauso sozialistisch ist wie die Grünen, da unser "Sozialstaat", der auf Zwang und Gewalt basiert nicht liberal ist, die FDP diesen aber trotzdem abfeiert. Lieber Fragesteller, lass dich nicht von irgendwelchen Anfeindungen unterkriegen. Der Meinungsterror in diesem Lang ist dermaßen obszön. Allen voran gehen solche antideutschen Meinungsfaschisten wie die Antifa, die uns ständig versucht die Kollektivschuld im dritten Reich zu vererben, uns unserer Identität zu berauben und für jeden Funken Nationalstolz ein schlechtes Gewissen einflößen. Es gibt wirklich kein Volk auf der Welt, was soviel Zeit in die Wiederaufarbeitung der Vergangenheit steckt wie wir. Das finde ich auch in der richtigen Dosierung gut, aber so wie das heutzutage ausgeführt wird gibt man auch noch den Menschen Schuld für den Holocaust die 80 Jahre später leben. 
Was außerdem noch traurig aber gleichzeitig so lächerlich ist, dieses Denken, dass der Rechtsextremismus die schon die breite Masse der Deutschen erreicht hat. Einmal kommt es dadurch, dass einige sehr spezielle "Menschen" jeden, der sich auch nur halbwegs kritisch zu Migrationskrise äußert gleich als den Nachfolger von Hitler darstellen und ihm wünschen selber in einem kleinen Boot im Mittelmeer zu ertrinken, was natürlich kompletter Schwachsinn ist. Der zweite Grund für dieses Fehlbewusstsein ist Spencer's Law. Es besagt, dass zunehmend kleine Probleme einer Gesellschaft viel zu stark thematisiert werden und die großen stattdessen eher tabuisiert werden. Natürlich nimmt jetzt während der Migrationskrise der Rechtsextremismus schon zu, ist aber immer noch stark an den Rand der Gesellschaft geworfen und bitte kommt mir nicht mit "aber die AfD zieht in mehrere Landtage ein". Ich hoffe ich konnte dir diesen komplett irrationalen Gesinnungsterror ein wenig übersichtlicher gestalten und dir helfen diese Kategorisierung von Parteien und Ansichten kritischer zu beäugen.

mit freundlichen Grüßen
valtisma

Kommentar von Sachsenbruch ,

"Der Meinungsterror in diesem Lang ist dermaßen obszön."

Da hast du recht viele Zeilen verballert, um das unter Beweis zu stellen.

Kommentar von incredulus ,

Lange nicht mehr so ein krudes Geschwätz gelesen.

Kommentar von DreiGegengifts ,

Der andere Teil ist SOZIALISMUS und das ist dann wieder sehr links.

Nope. https://www.gutefrage.net/frage/warum-sind-nationalsozialisten-rechtsextrem-wo-s...


Die "Rechten" haben fast so gut wie die selben Ideale wie die "Linken"

Nope. Sie sind diametral entgegengesetzt zueinander. Auch wenn die Querfrontstrategen alles dran setzen diese Tatsache zu verwischen.

Antwort
von MrHilfestellung, 231

Das wirst du wahrscheinlich anders sehen, aber linke Ideale sind in der Mitte nunmal beliebter als rechte Ideale, zumindest in den Aussagen von Menschen, die sich in der Mitte sehen. 

Gleichheit und Gerechtigkeit hält ja auch die liberale Mitte für gute Sachen, man ist nur der Meinung dies sei mit dem Liberalismus bereits erreicht.

Rechtsextreme Ideale wie Nationalismus und Xenophobie kommen nunmal auch in der Mitte nicht so gut an, obwohl natürlich viele aus der Mitte auch gerne mal nach rechts tendieren und rechte Parteien natürlich auch aus der Mitte Wähler abgreifen.

Kommentar von NeuRs19 ,

Banampfer so ein Blödsinn das wäre eine Rechtsradikale Äußerung.

Antwort
von Quastroo, 186

Ich vermute mal, das liegt leider immer noch stark an unserer Vergangenheit. Die Dimensionen der Gewalt und Gäueltaten während der NS- Zeit hat mehr Spuren in der deutschen Gesellschaft hinterlassen als solche während der Existenz der DDR... Der Umfang macht es aus, und es scheint oft so, dass "wir" heutzutage vermehrt auf soziale und progressive Punkte achten, um Vorbild in der Generation zur Zeit der Globalisierung zu sein. Es ist leichter, damit zu kommentieren als mit konservativem Gedanken gut. Es bietet mehr Angriffsfläche, jedenfalls in der jungen Generation, die Etwas verändern will, Neues ausprobieren möchte und das Alte schon "genug" kennt und gegebenfalls verachtet...


Kommentar von Nayaneleven ,

Mhm, finde die Sichtweise interessant, besonders mit der neuen Generation. Wollte das nur mal gesagt haben ;)

Kommentar von Quastroo ,

Ohh, das ist nett. Vielen Dank, Nayaneleven :)

Antwort
von Froid19, 236

Weil du, wenn du rechts eingestellt bist, eine menge Randgruppen diskriminierst. Ist bei Linksextremismus so ziemlich das Gegenteil. Fast ein bisschen das gute Gegenstück zum rechten.

Kommentar von Froid19 ,

Also, ich meine damit eher das Sozialverhalten und weniger politische Ziele.

Antwort
von alexklusiv, 204

Ohne irgendeinen Bezug zu dir herstellen zu wollen, ist es eben meistens so, dass in der "weit" rechten Szene menschenverachtendes Gedankengut anzutreffen ist. Das ist dann eben nicht die patriotische Liebe zu seiner Heimat, sondern etwa der nationalistische Hass gegen Ausländer.

Die "weit" Linken lehnen Kapitalismus ab, viele auch den deutschen Staat, aber kein Linker lehnt irgendeinen Menschen ab, das Gegenteil ist der Fall, der wichtigste Grundpfeiler ist, dass alle Menschen gleich sind. 

Natürlich ist nicht jeder Rechte menschenverachtend und nicht jeder Linke hat einzig und allein das Allgemeinwohl im Auge, aber im Durchschnitt ist das am Ende trotzdem der Fall. Vor allem daraus resultiert am Ende die Ungleichbehandlung, es kommen sicher noch andere Faktoren wie z.B. die deutsche Geschichte dazu.

Antwort
von DreiGegengifts, 55

Unsere Gesellschaft baut auf dem auf, was sich seit der Französischen Revolution als linke Seite etabliert hat. Die Demokratie ist ein linkes Modell. Die Mitte unserer Gesellschaft wird damit immer in diese Richtung geprägt sein, solange wir freiheitlich und demokratisch leben.

Wieso stehen Rechtsextreme in der Gesellschaft schlechter dar

Wer sich mit Extremisten auf einer Linie sieht, sollte sich nicht wundern, wenn er auf Ablehnung stößt. Aber ganz ehrlich, das Betteln um Beliebtheit  war schon immer ausgeprägt. Wenn auch ziemlich befremdlich.

Expertenantwort
von PeVau, Community-Experte für Politik, 70

Weil Rechtsextreme Menschenverächter sind. Sie sind alles das, was ein guter Mensch nicht ist.

Kommentar von Quastroo ,

Linksextreme Menschen sind wohl oder übel auch Menschenverächter. Beide Extreme sind "Menschenverächter".

Jetzt könnte man sich über die Definition von "gut" streiten....

Kommentar von PeVau ,

Für soziale Gerechtigkeit einzutreten ist doch etwas ganz anderes, als ein sozialdarwinistisches System zu propagieren.

Kommentar von Mrknower ,

Falsch. Ein Linksextremist setzt sich nicht hauptsächlich für soziale Gerechtigkeit ein. Wie die Bezeichnung sagt, ist es das Ziel eines Linksextremisten, die aktuelle, demokratisch legitimierte Konstitution und politische Orientierung unseres Staates aufzulösen, was durchaus mit Gewaltanwendung gelöst werden kann. Extremismus ist eine Gefahr für den Staat und muss mit der Härte des Verfassungsstaates bekämpft werden.

Kommentar von PeVau ,

Wenn die die "aktuelle, demokratisch legitimierte Konstitution und politische Orientierung unseres Staates" sozialer Gerechtigkeit im Wege steht, ist jeder Linke, der für soziale Gerechtigkeit eintritt automatisch ein Linksextremer.

Kommentar von DreiGegengifts ,

Linksextreme Menschen sind wohl oder übel auch Menschenverächter.

Nö.

Antwort
von tokyoclash, 115

Viel Propaganda und Hirnwäsche, welche schon im Kindesalter los geht. Von der Schule bis hin zu dem Medien, welche alle von der Linken Sparte kontrolliert werden.

Kommentar von Quastroo ,

Das ist eine unschlüssige Behauptung. Ich meine, dass bei jeder Deutung von etwas ein bisschen eigene Meinung mit hineinfließt, das ist normal und unvermeidbar. Dies aber allgemein vorzuwerfen, geht gar nicht, denn schließlich ist jeder in der Lage, sich selbst zu informieren und Alles kritisch zu hinterfragen :)

Kommentar von tokyoclash ,

Nein, rechtes Gedankengut wird systematisch aus den Köpfen der Menschen geprügelt. Natürlich gibt es auch neutrale Medien, diese sind aber eher selten. Kritisch hinterfragt habe ich in der Schule oft, aber es wurde stets um den heißen Brei geredet. 

Kommentar von Quastroo ,

Naja, ich bin trotzdem der Meinung, es kommt darauf an, wo man sich informiert. Und um den heißen Brei geredet, wird überal gemacht. Das ist schließlich Politik ;)

Kommentar von Sachsenbruch ,

Wer kennt das nicht, wenn "rechtes Gedankengut ... systematisch aus den Köpfen der Menschen geprügelt" wird - erlebt man ja täglich.  :)


Antwort
von Densothe, 121

1939-1945? Hitler? 2.weltkrieg? Rechtsextreme Menschen?

Antwort
von frider123, 82

Extremismus jeder Art sollte man meiden, egal ob Links oder Rechts.Es stimmt, daß das Problem mit linker Gewalt, teilweise ignoriert wird. Man sollte beide Arten bekämpfen

Antwort
von NMirR, 92

Rechts ist egoistisch, links ist sozial. Die meisten Menschen finden für sich die Mitte richtig, links allerdings besser als rechts, da sie in gewisser Weise selbstloser sind.

Antwort
von Ask2356, 129

Vieleicht weil rechte gerade im Moment etwas mehr präsent sind als linke?

Antwort
von Antonions, 94

Das kommt aus der Vergangenheit Deutschlands. Uns wurde eingeprügelt
das es eine ganz böse Zeit gab, wofür aber die heut lebenden überhaupt nichts dafür können.

Antwort
von HerrKnecht, 97

weil wir im moment keine mitte haben sondern nur rechts und links 

Danke Merkel...

Kommentar von MrHilfestellung ,

Es wird immer noch mehrheitlich CDU, SPD, FDP und die Grünen, die die Bürgerlichkeit für sich entdeckt haben, gewählt.

Antwort
von 1900minga, 58

Extremismus wird nie akzeptiert und schön geredet. Egal ob links oder rechts.

Jedoch geschehen in letzter Zeit mehr Attentate auf Flüchtlingsheime als auf Wirtschaftsbosse oder NPD-Politiker etc

Kommentar von HerrKnecht ,

Informiere dich bitte bevor du so einen Müll erzählst ....klar werden Flüchtlingsheime angegriffen aber andersrum ist es nicht besser.Die Linken begehen mehr Straftaten als die Rechten das wird aber in der Gesellschaft tolleriert sowie die Parrallelgesellschaften in Berlin ,Köln , Frankfurt , Hamburg , usw usw usw 

Kommentar von DreiGegengifts ,

Die Linken begehen mehr Straftaten als die Rechten


Angesichts der Gewaltwelle aus dem rechtsextremen  Lager kann man über solch massiv desinformierten Aussagen nur noch staunen.

Die Rechten übertreffen alles, was an politischer Gewalt in Deutschland existiert. Auf sie geht nicht nur eine sehr lange Liste mit Todesopfern, auch die brutale Gewalt gegen wehrlose Zivilisten kennt keine Grenzen. Von Terroranschlägen ganz zu schweigen.

Kommentar von 1900minga ,

Solange sich Linksextremisten und Rechtsextremisten selbst die Köpfe einschlagen, stört es mich nicht😄
Einzige Sorge, die Krankenkassenkosten 🤔

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