Wieso stehe ich morgens noch auf?

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15 Antworten

Hey, mir geht es genauso! Ich habe auch Selbstmordgedanken gehabt und teilweise immer noch. Hat sich etwas gebessert. Ich bin auch ein Junge, und 16 Jahre alt.
Was mir etwas geholfen hat, ist, eine Leidenschaft gefunden zu haben. Ich hasse es zu leben. Dieses System. Schule, arbeiten, Verpflichtungen, Stress, Abhängigkeit von Gesellschaft und System. Nach den Werten und Maßen leben, wie wir es alle vorgeschrieben bekommen.
Und dann habe ich mit Breakdance angefangen. Anfangs war es nur einmal die Woche aus Langeweile. Aber inzwischen fühle ich mich dabei wirklich glücklich. Ich bin nicht bombastisch gut, aber ich habe ein Ziel, das persönlich ist und was uns nicht vorgeschrieben wird, wie ein perfektes Leben aussehen soll. Ich trainiere so oft es geht, bringe einige Opfer da. Hab sogar zu viel trainiert und meinen Körper so überlastet, dass ich ein paar Wochen Pause machen muss. Aber es macht mich glücklich, zumindest einen Ausweg zu haben, eine Hinterkammer in der ich mich vor allem verstecken kann. Wir gehen beide in die Schule. Und was mich innerlich zerstört, ist, dass ich Verpflichtet bin, Schule und Arbeit zu leisten weil ich sonst nicht existieren könnte. Ich denke, dieses Leben ist für mich nicht lebenswert. Anderen gefällt genau das vielleicht. Arbeit, Erfolg dabei, Karriere, Familie, viel Geld. Für mich ist das nur spießerhaft.
Etwas, was mich auch ziemlich kaputt macht, ist dass ich keine beste Freundin/besten Freund habe. Ich hab zwar ein/zwei Personen, die ziemlich dicke Freunde von mir sind, aber wir hängen nur in der Schule ab und im Grunde langweilen sie mich. Ich hätte gerne jemanden, dem ich alles anvertrauen kann und der mir. Jemand der die selben Gedanken hat und wie ich ist, die selben Interessen. Jemand der mit mir Breakdance macht und diese Leidenschaft Teil, der wie mein Bruder oder meine Schwester ist. Und so jemanden habe ich nicht und werde ihn wahrscheinlich nie bekommen.
Vielleicht ist das bei dir die Liebe, vielleicht ähneln deine Gedanken meinen und dir war es nur noch nicht ganz bewusst. Du hast zwar Freunde, aber verstehen sie dich? Gibt es da jemanden, dem du ALLES von dir erzählen würdest?
Hast du eine Leidenschaft, etwas was dich erfüllt und glücklich macht?

Antworte mir doch bitte, wie gesagt, ich habe niemanden der solche Gedankengänge teilt und wir haben von Grund auf fast das identische Problem:-)

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Kommentar von Ichmagdichsarah
19.11.2015, 20:32

Freunde zu finden ist nicht so schwer. Richtige Freunde zu finden ist allerdings fast unmöglich.

Es scheint wie eine Droge zu funktionieren. Dein Hobby. Nicht das es schlecht ist. Ich freue mich, dass du etwas gefunden hast, womit du die Zeit des Lebens überbrücken kannst. Hobbys habe ich auch. Auch meine Hobbys lassen mich vergessen. Aber ich kann nicht 24/7 Hobbys machen. Du auch nicht. Aber das weißt du wohl...

:)

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Kommentar von xXwhatXx
19.11.2015, 21:03

Ganz genau. Und noch schwieriger ist es, den einen besten Freund oder Freundin zu finden.
Und wenn man etwas hat, was einen erfüllt, Momente die glücklich machen. Diese Momente halten nur kurz an. Im Vergleich zu dem restlichen Leben ein Minimum! Was ist das für ein Leben, in dem man 99,5% arbeiten und Opfer bringen muss, um 0,5% Seligkeit zu erfahren?

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Ich schreib dir nur denke nicht so viel nach was morgen oder übermorgen sein klar klar kannst du dir Gedanken machen aber nicht täglich lebe dein Leben wie du es für richtig hälst du bist 15 noch recht jung aber geistig glaube ich weiter als andere so was zu fragen. Ich denke du hast eine Phase das die dein Lebens ritmus langweilig geworden ist mach was neues rede auch mit einer Vertrauensperson darüber was du gerade so füllst und denkst das hilft !
Wenn nicht wie gesagt   Wieso stehst du morgen noch auf ganz einfach um zu leben wie man es für richtig hält nicht nach denn Sinn suchen sondern nach das was du strebst zu suchen seies liebe Spaß Freude Familie Weltentdecker  😆 suche was du suchst und frage nicht warum vivir la vida!!!

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Kommentar von Ichmagdichsarah
19.11.2015, 20:46

Vielleicht ist das ja alles, was ich machen kann.

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Ich bin in letzter Zeit genauso wie du. Ich bin 15, ein Junge, und denke über einen Sinn nach.

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Kommentar von miner002
19.11.2015, 21:56

du hast meine gedanken ziemlich gut zusammengefasst

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Ich möchte einfach nur wissen, wie ich das Leid beenden kann. Das Leid, den Schmerz, den Hass, Krieg, Hunger, Qualen, Ungerechtigkeit, wie? Kann ich das Leid nur durch Selbstmord beenden?

Ich denke für Dich eignet sich Buddhismus sehr gut als Weg und Antwort. Und durch Selbstmord kannst Du dem Kreislauf eben nicht entfliehen.

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Kommentar von Ichmagdichsarah
19.11.2015, 22:25

Den Buddhismus schaue ich mir mal genauer an :) Ist bestimmt interessant :)

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Seh die Welt in einem anderen Licht, schau dich nach dem anderen Geschlecht um, gehe deinen Vorlieben nach, suche Menschen die zu die passen.

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Hallo kleiner Mensch. Morgen früh nach dem aufstehen gehst du als erstes ins Bad und schaust in den Spiegel. Du wirst dann beide Zeigefinger nehmen und deine äußeren Mundwinkel nach oben ziehen und es kurz auf dich wirken lassen. Das machst du dann jeden Tag. Nächste Woche lernst du dann Sarah kennen... P. S. tu's einfach 

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Kommentar von Ichmagdichsarah
19.11.2015, 20:08

Und dann bin ich fertig? Das ist der Plan fürs Leben?

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Irgendwann wirst du so oder so sterben.. Dann kannst du auch noch das beste daraus machen. Gib einfach dein Bestes. Mehr musst du nicht machen. Mehr kannst du nicht machen, und dafür musst du dich dann auch nicht selbst fertig machen.

Du bist ganz eindeutig auf der Suche nach etwas.. frag dich wer du bist, meditiere, und suche weiter.. Dadrin hast du dann doch schon eine art Sinn. Du suchst, und glaubst nicht wie die ganzen anderen Idioten schon eine Antwort gefunden zu haben. Die hinterfragen nicht. Hinterfragen ist schwieriger als einfach irgendwie dem was die Gesellschaft sagt, nachzurennen. Aber ich glaube die "Belohnung", oder das was du am Ende entdeckst, oder halt nichts entdeckst  wird dafür am Ende auch größer sein. Solange du nur nicht aufgibst bzw. dich selbst aufgibst. Wenn du dich umbringst, gibst du nicht dich selbst auf. 

Und, ja es gibst Spezialisten, die dir helfen können. Lehrer. Spirituelle Meister/Lehrer... Wenn du das wirklich brauchst, und willst, wirst du auch irgendwann so jemandem begegnen. 


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Kommentar von Ichmagdichsarah
19.11.2015, 20:11

Etwas zu suchen kann Spaß machen. Und doch muss ich wissen, was ich eigentlich suche. Woher weiß ich, welcher Meister mein Meister ist? Wenn die Belohnung groß ist, suche ich sie. Aber was wenn es keine gibt? Achja. Ich sterbe ja sowieso irgendwann.

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Ich muss dir ganz ehrlich sagen, dass ich deine Einstellung irgendwie verstehen kann. "Warum stehe ich jeden Morgen auf" diese Frage stelle ich mir auch öfter. Warum mache ich das alles? Wenn ich versuche eine Antwort zu finden, fällt mir nichts ein. Also denke ich mir immer, irgendwann wird es besser. Positiv denken!

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Kommentar von Ichmagdichsarah
19.11.2015, 20:21

"Irgendwann wird es besser" So denken die meisten tatsächlich ihr ganzes Leben, bis hin zum Tod.

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Ich hätte zwei Bücher für dich...

1.: "Nichts (was im Leben wichtig ist)" den Namen des Autors habe ich leider vergessen.
Ein Buch über die Sinnlosigkeit allen Seins.

2.: "norway.today" von Igor Bauersima.
Zwei Jugendliche verabreden sich über das Internet um gemeinsam Selbstmord zu begehen. Der Junge erinnert mich an dich...

Dazu, dass alle anderen die Tatsache der Bedeutungslosigkeit nicht wahrnehmen... sie ignorieren es. Denn, gib es zu, es ist ein beängstigender Gedanke, dass das ganze Leben, die gesamte Existenz keinen Sinn hat... Die Leute wissen es, es ist wie ein Splitter im Kopf, aber es zu ignorieren ist das Leichteste.

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Kommentar von Ichmagdichsarah
19.11.2015, 22:23

Das erste wollte ich schon vor langer Zeit lesen, wird jetzt wohl Zeit, es zu tun :)

Ignorieren ist das leichtste.. Mir fällt es schwer.

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Kommentar von darkjuly
19.11.2015, 22:28

Ja, dir fällt es schwer. Weil Menschen wie du und ich anders sind als die Masse... Die haben alle zu viel Angst und aus Selbstschutz versuchen sie, es zu vegessen. Die leben in einer Illusion, was eindeutig einfacher ist, als ständig die Gewissheit zu haben dass alles sinnlos ist.

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Kommentar von darkjuly
20.11.2015, 14:48

Ja. norway.today solltest du auch lesen. Es ist zwar szenisch geschrieben, also als Theaterstück, aber August (die beiden Jugendlichen heißen Julie und August) erinnert mich wirklich an dich :)

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Du hasst nicht , du liebst. Sprich Sarah mal an. Sag einfach mal " Hallo Sarah!" Gott guckt zu.

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Kommentar von Ichmagdichsarah
19.11.2015, 19:57

Hallo, Sarah. Kann ich machen. Aber was wird sie sagen?

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Du bist voller Weltschmerz !Die politische Situation macht dir Sorgen ,du fragst dich, was wird morgen sein ? Lohnt sich das Leben überhaupt ?

Der Tod scheint ein leichter Ausweg zu sein .Ein Freund .Und du denkst darüber nach einfach im Bett zu bleiben und die Decke über den Kopf zu ziehen .Du hast viele Fragen ,und erhoffst dir Antworten ...

In deinem Alter ist das nicht unüblich ,du bist in der Pubertät ,die Gefühl fahren gerade Achterbahn ,die Erwachsenen sind schwierig geworden ....du findest dich auf dem Ozean des Lebens und es wird dir bewusst das du im Grunde alleine bist .......Das ist der Punkt wo die Kindheit uns entgleitet im Neben der Vergangenheit ...und es ist nicht klar was vor einem liegt .Du alleine im Boot deines Lebens auf dem  Ozean . Kein Ufer weit und breit in Sicht .

Auch ich kann mich noch gut an den Punkt in meinem Leben erinnern als ich 15 war .Das ist kein Zuckerschlecken .....und dazu bist du auch noch unglücklich verliebt ..

Und ganz ehrlich, obwohl ich schon über 50 Jahre alt bin,denke ich momentan denke ich  gerade ab und zu ,auch mal so wie du .

Lohnt sich das alles ...? wofür tun wir das alles ..? Und Angesichts der Welt und all dem Entsetzen überkommt einen  die Machtlosigkeit .Aber dann sagte mir meine eigene Erfahrung des Lebens ,die ich hinter mir habe , dass das Leben uns täglich ein Stück weiter vorwärts trägt ,auch wenn es oft träge dahin geht und schwere Tage gibt , treten wir doch nicht auf der Stelle. .

Wir sammeln Erfahrungen Gut und schlechte  und durch diese Erfahrungen finden  wir Antworten.Wir erkennen das Leben ist eine grosse und stetige Herausforderung.

Es gibt viele Existenzielle Fragen im Leben der Menschen , die uns überfallen ,mit dem erreichen des Alters in dem die Vernunft in uns reift .

Diese Fragen ,springen uns  an wie wilde  Tiere und versetzen uns oft  in Schrecken .Wir meinen wir müssen sofort die Antworten geben ,da wir es sonst nicht aushalten .

Mit der Zeit lernen wir dann ,dass dem nicht so ist ,wir lernen auch das wir als Menschen zwar sehr viele Gefühle haben ,die uns umtreiben ,aber diese Gefühle machen uns am Ende doch nicht aus .Wir Menschen sind so viel mehr als unseres Gefühle. Wir sind Geist und Vernunft und wir haben alles mitbekommen um Trotz den schwierigen Zeiten die Hoffnung bewahren zu können ...oder sie wiederfinden zu können .

Und wir lernen auch das diese Gefühle kommen und gehen ..und dass wir sie deshalb gerad  nicht zum Masstab unseres Leben machen sollen .Auch nicht für Gelingen oder nicht gelingen .

Es scheint sogar so das am Ende die Summe der schwierigen Zeiten eine grössere Ausbeute an Reife ausmachen :Es wächst dann die  Resilienz ,die Stärke in uns.

Die Grösste Herausforderung für euch Jungen Leute ist es  die Menschlichkeit zu bewahren .

Die Fähigkeit zu lieben,ist  das was uns  Menschen zu Menschen macht .

Es ist auch eure Aufgabe und Herausforderung  von der Gesellschaft einzufordern, dass ihr selbst über eure Gefühle Herr seid .Und das ihr euch nicht einreden lässt, ihr wäret machtlos und ohnmächtig .

Was die Welt gerade dringend braucht sind Menschen mit tiefgründigen Gedanken und Fragen ..so gesehen bist du hier und jetzt doch gerade am Richtigen Ort !

  • Und was das Mädchen betrifft ,so fasse dir mal ein Herz und sags mit einem Brief ...mehr als einen Korb kannst du kaum bekommen .Und so was ist auch eine Erfahrung ,zwar keine angenehme aber eine durch und durch menschliche .

Sei gesegnet und ich wünsche dir einen guten Weg.

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Kommentar von Ichmagdichsarah
19.11.2015, 21:35

Erfahrung ist wohl das wichtigste. Nie ist man Erfahren genug. Immer gibt es mehr zu wissen, und das ist auch gut so, denn sonst gäbe es ja keine höheren Ziele im Leben.

Hoffentlich bringt mir die Erfahrung am Ende etwas. Egal. Was auch immer. Ich weiß, dass ich morgen früh aufstehen werde. Wahrscheinlich auch deswegen, weil meine Mutter mich sonst aus dem Bett schmeißen würde. Aber solange ich sie glücklich machen kann. ist etwas wichtiges schon getan. :)

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wenn ich mir deinen ersten Absatz durchlesen, frage ich mich, wann hilfst du eigentlich Mutti im Haushalt ??

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Kommentar von Ruehrstab
19.11.2015, 21:59

Meines Erachtens die Top-Antwort. (Steht sie deswegen ganz unten?) Und zwar top in jeder Hinsicht. Gegen Weltschmerz hilft jemand, der einen aufrüttelt und an die eigene Nase fassen lässt. Gegen Lebensmüdigkeit hilft ... Abwaschen und Rasenmähen. Und für das Leben schlechthin ... ist es nicht das Schlechteste, sich mal um die Probleme anderer Leute zu scheren.

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Bei diesem Problem kann dir keiner helfen. Du musst wissen, was für dich am besten ist. Jedoch kann ich sagen - Selbstmord ist keine Lösung, wenn du dadurch andere um dich herum "innerlich" verletzt !!!

Ansonsten solltest du dir Hilfe bei Spezialisten suchen!

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Kommentar von Ichmagdichsarah
19.11.2015, 19:57

Welcher Spezialist kann diese Probleme bewältigen?

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Toll geschriebener text.. solltest einen blog oder so anfangen... nutz dein schreibtalent;)

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Kommentar von DeeeoNK
19.11.2015, 20:03

Meine Meinung.

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Kommentar von Ichmagdichsarah
19.11.2015, 20:12

Hatte ich mir schon überlegt. Aber würd den Jemand lesen? Und wer würde ihn lesen? Leute, die sich dann 2 Minuten dafür interessieren?

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Kommentar von Loveschocolate
19.11.2015, 21:34

Ich würde das auch lesen. die Art, wie du das geschrieben hast ist finde ich total ansprechend zu lesen :)

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Du kannst gerne jeden Tag am morgen zuhause bleiben, aber denk mal daran wie deine Zukunft aussehen würde.

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Kommentar von Ichmagdichsarah
19.11.2015, 19:54

Die Zukunft. Darüber mache ich mir schon lange keine Sorgen mehr.

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