Frage von LucaKnaack, 41

Wieso startet Ubuntu nicht richtig?

Guten Tag, neulich wollte ich meinen Ubuntu PC herunterfahren, allerdings hat er auf den Befehl nicht reagiert, und als idiotischer ehemaliger Windowsnutzer habe ich natürlich 5 sec lang den Powerbutton gedrückt. LAnge Rede kurzer sinn, ich habe den PC abstürzen lassen, damit er aus geht. Nun wollte ich seit dem heute das erste mal den PC hochfahren, aber während er am Anfang die "files" und "blocks" zählt, bleibt er einfach "stecken". Genau sieht es dann so aus. /dev/sda1: clean, 415639/60792832 files, 14381739/243160320 blocks Das bleibt dann so auch für jetzt schon ne stunde, und die ZAhlen haben sich auch nicht geändert. Über Strg+Alt+F1 bin ich dann in den "TErminalModus" habe mich dort angemeldet, und bemerkt, dass ich auf meine Dateien noch zugreifen kann bzw. sie sind noch auf der Festplatte. Da ich so erstmal aber nicht wusste was ich machen kann, und ich mittlerweile verstanden habe das der 5 sec Powerbutton halten Trick bei Ubuntu nicht so witzig ist, habe ich über reboot den PC neu starten lassen. Dann sehe ich auch kurz das erste mal einen Farbigen Hintergrund mit dem Ubuntu Logo und den 5 Punkten die den Ladezustand anzeigen. NAch kurzer Zeit ist der PC dann runter gefahren, und dann wieder hoch. nun sind die Zahlen jedoch verändert. Und zwar auf 415638/60792832 files und 15476911/243160320 blocks. Also um eine Datein (files) weniger, und um mehr als 1 mio blöcke mehr. Was bedeutet das, und wieso wird das mehr wenn man den Rechner erneut startet? Gibt es eine möglichkeit an meine Dateien zu kommen? Danke für jede Hilfe, für jeden Link und für jede Erklärunng.

Antwort
von LeonardM, 31

Ich vermute das nen leichter schaden an der mft vorliegt und der versucht wird zu beheben in dem einfach alles neu eingelesen wird. Könnte zumindest mal die erklärung sein warum nach 1h "hängen im leerlauf" mehr blöcke wieder gefunden wurden. Interessant das es nicht die wichtigen daten erwischt hat. Glück gehabt! Ich würde das einfach mal wenns nicht eilig ist etwas durchlaufen lassen. Hat sich ja scheinbar sogar gebessert weil du es laufen lassen hast (bootscreen in gui form kam ja wieder, wenn auch nur kurz. Wenn der wieder kommt drück mal die ESC taste dann solltest du sehen ab welchen punkt dann wieder gestoppt wird)

Kommentar von LucaKnaack ,

Danke für die Antwort! Habe jetzt gerade nochmal gerebootet, und jetzt sind etwa 20000000 Blöcke da. Allerdings kommt dieses mal auch eine Displayausgabe, dass das System im Low Graphi mode läuft. NAch dem OK, kommen vier Wahlmöglichkeiten:

1. Try running with default graphical mode

2. Reconfigure graphics

3. Troubleshoot the error

4.exit to console login

Was sollte ich da jetzt machen?

Kommentar von LeonardM ,

das ist nicht gut. wenn du glück hast nur nen softwarefehler. versuch option 1

Kommentar von Linuxhase ,

@LeonardM

Ich vermute das nen leichter schaden an der mft vorliegt

Aber doch nicht auf einem Ubuntu System.

Dieser MFT ist lediglich beim ntfs-Dateisystem vorhanden, was aber von keiner Distribution benutzt wird.

Linuxhase

Kommentar von LeonardM ,

okay villeicht irre ich mich ja tatsächlich :D

Expertenantwort
von guenterhalt, Community-Experte für Linux, 14

in solchen Fällen ist es sinnvoll eine Live-CD zu haben.
Damit kannst du deinen PC hochfahren, ohne die Festplatte(n) und Partitionen benutzen zu müssen.
Mit dem Live-System kannst du:

1. die einzelnen Partitionen mit fsck testen und u.U. reparieren

2. die einzelnen Partitionen mounten und die Daten z.B. auf USB-Stick retten

3. auf den Partitionen aufräumen.

Da die Ubuntu-Macher sehr schlau sind , haben sie den Superuser ( root ) erschlagen und administrieren über sudo.
Das setz aber voraus, dass ein Benutzer vorhanden sein muss und der hat sein Home u.U. auf einer Home-Partition.
Wenn die voll ist, dann können solche Zustände wie du beschrieben hast entstehen.
Bei einer Distribution, die den Unsinn mit root nicht mitmachen, kann man sich als root ( der sein Home direkt unter der Wurzel hat) auf einer Konsole anmelden und solche Aufgaben erledigen.

Die bleibt da nur (mir fällt nichts besseres ein) die Live-CD oder der Stick.

Hier einige Befehle, um dann etwas zu analysieren:

cat /proc/partitions

fsck -t auto /dev /sdXY  ( mit XY a1 , a2, ... b1, b2 ... c1, c2 ... ; siehe cat .. )

mount /dev/sdXY  /mnt  ( einbinden )

mount  ; anzeigen der Parameter , z.B. (rw,relatime,data=ordered)

df /mnt  ( Anzeige, ob voll )

Die Log-files zeigen u.U. auch Fehler an.

Expertenantwort
von Linuxhase, Community-Experte für PC, 14

Hallo

als idiotischer ehemaliger Windowsnutzer habe ich natürlich 5 sec lang den Powerbutton gedrückt

Das hat sich auf meinem System bislang (Toi Toi) auch nicht negativ ausgewirkt.

 /dev/sda1: clean, 415639/60792832 files, 14381739/243160320 blocks

Das so ein "vom Strom trennen" dem Dateisystem schaden kann , ist klar, deswegen wird es ja, je nach Eintrag in der /etcfstab , auch überprüft. Das kann man abschalten wenn man die Ziffern ganz rechts auf 0 0 setzt.

Gibt es eine möglichkeit an meine Dateien zu kommen?

Am besten mit einer Live-Linux-Version. Damit die Dateisysteme, mit den zu rettenden Daten, einhängen und kopieren was man retten möchte.

Linuxhase

Antwort
von ZeroclawX, 22

https://wiki.ubuntuusers.de/Notfall/

Sollte Ihnen eigentlich helfen! Ich wünsche Ihnen viel Glück.

Expertenantwort
von LemyDanger57, Community-Experte für Linux, PC, Ubuntu, 2

Versuche mal, in den Recovry Mode zu booten, hier eine Anleitung: https://wiki.ubuntuusers.de/Recovery-Modus/

Antwort
von Kerridis, 4

Boote in den recovery mode und schau mal, was dir da angeboten wird. Im Grunde sollte es reichen, fsck mal manuell durchlaufen zu lassen im single user mode/recovery mode.

Wenn mal wieder hängst, Magic Sysrq Key verwenden: Alt-Sysrq (Alt-Druck) + ESUIRB

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