dmxezz am 02.10.2008 um 21:43 Uhr
Ich wohne in der Schweiz. und ihr hört bestimmt den Unterschied wenn ein Schweizer "hochdeutsch" redet und wenn ein Deutscher redet.
Wir sagen : DeR FeRnseheR
und deutsche sagen : Dea feahnseha
was ist jetzt richtig ? wieso ist das R so anders bei den deutschen?

Bayern tun es. Aber die fragtest ja nach Deutschen. ;)

Von Süden nach Norden gibt es verschiedene Rs, vom Zungen-R über das Kehl-R bis zum A.
"Richtig" gibt es m.E. in diesem Zusammenhang nicht.

Das "r" ist auch in Deutschland von Region zu Region verschieden. Je nach Dialekt halt.
Meisttollerant am 2. Oktober 2008 21:48 Höhr mal nen Lausitzer!
frijola am 8. Oktober 2008 11:07 Die sind glaub ich stark vom US-Fernsehen geprägt, die Lausitzer, oder? Kennst Du auch die Dillenburger und Herborner? Da klingt's ähnlich!
abibremer am 25. Oktober 2008 18:38 die leute aus der wetterau sprechen sie so aus, als seien sie alle "Elvisse", also mit dem amerikanisch gerollten R

Weil wir so wesentlich effektiver und schneller sprechen als ihr. Bis ihr gesagt habt: Schalte* doch mal den Fernseher ein, haben wir schon die Championsleague und den Gutenabendkrimi geguckt ... hehe
LG
Wieselchen
Meisttollerant am 2. Oktober 2008 21:51 Gehe ich mit !
Wieselchen1 am 2. Oktober 2008 21:54 ... wohin....???
LG
Wieselchen :)
asmakoeln am 2. Oktober 2008 21:54 "Wir schalten jetzt um zu Werner Vetterrrli" lol ( Ein uralter Ausspruch von Eduard Zimmermann´s Aktenzeichen XY ungelöst)
Wieselchen1 am 2. Oktober 2008 22:07 ... und der wurde bei uns immer gekürzt.... schnellweglauf.... hihi
abibremer am 25. Oktober 2008 18:41 ...und (verschnupft) zu konrad dönns nach Wien
Mich wundert das auch, weil normal die Schweizer im Sparen ja besser sind ;-) Aber im Ernst: das sind einfach Dialektunterschiede und es gibt da kaum ein richtig oder falsch. Wobei ich auch als Deutscher, wenn theatralisch auf dem Programm steht, das R bühnenreif rollen kann! :-)

Na dann fahre mal nach Hannover.
Das schönste "R" haben die Franken. die rollen so schön.
wuschel55 am 2. Oktober 2008 21:50 ...die haben dafür aber kein "k" sondern nur "g" - bei denen heißt das nämlich "FRanGen"!! Grmpf
und die haben auch kein t, sondern nur ein d ^^
neomatt am 2. Oktober 2008 21:58 Aber in der Schweiz kann man sogar damit zahlen - liegt bestimmt an dem "R".
neomatt am 2. Oktober 2008 22:03 Und wos gibds jeds do dron auszusedsn?

Wenn die Deutschen das "R" rollen würden,würde es sich anhören wie eine Ansprache zwischen 1933 und 45.Schonmal daran gedacht?

Hahaha - lustig. Anders herum wird ein Stiefel daraus: Das reinste, sauberste Hochdeutsch wird in der Region Hannover gesprochen, nicht in der Schweiz. Also sind es wohl die Schweizer, die keine Ahnung haben, wie das "R" korrekt ausgesprochen wird... (Die können ja auch kein "K" aussprechen ohne "Kch" draus zu machen...)
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Außerdem können die meisten Deutschen das "R" durchaus rollen - aber im Hochdeutschen wird das "R" bei sauberer Aussprache nicht gerollt. Das Rollen ist Dialekt (nicht nur süddeutscher Dialekt übrigens - auch im Plattdeutschen wird das "R" beispielsweise gerollt).
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Und: Im Hochdeutschen ist das "R" kein "A", sondern ein leicht rachiges "R", bei dem das Gaumenzäpfchen leicht vibriert (im Gegensatz zum südlichen/schweizerischen Roll-"R", das vorn mit vibrierender Zunge erzeugt wird). Das, was Du da als Lautsprache widergibst, ist westfälischer Dialekt. Dort sagt man wirklich "dea", "Pfead" usw.
Sehr gut erklärt!

Komisch... dasselbe habe ich mir manchmal über meine Bundesgenossen auch gedacht...
Denn in meiner Heimat wird noch rrrichtig gerrrollt. Und daran erkennt ja auch jeder den Franken. (Außer den weichen "Gonsonanden"...)
Und in der Alltagssprache werden ganz viele Menschen faul, und verschlucken nicht nur Buchstaben, sondern auch ganze Silben. Im Großen & Ganzen bin ich froh über das Dialektgemisch, das macht die Sprache bunt & farbig.

Warum sprechen die Franzosen kein h?
Meisttollerant am 2. Oktober 2008 21:52 Na ganz einfach: Sie sind keine Deutschen.
Shira am 2. Oktober 2008 21:54 Sind die Schweizer Deutsche? :-)
abibremer am 25. Oktober 2008 18:45 das tun die russen auch nicht, da wird aus den Henry" ein "Genry"- kein witz!

Nun ja: Wenn Schweizer etwas machen, dann machen sie es auch richtig. ;-)
Die Aussprache ist aber auch innerhalb Deutschlands sehr unterschiedlich. Korrekt ist natürlich das mitgesprochene, wenngleich nicht überbetonte "R". (Übrigens haben die Bayern auch ein sehr schönes "R")
abibremer am 25. Oktober 2008 18:43 besonders die frrranggen

Ihr wachst eben mit dem gerollten R auf - wir nicht - bzw. nicht alle! Mir würde die Zunge abbrechen, wollte ich das jetzt noch lernen!!

Das ist geographisch bedingt: Die Schweizer können es noch sprechen, die Deutschen weniger, die Chinesen gar nicht mehr.
vollimleben am 2. Oktober 2008 21:50 Das ist ein Klischee meine Tochter lebt in Shanghai,die Chinesen können serwohl das R sprechen!
Smash am 2. Oktober 2008 21:51 Na siehste, die öffnen sich langsam nach Westen hin.

Na und russisch erst, da kommt auch ein Schweizer mit seinem "mickrigen R" nicht mit!

Hier im Siegerland wird das R auch gerollt"Mit einfachen übungen zu lernen:Rudi roller rollt den Roller!

Richtig ist in diesem Fall die schweizerische Aussprache. (Wobei ich mich aber gleich - ohne böse klingen zu wollen - an Mittermeiers Sketch mit den 5 cm dicken Stimmbändern erinnere.)

Das ist ganz unterschiedlich welchen Deutschen Du triffst und welchen Dialekt er spricht. Sachsen sprechen zum Beispiel überhaupt keine harten Laute wie T, K oder Z. Das weglassen von Buchstaben ist auch sehr weit verbreitet.
schon mal nen chinesen deutsch sprechen gehört? das ist alles ne frage der übung

zum großen teil wurd das wohl die schludrigkeit sein, mit der generell gesprochen wird beispiel: hier auf GF stellt jemand die frage: was haltet ihr davon, wenn es in deutschland einen könig gäbe? er schreibt und spricht vermutlich aber: wenn es "EIN" könig... er läßt also das "en" am ende von einen einfach weg. neuerdings tun das sogar schon nachrichtensprecher des deutschen bezahlfernsehens. wenn die schon so vor sich hin nuscheln, was können wir dann noch von unseren mitbürgern erwarten?
Sylboy am 25. Oktober 2008 19:48 Es müßte, unter Beachtung der Sprachökonomie korrekt gesprochen, 'n oder 'nen König heißen. Selbst ein'n wäre akzeptabel. Geschrieben darf nur die korrekte Form des Akkusativ akzeptiert werden. - Übrigens würde ich eine oben derart pauschalisierte Vermutung nicht so absolut hinstellen. Ich glaube, daß es im deutschen Sprachraum nicht wenige sprachlich gebildete Menschen gibt, für die das eine Unterstellung ist. Man sollte nicht immer so schlecht von den Menschen denken...

Die Deutschen sprechen das r korrekt aus, denn es ist nirgends vorgeschrieben, daß man es (so wie in der russischen Sprache) rollen muß. Ich bezweifle, daß Schweizer hochdeutsch sprechen. Sie haben einen eigenen Dialekt.
abibremer am 25. Oktober 2008 18:48 schwweizerdeutsch ist schon kein dialekt mehr, sonderrn eine eigene sprache
Sylboy am 25. Oktober 2008 19:40 Und worin unterscheidet sich diese eigene Sprache vom Deutschen? - Gleichermaßen stellt sich die Frage, wieso die Schweiz dann in die Diskussion zur Rechtschreibreform der deutschen Sprache einbezogen war.