Versteh ich einfach nicht, es kommt dcoh meiner Meinung nach mehr auf die Persönlichkeitund pädagogische Fähigkeiten an (wie auch bei Grundschullehrern!!). Und die sind eh schwer "erlernbar".

Habe ich zwar noch nicht gehört, aber immer mal was Neues. Derzeit ist ja die Ausbildung scheinbar noch nicht lange genug. (5 Jahre?) Das Gehalt ist denn ja leider auch dementsprechend tz. LG Lotusblume
Die akademische Ausbildung wurde vor einiger Zeit durch die Medien / vereinzelte Politiker ins Gespräch gebracht. Ein Vorteil wäre das Erzieher leichter im Ausland arbeiten könnten. Mittlerweile hat sich die Situation verändert: Die Erzieherausbildung wir wohl nicht akademisiert werden, jedoch gibt es jetzt Studiengänge (zumindest in Bayern) speziell für Erzieher. Einer ist "Elementarpädagogik", den gibt es in München seit einem Semester. Erzieher erhalten hier sogar ihre Ausbildung angerechnet und können so Semester sparen. Die Erzieherausbildung an sich dauert fünf Jahre, die laut Aussage eines mir bekannten Pädagogen, der sowohl die Ausbildung als auch ein Sozialpädagogikstudium hinter sich hat, weit aus fordernder als ein Studium ist.

Was spricht gegen eine akademische Ausbildung?
Die Erzieherausbildung wäre keine Berufsausbildung mehr, die mit einem mittleren Schulabschluss absolvierbar wäre. Alle Schüler mit mittlerem Schulabschluss müssten also entweder überqualifiziert in eine Kinderpflegeausbildung gehen oder erst ein Fachabitur/Abitur machen.

erzieherin, lehrer/in, kindergärtner ist einer der, wenn nicht der fordernste beruf überhaupt. die verantwortung und der umfang der erforderlichen fähigkeiten ist immens, der soziale status bescheiden. in anderen ländern sind kindergärtnerinnen, den fakten entsprechend, sehr hoch angesehen, und entsprechend intensiv ausgebildet. wenn der kindergarten und schule das elternhaus ersetzen müssen, braucht es gut ausgebildete, tatkräftige und motivierte menschen, die mit kopf UND herz arbeiten.
shagdalbran am 14. August 2007 22:47 kanzu mal die frage beantworten?
Shag d'Albran
Yu Ly am 14. August 2007 22:57 zusammenfassung: aufgabe schwer und vielschichtig = gute, intensive ausbildung erforderlich
shagdalbran am 14. August 2007 23:12 Nichtlockerlass:
"akademische Ausbildung" war gefragt, nicht "gute, intensive ausbildung".
Shag d'Albran
Shag d'Albran
Yu Ly am 14. August 2007 23:43 die akademische ausbildung für grundschullehrer/innen wird immer praxisorientierter - wenn das bei akademischer ausbildung für kindergärtner/innen auch gälte, dann "gute, intensive ausbildung" = "akademische ausbildung"

Immer mehr Fordern,und weniger bezahlen, so sind unsere Volksvertreter die gehen ja, trotz schlechter ausbildung nach ca. 20 Jahren in Pension........ u. sind überversorgt.

Das ist in meinen Augen alles gesellschaftspolitischer Krampf und überzogene Anforderungen! Früher, also vor 60 jahren, hat eine Kindergartenschwester bis zu 60 Kinder betreut! Da war noch eine Helferin dabei, das war es dann auch. Heute muß das alles was kosten! Und eine akademische Ausbildung hatte die auch nicht. Und aus allen Kindern ist sogar etwas geworden!
Wieselchen am 15. August 2007 07:36 nun, dass früher alles viel besser war, der Himmel blauer und das Gras grüner, ist ja eine altbekannte Tatsache......
Wenig aufgeschlossen Neuem gegenüber? ;-)
Andreas Pueschel am 15. August 2007 19:20 Es war bestimmt nicht alles besser, es hat auch manchmal geregnet, aber ich finde die heutigen Anforderungen schlichtweg überzogen und das ist auch der Grund, warum die Kommunen das finanziell nicht mehr verkraften können und deshalb Kindergärten schließen oder verkleinern.
Wieselchen am 16. August 2007 10:14 Die Kindergärten schließen, weil zu viele aus dem Boden geschossen sind und z.Zt. kaum Kinder da sind, die in dem Kindergartenalter sind...
Habe jetzt aktuell einen Sohn, der in einem halben Jahr drei Jahre alt wird - er könnte sofort mit 3 Jahren anfangen, muss nicht erst bis zum Herbst anfangen..... Weil kaum Anmeldungen vorliegen. Beim Kinderturnen im Sportverein ist es ähnlich gelagert, da kann er jetzt schon hin, wenn wir wollen, obwohl er auch noch nicht trocken ist.

Au Mann, arbiete seit 1986 als Erzieher, im Gegensatz zu damals ( alleine mit vielen Kindern ) habe ich heute traumhafte Arbeitsbedingungen. Nie alleine, weniger Kinder. Die Folge: Habe mehr Zeit mich mit den einzelnen zu beschäftigen, und bekomme daher auch mit, wenn ein Kind Probleme hat und habe die zeit mich mit dem Kind zu beschäftigen. Ob das die Kindergärtnerin vor 60 Jahren überhaupt mitbekam bezweifle ich. Sie verwahrte die Kinder mehr oder weniger nur und beschäftigte sie, mehr konnte sie aber auch nicht wirklich leisten.

Ach ja die Frage, ob akademisch oder wie bisher Fachschule. Spielt eigentlich keine Rolle, solange die Ausbildung fundiert und zeitgemäss ist. Lediglich politische bzw. berufspolitische ( Stichwort Auslandstätigkeit ) Gründe sind hier zu berücksichtigen. Eine inhaltlich grosse Änderung erwarte ich nicht von einer Verlagerung der Ausbildung in die akademische Laufbahn. Als ich meine Ausbildung begann wurde ich nach dem ersten Jahr von einem Fachschüler zu einem Studierenden ( kein Student ). Die einzige inhaltliche Änderung bestand darin: Alte Ausbildungsordnung sah vor : Bestanden nicht bestanden! Neue Ausbildungsordnung: Wir wurden benotet von 1 - 6. ( 5 u nd 6 war nicht bestanden ). Und wir bekamen eine Studierendenausweiss, mit dem wir dann auch in der Mensa essen durften, oder verbilligten Eintritt ins Kino etc. bekamen. An der Ausbildung selbst änderte sich nichts, und denke das dies auch so bleibt, wenn es akademisch wird. Für mich der einzige Grund: Das Image soll aufpoliert werden.

Ich denke, dass es nicht viel Sinn machen wird, da die meisten Kindergärtner/Innen eben 1. wenig genug verdienen und 2. die Träger (oftmals Kirchen oder Private Initiativen) nicht bereit sein werden, studierte Fachkräfte einzustellen.
Immer eine Frage des Geldes, hmmm?
Wie du selber schon schreibst, sind im Bereich Kindererziehung sowieso eher die persönlichen Fähigkeiten gefragt. Allerdings muss ich auch uvuac recht geben, denn die Anforderungen an die Kindergärtner werden gerade im pädagogischen Bereich immer höher. Reichte früher der gesunde Menschenverstand und das Erlernen ein paar Spiele aus, um im Kindergarten eine Horde kleiner Kinder zu hüten, stehen die Erzieher heute oftmals Problemen gegenüber, denen selbst Menschen mit pädagogischer Ausbildung teilweise rat- und hilflos gegenüberstehen.
Kindsmissbrauch, Kindsmisshandlung, Vernachlässigung, Verwahrlosung, ADS, der Umgang mit den "Erfahrungen", die die Kinder mit den Medien machen, der Umgang mit fremden Kulturen und die Integration von Kindern, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, sind da nur grobe Stichworte, die mal aufzeigen sollen, was alles heutzutage von den Menschen gefordert wird, die unsere Zukunft betreuen.
Ob da dann wirklich eine akademische Ausbildung weiterhilft, wage ich zwar zu bezweifeln, weil die Probleme, die ich genannt habe, nicht vor Ort im Kindergarten gelöst werden können. Allerdings sollte man die Ausbildung dahingehend immer wieder anpassen und den Erziehern dadurch eine Chance geben, sich wieder mit dem erforderlichen Selbstbewusstsein ihrer Berufung zu widmen. Auch regelmässige Weiterbildungen wären von Vorteil, denn wenn ich manchmal mitbekomme, wie die älteren Betreuerinnen Dinge handhaben, schreit es mir regelrecht "alte Schemata" und "Überforderung" entgegen.......