Frage von WinFriederich, 30

Wieso soll ich eine Zahlung von über 140 € für Passstücke an Hörgeräten zahlen?

Mein HNO-Arzt hat mir neue Hörgeräte verschrieben. Diese habe ich beim Hörgeräte-Akustiker bekommen. Nach einer weiteren Untersuchung beim HG-Akustiker wurden für beide Ohren Passstücke angefertigt. Mir wurde nicht gesagt, dass dies eine private Zusatzleistung ist. Als gesetzlich Krankenversicherter habe ich mich für das zuzahlungsfreie Angebot entschieden. Ich erhielt eine "Empfangsbescheinigung für Sonderanfertigung auf Verordnung im Sinne des Medizinproduktgesetzes" auf der ich eindeutig angekreuzt habe "OHNE EIGENANTEIL". Als ich nach 14-tägigem Probe tragen mit der HNO-Bescheinigung zum HG-Akustiker kam, wurde ich dort gefragt, ob die Dame, die mich beraten hat, auch gesagt hat, dass ich eine Zuzahlung von 143 € für die Passstücke selbst zu leisten hätte. Das hat sie nicht. Ich wurde auch nicht informiert, ob es Alternativen zu diesen Passstücke gibt. Die Dinger wurden ohne Frage oder Information über etwaige Kosten angepasst und angefertigt. Und jetzt soll ich dafür zahlen?

Antwort
von LiselotteHerz, 19

Wenn Du angekreuzt hast "Ohne Eigenanteil" dann hat der Hörgeräteakustiker das zu berücksichtigen.

Aber frag vorher noch mal bei Deiner Krankenkasse nach, es kann sein, dass sich das auf das eigentliche Hörgerät bezieht und die Ohrstücke davon ausgenommen sind.

Aber nichts desto trotz hätte man Dich darüber informieren müssen.

Aber eins muss ich Dir sagen, Du bist noch gut weggekommen. Ich habe zwei Hörgeräte und habe jeweils einen Eigenanteil von 3.000,-- Euro zahlen müssen. Nur damit Du weißt, wie das auch aussehen kann. Ich wurde allerdings darüber ausführlich informiert, das muss ich hier anmerken. lg Lilo


Kommentar von WinFriederich ,

Bei der Krankenkasse habe ich bereits angerufen. Die interessiert das überhaupt nicht. Der Typ am Telefon meinte, das sei mein privates Problem.

Kommentar von LiselotteHerz ,

Beschweren, die Hauptgeschäftsstelle anrufen und mitteilen, wie man am Telefon abgeschmettert wird auf eine ganz einfache Frage hin. Die Kasse muss mitteilen, ob sie die Gesamtkosten übernehmen würden.

Antwort
von FeindbildMensch,

Ein bisschen spät, aber trotzdem:

1. Die Krankenkasse zahlt pauschal 33,50 pro Ohr für maßgefertigte Otoplastiken, in der Regel Ringform, bei den schlechteren Akustikern nur Schalenform. Soll es unauffälliger sein (Stöpsel etc. ggf. mit Aufpreis zu bezahlen vom Kunden)

2. hat der Akustiker auf eventuelle Zuzahlungen vor Abschluss hinzuweisen

3. kann der Akustiker in der Regel innerhalb von 3 Monaten besagte Otoplastiken beim Labor kostenfrei reklamieren (wie, sollte er selbst wissen)

4. Wäre zu prüfen, ob es trotz Aufpreis für die Otoplastiken bei einer Zuzahlungsfreien Versorgung bleibt, denn falls nicht, wirds ggf. durch spätere Reparaturen noch richtig teuer.

5. gehört ein Akustiker, der wegen 140 Euro Kunden verprellt mal ordentlich verdroschen (nur meine Meinung, nicht als Aufforderung zu verstehen;o))

Antwort
von teutonix1, 20

Nein. Zur Not geh zum Anwalt. Noch deutlicher kann man deinen Willen nicht kundtun. Wenn er das trotzdem macht, ist das sein Problem.

Kommentar von LiselotteHerz ,

Der Anwalt will auch Geld für seine Bemühungen, das ist gutes Geld schlechtem hinterher geworfen. Das würde ich nicht machen.

Kommentar von WinFriederich ,

Ähnlich hat ein Sachbearbeiter der Krankenkasse sich ausgedrückt. Er meinte ich solle mit dem HG-Akustiker erst noch einmal reden. Sollte das nichts bringen, ist das Einschalten eines Rechtsanwalts erforderlich. 

Antwort
von anti45, 17

sind das Hörgeräte mit Schläuchen ?

Kommentar von WinFriederich ,

Das sind zuzahlungsfreie Geräte, bei denen das Gerät jeweils mit einem Schlauch zum Passstück verbunden sind. Ob es andere Möglichkeiten gibt, als diese Passstücke, weiss ich noch nicht. Ich werde mich aber darüber weiter erkundigen.

Kommentar von anti45 ,

die Otoplastiken gehören doch dazu !

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