Frage von AltanaMaximus, 66

Wieso soll es das p Orbitalstationen im Chlor nur 1 elektron haben? *Ergänzung*?

Sind es nicht fünf ich meine
[Cl]=1s^2+2s^2+2p^5+3s^2+3p5(<------!!!!) oben erster Satz

Antwort
von ThomasJNewton, 12

Zunächst mal ist die Konfiguration 1s² 2s² 2p 3s² 3d⁵.

Ferner musst du dir die Form der p-Orbitale vor Augen führen.
Die sind nämlich hantelförmig.

Und die Hanteln können in Richtung der Cl-Cl-Verbindungsachse angeordnet sein, oder senkrecht dazu.

Wenn sie in Verbingungsrichtung angeordnet sind, "paaren" sich je eine Hantel des Orbitals eines Atoms.
Das ganze ist rotationssymmetrisch, die Bindung ist daher frei drehbar.
Nennt sich σ-Bindung, in Anlehnung an die kugeligen s-Orbitale.

Wenn sich zwei p-Orbitale kombinieren, deren Hanteln senkrecht zu Verbindungsachse stehen, ist auch die Bindung zweigeteilt.
Diese Bindung würde verdrillt und dann brechen, wenn die Bindung rotiert.
Nennt sich π-Bindung, in Anlehnung an p-Orbitale.

Klar, bei einem Cl-Molekül kann man nicht wirklich von einer Drehung sprechen, ein Cl-Atom ist ja kugelförmig.
Aber solche π-Bindung gibt es ja auch zwischen C-Atomen, wo unterschiedliche Anhänge dran sind, und da macht es siche schon bemerkbar, ob eine Bindung rotieren kann oder nicht.
Hast du schon mal was von Cis/Trans gehört?

Im Übrigen solltst du einfach mal nach Bildern suchen, die erklären das sicher besser.

Antwort
von user21011982, 33

Wie alle p-Orbitale ist auch das 3p-Orbital noch ein mal unterteilt in px, py und pz, die sich entlang der 3 Raumachsen erstrecken. 

Man kann 3p⁵ also noch mal aufdröseln zu  3px², 3py², 3pz¹. Die beiden einfach besetzen pz-Orbitale überlagern sich.

http://www.chemtube3d.com/images/porbitals.png

Kommentar von ThomasJNewton ,

Es ist nicht das p-Orbital unterteilt, sondern es gibt 3 p-Orbitale.

Kommentar von user21011982 ,

Stimmt.

Expertenantwort
von musicmaker201, Community-Experte für Chemie, 23

Zunächst mal passt deine Elektronenkonfiguration nicht. Die von einem Chloratom lautet 1s² 2s² 2p⁶ 3s² 3p⁵.

Wie du siehst besitzt Chlor 5 Elektronen in den p-Orbitalen der 3. Schale. Wenn du diese 5 Elektronen auf die drei p-Orbitale nach den geltenden Regeln verteilst, hast du 2 voll besetzte p-Orbitale (jeweils 2 Elektronen) und ein halb besetztes p-Orbital, was also nur ein Elektron enthält.

Aus zwei Chloratomen kann somit über diese halb besetzten p-Orbitale eine sigma-Bindung ausgebildet werden. 

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