Frage von Duschvorhange, 72

Wieso soll Cannabis nicht legalisiert werden?

Steht ja eigentlich schon im Titel, aber gibt es Gründe, die nicht lauten Drogen sind scheiße und bringen uns alle um, warum Cannabis nicht vollkommen legalisiert werden sollte? :D Bis jetzt ist es ja nicht strafbar Cannabis zu konsumieren sonder nur Es zu besitzen. Ich finde das ist schon ein ziemlicher Widerspruch

Antwort
von Joergi666, 33

Vorweg, ich bin für die Legalisierung. Dennoch ist Cannabis keineswegs harmlos, insbesondere die psychosozialen Folgen können schon gravierend sein und entsprechend bewirken, dass ein hoher Konsum zum kompletten Absturz führt. Dennoch gibt es auf der Gegenseite erheblich mehr Argumente für eine Legalisierung.

Kommentar von Busverpasser ,

Hmm und was ist dann mit Alkohol? Letztendlich ist es doch so: Manche Menschen sind durch Gegebenheiten ihrer Psyche einfach Suchtgefährdet. Wovon sie Abhängig werden, hängt dann davon ab, was verfügbar ist. Alkohol, Sex, Arbeit oder illegale Drogen.

Ich denke jedoch, dass die Sucht von Cannabis eine der  Harmlosen und am ehesten zu überwindenste ist. Ich kenne viele ehemalige Kiffer, die z.B. durch Famailiengründung einen neuen Lebensinhalt hatten und einfach aufhörten zu kiffen. Wie jemand der viel Computer spielt. Bei einer langenjährigen Alkoholsucht ist dies ohne professionelle Hilfe ausgeschlossen. Durch Alkohol können Entzugserscheinungen entstehen, die tödliche Intensität haben. Wenn Alkoholiker operiert werden, bekommen sie geringe Mengen reinen Alkohol, um die Operation überstehenzu können.

Nun ja...Hauptsache Desinformation was das Pöse Pöse Cannabis angeht. Deutschland ist leider dermaßen rückschrittlich was das angeht, das es schon peinlich ist...

Kommentar von Joergi666 ,

Ich bin ja wie gesagt ausdrücklich für die Legalisierung, die Diskussion um die Legalisierung muss aber fair stattfinden, dazu gehören auch die Diskussionen um Gefahren. Ich denke auch, dass von Alkohol größere Gefahren ausgehen, als Sozialarbeiter, davon langjährig beim Jugendamt, hab ich aber auch schon krasse Folgen von Cannabis gesehen.

Kommentar von TopRatgeberNR1 ,

eine droge nicht zu legalisieren weil sie schädlich ist ist genau die falsche richtung siehe alkoholverbot amerika. grade die sehr gefährlichen drogen müssen kontrolliert werden.

Antwort
von Tibbifreak, 11

An sich wird als Hauptargument eine generalpräventive Wirkung der Strafverfolgung angenommen. Also durch die Strafverfolgung erhofft man sich, dass einerseits weniger Menschen Cannabis kaufen bzw. konsumieren wollen, da die Strafverfolgung sie davon abschreckt. Andererseits soll das Angebot rediziert werden so das Cannabis nicht so gut verfügbar ist (strafrechtliche Sichtweise).

Allerdings legen Studien zu diesem Thema nahe, dass dies nicht wirklich Funktioniert. Vergleicht man Länder mit liberaler und strenger Gesetztgebung, so fällt auf das anscheinend die Strafverfolgung keinen Einfluss auf die Konsumabsicht hat, und dass sie es auch nicht ansatzweise schafft das Angebot so weit zu reduzieren das Cannabis schwerer verfügbar ist.

Man nimmt dann von konservativer Seite auch gerne an, das bei einer liberalisierung der Gestze mehr Menschen konsumierern und somit mehr Menschen gesundheitliche Probleme durch ein abhängiges Konsummuster entwickeln. Allerdings lässt sich auch dies nicht stichhaltig wisschaftlich nachweisen. Die Niederlande z. B. haben auch nicht mehr Probleme mit Cannabis und dessen gesundheitlichen Auswirkungen als Deutschland.

Des weiteren will man die Bürger v or Gesundheitsgefahren der Substanz schützen (wobei man gefährlichere Substanzen wie Alkohol, Tabak, Benzos usw. erlaubt). Cannabis kann sich bei einem dauerhaften Konsum gerade im Jugendalter negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und auf Lebenschancen haben (muss es aber nicht). Im Erwachsenenalter sind die Gesundheitsgefahren eher überschaubar (gesundheitliche Sichtweise).

Also an sich gibt es nicht viele wissenschaftliche Gründe an der Strafverfolgung festzuhalten. Deshalb fordern ja auch mehr als die hälfte der Strafrechtsprofessoren eine Überprüfung des Betäubungsmittelgestzes auf seine Wirksamkeit hinsichtlich Cannabis. Allerdings lehnt die CDU/CSU das natürlich ab, die wissen ja grob auch was dabei rauskommt. Hat wahrscheinlich eher mit Lobbyismus zu tun und mit merkwürdigen Vorstellungen von Moral und Ideologie bei den konservativen Kräften in der Politik.

Antwort
von Rendric, 38

Ich denke, dass die Politik nun auch fast so weit ist, es zu legalisieren. Die Diskussionen sind doch eigentlich durch, nun fehlt nur die endgültige Entscheidung und Umsetzung.

Kommentar von Joergi666 ,

Vor 20 Jahren hab ich das auch schon mal gedacht, es gibt da aber immer so politische Wellenbewegungen, wobei es aktuell wieder eher nach Legalisierung aussieht. Solange die CDU in Regierungsverantwortung ist, wird es aber in absehbarer Zeit keine Legalisierung geben.

Antwort
von WESTundHB, 22

Weil die Regierung versucht Tabak nach und nach zu verbieten , dabei wäre die Legalisierung von einer noch schlimmeren Kontraproduktiv.

Kommentar von Duschvorhange ,

Würde dir Regierung Tabak ernsthaft verbieten wollen, dürfte es keine Werbung von Zigaretten geben und einen strengeren Markt. Das heißt nicht überall erhältlich. Aber Staat verdient ja gut daran, was bei Cannabis nicht der Fall wäre 

Kommentar von WESTundHB ,

Nein das Hauptproblem ist die hohe Zahl der Konsumenten , die ein Tabakverbot nicht akzeptieren würden. Deswegen verhängt die Regierung unverschämt hohe Steuern und versucht mit eckigen Bildern , die Nichtraucher wahrscheinlich mehr stören , die Zahl der neuen Raucher zu senken.

Antwort
von Brigganos, 26

Die Politiker damals haben einen so großen Hass auf Cannabos gelegt und sogar Lügen erzählt zum Beispiel man fliegt direkt in die Hölle und stirbt was ja aber nicht stimmt.Dadurch ist es heute auch wenn man weiß dass durch Alkohol und Zigaretten VIEL MEHR Leute sterben,so extrem gehasst

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