Frage von Chillkroete1994, 533

Wieso sind so viele Menschen unzufrieden mit dem was sie haben?

Soo .. seid einer Zeit schwirrt mir die oben genannte Frage durch den Kopf ..

Erst richtig bewusst wurde es mir als wir in Religion mal Probleme aufzählen sollten die uns beschäftigen ( eigene Probleme sprich nicht Krieg Armut Hunger auf erden etc.)

Unser Lehrer ist wirklich nen klasse Kerl , daher war die Klasse relativ offen .. und wir hatten einige Punkte an der Tafel die einen so beschäftigen .

Bis ich irg wann an die Reihe kam und nichts nennen konnte. . ( nicht aus Scham oder sonstigen gründen ) mir viel wirklich nichts ein worüber ich mich beschweren könnte . Was eig nicht nur heute so war /ist .. sondern schon immer so war .

Zudem vertreibe ich mir des öfteren die Langeweile auf der Plattform hier uns lese oft von suizid Fragen (allgemein Fragen von Menschen denen es schlecht geht .. aus Gründen die ich eigentlich vollkommen belanglos finde ).

Sind die meisten heutzutage einfach zu verwöhnt .. oder warum suchen sehen so viele Menschen Dinge als schlecht oder Fehler in ihrem Leben an , obwohl es in meinen Augen eig garkeine sind ? Fehlt da einfach das Gefühl sich auch an den kleinen Dingen zu erfreuen ?

Oder stimmt einfach mit mir was nicht ?😅 Sehe ich der Zukunft und dem Alltag zu gelassen entgegen .?

Kurz zu mir ich mache eine Ausbildung .. bin weder reich noch arm . Nen Durchschnitts kerl halt . Ich habe wirklich zu 99% gute Laune und versuche diese auch anderen zu unterbreiten .. aus keinem bestimmten Grund . Selbst wenn ich nur stumpf im Garten hock und zu rum schaue , kann ich mich an Dingen erfreuen .. die glaube ich manche Garnicht beachten ? Oder als selbstverständlich genommen werden ..

Ich weiß es ist ein langer Text .. aber ich bin einfach neugierig wie andere so darüber denken.

Ich erhoffe mir auch garkeine Konkrete Antwort ..

Lg ✌

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von zippo1970, 250

Hallo! :-)

Nun...wenn du dir keine konkrete Antwort erhoffst, kann ich ja mal munter drauf los philosophieren...... ;-)

Ich denke Unzufriedenheit, hat auch was positives. Es kann Menschen antreiben. Motivieren. Ehrgeiz wecken. Unzufriedene Menschen, haben die Welt vermutlich mehr verändert, als zufriedene. Unzufrieden sein, heißt auch, sich nicht zufrieden zu geben, und etwas besser haben zu wollen. Man ändert nur Dinge, mit denen man unzufrieden ist. Wenn man so will, gäbe es ohne Unzufriedenheit, keinen Fortschritt. Andererseits Zufriedenheit mit dem eigenen Leben, heißt ja nicht unbedingt, dass man alle Missstände und Unzulänglichkeiten des Lebens akzeptiert.

Ich bin ein sehr zufriedener Mensch. Das war nicht immer so. Zufriedenheit ist eine Gabe, die man sich selbst zu Teil werden lassen kann. Ich habe das mit den Jahren gelernt. Du gehörst zu den Glücklichen, die das schon früher verinnerlicht haben.

Aber Menschen wie ich, lernen erst mit der Zeit, was wirklich wichtig ist im Leben, oder was Glück bedeutet. Liebe, Familie, Freundschaft, und vor allem Gesundheit. In dem Lächeln eines Kindes liegt mehr Glück, als in jedem Lottogewinn. Was nutzt es, wenn man nur noch arbeitet, um möglichst viel Geld zu verdienen, wenn du keine Zeit mehr hast, für die Menschen die man liebt?

Du hast völlig Recht. Das Glück liegt in den kleinen Dingen. Aber auf der Suche nach dem großen Glück, übersehen das viele Menschen. Vielleicht opfern sie auch ihre Zufriedenheit, auf dem Altar, aus übertriebenen Ansprüchen und Erwartungen.

Ich denke jeder Mensch erkennt irgendwann, was Zufriedenheit und Glück wirklich bedeuten. Aber es wird dann halt auch tragisch, wenn das erst auf dem "Sterbebett" passiert.

Ich denke man findet Zufriedenheit und Glück nur im wirklichen Leben. Nicht in seinen Träumen, von einem besseren oder anderem Leben. Zufriedenheit ist eine Einstellungssache, und keine Frage der persönlichen Lebensumstände.

So....das waren jetzt meine paar Gedanken, zu dem Thema....

LG :-)

Kommentar von violatedsoul ,

Ich denke man findet Zufriedenheit und Glück nur im wirklichen Leben.

Und warum zerbrechen dann so viele, gerade auch Jugendliche, aber auch Erwachsene am "wirklichen Leben"? Weil sie nicht stark genug sind? Nicht genug Biss haben, sich gegen Ellenbogenmentalität, zwischenmenschliche Kälte und herrschenden Egoismus/Narzissmus zu behaupten?

Die meisten Menschen wissen, wie Glück geht. Es zu haben, es empfinden zu können/zu dürfen, ist trotzdem was anderes.

Kommentar von zippo1970 ,

Hallo! :-)

Das sind nur ein paar Gedanken von mir, die bestenfalls, einen interessierten Leser, zum nachdenken anregen können. 

Das sollte jetzt nicht so interpretiert werden, dass ich der Meinung bin, dass jeder selber Schuld an seinem Unglück ist, oder das jedes Leiden, unter Missständen der Gesellschaft, eine reine Einstellungssache ist. Denn das ist es natürlich nicht.

Kommentar von violatedsoul ,

Du siehst alles anders und viel besser mit Augen, die geweint haben.

Wahrscheinlich sehe ich deshalb viele Dinge anders, weil ich schon zuviel geweint habe.

Ich bin immer töricht gewesen, an das Gute im Menschen zu glauben.

( Paul Gauguin)

So sieht´s aus.........

Kommentar von zippo1970 ,

Wie du in deiner Antwort schon geschrieben hast: "Das Leben ist kein Ponyhof"! Auch ich musste das schon erfahren. Und es gibt einfach Dinge im Leben, die kann man nicht ändern. Man muss lernen sie hinzunehmen und zu akzeptieren. Damit man nicht daran zerbricht.

  Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,

  und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Dietrich Bonhoeffer


Kommentar von violatedsoul ,

Ich werde mich nie mit gewissen Verhaltensweisen oder Charaktereigenschaften arrangieren können. Sie zu akzeptieren hieße, sie in gewisser Weise gutzuheißen. Und das tue ich definitiv nicht.

Kommentar von zippo1970 ,

Nun....du schaust wohl eher auf das "große Ganze". Ich bin da mittlerweile pragmatischer geworden. Die Menschen kann man nicht ändern. Das einzige was man ändern kann, ist man selbst, und seine eigenen Einstellungen und Betrachtungsweisen. 

Was nicht bedeutet, dass man sich mit Missständen abfindet und sie gut heißt. Es bedeutet das man nicht darunter leidet, und man es Einfluss nehmen lässt, auf sein persönliches Wohlbefinden.

Kommentar von violatedsoul ,

Richtig, man ändert sich selbst. Man zieht sich (wieder) zurück und vertraut keinem mehr.

Wenn die Missstände einen täglich umgeben, nehmen sie unweigerlich Einfluss. Man kann sie nur kurzzeitig ausblenden und dann geht es einem auch für diese Zeit gut oder zumindest besser. Geht bei mir beispielsweise übers Tanzen.

Aber jedes Lied endet auch mal.

Fakt ist, dass sich die Menschen vieles Materielle kaufen können. Viele macht das real auch wirklich zufrieden und glücklich. Aber wer ehrlich ist, der weiß, dass es nur ein wahres Glücksgefühl gibt: Wenn das Herz einen Parkplatz gefunden hat.

Ich denke, dass Menschen viel stärker und innerlich ruhiger sind, wenn sie wissen, dass sie geliebt werden. Dieses Gefühl lässt viele Wege viel leichter gehen. Wo die Liebe fehlt, fehlt etwas Essentielles. 

Kommentar von zippo1970 ,

Ich geb dir (fast) vollkommen Recht, und was du schreibst ist ein schönes Schlusswort.

Ich würde dir wünschen, dass du wieder lernst, Vertrauen zu fassen. Das dein Herz einen Parkplatz findet, und das an diesem Platz, die Musik, für dich niemals aufhört.

Alles Gute! :-)

Antwort
von Icekreme, 180

Hey Chillkroete1994, das ist die erste Frage die ich hier beantworte weil du finde ich einen sehr wichtigen Punkt aussprichst. Ich will dir hier die Frage aus verschiedenen Bereichen beantworten.

Soziologisch: 

Die Tunneltheorie.Stell dir vor du bist in einem ganz langen Tunnel im Stau. Die Straße ist 3 spurig. Alle ärgern sich logischerweise weil Sie im Stau stehen. Dann fängt es in einer Spur an wieder voran zu gehen. Man ist nicht neidisch, weil man denkt sich ja, OK wenn es dort vorangeht wird es bei mir auch bald vorangehen. Wenn dass aber nicht so ist wird das ganze zu Ärger. Warum fährt diese Spur weiter und meine nicht ? Man hat Ärger auf die anderen. Was aber das große Problem an der Sache ist, wenn man in der fahrenden Spur ist und nach dem Tunnel sieht wie der Stau sich noch Kilometer weit zieht ärgert man sich dass man noch ewig im Stau steht.

Nur sehr kurz zusammengefasst. Es geht quasi darum, dass man sich immer etwas anderes wünscht, hat man es erreicht, sieht man erst die Probleme dahinter. 

 Anthropologisch

Auch in anderen Kulturen gibt es etwas wie Neid. In Neu Guinea gibt es Dörfer die Handelsbeziehungen pflegen. Wenn Abgesandte aus dem anderen Dorf kommen wird das beste Essen aufgetischt, die schönsten Gewänder getragen, die tollsten Tänze getanzt. Das kennt man ja auch wenn man wo eingeladen ist oder in ein anderes Land fährt. Es erscheint viel toller als es ist, weil es vll. exotisch oder prunkvoll erscheint. Wobei uns unsere Vorstellung einen Streich spielt und wir über den generellen Alltag salop gesagt keine Ahnung haben.

Psychologie

Da gibt es derlei viele Ansätze. Von Minderwertigkeit (Begriff von Alfred Adler, hatte früher nicht so eine stigmatisierende Bedeutung) bis hin zu einfachen Neid (er hat was, ich will es!)Was du über Suizid schreibst kann ich leider nicht nachvollziehen, weil ich den Ursprungs Thread darüber nicht kenne. Es gibt viele Menschen mit physischen und psychischen Problemen. Psychische Probleme sind sehr gefährlich weil man einfach keine Symptome sieht. Bei manisch depressiven z.B. wechselt sich immer ein Hoch mit einem Tief ab. Wenn dass Tief da ist und alles geht den Bach runter und dann passiert auch noch so eine Belanglosigkeit wie du schreibst. Sozusagen als Tropfen der das Fass zum überlaufen gebracht hat, dann kann es dazu kommen. 

Aber natürlich ist das nicht immer der Fall. Aber natürlich kann es auch der Fall sein das jemand zu verwöhnt ist. Wir leben in einer Konsumgesellschaft in der uns täglich in der Werbung präsentiert wird, was unsere Haare brauchen, welche Cremes wir verwenden müssen und was wir für unsere Vollständigkeit für ein Auto fahren sollen. Dies alles verkauft eine nicht vorhandene Realität. Es soll einen Schein erwecken den wir glauben oder nicht glauben können. Viele fallen aber darauf herein. Übrigens: Nach einem Kauf ist man tatsächlich kurz glücklicher, aber wirklich nur kurz. Man gewöhnt sich viel zu schnell an das neue gekaufte Objekt und ist bald wieder genauso unglücklich oder glücklich wie davor.

So jetzt habe ich auch viel zu viel geschrieben, aber ein kurzes Resumé gibts noch:

Es gibt verschiedenste Erklärungsversuche und in jedem ist ein Quäntchen Wahrheit.  Was du aber hast, ist etwas dass sich jeder wünschen sollte. Zufriedenheit mit dem wie es jetzt ist. Das ist ein Geschenk dass du auf jeden Fall behalten solltest und wenn möglich an andere weitergeben. Wenn wir jetzt unzufrieden sind, warum sollten wir dann mit einem neuen Handy immer zufriedener sein? ;)

Ich hoffe meine Antwort kann dir mehr oder weniger weiterhelfen.Lg Icekreme

Antwort
von HelftMir123, 123

Du wirst auch keine konkrete Antwort erhalten können weil Menschen eben verschieden sind und unterschiedliche Ansprüche haben :)

Zu erst einmal ist es natürlich nichts schlechtes, wenn man sich an kleinen Dingen erfreuen kann und so im Alltag  "wunschlos glücklich" ist. Wieso nun manche Menschen (un)glücklich sind oder so viele (für dich belanglose) Probleme haben ist unterschiedlich von Mensch zu Mensch. 

  • manche haben eine schwere Vergangenheit hinter sich und ein Problem beschäftigt sie daher stärker als andere (negative Erfahrung) - oder aber sie sehen es genau deswegen nicht mehr als Problem an weil sie erkannt haben, dass es eigentlich keines ist bzw. kein wichtiges
  • psychische Probleme sind nicht immer erklärbar bzw. rational. Jemand der unter Depressionen leidet weiß vielleicht dass es ihm eigentlich gar nicht so schlecht geht, aber wenn er gerade ein Tief hat funktioniert eine rationale Logik eben nicht mehr und kleine Dinge erscheinen sehr schlimm/bedeutend. 
  • nicht jeder sieht die selben Probleme als belanglos an. Das hat nicht immer etwas mit Verwöhntheit zu tun sondern einfach auch mit Interesse und "Charakter".  Wenn nun eine bestimmte Mannschaft im Fußball haushoch verliert interessiert mich das nicht und beeinflusst meine Stimmung nicht. Ein Fan dieser Mannschaft wird vermutlich erst mal schlecht gelaunt sein. Jemand, der aus Spaß von einem Freund "Streber" genannt wird (z.B. nach einer sehr guten Klausur) lacht vielleicht und weiß dass es nicht erst gemeint ist. Aber jemand, der früher für gute Noten gemobbt wurde sieht das ganz anders, weil Erinnerungen hochkommen.  Welche Probleme nun deine Klassenkameraden angeschrieben haben und ob das wirklich alles Wohlstandswehwechen sind oder doch ernstere Ursprünge haben wissen wir nicht. 
  • wer weiß wie sehr diese Probleme dein Mitschüler bzw. die "Meckerer" überhaupt belasten? Vielleicht haben sie zwar ein paar Dinge genannt weil danach gefragt wurde, aber eigentlich sind sie auch so ziemlich zufrieden. Außerdem halten die Probleme sie ja nicht davon ab, sich trotzdem über Kleinigkeiten zu freuen ;)

Ob deine Zufriedenheit ein Problem darstellt hängt davon ab, wie du mit Problemen oder negativen Dingen umgehst. Erkennst du diese noch als solche und handelst du entsprechend oder ist dir einfach alles egal (weil die Sonne ja trotzdem so schön scheint)? Dann könnte es schwierig werden wenn sich ein Problem später doch als schlimmer darstellt als angenommen oder nur noch schwer lösbar wird weil du zu lange "weggesehen" hast. 

Zufriedenheit ist wichtig und man sollte die kleinen positiven Sachen wahrnehmen können. Aber das heißt halt nicht automatisch, dass es einem rundum super geht - manche haben halt trotzdem das ein oder andere Problem. Es wäre für dich vielleicht ganz gut, wenn du dich in diese Menschen hineinversetzen kannst und erkennen kannst, wieso etwas für sie ein Problem ist. 

Antwort
von Joergi666, 180

tatsächlich hab ich mir die Frage auch schon häufiger gestellt - ich nehme auch immer wahr, dass die meisten Leute in meinem Umfeld oder auch z.B. hier im Forum irgendwie eine unzufriedene Haltung an den Tag legen, selbst wenn es dafür vielleicht gar keine ausreichenden Gründe gibt. Ich ticke da auch eher wie du- wenn mir Leute von ihren Problemen erzählen und mich anschließend fragen wie es mir geht kann ich auch meistens nur sagen: super, alles gut, keine Probleme. Wahrscheinlich ist das schlichtweg irgendwie in der Persönlichkeit verankert.

Antwort
von kiniro, 74

Nur weil einer im materiellen Sinne alles hat, muss er noch lange nicht zufrieden oder gar glücklich sein.
Heute sind bei uns die meisten auf Erfolg und Leistung getrimmt. Oft von Kindesbeinen an, weil die Eltern ihre Kinder schon früh unter der Brücke sehen, wenn es nicht in der Schule klappt.

Die Unzufriedenheit rührt vielmehr daher, dass die zwischenmenschliche Chemie nicht stimmt. Bedingt durch Eltern und sonstigen Erwachsenen, die meinen, ihren Kindern schon frühestmöglich das Urvertrauen ab erziehen zu müssen.

So werden aus unbefriedigten Bedürfnissen die verschiedensten Formen von Süchten.
Zu denen ich weit mehr als die üblichen drei - Drogen, Alkohol und Tabletten - zähle.

Ebenso erleben Menschen im Laufe ihres Lebens mehr oder weniger Schicksalsschläge, die sie unglücklich machen.

Verwöhnt? Kommt wohl auf den Blickwinkel an.

Antwort
von iPrODiGeez, 17

Weil der Mensch stur ist und nicht ganz akzeptiertieren kann was er sieht hört oder fühlt. Viele Menschen überstürzen es auch da sie sich einfach denken 'was wäre wenn?' und dass einfach zu krass

Antwort
von violatedsoul, 142

Als Jugendliche hatte ich auch noch eine ganz andere Sicht auf die Dinge. Das Leben, was danach kam, gleicht aber nur noch einem großen Scheizzhaufen. Und die paar Dinge, über die ich mich freue, wiegen den Rest nicht auf.

Das Leben ist kein Ponyhof. Und was für dich unwichtig oder vielleicht auch lächerlich ist, ist es für andere nicht. Man kann da nie von sich ausgehen. In der Haut anderer stecken nur die anderen.

Was man hat, ist der eine Schuh, was man sich wünscht oder mal gewünscht hat, der andere. Persönlich kann ich sehr viele kleine Dinge wertschätzen, weil ich auch den Blick fürs Detail habe. Bestimmte Dinge fehlen trotzdem. Und das sind keine materiellen Dinge, sondern Dinge, die für Seele und Herz eine Rolle spielen. 

Kommentar von violatedsoul ,

Dümmliches Tatschen ändert auch nichts an den Tatsachen.

Antwort
von Sauperle, 17

Unzufrieden ist ein Mensch immer dann, wenn dieser es nicht schafft (aus welchem Grund auch immer) über seinen Neutralpunkt zu gelangen)

Das alles zu erklären wäre aber ein noch längerer Text und das alles zu verstehen würde nochmal viel länger dauern. Für die meisten Menschen wird das zu einem Lebenswerk.

Antwort
von safur, 76

Ich glaube das kommt darauf an in welcher Rolle man unterwegs ist :)

Wie glücklich du bist, was ist dir wichtig, worauf legst du Wert. Man kann auch mit wenigen Dingen glücklich sein, wenn man das Feedback bekommt. Ja es gibt auch andere Menschen die benötigen nicht die Hilfe von außen.

Menschen sind sehr verschieden. Auch die Motivation bzw. was sie benötigen um glücklich zu sein, ist sehr unterschiedlich.

Vielleicht sehen dich einige auch als oberflächlich, nicht tief genug :) andere schätzen gerade diese Eigenschaft.

Kannst du solche Menschen überhaupt verstehen? Nur mal so als Frage :-)
Wie würdest du sojemanden dein Gefühl der Freiheit vermitteln?

Ein interessantes Phänomen... manche können es nicht nachvollziehen warum sich jemand nen Kopf macht, obwohl man das oft in 2-3 sek lösen könnte usw :)
Menschen halt!

Antwort
von cleverino, 116

Der Mensch hat nie was er will, weil er nie will was er hat...

Viele Menschen neigen dazu, nach Perfektion zu streben. In einigen Dingen ist das auch gut so aber: wenn man sieht, dass z.B. der Nachbar ein besseres Auto, größeres Haus usw. hat, möchte man auch gerne etwas besseres haben. Weil man solche Dinge i.d.R. nicht von heute auf morgen erreichen kann, entsteht eine gewisse Unzufriedenheit und Neid...

Antwort
von DreiGegengifts, 83

Eine Pauschalisierung reiht sich an die andere. Aber keine wird dadurch  besser.

allgemein Fragen von Menschen denen es schlecht geht .. aus Gründen die ich eigentlich vollkommen belanglos finde

Dass du keinen Bezug zum Leid der anderen hast, zeigt eigentlich nur, dass dir da die Lebenserfahrung und die Empathie fehlt.

Fehlt da einfach das Gefühl sich auch an den kleinen Dingen zu erfreuen

Die äußeren banalen Umstände haben selten etwas direkt mit unserer Gefühlslage zu tun. An den äußeren Umständen entladen sich nur innere Konflikte.

An inneren Konflikten ist übrigens nichts schlecht. Wo viele Konflikte sind, da ist auch eine starke Auseinandersetzung und damit inneres Wachstum.

Antwort
von rotesand, 106

Viele sind mit ihrem Lebensstil unzufrieden, weil die Gesellschaft Perfektion vorgibt & ihnen versucht zu vermitteln, von allem immer mehr, alles immer besser, immer schneller und immer höher haben zu "müssen". Leicht beeinflussbare Menschen lassen sich davon vereinnahmen & orientieren sich an solchen eig. total sinnfreien Wertediktaten ---------> ergo sind sie total unzufrieden wenn sie realisieren, diese hohen Ansprüche nicht zu erreichen.

Im Grunde ist solcher Ärger daher mMn absolut hausgemacht. 

Eine etwas lockerere Einstellung zum Leben und zu sich selbst sowie eine geringere Beeinflussbarkeit helfen viel bzw. wirken Wunder :)

Antwort
von jessica268, 153

weil die meisten Menschen Wert auf die falschen Dinge legen. Sie brauchen ein großes Auto, größer als der Nachbar. Eine Frau, hübsch und alle sollen möglichst neidisch gucken.

Ich bin nur manchmal glücklich, aber meistens zufrieden. Erst heute habe ich mich mit einer Nachbarin unterhalten, daß ich nicht viel brauche. War schon als Kind so. Hat mir das Leben einfacher gemacht.

Aber Probleme habe ich immer gehabt. Geht aber wohl den meisten Menschen so.

Antwort
von optiofabricae, 51

Siehe: Karl Marx. Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Und: Karl Held. Psychologie des bürgerlichen Individuums.

Antwort
von Timh2512, 15

Hallo es ist einfach natürlich mehr haben zu wollen weil es mehr gibt. 

Antwort
von SiViHa72, 186

Das ist ein generelles Ding.

Die einen würden noch mit einer Million im Lotto maulen, wie nicht mehr?

Und die anderen freuen sich, wenn sie beim Bäcker gegenüber nen neues Gebäck zum Probieren geschenkt kriegen.

Oder: meine ehemaligen Kolleginnen hier waren immer nuir am Meckern, wie Sch* alles ist.. 2500€, 40 Stunden, keine Zeiterfassung, niemand kontrolliert einem nach,. alle vertrauen sich.. Und ich hab schon ganz anderes kennengelernt und weiss das,w as ich habe zu schätzen.

Usw. usf. Verstehst Du, wie ichs mein?

Der eine wird in der Wüste zu einer halbvollen Wasserflasche sagen: halbleer, ich verdurste! Und der andere: Wasser! Hurra!

Antwort
von gernehelfen1993, 67

Wir leben einfach im Überfluss und die Menschen checken es einfach nicht wie gut wir es tatsächlich haben, wollen von allem mehr/besseres. Gut das es noch Menschen wie dich gibt. Ich muss auch oft an sowas denken und wie undankbar wir deutschen doch sind. Traurig aber wahr. Ich danke Gott dafür das es mir so gut geht.

Warmes Bett, essen, Auto, Arbeitsstelle, Eltern, Geschwister, Freunde usw...

Sich an kleinen Dingen zu erfreuen muss man heutzutage echt "lernen" das tun die wenigsten. Danke für den Hinweis:)

Antwort
von newbie80, 72

guter Beitrag! Danke dafür. 

Mir fällt spontan ein Zitat von Dave Ramsey ein: 

“We buy things we don't need with money we don't have to impress people we don't like.”

Und ich meine das triffts auf den Kopf...

Kommentar von DonkeyDerby ,

Ach, da darf der Herr Ramsey ruhig nur für sich sprechen...

Ich darf ganz ehrlich von mir selbst sagen, dass ich keinen Wert darauf lege, Menschen zu imponieren, die ich nicht leiden kann. Und ja, ich kaufe mir auch Dinge, die ich nicht unbedingt brauche (man braucht im 21. Jahrhundert in Europa nicht zwingend zwei Esel), allerdings nur mit dem Geld, das ich auch habe.

Antwort
von archibaldesel, 99

Es liegt in der menschlichen Natur, mit dem Erreichten nicht zufrieden zu sein, sondern sich Gedanken zu machen, wie noch mehr erreicht werden kann. Das ist aber auch die Grundvoraussetzung für eine Weiterentwicklung der Gesellschaft. Wäre die Menschheit damit zufrieden gewesen, nicht mehr hinter den Busch, sondern in ein Plumsklo zu kacken, wäre die Zivilisation an der Stelle stehen geblieben. Stattdessen ging es immer weiter bis zum heutigen Niveau, und das wird noch nicht das Ende sein.

Kommentar von DonkeyDerby ,

Jedoch haben nicht die ewigen Jammerer die Gesellschaft vorangebracht, sondern die Optimisten, die hoffnungsfroh in die Zukunft sahen.

Man kann nach Verbesserung streben,  ohne mit dem, was man hat, explizit unzufrieden zu sein.

Beispiel: Ich habe erst sehr, sehr spät zur Musik gefunden und mache immer noch kleine Babyschritte. Aber ich freue mich sehr über meinen Fortschritt und bin mit dem, was ich erreicht habe, sehr zufrieden. Dennoch möchte ich gerne mit Freuden noch mehr erreichen!

Kommentar von archibaldesel ,

Zum ersten Absatz gebe ich dir Recht, Beim Zweiten zucke ich ein bisschen. Wo differenziert man zwischen unzufrieden und nicht vollständig zufrieden? Im einem Zustand absoluter Zufriedenheit verändere ich nichts.

Kommentar von DonkeyDerby ,

Vielleicht definieren wir auch Zufriedenheit unterschiedlich.  Für mich hat Zufriedenheit etwas mit Wohlgefühl zu tun, aber muss nicht Sattheit bedeuten - und auch nicht Trägheit! Ich kann mit dem Ist-Stand zufrieden sein und trotzdem nach Höherem streben. Hm - schwer zu erklären. Aber schau mal, bei einem einjährigen Kind bin ich zufrieden, wenn es läuft. Da verlange ich nicht, dass es schon lesen und schreiben kann. Dennoch strebe ich an, dass mein Kind im Leben noch mehr lernt, als nur zu laufen.

Antwort
von EinfalloserName, 9

Menschen wollen immer mehr als sie haben können. Das macht sie unzufrieden.

Antwort
von Unersetzlich, 66

Ich denke viele "Probleme" sind einfach Menschen gemacht und  existieren nur in den Köpfen der Leute.

Meistens merken Menschen auch erst, was für ein schönes Leben sie hatten, wenn es auf einmal ganz schlecht läuft.

Ich denke auch, dass das irgendwie so eine menschliche Angewohnheit zu sein scheint, dass man sich immer über alles mögliche aufregen muss, obwohl es überhaupt nicht nötig ist.

Ich persönlich bin lieber fröhlich als traurig und versuche auch so viele, wie nur möglich damit mitzureißen.

Antwort
von muliro, 22

Manche menschen könne einfach nie genug bekommen und wollen immer immer mehr...

Antwort
von Etter, 60

"Zudem vertreibe ich mir des öfteren die Langeweile auf der Plattform
hier uns lese oft von suizid Fragen (allgemein Fragen von Menschen denen
es schlecht geht .. aus Gründen die ich eigentlich vollkommen belanglos
finde )."

Ich frage mal ganz offen: Wie häufig wurdest du hintergangen/belogen/betrogen?

Nicht von irgendwelchen Fremden oder entfernten Bekannten sondern wirklich von Menschen, die dir eig. nahestehen. Familienmitglieder, Freunde?

Ich lese zugegebenermaßen diese "Suizidfragen" eher selten. Häufig stand in den Fragen, welche ich gelesen habe, auch kein konkreter Grund drin, sondern nur wie es am schnellsten/einfachsten/schmerzlosesten geht.

"Wieso sind so viele Menschen unzufrieden mit dem was sie haben? "

Warum sollten sie? Warum sollten sie sich mit etwas zufrieden geben, mit dem sie nicht zufrieden sind? Aus meiner Sicht heißt Zufriedenheit während eines Zustandes, welchen man nicht akzptiert Aufgabe. Währenddessen heißt das weiterarbeiten, dass man weitergeht.

Beispielsweise kann man sich, nachdem man eine Prüfung verhauen hat, damit abfinden und sagen "Tjoa bin ich wohl blöd". Oder man setzt sich hin und lernt, bis man ein für sich zufriedenstellendes Ergebnis erzielt.

Auf die selbe Art sehe ich das Leben. Warum mit was halben abgeben, wenn ich damit absolut nicht zufrieden bin?

"warum suchen sehen so viele Menschen Dinge als schlecht oder Fehler in
ihrem Leben an , obwohl es in meinen Augen eig garkeine sind ?"

Weil Menschen unterschiedlich sind. Jeder setzt seine eigenen Prioritäten. Mancher will Erfolg im Beruf haben, wer anders konzentriert sich voll auf seine Familie, während wieder wer anders einen Mittelweg sucht.

Kommentar von Chillkroete1994 ,

1 Frage . Selten .. ich möchte nicht nie sagen, da es sicher mal Vorkam, ich mich aber wenn nicht mehr dran erinnern kann . Und das ich zufrieden mit meiner Situation bin heißt doch in keinster weise das ich mir selbst nicht noch höhere Ziele und Aufgaben setzte als es andere tun .. Ich Klage aber nicht darüber das es nicht von jetzt auf gleich passiert oder ein Schritt in diese Richtung gescheitert ist.. so wie es zisch andere hier machen . Hätten sie mehr solcher Fragen gelesen wüssten sie das dort in sehr vielen nicht " wie sterbe ich am schnellsten oder woran " sondern meist ein endlos langer Text , wieso sie sich überhaupt das Leben nehmen wollen.

Kommentar von Etter ,

"ich möchte nicht nie sagen, da es sicher mal Vorkam, ich mich aber wenn nicht mehr dran erinnern kann"

Das macht schonmal einen eklatanten Unterschied aus.

Dann kommen wir mal zur nächsten Frage: Weißt du wie sich der Gedanke an Selbstmord anfühlt?

Nur ums mal zu erklären: Ich versuche gerade deine Lage rauszuziehen und für mich klarzustellen, inwieweit du überhaupt schon in solchen Richtungen abgedriftet bist und ggf. wieviel Empathie du hast. In der Frage kam es ziemlich ignorant rüber.

"Und das ich zufrieden mit meiner Situation bin heißt doch in keinster
weise das ich mir selbst nicht noch höhere Ziele und Aufgaben setzte als es andere tun"

Aber warum setzt du dir höhere Ziele, wenn du doch zufrieden bist? Wozu weiter Aufwand in den Fortschritt stecken, wenn doch der Moment perfekt ist? Ist doch irgendwie widersinnig oder?

" Ich Klage aber nicht darüber das es nicht von jetzt auf gleich passiert oder ein Schritt in diese Richtung gescheitert ist"

Das sind dann aber nicht nur Leute, welche unzufrieden sind, sondern auch ungeduldig.

"sondern meist ein endlos langer Text , wieso sie sich überhaupt das Leben nehmen wollen. "

Und jetzt? Ich kann mit dieser Info nichts weiter anfangen, da es bereits am Anfang (Fragetext) geschrieben wurde.

Antwort
von kuunauru, 13

Einen schönen guten Abend!

Ich habe wirklich keine einzige Antwort gelesen und demnach auch keinen Schimmer, was andere Menschen dazu so zu sagen haben. Deine Frage fand ich einfach so interessant, dass ich sofort darauf antworten will.

Tja, warum sind so viele Menschen unzufrieden? Ich denke du bist der Antwort schon sehr nahe; weil sie nicht in der Lage sind ihr Leben im Jetzt zu erkennen. Was so viel heißen soll wie das Bemerken von kleinen Dingen, das Wahrnehmen des Lebens im Jetzt, denn mehr existiert ja eigentlich gar nicht. Menschen stecken sich andauernd Ziele, Momente in der Zukunft in denen es ihnen besser geht, sie reicher, schöner, selbstbewusster, erfahrener oder sonst was sind. Leider trifft dieser Moment niemals ein. Er wird immer in der Zukunft sein, wenn man nicht fähig ist die Gegenwart, d.h. das Leben an sich und somit auch sich selbst, wahrzunehmen. Diese Fähigkeit scheinst Du allerdings zu haben und das ist sehr bemerkenswert, weil momentan nur sehr wenig Menschen Zugang zu dieser Wahrnehmung haben. So fällt mir das jedenfalls auf und dir ja scheinbar auch... Heute muss alles schnell gehen und wenn mal wieder etwas "schief geht" ist das ein "Problem" und muss sofort behoben werden, kann nicht akzeptiert werden. Viele Menschen könnnen Dinge und Andere nicht einfach sein lassen. Situationen und Menschen müssen verändert werden um "gut" oder "richtig" zu sein. Aber der erste Schritt zur wahren Veränderung ist doch die Akzeptanz, dass etwas gerade so ist, wie es nun mal ist. Wenn man das nicht kann entsteht ein Widerstand in einem und das macht unglücklich. So ist das z.B. wenn man wartet. Jegliche Form des Wartens bedeutet die Situation abzulehnen in der man sich befindet, das schafft Unglück.

Es ist also etwas äußerst Positives gelassen zu sein. Man erreicht mehr in der Welt, wenn man gelassen ist. Probleme existieren nämlich nur in der Zeit, wenn man sich ständig Gedanken macht und diese nicht abstellen kann. In Wahrheit aber gibt es gar keine Probleme, denn was könnte in diesem kleinen schönen Moment schon problematisch sein.... genau, nichts. Da ist nichts, das ein Problem sein könnte. Zwanghaftes Denken ist eine Krankheit um genau zu sein, was deine Frage ja eigentlich hervorragend beantwortet: Menschen sind niemals zufrieden, weil sie gezwungen sind permanent zu Denken und somit weder in der Lage sind die Welt richtig wahrzunehmen noch sich selbst.

Das ist ziemlich traurig und die tiefsitzende Ursache dafür, dass unsere Gesellschaft heute so ist wie sie ist.

Mfg

kuunauru

Antwort
von Maile, 69

Sie wollen besser sein, als die anderen.Jeder schaut auf den, dem es -wirklich oder vermeintlich- besser geht und achtet nicht darauf, wie gut es ihm selber im Grunde geht. Wenn man einem Deutschen den Tag vermiesen will, muß man ihm nur sagen, daß sein Nachbar mehr verdient als er selber. Ist traurig, ist aber nun mal so.

Antwort
von DonkeyDerby, 129

Suizidgedanken bzw. Depressionen müssen nicht von den Lebensumständen herrühren. Es kann sich auch einfach um ein chemisches Ungleichgewicht im Körper handeln. Die Ursachen dafür kennen wir noch nicht, womöglich sind sie vielfältig.

Du hast ein glückliches Naturell, bewahre es Dir und lass viele Menschen daran teilhaben!

Das mit der permanenten Unzufriedenheit vieler Menschen verstehe ich auch nicht so recht, ich kann mir aber vorstellen, dass das auch anerzogen ist. Denn oft ist der Rest der Familie ähnlich gepolt. Ein überzogenes Anspruchsdenken, gepaart mit Missgunst und dem Gefühl, dass "die Welt mir noch etwas schuldig ist", ist typisch für solche Menschen.

Das sind bedauernswerte Kreaturen, die sich nicht an den vielen Dingewn freuen können, die sie haben und an dem, was sie sind, sondern stets nur daran denken, was sie nicht haben und was sie niemals sein werden. So etwas führt natürlich zu entsprechender Frustration. Leider schlägt sich das auch in den Wahlergebnissen nieder.

Kommentar von Chillkroete1994 ,

Danke für die Antwort 👍 den Kommentar von ihnen zu der Antwort ihres Obermannes find ich übrigens sehr gelungen . Kann ich nur zustimmen ✌

Kommentar von DonkeyDerby ,

Danke! ;-)

Kommentar von Joergi666 ,

den Hinweis mit einer krankhaften Depression finde ich gut- hier muss man tatsächlich zur "normalen" Unzufriedenheit unterscheiden. Hinsichtlich der Erziehung würde ich aber widersprechen- meine Mutter ist der unzufriedenste Mensch den ich kenne - mit wirklich allem und allen Lebensbereichen, mein Vater war auch nicht viel besser. Eine Erziehung im eigentlichen Sinne durfte ich entsprechend auch nicht erfahren, dennoch habe ich eine absolut (selbst-)zufriedene Lebenseinstellung.

Kommentar von DonkeyDerby ,

Erziehung findet ja (zum Glück?) nicht nur durch die Eltern statt. Abgesehen von dem Rest der Familie sind daran ja auch Freunde, so genannte "peer groups", Lehrer und andere Erwachsene und sogar Medien (insb. Bücher und Filme) beteiligt.

Und mancher hat eben auch chemisch-biologisch Glück und besitzt quasi "von Natur aus" ein heiteres Naturell und Resilienz.

Antwort
von ElCuadore, 110

Also meiner Meinung nach ist das einzige was ich brauche genug essen und trinken, und einen Warmen Schlafplatz. Obwohl ich in einem Reichen viertel aufgewachsen bin. Und ich kann nur ehrlich sagen das die Kinder von heut zu Tage vieel zu sehr verwöhnt werden und sich versuchen der Gesellschaft anzupassen. Wenn ich schon sehe das sich Leute umbringen wollen weil sie Übergewichtig sind oder weil sie finden das sie nicht so schön aussehen wie sie es wollen und sich deswegen vlt auch noch unters messer legen, krieg ich einen kompletten hass auf die Menschheit. Ich persönlich gebe keinen wert darauf was andere menschen über mich denken, was vlt auch wegen eines Geburtsfehler bei mir der Fall ist. Ich persönlich freue mich jeden tag wenn ich nicht Hungern oder frieren muss und Gesund bin. Das meiste heute in Deutschland sind nur erste welt probleme, weswegen der IQ der Menschheit ständig sinkt..

Kommentar von DonkeyDerby ,

Ich kann Dir in vielem, das Du schreibst, zustimmen. Aber: Der IQ der Menschheit weltweit sinkt  nicht, er steigt. Denn mehr und mehr Menschen haben Zugang zu Schulbildung. Aber ein hoher IQ schützt auch nicht vor Unzufriedenheit...

Kommentar von ElCuadore ,

Meiner Meinung hängt ein hoher Intelligenzquotient nicht davon ab was man in der Schule erreicht hat, ich habe meine Schulische Laufbahn nach dem Hauptschulabschluss beendet (Meiner Meinung nach lern man in der schule nämlich nichts lebenswichtiges, sonder 98‰ ist nur Müll). Obwohl meine Eltern mich gezwungen haben zu studieren, doch ich habe grundsätzlich mehr als 100 gründe warum ich nicht Studieren wollte, und das hat nicht damit zu tun das ich ein Studium nicht geschafft hätte. Sondern das Gegenteil, ich habe wegen körperlichen beschwerden in der Freizeit angefangen Medizin zu "studieren" so das ich meine Probleme von alleine lösen konnte und immernoch kann. Und doch, in denn meißten fällen schützt ein hoher Intelligenzquotient vor unzufrieden, denn man weiß was man hat und was man grundsätzlich braucht im leben. Aber das kann auch an verschiedenen Faktoren liegen das man unzufrieden mit irgendwas ist, angefangen von der Kinderheit in der vielleicht irgendetwas passiert ist.

Kommentar von DonkeyDerby ,

Wenn jemand ohne Anregung und Zugang zu Bildung aufwachsen muss, hat das natürlich einen negativen Einfluss auf den Intelligenzquotienten, auch wenn dies nicht Deiner Meinung entspricht.

Und wenn nur 98 Promille dessen, was man Deiner Meinung nach in der Schule lernt, Müll ist, dann sind ja 90,2 Prozent der Schulbildung auch nach Deiner Meinung durchaus sinnvoll!

Antwort
von Rishek, 166

Bin da wie du.

Um aber auf deine Frage einzugehen, würde ich sagen, dass sie die meisten Leute mit anderen vergleichen und deswegen unzufrieden mit sich selber sind.

Schicksalsschläge spielen hier auch eine Rolle.

Wenn ich an meine Freundin denke, was die schon alle durchmachen musste (ungewollt), dann kann ich durchaus nachvollziehen, wieso manche Leute so sind wie sie sind.

Nicht jeder ist so Glücklich wie wir es sind, die sich an Kleinigkeiten erfreuen, jeden Tag leben als wäre es vielleicht der letzte, jede Sekunde genießen. Meine Einstellung ist schon immer so gewesen und auch schwierige Situationen habe ich mit Gelassenheit und Ruhe/Geduld gelöst.

Man kann sich es eben auch schwer machen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community