Wieso sind so viele Menschen aus Dörfern so Ausländerfeindlich?

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18 Antworten

Das ist von Dorf zu Dorf auch unterschiedlich. In einigen Dörfern ist es wirklich so, dass die Angst und der Hass auf Fremde sehr groß ist. Es gibt aber auch andere Dörfer, wo sich so einige Städte ruhig ein Beispiel nehmen können, wie man z.B. Flüchtlinge in der Gesellschaft integriert.

In fast allen (besonders die ganz kleinen) Dörfern gibt es viele enge Gemeinschaften. Jeder kennt jeden und wenn nicht, reicht oft der Nachname aus und man weiß wo er herkommt. Natürlich verstehen sich nicht alle, aber wenn man in sein Dorf reinfährt, grüßt man sich. Man sieht ständig die selben Leute. Der Freundeskreis hat sich meist schon in der Grundschule gebildet und man kennt oft sogar den Großteil der Verwandtschaft der Freunde.

Im Alltag trifft man kaum auf Fremde und Vorurteile bauen sich nicht ab. Einige stehen Fremden (selbst die aus anderen Regionen im Bundesland und erst recht aus anderen Ländern) skeptisch gegenüber. Weil die anders sind. Sind unhöflich, arogant, usw. Es entstehen Vorurteile die sich rumsprechen und nicht abgebaut werden, weil man kaum Kontakt zu denen hat. Darum bleiben viele lieber unter sich.

Einige haben so eine Abneigung gegen alles Fremde entwickelt und pöbeln gegen Ausländer, weil diese andere Auffassungen haben und ihre schönen Werte kaputt machen; Ihre Jobs wegnehmen; Auf Kosten ihrer Steuern leben... . Dies trifft besonders auf die ältere, griesgrämige Generation zu. Die Jüngeren, sind oftmals viel aufgeschlossener.

Es gibt aber auch viele soziale Menschen, die beispielsweise die Flüchtlinge in ihrem Dorf helfen. Sie spenden und sammeln Sachen für die Haushalte; machen sich für sie stark; Verantstalten z.B. Hobbyfußballturniere; Laden sie z.B. zur Kirmes ein... Sie versuchen alles um diese in ihrer Gemeinschaft zu intergrieren, soweit die Flüchtlinge dies wollen. Nur so kann auch die Integration von Flüchtlingen im Dorf funktionieren, meiner Meinung nach. Dies wird bei uns auch gut angenommen und die Flüchtlinge sind auch sehr dankbar. Besonders die Gespräche sind sinnvoll, so wird nicht jede Kleinigkeit zum Skandal. Es gibt genug Verklemmte, die ihre Vorurteile dann bestätigt sehen und zur Fackel und Mistgabel greifen ;)

Es sind also nicht alle Menschen in Dörfern ausländerfeindlich xD . Ob es jetzt mehr oder weniger als in Städten ist kann ich jetz garnicht sagen. Hängt auch von der Region ab. Die mediale Wahrnehmung ist auch anders, weil man immer nur von den Dörfern mit den beschränkten Leuten hört, die sich zusammentun und Flüchtlingsheime anstecken und anderes. Da muss unbedingt eingegriffen werden, aber dass heißt nicht das es in allen Dörfern so ist. Auch in Städten gibt solche Probleme

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Hallöchen,
Rassismus findet man in Dörfern, sowie auch in Städten. Das Ausländerfeindlichkeit in Dörfern mehr verbreitet ist, als in Städten, stimme ich aber überein. Ich glaube das liegt daran, dass die meisten Flüchtlinge in Städte fliehen. Die Leute werden mit den Ausländern vertraut. Im Dorf jedoch, kennt man es nicht anders. Dort werden Ausländer häufig als  "Fremd" und Neuland angesehen. Und unsere Gesellschaft ist seit der Urgesellschaft nunmal so, dass wir Fremdes skeptisch gegenüber treten. Lg, Eva.

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Ich denke auch, dass das prozentual keinen Unterschied macht, ob Stadt oder Dorf... obwohl ich zugeben muss, dass es aufm Land bei mir jedenfalls viele gibt, die ausländerfeindlich sind. Ich kann mir das nur so erklären, dass man hier wenig Kontakt zur modernen Welt hat... die Leute kommen nicht wirklich raus, lernen keine 'Ausländer' kennen und erzählen sich untereinander ihre Geschichtchen... die natürlich auf falschen Tatsachen beruhen ^^ 

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Das finde ich nicht;kann man nicht verallgemeinern.

In vielen Großstädten ist der Ausländerhass und die Gewalt viel extremer.

Auf dem Land mag es mal einen ältern Bauer geben mit Vorurteilen;aber ich habe auf dem Land noch nie diesem extremen Hass erlebt wie bei manchen Großstadt-Nazis

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Ich lebe seid 24 Jahren in einem Dorf und ich kann nur sagen,nicht nur Menschen aus anderen Ländern werden feindlich behandelt.Alleine ein anderes Bundesland reicht schon aus.Wir werden noch heute,als sogenannte Zugezogene bezeichnet.Selbst unsere Kinder,die hier geboren wurden,wurden schwer gemobbt.Ich selber komme aus einer Großstadt und bin mit Menschen aus anderen Ländern aufgewachsen.Die Tolleranzschwelle auf dem Land ist meist sehr niedrig angesetzt.Und das betrifft,alles was sie nicht kennen oder anders ist als sie selber.Leider haben diese Leute meist auch gar kein Interesse,diesen Zustand zu ändern.

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Ich denke, prozentual sind es nicht mehr. Vielleicht schreien sie ein bisschen lauter, aber mehr sind es wohl nicht.

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Wie kommst darauf, dass viele (was heißt viele?) Menschen aus Dörfern (was meinst du mit Dörfern?) ausländerfeindlich  (was meinst du damit?) sind?

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Kommentar von Daniel145235
17.06.2016, 19:00

Mit viele meine ich mehr als 2 und mit Dörfen meine ich Dörfer und mit Ausländerfeindlich meine ich Ausländerfeinde

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Stimmt doch gar nicht.
Meist sind die aus den Dörfern toleranter als die aus den Städten!

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Weil es eine kleinere Bevölkerung ist und dort meistens keine Ausländer Leben und deshalb kommt es so Rüber

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Hallo!

Meine Erklärung dafür ist: Viele (nicht alle) fühlen sich in ihrer dörflichen Idylle gestört & bleiben lieber unter sich ---------> sie kannten es nie anders (wofür man ihnen auch keinen Vorwurf machen kann) und lehnen grundsätzlich alles "Fremde", egal was oder wer das auch immer ist, recht rigide ab. Nach dem Motto: Was der Bauer nicht kennt, das frisst er auch nicht.

Wer in ein Dorf zieht hat es oft viel schwerer, "integriert" zu werden als jemand in einer Gemeinde mit mehreren 1000 Einwohnern oder einer Stadt. Das betrifft nicht nur Asylbewerber oder Ausländer.

Ich kannte z.B. ein Dorf, wo ein Heimatvertriebener aus dem Böhmerwald starb, der dort rund 50-60 Jahre gelebt hatte. Als der Mann beerdigt wurde, nannte ihn jeder immer noch "der Zugezogene". Das hat mich erschrocken, aber es passiert auf kleinen Dörfern immer öfters.

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Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. 

Dorfbewohner sind einfältig und haben einen sehr beschränkten Horizont. Die gucken nie über den Tellerrand. Wenn man in einer Großstadt wohnt, wo viele Nationen zusammenleben oder in einer Stadt mit einer bedeutenden Universität, wo viele ausländische Studenten sind, dann wird man durch das Zusammenleben mit anderen Menschen weltoffener und toleranter. So einen Lernprozess haben Dörfler nie erlebt.

So ist es auch mit den Ossis. Wer jahrelang von der Außenwelt abgeschnitten war, hat nie gelernt, mit anderen Menschen klar zu kommen. Viele Ossis wünschen sich doch die DDR zurück. Man sollte dem Wunsch nachkommen.

http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/viele-ostdeutsche-wollen-die-ddr-zurueck-aid-1.2019986

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Kommentar von SimonG30
17.06.2016, 19:02

Dorfbewohner sind einfältig und haben einen sehr beschränkten Horizont. Die gucken nie über den Tellerrand.

wer sowas pauschal behauptet, um dessen Horizont & Tellerrand ist es meist auch nicht weit her...

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Kommentar von Benadino
18.06.2016, 08:42

auch "Dunkeldeutschland" genannt

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Ich bezweifle, dass das so ist. Und es kann gut sein, dass du auch eine Menge Vorurteile hast.

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Kommentar von Daniel145235
17.06.2016, 21:27

Ich spreche nur aus meinem Alltag.

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Weil sie weniger Kontakt zu fremden Menschen haben und man fürchtet immer das besonders, was man nicht kennt. Deshalb ist ja auch die Fremdenfeindlichkeit in Deutschland dort am größten, wo es kaum Ausländer gibt.

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weil genau auf den Käffern, den Krachern so was wie ine heile Welt besteht, bzw. dies so empfunden wird. Ein Einbruch von Außen zerstört dann die erlebte Idylle.

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Wie kommst du auf die Idee? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Flüchtlinge in ländlichen Regionen wesentlich freundlicher aufgenommen werden als in der Stadt.

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Kommentar von Daniel145235
17.06.2016, 18:57

Wieso ich auf die Idee komme? Alle Bauern die ich kenne hassen Neher und Ausländer. Ich frag mich ob es zufall ist oder ob die Eltern den Kindern sowas erzählen weil sie in ihren Gedanken noch im 2. Weltkrieg sind.

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Kommentar von bastidunkel
17.06.2016, 18:59

Die wenigsten Flüchtlinge kommen aber in ländliche Regionen. Die meisten Dörfer wissen, wie sie das sehr gut verhindern können.

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Wie kommst du darauf?

Ausländerfeindliche Leute gibt es auch in Großstädten und das nicht zu knapp.

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Kommentar von Gritt
18.09.2016, 12:10

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen,auf dem Land ist es wesentlich extremer.

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Nein Ausländerfeindlich kan man das nicht nennen die sind halt vorsichtig und brauchen Zeit um sich Veränderungen anzupassen!

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Ich kenne es eher andersrum. Die Menschen auf den Dörfern haben eher noch ein "romantisches" Bild von Ausländern, während in den Städten bei vielen die Stimmung längst gekippt ist.

Ansonsten, in besonders kleinen Dörfern ist oftmals schon das Nachbardorf ein Rivale und Leute, die 20 km weiter weg wohnen und vllt einen anderen Dialekt haben, werden angeschaut, als kämen sie von einem anderen Planeten. Dort ist jeder "Ausländer", der nicht den hiesigen Dialekt spricht.

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