Frage von DerWalkuere, 142

Wieso sind so viele Kriege in Afrika?

Es ist bestimmt schon jedem mal aufgefallen, wie viele Kriege oder Bürgerkriege es in den letzten 50 Jahren in Afrika gab. Ich meine, nirgends auf der Welt gibt es so viele Bürgerkriege wie in Afrika. Ich frage mich nun wieso immer dort ? Um so mehr ich darüber erfahre, umso habe ich das Gefühl, dass die Menschen dort einfach ein nicht so großes Problem mit dem Töten haben, es als nicht so schlimm ansehen, wenn wer ermordet wird oder verhungert. Als Beispiel nenn ich mal Ruanda. Liegt es an mangelnder Bildung ? oder ist es eine "Gewöhnungssache" ? Ich freue mich auf eure Antworten und entschuldigt bitte die Rechtschreibfehler.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Jewi14, 96

Ich nenne dir mal paar Faktoren

1. Schau dir mal eine Landkarte an, während die Grenzverläufe in Europa ständig Windungen machen, sind sie in Afrika über hunderte km gradlinig, als ob mit Lineal und Stift gezeichnet. Sind sie auch, die Grenze wurde damals von Kolonialmächte gezogen ohne Rücksicht auf Kulturen. Kulturen wurden getrennt, andere mussten zusammenleben, die nicht zusammenpassen. Krieg ist bis heute eine Folge.

2. In Afrika wurde während des Kalten Kriegs viele Stellvertreterkriege geführt. Bestes Beispiel Angola.

3. Stellvertreterkriege gibt es zwar noch, aber nicht mehr zwingend Kommunismus/Kapitalismus, aber auf religöser Basis

4. Aufgrund von Bodenschätze und Rohstoffe gibt es immer wieder Konflikte darum, auch und gerade weil andere Staaten Interesse haben diese auszubeuten wie europ. Staaten, China, USA oder Russland. Bestechung und Waffenlieferungen gehören dazu, damit man Einfluss gewinnt. Sierra Leone und seine Diamanten kann als Beispiel genannt werden. Sudan und China  wegen Erdöl ein anderes

5. Offen muss man aber auch ansprechen, dass unser Lebenswandel und Wegwerfgesellschaft dort Probleme macht. Stichwort: globales Huhn

Kommentar von vitus64 ,

Zu 1.
Du meinst die Grenzverläufe in der Sahara und der Kalahari. Grenzen in Sandwüsten sind fast immer über mehrere 100 km gerade, da es dort keine Flüsse und Bergkämme gibt. Sieh dir mal die Grenzen Saudi-Arabiens an. Außerdem waren Wüstengebiete wertlos, als die Grenzen gezogen wurden. Erdöl spielte noch keine große Rolle.
Außerhalb der Wüstengürtel haben die Grenzen ähnliche Verlaufe wie die in Europa.
Das hat mit Kolonialismus garnichts zu tun. Die Zeit des Kolonialismus ist lange vorbei. Es hilft daher auch niemandem, diesen Faktor ständig für alle Probleme Afrikas verantwortlich zu machen. Er kann nicht mehr beseitigt werden da er schon lange beseitigt ist. Selbst wenn hier eine Ursache läge.

Zu 5.
Die These begründest du leider nur mit einem Stichwort. Warum verursacht unsere "Wegwerfgesellschaft" Kriege in Afrika? Das klingt nicht logisch und ist es auch nicht. Mir fällt dabei eher der Pawlowsche Hund als das Globale Huhn ein. Dieses Argument und ähnliche kommen nämlich reflexartig stets aus der gleichen Ecke und immer wenig stringent. 
Was würde es Afrika denn helfen, wenn wir bescheidener leben würden. Ich habe im Ernst schonmal die Forderung gehört wir sollten aus Solidarität mit Afrika in Deutschland Wasser sparen. Was hätte Afrika aber davon? Das leistet doch nur dem Öko-Pietismus Vorschub. Sonst hilft es niemandem.

Kommentar von Jewi14 ,

zu deiner 1: Bitte lese noch mal genau durch. Steht alles da!

zu deiner 5: Du solltest dich noch mal mit "globales Huhn" befassen. Ganz offensichtlich hast du es überhaupt nicht verstanden, was ich damit meine.

Allgemein: Ich habe die Frage beantwortet, wenn du andere Gründe nennst, so nenne sie und hör auf Leute bloß aufgrund der Beantwortung einer Frage in eine bestimmte politische Ecke zu stellen. Bei der Gelegenheit informiere dich doch mal über Folgen und Probleme im Zusammenhang mit der Globalisierung.

Antwort
von 1988Ritter, 45

Für Moral und Sitte bedarf es keiner Bildung.

Wir haben in Afrika zwei große Gewaltfaktoren, die auch auf Dauer nicht leicht in den Griff zu bekommen sind.

Geldgier

Vieles was in Afrika geschieht hat einfach nur mit Geldgier zu tun. Diktaturen gehen da einher mit Korruption. Da wo das Geld regiert, da lässt die Menschlichkeit auf sich warten. Bodenschätze werden ohne Sinn und Verstand verschachert, und das Volk trägt das Leid.

Religion

Der Islam expandiert in Afrika aggressiv. Bekanntestes Beispiel dürfte hierbei Bocu Haram sein, wobei diese islamische Organisation nur eine von vielen ist. Nähere Informationen kannst Du in dem Zusammenhang auch unter www.opendoors.de erhalten.

Antwort
von voayager, 65

Fast alle Länder, von Äthiopien mal abgesehen, sind Kunstprodukte, entstanden an den Reißbrettern der einstigen Kolonialherren. Diese führten zusammen, was garnicht zueinander passt, bzw. nicht die Voraussetzung da ist und sie trennten, was eigentlich zusammengehört, beispielsweise arabische Länder in Nordafrika.

Das Prinzip das sie verfolgten hat auch mit dem Prinzip "divide et impera" sprich teile und herrsche zu tun.

Antwort
von Tommkill1981, 60

Die Frage müsste heißen warum gibt es so viele Kriege auf der Welt......

Antwort
von karapus001, 23

Hauptsächlich um Rohstoffe. Viele Länder wollen ihre Rohstoffe plündern, wodurch dann noch mehr Chaos dort entsteht und dann sowas wie IS dort rumrennt...

Antwort
von Dahika, 61

Dass es dort so viele Kriege gibt, sind die Spätfolgen der Kolonialpolitik der Europäer.

Expertenantwort
von atzef, Community-Experte für Politik, 77

Deine These ist schwachsinniger Rassismus. "Afrikaner töten lieber als andere Menschen". Was für ein blödsinniger, volksverhetzender Dreck!

Dort gibt es auch nicht mehr Kriege, als es in Europa vor dem 2. Weltkrieg gab.

Und wie die hiesen Kriege haben afrikanischen ihre Ursache nicht in irgendeinem kruden Biologismus, sondern in sozialen Ungleichheiten, in deren Ethnisierung und in den Macht- und Herrschaftsinteressen lokaler Oligarchien.

Kommentar von willom ,

Dein ständiges Rassismusgeschrei zu allen linken Reizthemen langweilt nur noch......

Kommentar von atzef ,

Deine Mischung aus scheuklappiger Problemignoranz, dem gequälten Aufschrei eines Getroffenen und völliger Argumentationslosigkeit scheinst du also "spannender" zu finden...:-)

Kommentar von vitus64 ,

Diese These vertritt hier doch niemand. Das war eine Frage. Und das ist etwas anderes. Du argumentierst gegen einen Strohmann.

Kommentar von atzef ,

Die Frage wird begleitet von einer "Gefühl" genannten These: "...
habe ich das Gefühl, dass die Menschen dort einfach ein nicht so großes Problem mit dem Töten haben, es als nicht so schlimm ansehen, wenn wer ermordet wird oder verhungert."

Heißt im Klartext, die "Menschen dort", also pauschal die Afrikaner, seien mordlüsterner und dem Töten gegenüber gleichgültiger. Damit werden sie pauschal als "bösartiger", "rückständiger", "inhumane" abgewertet.

Rassismus aber ist nichts weiter als systematische Abwertung anderer Menschen.

Kommentar von FelixLingelbach ,

Wie sieht Gunnar Heinsohn das? Er berechnet einen Kriegsindex, d. h., er bestimmt das Verhältnis von Älteren, 55 - 59, zu Jüngeren, 15 - 19. Bei uns kommen da z. B. 70 Junge auf 100 Alte, in afrikanischen Ländern können es 700 sein, zehnmal so viel. Das sieht er allein schon als eine gefährliche Ausgangslage. 

Weitere Faktoren kommen hinzu: Dieser Menge an jungen Leuten darf es nicht wirklich schlecht gehen. Sie dürfen keinen Hunger haben. Tatsächlich lässt sich beobachten, dass in den Ländern, in denen Gewalt ausbricht, zunächst ein leichter Anstieg des durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommens zu verzeichnen ist.

Außerdem nötig ist eine Perspektivlosigkeit für diesen Nachwuchs. Wenn sie keine Chance haben, sich eine eigene Existenz aufzubauen, die eine Familie unterhalten könnte, wird es kritisch.

Heinsohns Sichtweise ist angreifbar. Sicher führt sein sogenannter youth bulge allein nicht in das Chaos. Es gibt Gegenbeispiele. Seitdem sich seine Prognosen bewahrheitet haben, muss er aber ernst genommen werden.

Was hier sonst in den Antworten zu finden ist, ist gut gemeinter Blödsinn. Afrika wird meist völlig falsch eingeschätzt, natürlich auch hier.

http://www.zeit.de/2015/45/bevoelkerungsentwicklung-einwanderung-buergerkrieg-fl...  

Antwort
von Max7777777, 65

Die ganze Welt kloppt sich um die Rohstoffe in Afrika. Logisch das da dementsprechend auch Unruhe herrscht. Würden alle Mensch dort plötzlich sagen "nö wir machen nicht mehr mit" dann würde es plötzlich einen richtigen Krieg geben...

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